ZitatOriginal geschrieben von mrks
Ich habe mal 1,79 in Threema investiert
Bin auch dabei. Hoffentlich schwenken ausreichend viele Leute um.
Sie sind in Begriff, Telefon-Treff zu verlassen, um auf die folgende Adresse weitergeleitet zu werden:
Bitte beachten Sie, dass wir für den Inhalt der Zielseite nicht verantwortlich sind und unsere Datenschutzbestimmungen dort keine Anwendung finden.
ZitatOriginal geschrieben von mrks
Ich habe mal 1,79 in Threema investiert
Bin auch dabei. Hoffentlich schwenken ausreichend viele Leute um.
... und:
- wieviele deiner Mitarbeiter könnten im Hintergrund bereits dabei sein, sich bei Konkurrenzunternehmen zu bewerben? Dahin nähmen sie ihr Wissen mit. Auch wenn sie keine Interna deines Unternehmens ausplaudern dürfen, aber die langjährige Berufserfahrung, die sich dann naturgemäß gegen dich richtet, ist ja nun mal da...
Die Probleme der Normalverbraucher sind doch, dass sie...
1. selber nicht beurteilen können welcher Messenger möglichst guten Datenschutz bietet
2. wahrscheinlich jede App mehr oder weniger anfällig ist
3. selbst wenn man bei sich selbst eine optimale App installieren könnte nutzt es wenig solange das soziale Umfeld in der Masse bei WhatsApp oder sonstigen Diensten verbleibt.
Eine blöde Situation und der große Haken, auch wenn man selber sehr gerne wechseln würde, nachdem WA nun zu Facebook gehört.
Back to SMS ist IMHO keine Option. Zu viele Bildchen und Filmchen werden über die Messenger ausgetauscht.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Hier ist es aber so, dass der ursprüngliche Job weggefallen ist (!), und trotzdem klebt der TE an seinem zum 2. mal _angesägten_ Sessel (!).
Man hat "nur" seine Position herabgestuft, er ist nicht "arbeitslos" in dem Betrieb, mit unmittelbar bevorstehender Kündigung.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Dieses Sesselkleben kann man machen, wenn man 5 Jahre bis zur Rente überbrücken möchte. Der TE ist aber offensichtlich im Alter von ca. 35 oder 45 Jahren (Kinder im Haus). Da kann man noch nicht auf Zeit spielen. Da sollte man, insbesondere als Manager, aktiv werden.
Aktiv werden ist sicherlich nötig. Aber ich stimme Merlin zu, man schreibt hier schnell rein "Bewerben, bewerben, weiterbilden, flexibel sein!". Das zu tun ist aber schwierig. Wer arbeitet und danach eine Familie hat, hat wenig Zeit und wahrscheinlich auch nicht den allergrößten Elan um allabendlich noch engagiert in Jobbörsen und über den Bewerbungsunterlagen zu hängen.
Der innere Schweinehund ist halt auch noch da und solange es sich an der Arbeitsstelle nicht zuspitzt sollte der TE auch keine Panik bekommen. Er steht ja nicht zum Monatsende auf der Straße sondern hat durch seinen Thread hier und die anwaltliche Beratung schon Aktivitäten entfaltet um sich für die Zukunft zu positionieren.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
-Fragesteller ist jobmäßig unflexibler Sesselkleber, der genau diesen Job unbedingt behalten möchte.
Überdurchschnittliches Gehalt, eine Tätigkeit, die den TE nicht überfordert, 12 Jahre Betriebszugehörigkeit, in der sich ein Mitarbeiter naturgemäß nicht nur Fachwissen aneignet, sondern auch gewisse Freiheiten und Rechte erarbeitet. Man weiß, was man hat, und das ist in diesem Fall verhältnismäßig gut.
Am Liebsten dort bleiben zu wollen finde ich total nachvollziehbar. Gerade auch mit Verantwortung für eine Familie und finanziellen Verpflichtungen setzt wohl jeder lieber auf Sicherheit und Kontinuität als auf berufliche Abenteuerreisen.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Fazit: Einer von beiden muss weg, sonst leidet der Betrieb darunter.
Hier wurde mehrfach davon gesprochen, dass man es aussitzen könnte bis der GF verschwindet. Ich habe aber seitens des TE nirgends gelesen, dass das zur Debatte steht.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Ich selber hätte mir bereits den Dienstwagen nicht einvernehmlich wegnehmen lassen. Da hätte der Chef schon meinen Vertrag kündigen müssen.
In der Nachschau sicherlich ein falsches Entgegenkommen. Aber wenn du keine Erfahrungen mit solchen Spielchen hast - und wer 12 Jahre im gleichen Betrieb arbeitet hat die eher nicht, wenn er nicht 60+ Jahre alt ist - und dem neuen Chef Loyalität zeigen willst... Der Gedanke war sicherlich, sich durch diese Maßnahme positiv darzustellen und zugleich für die Zukunft Luft zu verschaffen, denn man kann ja immer auf dieses großzügige Verhalten verweisen.
ZitatOriginal geschrieben von Goyale
Mein Rat:
Ohne Gehaltsverzicht korrekt weiterarbeiten, nichts zu schulden kommen lassen, und intensiv den eigenen Wert auf dem Arbeitsmarkt antesten.
Darin sind wir uns alle einig. :top:
ZitatOriginal geschrieben von Thomas201
Ich kann jetzt nicht einschätzen, wie wichtig für dich ein gutes (Zwischen-)zeugnis ist - aber evtl. solltest du auch überlegen, ob du deinem Chef nicht offen sagst, dass du dir einen neuen Job suchst, wenn du in dieser Firma nicht mehr erwünscht bist und ihn bittest, dir im Gegenzug ein äußerst positives (Zwischen-)Zeugnis auszustellen.
Ein gutes Zeugnis ist lebenswichtig weil das bei Bewerbungen die entscheidende Grundlage für den Personaler ist. Nach 12 Jahren in dem Betrieb dokumentiert dieses Schreiben nahezu alles, was man fachlich und persönlich über den Bewerber erfahren kann.
Ein positives Zeugnis ist dabei nicht eins, bei dem man in jedweder Hinsicht Bestnoten bekommt (unglaubwürdig und dadurch nachteilig). Das Zeugnis muss gut und glaubwürdig sein.
In seiner Situation würde ich dem Chef auch nicht mitteilen, dass ich über einen Weggang nachdenke. Dann wird der ihn nämlich kaltstellen, schließlich "ist der Mann sowieso bald weg".
ZitatOriginal geschrieben von Wasnun
Vielen Dank für deinen ausführlichen Beitrag Printus. Ich habe wirklich eine Heidenangst vor Arbeitslosigkeit. Dies wäre für mich eine Premiere, vielleicht aber auch eine heilsame Erfahrung
Vielleicht kam das in meinem Posting zu kurz: Arbeitslosigkeit und Jobwechsel sind anstrengend, aber kein Weltuntergang. Es bieten sich auch neue Chancen. Wichtig ist, dass man mutig ist und sich durch die widrigen Umstände nicht unterkriegen lässt.
Wirklich schlimm wäre, wenn man wie Schumi im Koma läge, wie Samuel Koch gelähmt wäre oder in Syrien im Krieg leben müsste, wenn jemand aus der Familie verunglücken würde etc. Solange man nur die Arbeitsstelle wechselt hat man nur ein relativ kleines Problem.
Du erkennst an meinen Schilderungen: wenn man unzufrieden ist muss man nach einer besseren Stelle suchen und seine Chancen nutzen. Es muss ja nicht unbedingt schlechter werden, es ist immer auch die Chance, sich zu verbessern. Sollte der relative whorst case Arbeitslosigkeit eintreten: nicht schön, aber die Welt dreht sich weiter.
Ich bin nach früheren ruhigen Jahren seit 2011 bei 3 Arbeitgebern angestellt gewesen, war überall unglücklich und beginne demnächst wieder eine neue Stelle. Dabei bin ich teilweise ohne neue Stelle gegangen, habe die Sperre beim Arbeitsamt aber dadurch vermeiden können, dass ich mich mit dem AG darauf geeinigt habe, dass er die Kündigung schreibt. In einem Fall hatte ich die neue Stelle und habe dann die alte gekündigt.
Erfahrungen/Lehren aus diesen Ereignissen:
Arbeitslosigkeit setzt einen psychisch stark unter Druck. Das mag nicht gelten wenn man nix gelernt hat und nichts kann, also auf dem Arbeitsmarkt eh chancenlos ist. Dann legt man sich ein dickes Fell zu, stellt sich blöd und kassiert Geld vom Amt.
Wer aber "im Leben steht", Familie hat, finanzielle Verpflichtungen, auch eine Ausbildung und Chancen auf eine Stelle, muss einerseits mit dem "Asi-Image" klarkommen, das einem als Arbeitslosem entgegenschlägt. Man wird vom Amt, aber auch im sozialen Umfeld mit Sprüchen wie "Wer arbeiten will, findet auch eine Stelle" unter Druck gesetzt und muss jede Stelle annehmen, die man kriegen kann. Naturgemäß ist die erstebeste Möglichkeit aber meist nicht das, was man gerne möchte. Wenn man denn überhaupt ausreichende Jobangebote findet... kommt sehr auf die Ausbildung und die Branche an.
Das Arbeitslosengeld hängt von verschiedenen Faktoren ab, aber wenn man nur noch 60% vom früheren Gehalt bekommt wird es für Normalverdiener eng. Wer verdient schon 40% "Spielgeld" und kann seine normalen Verbindlichkeiten mit plötzlich nur noch 60% der Bezüge weiterhin problemlos decken?
Außerdem ist nach 1 Jahr Schluss und es droht Hartz IV. Da rennt dann auch die Zeit gegen einen.
Will sagen: solange die bisherige Stelle auszuhalten ist, sollte man nicht das Feld räumen und niemals gehen solange man keine Alternative hat.
Wenn man die neue Stelle antritt beginnt man wieder bei 0. Alles, was man sich beim früheren AG aufgebaut hat, nicht nur die offizielle Position sondern auch seniority oder gewisse "Altersrechte", die man sich "leisten kann", ist weg. Ein Neuanfang ist anstrengend.
Umgekehrt sage ich aber auch: Manchmal ist der Neuanfang unumgänglich und solange man selber motiviert ist, das Beste für sich zu finden, ist alles gut. Bewerbungen zu schreiben, Vorstellungsgespräche zu führen, macht einen innerlich weniger angreifbar und hilflos. Bei aller Mühe, die das macht, das Selbstwertgefühl steigt dabei weil man etwas für sich und seine Zukunft tut. Weil man auch die Chancen sieht und spürt, dass man Chancen hat, selbst wenn einzelne Unternehmen oder Vorstellungsgespräche sich als Griff ins Klo erweisen.
Dass ich mehrmals auf die Nase gefallen bin lag daran, dass ich nach Aufgaben gesucht habe, die für mich passten, dabei aber nicht erkannt habe, dass die Unternehmen und das dort vorhandene Personal/Klientel nicht meine Welt warren. Um das zu erkennen musste es aber erst mehrfach schief gehen. Zunächst dachte ich, ich hätte nur Pech gehabt und in Wespennester völlig durchgeknallter Leute gestochen - bis ich kapiert habe, dass diese Art Unternehmen immer gleich sind und ich einfach andere Unternehmen brauche als die, bei denen ich aufgrund der zunächst passend scheinenden Aufgaben unterkam.
Insofern: um dich nicht unnötig zu stressen, bleibe bei dem jetzigen AG solange es geht. Habe aber auch den Mut zu gehen wenn du merkst, dass es dort nicht mehr geht und bereite dich darauf vor.
Du kannst anderswo Glück oder Pech haben, es ist ein Abenteuer. Wenn du Pech hast, bist du angeschlagen, aber dann kämpft man weiter und es gibt neue Chancen. Ich bin sicher, dass es am Ende gut werden wird: "Everything will be okay in the end. If it's not ok, it's not the end."
Aber die Frage war ja, wie du jetzt reagieren sollst. Meine Meinung ist auch ganz klar, sich nicht auf die Gehaltskürzung einzulassen. Lebenserfahrungsgemäß spart dein Chef damit nur Geld, was dir damit fehlt. Du sicherst mit dem Entgegenkommen - das du schon beim Dienstwagen gezeigt hast - aber nicht deinen Arbeitsplatz. Sollte man dich loswerden wollen wird man das weitertreiben. Dass nicht mal klare Aussagen zur wirtschaftlich angespannten Situation des Unternehmens oder Gehaltskürzungen flächendeckend für alle kommen besagt deutlich, dass man dich "wegmobben" will - und daran sollte man nicht noch mitwirken indem man es sich gefallen lässt.
Bzgl. Bewerbungen empfehle ich dir http://www.jova-nova.com - eine tolle Seite mit sehr guten Ratschlägen.
@ ChickenHawk
Du betrachtest hier den Täter, der die Bilder natürlich mit eindeutiger Absicht erstellt und da gebe ich dir Recht, er missbraucht die Kinder.
Ich hatte es aus der Perspektive der Kinder beleuchtet und aus deren Sicht ist es zum Glück nicht so, als würden sie mit Gewalt behandelt und zu sexuellen Handlungen gezwungen, was ihre Seele zerstört.
ZitatOriginal geschrieben von ChickenHawk
Es mag durchaus sein, dass ich hier auch voreingenommen bin aber wer mal das zweifelhafte Vergnügen hatte beruflich in irgendeiner Form mit Kindern die Opfer sexueller Gewalt oder entsprechendem Missbrauch geworden sind zu tun zu haben der hat diese Sprüche "Alles legal... Ich wollte doch nur.. Nein das war ja nie meine Absicht..." einfach schon zu oft gehört um Herrn E. hier auch nur eine Millisekunde zu glauben. Mir ist es daher vollkommen egal, ob das bislang gefundene Material nun Genitalien in Großaufnahme aber keine sexuellen Handlungen zeigt und ob das konkrete Zeug nun nach dem StGB bereits strafbar ist oder nicht
Spiegel-TV zeigte gestern Abend einen Bericht zu dem Thema und Filmausschnitte des kanadischen Filmanbieters. Zu sehen waren leicht bekleidete und teilweise nackte Kinder beim Spielen und Herumtoben. Man interviewte Kinder, die seinerzeit gefilmt worden waren und präsentierte sie als Opfer.
Ich verachte Kinderf***er zutiefst und habe auch ein Problem mit Leuten, die sich an "noch gerade legalen" Filmen aufgeilen. Ich finde aber, man darf auch nicht zur anderen Seite über die Stränge schlagen. Wenn es nicht mehr möglich ist, dass z. B. Eltern ein lustiges Bild ihres Kindes in der Badewanne zeigen - ich meine damit ab Bauchnabel aufwärts - weil sofort die Kinderpornographie-Totschlagskeule herausgeholt wird, läuft auch etwas schief.
Bei dem, was Spiegel-TV gestern zeigte, kann man sich natürlich fragen, wie weit es schon abseits der normalen und üblichen Lebensumstände liegt wenn Kinder nackt herumtoben. Weder im Kindergarten noch in der Schule ist sowas üblich und da fragt man sich natürlich, wie unbedarft/unproblematisch wird das wahrgenommen oder doch schon als Grenzverletzung empfunden. Ich differenziere da aber immer noch zu eindeutig sexuellen Handlungen, zu sexueller Gewalt unter oder mit Kindern. Wenn Spiegel-TV die seinerzeit gefilmten rumänischen Kinder, jetzt junge Erwachsene, als "Opfer" interviewt redet man ihnen womöglich noch ein Problem oder eine Misshandlung ein, die sie selber so vielleicht nicht wahrgenommen haben und erst jetzt im Nachhinein verwirrt werden.
Man muss halt aufpassen, dass bei diesem sensiblen Thema nicht in die Gegenrichtung über das Ziel hinausgeschossen wird.
Ich möchte gerne, dass Kinder optimal geschützt werden, auch vor jeder grenzwertigen Erfahrung. Aber es darf nicht so weit gehen, dass die political correctness demnächst Eltern kriminalisiert, die ihr Kind im Sommer am Strand fotografieren etc.