Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von Martyn
    Was die Türkei betrifft denke ich das sie schon Vollmitglied werden sollen, denn ne Priviliegerte Partnerschaft wäre so schwammige Definition, das sie im Grunde nichts wert ist.


    Eine privilegierte Partnerschaft bedeutet nicht daß man sich nur "irgendwie zu Partnern" erklärt. Es würde bedeuten daß man ein wirtschaftliches Bündnis und Vereinbarungen trifft, die den gemeinsamen Handel zu besonderen Konditionen regeln. Das wäre also keineswegs eine schwammige Definition, sondern bedeutet schon eine klar definierte Beziehung im Rahmen eines Wirtschaftspaktes.


    Dadurch daß keine Vollmitgliedschaft besteht müßte die EU aber nicht die Entwicklung irgendwelcher abgelegenen Regionen, die überhaupt nicht europäisch geprägt sind, finanzieren. Sie müßte diese Gegenden und die Strukturen dort weiterhin nicht zwingen nach europäischen Maßstäben zu funktionieren, und man müßte sich mit den Türken auch nicht über irgendwelche Werte oder weltanschauliche Ansichten einigen.


    Weil eins ist doch klar: je mehr Mitglieder, je mehr Kulturen, um so kleiner der gemeinsame Nenner, auf den man sich bei Entscheidungen einigen kann. Und um so größer auch die kulturellen, wirtschaftlichen und entwicklungstechnischen Unterschiede zwischen den vielen, unter dem Dach der EU zusammengefaßten Regionen.


    Wenn man dann (als Vision) wirklich mal eine gemeinsame politische Strategie oder eine gemeinsame Außenpolitik fahren will - beispielsweise um bei Grundsatzdiskussionen wie amerikanischen Kriegsandrohungen gegen die von ihnen so genannten "Schurkenstaaten" oder bei der Frage "Wie wollen wir dem Terrorismus in der Welt begegnen?" mit einer Stimme zu sprechen - kann man kaum zu einer Einigung und einem festen, klaren Standpunkt finden weil irgendwann zu viele Eigeninteressen der zahlreichen Mitgliedsstaaten im Spiel sind.


    Deswegen bin ich der Ansicht daß man den Türken eine bewußte Sonderstellung in ihren Beziehungen zur EU einräumen sollte, aber eine Mitgliedschaft geht zu weit. Die Türkei ist ganz einfach kein europäisches Land...

    Ich denke daß die Grundidee der EU keine schlechte Sache ist, ganz im Gegenteil.


    Man hätte sich nur darauf beschränken müssen keine neuen Beitrittsländer mehr aufzunehmen weil das einfach den sinnvollen Rahmen sprengt. Privilegierte Partnerschaften - OK, aber keine Vollmitgliedschaft. Dafür sind die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede einfach zu massiv und die Idee gemeinsamer Werte und Moralvorstellungen funzt irgendwann nicht mehr weil ein Bauer in Ostanatolien schlichtweg in einer "anderen Welt" lebt als ein Städter London, Paris, Rom oder Berlin.

    Na ich würde mich schnellstmöglich informieren weil es manchmal sogar so ist daß man eine frisch tapezierte und gestrichene Wohung (weiße Rauhfaser) zurückgeben muß.


    Es ist zwar sehr unsinnig eine Wohnung renovieren zu müssen, die man verläßt - weil man wohl kaum großen Elan dazu hat dort noch Geld oder Mühe reinzustecken. De facto steht's aber oft doch genau so in Mietverträgen.


    Ggf. kann man ja auch eine Absprache mit dem Nachmieter/dem Eigentümer treffen daß man seine alte Tapete entfernt und der nächste Mieter sich die Bude selber ordentlich herrichtet.

    Ich finde hier müssen sich gleich mehrere Parteien an die eigene Nase fassen. Es ist unverantwortlich daß...[list=1]
    [*]Raikkonen mit einem erkennbar defekten Reifen weiterfährt - mit 300 km/h
    [*]das Team einen Fahrer mit defektem Reifen nicht in die Box beordert
    [*]der Rennleiter den Fahrer nicht sofort in die Box schickt um ihn selber und andere Rennfahrer zu schützen
    [*]die FIA diese schwachsinnige Reifen-Regel nicht abändert.
    [/list=1]


    Im Straßenverkehr gibt es aus gutem Grund Vorschriften welches Mindestprofil Reifen haben müssen. Gelten die Gesetze der Physik in der Formel 1 bei bis zu 300 km/h nicht mehr, oder wie soll man verstehen daß dort Reifenwechsel nicht problemlos möglich sind? :mad:


    Wenn die FIA sportliche Aspekte betonen will kann man 1000 andere Reglementierungen andenken, aber ich finde es unverantwortlich wenn Beschränkungen in sicherheitsrelevanten Belangen vorgenommen werden.


    Das entbindet einen Fahrer und ein Team allerdings nicht davon auch selber verantwortlich mit der eigenen und der Sicherheit anderer Rennteilnehmer umzugehen. Und in diesem Fall konnte nun wirklich sogar jeder Fernsehzuschauer sehen daß mit diesem Reifen/Rad/Aufhängung etwas nicht in Ordnung war.
    Da muß man sich schon fragen was in den Köpfen vorgeht wenn man unter diesen Bedingungen weiterfährt als wäre das ein unbedeutender kleiner Fehler, der ganz und gar ugefährlich ist...


    Ich kann nur den Kopf schüteln, und zwar über alle Beteiligten. Denen hat der Champagner wohl ein wenig das Hirn weggeperlt.

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    Original geschrieben von BigBlue007
    Vielleicht hatten die Franzosen ja doch so viel Durchblick, dass sie ganz bewusst gesagt haben, dass sie genau dies nicht sehen wollen. Und das sehe ich genauso. Wenn ich mir die 25 Mitgliedsstaaten anschaue, dann will ich ehrlich gesagt in absehbarer Zeit nicht sehen, dass Länderparlamente nur noch eine untergeordnete Rolle spielen und bei so Sachen wie Militär mit einer Sprache gesprochen wird. Schon bei dem Gedanken daran wird einem grauselig... :eek: :D


    Der "Fehler" liegt IMHO zu einem großen Teil auch darin daß die EU inzwischen vor allem als Wirtschaftsbündnis und Regulator gemeinsamer Gesetzesvorgaben gesehen wird/fungiert.


    Die ursprüngliche Idee der Gründerväter war aber eine Gemeinschaft zu schaffen, die außerdem gemeinsame Werte, sogar ähnliche Kulturen, hat.


    Mit dem Beitritt mancher (osteuropäischer) Länder im letzten Jahr und erst Recht wenn auch noch Rumänien, Bulgarien oder, als i-Tüpfelchen die Türkei, zur EU stossen wird die Idee einer gemeinsamen Kultur aber vollends unterhöhlt.


    Und darin liegt auch das große Problem: aufgrund der kulturellen Unterschiede und auch allein aufgrund der Größe wird es der EU immer weniger möglich sein alle Mitglieder unter einen Hut zu bringen und mit einer gemeinsamen Stimme zu sprechen, z. B. wenn es darum geht eine gemeinsame aussenpolitische Linie zu fahren.


    Ich denke daß bei den Franzosen eine Menge Nationalstolz und Kritik an der bestehenden Regierung den Ausschlag für das Wahlergebnis gegeben hat. Aber man kann es auch als generelle Kritik an einer zu groß werdenden EU verstehen, die die Leute einfach nicht wollen. Und deswegen hat man jetzt sozusagen in einer EU-Abstimmung mit "nein" geantwortet.


    In den Niederlanden hat es nach dem Mord an einem Filmemacher, der einen kritischen Film über Islamisten gemacht hat, heftige Aufruhr und Diskussionen um den Umgang mit Islamisten gegeben.
    Dieses und die oben angeführten Gründe könnten dazu führen daß auch die Niederländer aus einer Art "Nationalbewußtsein" heraus gegen die EU-Verfassung stimmen.

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    Original geschrieben von BallerBaller
    Das Problem ist, dass sich der ganze Alk im Magen befindet. Also ist mit Wasser verdünnen eine gute Idee, allerdings wird mir persönlich davon kotzübel.


    Das Beste ist also, den Alk im Magen restlos (!) loszuwerden, zur Not durch übergeben...


    Nee, das ist medizinisch betrachtet Unsinn.


    Bier führt zu einer sog. forcierten Diurese, d. h. es sorgt dafür daß man viel pinkeln muß. Insofern wird dem Körper Flüssigkeit entzogen, und die sollte man substituieren indem man viel Wasser trinkt.


    Auch wenn man kotzt verliert man letztlich viel Flüssigkeit, weshalb man bei Kotzerei - egal welcher Ursache - generell immer versuchen sollte viel zu trinken (so gut man es bei sich halten kann).


    Der Alk geht relativ schnell ins Blut, und dort baut er sich langsam über verschiedene Mechanismen ab. Das kann man aber nicht beeinflussen, es funktioniert kein einziger der üblichen "Tricks", mit denen man angeblich seine Promillewerte senken kann.


    Also ist es nicht so, wie Du schreinst daß man das Bier/den Alk im Magen hat. Im Magen ist schon nach kurzer Zeit nix mehr davon.

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    Original geschrieben von Zeus
    Volvo billiger als Fiat :gpaul: Mit welchem Fiat hat er denn da verglichen?


    Ich würde er sagen: mit wem meint Fiat sich vergleichen zu können?


    Sicherlich haben unterschiedliche Ausstattungsvarianten oder Vergleiche zwischen Neu- und Jahreswegen ihre Auswirkungen, das ist nicht direkt vergleichbar. Aber unser Eindruck war daß das Preisgefüge dahingehend "durcheinander gerät" daß auch Anbieter "ganz normaler 08/15-Autos" meinen Oberklasse-Preise verlangen zu dürfen.


    Zitat

    Original geschrieben von Zeus
    Ansonsten; Weshalb sollte ein Peugeot billiger sein als ein in Größe und Ausstattung vergleichbares Auto eines anderen Herstellers? Die kleineren Modelle von Citroen sind im allgemeinen etwas günstiger als die Konkurrenz.


    Weil es nun mal so ist daß ein Autokauf nicht unwesentlich vom Markenimage bestimmt wird?
    Peugeot baut inzwischen tolle Autos, meine Freundin fährt einen und ich mag den Wagen in jeder Hinsicht. Aber ein Peugeot ist eben kein Mercedes, genauso wie Alcatel oder Sagem seine Handys nicht zu Nokia- oder gar Vertu-Preisen verkaufen kann und ein Pelikano-Schulfüller eben kein Montblanc-Füllhalter ist.
    Es geht dabei nicht allein um den Wert des Materials, der Verarbeitung oder der Konstruktion, sondern um den Marktwert und das Image, das neben dem reinen Produkt verkauft wird.
    Und da dürfte man einen Volvo wohl deutlich über einem Fiat positionieren.


    Aber wir schweifen ab, hier geht's ja um VW. :D

    Wobei man festhalten muß das auch die anderen Hersteller inzwischen Preise haben, bei dem einem die Luft wegbleibt.


    Mein Bruder hat vor ein paar Monaten ein neues Auto gebraucht und hat sich für Jahreswagen oder sogar einen Neuwagen interessiert. Und wenn man die Preise hört wundert man sich schon wie sich auch Fiat, Renault oder Peugeot erdreisten können bestimmte Preise zu fordern.


    Sicherlich schießt VW immer den Vogel ab, aber mehr als einmal haben wir uns gefragt was sich - ich sag das jetzt mal so - ausländische Anbieter irgendwelcher 08/15-Karren, die in der Pannenstatistik hinterherfahren und das Image rappeliger Rostbeulen haben, bei ihrer Preisgestaltung denken...


    Sicherlich bauen auch diese Firmen heute schöne Autos und die Zeiten sind vorbei in denen das wirklich "halbe Schrottkarren" schon ab Werk waren. Aber auch die sollten mit ihren Preisen auf dem Teppich bleiben.


    Es ging dann am Ende so aus daß er einen perfekt ausgestatteten Volvo als Jahreswagen gekauft hat weil der preislich besser dastand als alle Alternativen, und das obwohl Volvo sicher noch einen besseren Ruf, eine perfektere Verarbeitung und ein anderes Image hat als die aufgeführten Konkurrenten.

    Ich sehe gleich 2 Probleme für VW.


    Zum einen versuchen sie in den Image-Bereich von Mercedes, BMW und Audi aufzusteigen - was schon nicht so recht funktionieren mag weil Werbefernsehen hin oder her, für die meisten ist VW ein Anbieter aus dem mittleren Bereich - keine Luxusautos, kein Billigschrott, sondern dazwischen.
    Die krampfhaften "Wir sind ein Premiumhersteller"-Allüren sind albern und ich habe nicht das Gefühl daß die Leute das wirklich so annehmen. Viele denken: Premium sind bei VW vor allem die Preise, sonst aber nix - vor allem nicht das Markenimage.


    Und zum anderen werden die Autos immer größer, teurer... Wer vor 15 Jahren zum Passat gegriffen hat schaut heute nach einem Golf. Wer früher Golf gekauft hat landet heute beim Polo - an dessen Stelle "von unten" Fox und vorher Lupo nachgeschoben werden.
    Im Bewußtsein der Leute würde man sich aber nur dann verbessern wenn man beim gleichen Modell bleiben würde, während dieses wächst und komfortabler wird (oder man gar zum nächsthöheren Modell aufsteigen würde). Aufgrund der hohen Preise sind aber viele Kunden eher zum "downgraden" gezwungen und müssen zum "niedrigeren" Modell zu greifen - also eine Abwertung: früher konnte man sich einen Passat leisten - heute ist "nur" noch ein Golf drin (auch wenn der heute womöglich die Größe eines frühen Passat erreicht hat und komfortabel wie ein damaliger Benz fährt); oder: früher fuhr man Golf, heute Polo...


    Ich weiß nicht ob VW sich da wirklich langfristig einen Gefallen tut.