Mir geht's aber ebenso daß mir der geringere Zahlenwert von 20 EUR vorgaukelt daß das "weniger Geld" sei als wenn früher etwas 40 DM kostete.
Und zu den statistischen Lebenshaltungskosten: Preiswerter - im Bezug zu den Einkommen - wurden sehr viele, an sich schon kostspielige, Einmal-Anschaffungen wie Fernseher, Computer, Telefone ezc., also vor allem Elektronik.
Dieser Effekt geht aber zum einen schon dadurch wieder kaputt daß man heute mehr Technik kauft als früher (Handy gab's nicht, DVD-Spieler gab's nicht, auch CD-Spieler gibt es noch nicht soooo ewig lange, Fernseher hielt 15 Jahre und veraltete technisch nicht so schnell wie heute, beim Auto hat man ne Glühbirne für 3,50 DM selber ausgetauscht, heute muß man dafür 2 Stunden in die Werkstatt fahren usw.).
Und zum anderen sind das immer punktuelle Anschaffungen, die man nur einmal kauft und dann ist wieder für eine Weile Ruhe.
Wenn aber die Lebensmittel und generell Dinge des täglichen Bedarf teurer werden - und sei es nur relativ minimal - haut das auf die Dauer sehr heftig rein.
Und sind wir doch mal ehrlich: gibt es irgendwen, der ernsthaft behaupten kann, daß er heute weniger intensiv auf's Geld schaut und findet daß das Leben preiswerter geworden ist? Wohl kaum.
Jeder stellt fest daß die normalen, alltäglichen Dinge immer teurer wurden - und da war die EUR-Umstellung nur ein besonders heftiger Einschnitt.