Beiträge von Printus

    Nee, die Bahnpreise kosten eben nicht immer gleich.


    Spielt man ein wenig mit Daten und Zeiten, verschiedenen Strecken-Möglichkeiten (auf langen Fahrten) oder macht Unterschiede zwischen verschiedenen Zug-Kathegorien (ICE hat andere Preise als IC/EC und die wieder anders als Nahverkehrszüge) kommen immer wieder andere Preise heraus.
    Wenn man dann noch irgendwelche Sondertickets (Bayernkarte, NRW-Karte, Wochenend-Ticket oder was es da so gibt) oder Verkehrsverbund-Karten einbezieht und auch noch irgendwelche Mitfahrerbörsen bemüht hat man weitere unterschiedliche Preise.


    Das alles ist für einen Otto Normalverbraucher zu komplex zu durchschauen, oft weiß man gar nicht welche Möglichkeiten noch alles durchdacht werden könnten, und entsprechende Tests (Stiftung Warentest - seit Jahren mit immer selben Ergebnis) belegen daß nicht mal die Schalterbeamten der Bahn immer die günstigste Möglichkeit fanden.


    Viele Reisende haben weder Zeit noch Lust stundenlang alle möglichen Optionen durchzuspielen - und haben am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das optimale, preisgünstige Ticket erwischt. Und dann gibt es 2 Möglichkeiten: entweder finde ich das Ticket sauteuer, oder ich bin sauer weil ich später merke daß ich zu viel bezahlt habe. Kommen dann noch ein paar andere Negativ-Faktoren hinzu - Verspätungen, versiffte Wagen, nervende Mitreisende etc. - hat die Bahn bei der nächsten Reise einen Kunden weniger.


    Noch dazu erhöht die Bahn regelmäßig kräftig die Preise und ich erinnere mich auch noch sehr gut daran wie die große Preisreform vor 2 Jahren haargenau in die Zeit fiel als sich die Billigflieger mit viel Werbeaufwand und Ticketpreisen ab 19 EUR inkl. Steuern und Gebühren in Deutschland etablierten.
    Dem setzte die Bahn damals die Abschaffung der Bahncard, die die Preise halbierte, sowie Zugbindung der Tickets und weitere "Schmankerln" entgegen. Also eine für jeden mittelmäßig begabten Menschen erkennbar absolut unsinnige und komplett falsche Taktik. Zwar war die Preisreform keine direkte Antwort auf die Billigflieger und war nur zufällig gleichzeitig, aber es kam eben zu einem Zeitpunkt, der schlechter nicht hätte sein können - mal ganz davon abgesehen daß es eh eine völlige Scheiß-"Reform" war.


    Ich weiß auch noch gut wie die Züge folgerichtig plötzlich menschenleer waren, die Bahnpreise und Beschränkungen heiß diskutiert wurden, für diejenigen, die an der Bahn nicht vorbei kamen Mitfahrerbörsen geschaffen wurden und die Bahn trotz heftigster Verluste nicht willens war den Fehler schnell zu korrigieren, sondern es hieß: "Wir müssen erstmal bis zum Sommer (6 Monate lang) weitermachen und testen, die Kunden haben das Preissystem einfach nur nicht verstanden." Man setzte also auch noch Arroganz oben drauf.


    Das Lidl-Ticket setzt dem nun maximale Preistransparenz und Flexibilität sowie einen extrem guten Preis gegenüber - und das lockt die Leute auch sofort in Scharen an.


    Ich fürchte eben nur daß die Bahn nicht erkennt daß dieses der genau richtige Weg ist, die Leute werden heute über gute Preise und Flexibilität angesprochen.
    Ich denke daß die Bahn mit der grundsätzlichen Taktik "viele Tickets einfach und preiswert" zu verkaufen wesentlich mehr Kunden gewinnen kann als mit dem System "wenige Tickets zu teuren oder zumindest unübersichtlichen Preisen". Gerade in Zeiten hoher Benzinpreise hätte die Bahn ganz gute Chancen - wenn sie sie erkennt. Ich hoffe sie lernt etwas aus der Erfahrung des Runs auf die Lidl-Tickets.

    Naja, es ist wohl nicht in allen Fällen "immer noch billiger" - wenn die Strecke zu kurz ist oder es ein spezielles, preiswertes Abgebot der Bahn gibt --> dann ist der Preis des Lidl-Tickets plus kräftigem Ebay-Zuschlag oft gar nicht mehr so gut.


    Aber entscheidend ist: die Leute denken daß es immer noch preiswert wäre - und das allein sollte der Bahn sehr zu denken geben weil es zeigt welche Meinung in der Öffentlichkeit über ihre Ticketpreise herrscht.

    Voll daneben, keine Frage.


    Allerdings sollte sich auch derjenige auf geistige Zurechnungsfähigkeit untersuchen lassen, der auf diese Abzocke hereinfällt.


    Ich denke daß man mit ein wenig Planung / Vorbereitung sogar ein reguläres Ticket preiswerter bekommen kann. Und für 400 EUR kann man selbst aus Garmisch (als Synonym für: maximal weite Fahrtstrecke bis Berlin) mit dem Auto anreisen und kommt noch preiswerter davon.


    Manche Leute haben echt zu heiß gebadet...

    Zitat

    Original geschrieben von AdministratorDr
    Wie soll Lidl das kontrollieren? Dann geht nämlich einmal der Vater, die Mutter, die drei Kinder - und zack hat man wieder mehr Karten als man eigentlich braucht!
    Wird bei Saturn auch gemacht, wenn es nen Staubsauger für 10 € gibt oder ähnliche Auktionen. Verhindern wird es das nicht.


    Es wird es nicht in jedem Fall verhindern, in vielen Fällen aber schon. Der Aufwand um an zahlreiche Tickets zu kommen - von denen man dann einige auf Ebay vertickt, wäre dann sehr viel größer gewesen.


    Es gibt auch Leute, die keine ganze Familie aufbieten können um den Lidl heimzusuchen, denn manche Leute müssen auch arbeiten und in die Schule gehen usw.


    Abgesehen davon: wer sagt Dir, daß die entsprechenden Geier nicht auch jetzt mit der ganzen Familie im Lidl waren?


    Insofern hätte eine stärkere Kontingentierung in jedem Fall sehr effektiv geholfen.



    kaputer


    Mal abgesehen davon daß ich die Rechtsgrundlage für ein Übertragungsverbot der Karten nicht sehe - die ist ja sogar bei namentlich registrierten WM-Tickets umstritten - ist es doch völlig albern wenn die Bahn meint die Möglichkeiten des Verkaufs dieser Karten unterbinden oder verbieten zu können da es Blanko-Tickets sind und kein Mensch weiß ob oder wie oft ein Tix verkauft wurde.
    Dieses Theater der Bahn gegen den Verkauf entbehrt jeder Kontrollmöglichkeit, jeder Rechtsgrundlage und ist deswegen eine reine Luftnummer.



    DeusExMachina


    Grundsätzlich hast Du Recht. Ich betrachte die Sache aber nicht allein aus Sicht "des Marktes", sondern auch aus Sicht derer, die kein Tix bekommen haben, aus Sicht der Bahn und aus Sicht von Lidl.


    Und wenn jetzt durch die Ebay-Auktionen und weil viele Kunden mit 6 Tickets nach Hause laufen und Reibach machen, während andere 2 Stunden in der Warteschlange standen und kein Tix mehr bekommen haben, dann ist die Folge daß viele Leute enttäuscht sind. Und die Menge der Enttäuschten dürfte die Anzahl der "Gewinner" bei dieser Aktion deutlich übertreffen.


    Sollte das im Sinne der Bahn, im Sinne Lidl's gewesen sein? Ich denke nicht.
    Die haben mit dieser eigentlich wirklich coolen Aktion am Ende doch ein Eigentor geschossen, und das völlig unnötig. Denn man hätte die Tickets auch so unters Volk bringen können daß viele "kleine Gewinner" gewesen wären, anstatt wie jetzt einige wenige "große Gewinner" plus ganz viele "Verlierer".


    Ich werfe den Ebay-Verkäufern nicht vor Profit aus der Sache schlagen zu wollen - diue Vorlage dazu ist ja auch zu gut gewesen. Ich kritisiere eher die Bahn und Lidl für ein sehr ungeschicktes Management dieser Aktion. Es kann nicht im Sinne der Unternehmen sein so zu polarisieren und dabei mehr Unzufriedene als Zufriedene zu produzieren.

    Ich finde man muß einige Dinge differenzieren.


    Lidl/die Bahn verkaufen hier Blankotickets, die nicht auf den einzelnen Kunden registriert sind. Obwohl mich das Ausmaß dieses Geiferns nach Geldgewinn auch befremdet kann ich aber nicht erkennen was daran richtiggehend "falsch" sein soll oder warum Ebay den Handel mit den Tickets verbieten soll.


    Wenn ich beim Lidl Kondome oder Fleischwurst kaufe um sie danach bei Ebay zu versteigern interessiert das auch keinen. Warum machen die Bahn und die Moralapostel jetzt so einen Zirkus darum daß die Tickets nun auch auf Ebay gehandelt werden?


    Ich fand schon immer daß Ebay ein maximaler Abzock-Laden ist - man muß sich ja nur mal deren Gebühren ansehen.


    Allerdings: Die erfolgreichen Käufer haben mit Lidl - und nicht mit der Bahn (!) eine Kaufvertrag abgeschlossen - und an der Tür vom Lidl war sicherlich kein Hinweis daß man die erworbenen Waren nur selber nutzen darf. Die Bahn kann in die Tickets drucken was sie will - ich sehe nicht was den Weiterverkauf der Tickets verbietet. Mal abgesehen davon daß das sowieso gar nicht zu umgehen ist, solange es keine namentliche Registrierung und entsprechende AGB's wie bei den WM-Tickets gibt.


    Insofern muß ich in diesem Fall sagen: es gibt keinen Grund warum der Ebay-Handel mit diesen Tickets verboten werden sollte oder könnte. Daß Ebay nur mitspielt weil sie dabei wieder massig Kohle scheffeln ist klar. Aber das kann man nicht verbieten.


    Deswegen meine Rede: diese unschönen Auswüchse, daß die Tickets jetzt zu unverschämten Preisen verkauft werden, tausende Kunden beim Lidl leer ausgingen und nun sauer sind, während andere den dicken Reibach mit ihren 6 Karten machen - das hätte man sehr eindämmen, ja vielleicht fast verhindern können wenn man jedem Kunden maximal 2 Karten verkauft hätte.
    Daß man auf diese simple Idee nicht gekommen ist, da müssen sich Lidl und die Bahn wirklich fragen lassen: "Warum nicht???"


    Ein anderer Aspekt: AFAIK gibt es Gesetze gegen Lockvogel-Angebote. Man mag sich streiten ob die Tickets wirklich seitens Lidl als Lockvogel gedacht waren - ich glaube eher daß der Lidl das nicht nötig hat und auch nicht insgeheim doch genau so gedacht hatte. Die formalen Kriterien sind aber sicher erfüllt gewesen.
    Ich meine mich zu erinnern daß Angebote "in ausreichender Menge" vorliegen müssen - und wenn (was auch vorher klar war) die Tickets in 5-10 Minuten ausverkauft sind ist unstrittig keine ausreichende Menge vorrätig gewesen.


    Wenn jetzt also ein enttäuschter Kunde oder Verbraucherschützer auf den Plan treten könnte Lidl in der Tat ins Schwimmen kommen weil formal die Kriterien eines Lockvogel-Angebots erfüllt sind. Und dann gibt's Ärger...


    Ein weiterer Gedanke: endlich mal eine echt tolle Idee der Bahn! Leider nur einmalig und leider offensichtlich dilettantisch eingefädelt.
    Warum machen sie es nicht ganz einfach, mit wenig Aufwand, aber effizient so wie Billigairlines: jeden Monat einige zehntausende Tickets per Internet angeboten... da hätten sie das jetzige Ticket-Kontingent über mehrere Monate hinweg nutzen können um längerfristig im Gespräch zu bleiben, die Leute hätten nicht massenhaft sinnlos zum Lidl latschen müssen, man hätte jetzt keine langen Gesichter und keinen Zirkus mit Ebay, außerdem an den nächsten Wochenenden keine hoffnungslos überfüllten Züge...? Es hätte nur Vorteile.


    Ich bin normalerweise kein Bahn-Fan, aber dieses hier war prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung. Hätten sie es nur mal besser aufgezogen.
    Aber die Bahn muß endlich kapieren daß sie mit Auto und Flugzeug konkurriert und diese Verkehrsmittel haben konkrete, direkte Vorteile für den Reisenden - individuell, flexibel, von Tür zu Tür, schnell, komfortabel, womöglich preiswert... was bietet die Bahn?
    Eigentlich nur Umweltschutz, aber das ist ein "indirekter" Vorteil, während ich als Reisender die Vorteile von Auto und Flieger unmittelbar wahrnehme. Und diesen indirekten Vorteil der Bahn erkauft man noch dazu durch generell zu hohe und zu teure Preise - so kann man keinen Blumentopf gewinnen.
    Wenn man schon keine anderweitigen Pluspunkte aufbieten kann muß man es eben über den Preis machen. Wie man heute gesehen hat funktioniert das - und sogar extrem gut.


    Hoffentlich bleibt die Bahn nach dieser gut gemeinten Aktion am Ball und läßt sich weiter Aktionen einfallen, die den Leuten endlich mal wirklich preiswerten und unreglementierten (Zugbindung...) Reisespaß gönnen, für den man die Nachteile der Bahn in Kauf nimmt weil man sich über das Schnäppchen freut.

    Wie gesagt - entscheidend ist hier das Schweizer Zollrecht, nicht das deutsche. Insofern kann man hier nur unter der Annahme daß die Gesetze dort womöglich sehr ähnlich sind, Ratschläge geben.


    In D gibt es, wie ich erwähnte, durchaus "besondere Zollverfahren", die eine Abfertigung wie von Dir beschrieben erstmal ermöglichen würden.
    Problem: Wenn der Zöllner streng und pingelig ist wird der argumentieren: entweder es ist eine vorrübergehende Einfuhr (zur Reparatur, Ausbesserung, Veredelung, Garantieumtausch etc.), der später ein erneuter Export folgt, dann kann man mit einigem Pi-Pa-Po einen sog. AV-Schein oder einen PV-Schein eröffnen. Wird die Ware dann aber nicht innerhalb einer genannten Frist wieder versendet fallen die Eingangsabgaben doch an und werden zum Fristablauf eingezogen.
    Oder die Ware kommt zurück und bleibt im Lande - dann ist es keine Veredelung/Ausbesserung/Austausch, sondern ganz normale, dauerhafte Einfuhr --> also sind die ganz normalen Abgaben fällig.


    Die Idee mit der zollfreien Rücksendung funzt also nur dann - bzw. würde in D nur dann funzen - wenn man später die Wiederausfuhr der gleichen Ware nachweist. Ansonsten fallen die Gebühren doch an und werden nachträglich erhoben.


    Es hängt davon ab welches Verfahren sich aus verschiedenen Gründen für den Schweizer Empfänger am sinnvollsten darstellt, denn letztlich zahlt derjenige auch die womöglich anfallenden Eingangsabgaben. Man kann jetzt sagen: es ist eh sein Problem...


    Insofern würde ich, zur Vermeidung von Ärger, die Ware ganz pragmatisch so zurücksenden wie der Empfänger vorgeschlagen hat, dann dürfte es nachher keine Diskussionen geben.


    In diesem Fall ist es, wie erwähnt, relativ wurscht weil der Empfänger sich mit seinem Zoll auseinander setzen muß.
    In D würde ich aber aus eigenen Erfahrungen heraus nie viel darauf geben was einem irgendwelche Zöllner erzählen, solange es nicht derjenige ist, der die Ware abfertigt.
    Zollrecht ist wie Steuerrecht, da gibt es viele Verbindungen. Und jeder versteht daß Finanzbeamter A womöglich anders gewichtet, anerkennt, entscheidet, durchgehen läßt oder auch nicht als Finanzbeamter B.
    Insofern sollte man Auskünfte immer mit Vorsicht geniessen, selbst wenn der Zoll selber sdie gegeben hat. Wie oft hab' ich erlebt daß Kunden telefonische Auskünfte vom Zollamt X bekommen haben und Zollamt Y entscheidet völlig anders... manchmal waren Auskünfte der Zöllner schlichtweg falsch, manchmal wurde nicht beachtet daß die gleiche Ware, auf dem Seeweg importiert, nicht haargenau gleich wie als Luftfracht eingestuft wird, manchmal werden Ermessensspielräume unterschiedlich ausgeschöpft.


    Mir ist auch klar daß das, was ich hier zu Zollthemen zum besten gebe, immer sehr pingelig ist und viele Sendungen einfacher durch den Zoll gehen oder Zöllner schlicht und einfach keinen Bock auf kompliziertes Getue haben. Wenn da z. B. einer ein 70$-Handy mit Tasche, Akku und Ladegerät auf Ebay.com ersteigert hat, schätzungsweise 5,01 EUR Einfuhrabgaben anfallen, der Zöllner aber 3 Stunden rechnen müßte um den Wert genau zu bestimmen und Warenwerte, gemäß des offiziellen Umrechnungskurses, sowie Frachtkosten auf alle Rechnungspositionen zu splitten, mit unterschiedlichen Zollsätzen - unter Beachtung des Incotherms - und diese wiederum mit 16% Einfuhrumsatzsteuer zu verrechnen: da drückt einem mancher Zöllner einfach das Paket in die Hand, sagt "Hau ab" und fertig... :D


    Nur: WENN mal kontrolliert oder pingelig getan wird hat man blöde Scherereien - und ich kann hier ja schlecht raten wie man meistens mit Glück durch die Maschen rutscht, sondern ich schreibe hier hin wie man es optimalerweise machen müßte wenn man in jedem Fall auf der ganz sicherern Seite sein will.


    Und Maestro: keine Sorge, ich kenne die Praxis :D. Vor allem kenne ich auch die Theorie - und das ist manchmal ganz gut so, denn dann muß ich nicht hoffen daß irgendwelche Sachen durchrutschen weil der Zöllner faul war und beide Augen zugedrückt hat - oder selber keikne genaue Ahnung hatte, sondern ich weiß auch wie es offiziell korrekt laufen muß. :D

    Zitat

    Original geschrieben von JBlue
    naja und auf der anderen Seite Familien diskriminieren? :p
    Egal wie es Lidl oder die Bahn gemacht hätten, sie hätten es nicht allen recht machen können.
    Daher einfach nicht aufregen, bringt ja nichts und in Zukunft weiterhin Auto fahren und bei Aldi einkaufen.... ;)


    Für Familien lohnt sich die Reise mit der Bahn zum einen fast nicht mehr weil man bei 3 Lidl-Tickets schon auf 150 EUR ist und dann wird irgendwann das Auto preiswerter, mal abgesehen von der - gerade für Familien - größeren Flexibilität. Wer mag schon mit quengelnden Kindern Fahrplänen nachhetzen oder mit dem Nahverkehr, Bus oder Bahn zu den Fernverkehrszügen anreisen (weil nur auf denen lohnt sich das Lidl-Ticket in der Regel).


    Aber selbst wenn eine Familie mit Lidl-Ticket verreisen will: dann haben sie immerhin 2 Tickets sehr preiswert bekommen und kaufen eben noch 1 oder 2 Kinder-Fahrkarten hinzu - und haben so unter dem Strich immer noch einen sehr günstigen Preis für ihre Fahrkarten bekommen.


    Ich glaube aber kaum daß die Familien die Masse der Lidl-Kunden ausmachen. In der großen Mehrzahl wird's doch so sein daß sich Einzelne mit 5 oder 6 Tickets eingedeckt haben um mindestens 4 davon bei Ebay zu verkaufen.


    Und das kann wohl kaum im Sinne von Lidl sein, auch nicht im Sinne der Bahn. Besser wäre deswegen gewesen möglichst vielen Kunden den Goodie dieser preiswerten Tickets zu gönnen und max. 2 Tickets pro Kunde abzugeben.


    Jetzt beschwert man sich über den Schwarzhandel und regt sich künstlich auf wenn Kunden ihre Tickets teuer verkaufen - obwohl man das selber provoziert hat.

    Ich finde es sehr doof daß jeder Lidl-Kunde 5 Tickets kaufen durfte. Es hätte gereicht wenn jeder max. 2 Tickets bekommen hätte. Dann hätte jeder mit dem PArtner verreisen können, insgesamt wären mehr Leute "zum Zuge gekommen" (im wahrsten Sinne des Wortes) und man hätte auch das Problem des "Schwarzmarktes" minimiert, denn dann hätten viele Käufer Tickets für sich+Partner geholt - und fertig - aber nicht auch noch 3 weitere Tickets um sie bei Ebay zu verhöckern.

    Hi,


    eine Ausfuhranmeldung für den deutschen Zoll braucht man erst ab einem Warenwert von 1000 EUR. Insofern ist der Versand für Dich kein Problem, Du kannst es einfach so abschicken.


    Für die Zollanmeldung in der Schweiz müßte man deren Zollgesetze kennen - aber da gibt es hier wohl wenige Leute, die sich auskennen.


    Wenn Dein Verkäufer sagt Du sollst es ohne besondere Anweisungen zurücksenden - in Deutschland gäbe es nämlich "besondere Zollverfahren" wie z. B. "vorrübergehende Verwendung", die eine preisgünstigere Einfuhr ermöglichen würden - dann würde ich das auch machen.


    Wenn Du eine Proforma-Rechnung schreiben sollst sieht die genauso aus wie eine "normale" Rechnung, nur eben daß "proforma" dabei steht. Da die Sendung in die Schweiz geht kannste alles auf Deutsch schreiben.


    Also schreeibst Du oben drüber "Proforma Invoice" oder "Proforma-Handelsrechnung". Darunter den Zusatz "for customs purposes only".


    Darunter Deinen Namen mit Adresse als Absender, sowie die Empfängeradresse, am besten mit Tel.-Nr. falls bekannt damit der Zoll ggf. Rückssprache mit dem Warenempfänger halten kann.


    Der eigentlich wichtige Teil ist dann die Aufstellung der Waren. Wichtig ist hier daß Du eine sehr genaue Warenbeschreibung machst, also nicht einen Oberbegriff wie "Elektronik", sondern "Mobiltelefon Nokia 6150, blaue Oberschale, Ursprungsland Finnland, 1 Stück, Wert 100 EUR.


    Was optimalerweise dastehen sollte:
    - genaue Warenbeschreibung
    - Ursprungs (Herstellungs-)land
    - Anzahl
    - bei Dingen aus einem bestimmten Material oder einer Herstellungsvariante: ebenfalls auflisten: "T-Shirt, 100% Baumwolle, gewebt"
    - realistischer Warenwert


    Zum Warenwert: der muß realistisch sein, also nicht hinschreiben "proforma 1 EUR". Es interessiert den Zoll nicht welches Geld wirklich fließt, sondern welchen Wert die Ware hat. Wähle den Wert so daß er preiswert ist (entsprechend preiswerter werden eventuelle Zollabgaben) aber noch realistisch bleibt. Wenn da steht "proforma 1 EUR" oder "5 EUR" obwohl die Ware offensichtlich ein paar hundert EUR wert ist würde der deutsche Zoll das zurückweisen ("Warenwert unrealistisch").


    Wenn Deine Sendung aus verschiedenen Komponenten besteht müssen die einzeln aufgelistet werden. Um bei dem Beispiel zu bleiben:


    - Handy
    - Akku dafür
    - Ledertasche
    - Freisprecheinrichtung
    - Ladegerät
    - usw.


    sind jeweils einzelne Positionen, der deutsche Zoll würde nicht akzeptieren wenn da nur "Zubehör" stehen würde.


    Unten drunter schreibst Du die Gesamtsumme der Einzelpositionen und - wichtig! - Du mußt die Versandkosten dazuschreiben. Wenn Du sie nicht haargenau weißt schreib' es ungefähr hin. Auch hier wieder: je preiswerter der Versand, desto besser, weil Versandkosten ebenfalls verzollt+versteuert werden müssen (gilt nämlich als "Mehrwert" einer Ware).
    Wenn Du die Wahl hast versende es also möglichst preiswert!


    Diese Proforma-Rechnung mit Datum und Unterschrift versehen, dann 1 ins Paket legen, eine andere aussen am Paket anbringen, am besten in einer dieser durchsichtigen Plastiktütchen, wie man sie z. B. an NAchnahme-Sendungen findet.


    Das war's...

    Selbst wenn man tagsüber fährt - ohne blinken geht's eigentlich nicht. Ohne Benzinpumpe definitiv nicht. Wenn's anfängt zu regnen auch nicht ohne Scheibenwischer und Lüftung.


    Wenn Du auf der Autobahn liegenbleibst holen die Grünen sofort einen Abschlepper.
    Da kannst Du dich dann nicht mal blöd stellen und vom ADAC kostenlos wegschleppen lassen (falls Du überhaupt Mitglied bist) weil der ADAC Dir in der Sache schon mal geholfen hat - und die kommen einem zu Recht nicht 25 mal wegen desselben Fehlers zur Hilfe, schließlich kostet der Einsatz den Club Geld.


    Auf einen Kumpel mit Abschleppseil warten iss nich weil die Grünen gefährliche Hindernisse - und auf der Autobahn zu stehen IST gefährlich - sofort wegschleppen lassen. Die Kosten zahlst Du, und ganz nebenbei kommt noch eine Geldbuße dazu weil Du ein offensichtlich nicht verkehrstüchtiges Fahrzeug bewegst.


    Gegen diesen Ärger und diese Kosten sind die Reparaturkosten Peanuts, vor allem weil Du ja längerfristig eh keine Wahl hast, es muß sowieso repariert werden.


    Also mach Dir nicht unnötig Streß und laß es gleich reparieren.