Sollte es zutreffen wäre das der dickste Hund von allen. Wenn die beliebtesten Fahrzeuge in einer falschen Reihenfolge dargestellt werden, mag das ein Problem für Hersteller und Werbeabteilungen sein. Ansonsten schadet es keinem, den Bürgern dürfte es ziemlich egal sein, wer da gekürt wird.
Wenn aber die Sicherheitsleistung der Reifen nicht richtig dargestellt wird und tausende Autofahrer auf Pneus unterwegs sind, die gar nicht den gewünschten hohen Sicherheitsstandard haben - das wäre ein Hammer.
Beiträge von Printus
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Nun ja, es erscheint dennoch ziemlich aufwändig und der wirkliche Gewinn für den ADAC oder einzelne Profiteure ist auch nicht ersichtlich.
Natürlich ist nicht auszuschließen, dass sich im ADAC eine Kultur des Herumtricksens eingestellt hatte. Andererseits kann jetzt jeder alles über den ADAC behaupten, jedwede Aussage des ADAC als falsch und manipuliert hinstellen, er wird Gehör finden und Viele werden es glauben, einfach weil der ADAC gerade als unglaubwürdig in der öffentlichen Kritik steht.
Die Gefahr, dass ein unzufriedener Mitarbeiter seinem Arbeitgeber eins auswischen will und dann eine entsprechende Meldung an die Presse gibt, ist jetzt natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.
Bei einer ADAC-eigenen Umfrage und Auswertung, wie der zu den beliebtesten Fahrzeugen, kann man sehr einfach manipulieren. Bei Reifen, wo viele Dritte dabei sind und Messwerte stimmig sein müssen, ist der Aufwand weit höher und die Gefahr von Ungereimtheiten, dass da irgendwas nicht passt und es jemand merkt, wesentlich höher.
Womit ich nicht sagen will, dass es keine Manipulationen bei den Reifentests gab, aber man weiß es eben nicht, es ist erstmal eine Behauptung.
Schon bei der Meldung um die Luftrettung hatte ich gewisse Probleme, den Skandal zu sehen. Die Hubschrauber werden regelmäßig bei ALT in Hangelar bei Bonn gewartet, also sind regelmäßige Überführungs- und Abnahmeflüge dorthin und zurück an der Tagesordnung. Wenn dabei hin und wieder ein ADAC-Präsidiumsmitglied an Bord ist, kann ich das nicht als Skandal sehen.
Auch bei der Rasen-Fönaktion war der Heli einsatzbereit und wäre, da schon im Flug, im Zweifel schneller an einem Einsatzort gewesen als bei einem Start von seiner Basis aus. Auch hier war zu keinem Zeitpunkt ein potentieller Notfallpatient in Gefahr. Genau dieser Eindruck wurde in den Medien aber zwischen den Zeilen erweckt, dass die Helis zu privaten Spaßaktionen missbraucht wurden und währenddessen nicht für Patienten zur Verfügung gestanden hätten.
Hier mag nicht alles richtig gelaufen sein, aber eben auch nicht so, wie es medial verkauft wird.
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Zitat
Original geschrieben von Merlin
Von daher sollte die Dame sich mal als gute Verliererin zeigen und es nehmen wie ein Mann ... :p



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Zitat
Original geschrieben von bernbayer
Was Frau Schwarzer angeht muß man feststellen das sie zwar Täter ist aber zugleich auch Opfer. In ihren Fall wurde rechtswidrig das Steuergeheimis verletzt und ihre Privatsphäre dadurch verletzt. Man muß ihr auch zugute halten, daß sie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten reinen Tisch gemacht hat. Die Aufregung über Frau Schwarzer ist völlig unbegründet und pure Heuchelei. Moralisch verwerflich ist das Verhalten des Spiegel das er den Fall Schwarzer öffentlich gemacht hast, obwohl hier ohne Verletzung des Steuergeheimisses diese Informationen nicht zugänglich gewesen wären..Der Spiegel hat das Steuergeheimnis nicht verletzt, er ist nicht das Finanzamt. Der Spiegel hat nur berichtet - und das darf er. Eine moralische und rechtliche Verfehlung von jemandem, der sich seit Jahrzehnten als Moralapostel aufspielt, ist von öffentlichem Interesse. Insofern hat der Spiegel journalistisch korrekt gehandelt.
Von der rechtlichen Seite her ist der Fall mit der Nachzahlung der nicht verjährten Steuerschuld erledigt. So einfach ist es aber moralisch nicht abzutun. Jemand, der seit Jahrzehnten mit dem erhobenen Zeigefinger unterwegs ist und dann Mist baut, muss schlichtweg damit rechnen, dass das Häme hervorruft. Und ich füge hinzu: zu Recht!
Man kann nicht jahre-, jahrzentelang immer wieder moralisieren, und wenn man dann selber Mist baut und an moralischen (nicht nur rechtlichen) Maßstäben gemessen wird, sich zum Opfer einer angeblichen Kampagne machen. Das ist lächerlich, unpassend und ruft nur noch mehr Häme hervor.Simpel formuliert: Wer einen dicken Arsch hat, braucht eine große Hose.
Dass jemand, der seir Jahrzehnten Medienerfahrung hat, dieses nicht kapiert und sich so ungeschickt falsch verhält, ist schon bemerkenswert. So blöd kann man sich doch eigentlich nicht mal in einer ersten Schockreaktion verhalten... Aber scheinbar doch, wie der Fall beweist.
ZitatOriginal geschrieben von bernbayer
Manche Journalisten hätten sich besser um ihren Berufskollegen den früheren Zeit-Herausgeber Theo Sommer und dessen Steuerfall kümmern sollen, dann wären sie auch glaubwürdiger wenn sie über andere Steuerfälle berichten.Der Mann steht erstens nicht so im Rampenlicht wie Frau Schwarzer, spielt obendrein nicht seit Jahren öffentlichkeitswirksam die moralische Instanz mit dem erhobenen Zeigefinger. Und er wird im Augenblick auch immer wieder genannt, genauso wie Hoeneß.
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So unsichtbar und unhörbar war sie nicht. Sie sitzt in vielen Talkshows und hat nicht zuletzt im Fall Kachelmann richtig auf die Kacke gehauen. Da gab es keine Unschuldsvermutung, in dubio pro reo usw.
Man muss es auch insofern ernst nehmen als sie pars pro toto ist: Hartz-4-Empfänger werden als Ausbeuter und Betrüger hingestellt wenn sie das in Bangladesh genähte T -Shirt kaufen (weil für mehr das Geld nicht reicht) oder 10 EUR für den Enkel zum Geburtstag abzwacken, und die "feine Gesellschaft" hat solche Millionenbeträge in der Schweiz, dass derartige Steuernachzahlungen entstehen, und dann empört man sich darüber, dass Bürger das als Doppelmoral wahrnehmen... Wie krank muss man sein, um sich als Betrüger an der Gesellschaft auch noch als Opfer zu sehen?
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Das eigentliche Problem ist, dass solche Aktionen den Graben zwischen "Eliten" und dem normalen Bürger noch tiefer machen. Schon jetzt haben viele Menschen den Eindruck, dass sich "die da oben" in selbstgerechter Manier bedienen, während der "kleine Mann" ständig gegängelt wird. Und jetzt kommt eine Figur, die gerne den Zeigefinger hebt um korrektes Verhalten einzufordern, mit einem solchen Betrug an der Gesellschaft um die Ecke.
Alice Schwarzer demontiert sich gerade selbst. Wenn man den Moralapostel spielt und dann wegen Betrugs an der Gesellschaft auffällt, verspielt man jede Glaubwürdigkeit. Dem ganzen wird die Krone aufgesetzt indem sie jetzt auch noch das Opfer spielt und so tut, als geschehe ihr Unrecht. Dabei hat sie die Gesellschaft seit Jahrzehnten um Steuereinnahmen betrogen und auch jetzt nur den greifbaren Anteil bezahlt, nicht aber nachgezahlt für die bereits verjährten Jahre. Und das alles auch nur unter dem Druck von Steuer-CD's.
Sie manövriert sich so perfekt ins Abseits, noch "besser" kann man es nicht machen. Bemerkenswert, vor allem weil die Dame doch eigentlich Medienerfahrung hat. Da mangelt es als gleich auf mehreren Ebenen an Durchblick.
Man sollte sie eher mit Paolo Pinkel in eine Zelle sperren. Das ist auch so ein Moralapostel, der anderen immer predigt, was korrekt ist, während er hinter den Kulissen kokst und Nutten ordert.
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Joh, aber die Frage ist ja, ob die Sache damit erledigt ist oder nicht. Juristisch ist das eindeutig, aber moralisch kann man den ganzen Vorgang unterschiedlich bewerten, je nach Sichtweise.
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Zitat
Original geschrieben von handyman1981
Was war den so gut,dass die Sendung insgesamt nicht schlecht war?
Was wurde den geboten?
(in der Tat war das Gros der Wetten ganz gut,aber dies entspricht nun einmal der Kreativität der Teilnehmer;wäre das Konzept rund herum noch stimmig gewesen,wäre es eine gute Sendung geworden).
Genau das. Die Wetten waren insgesamt sehenswert. Und da das der ursprüngliche Sinn der Sendung ist, braucht man sie auch wegen der Schwächen rundum nicht komplett abzuwerten.
Das Rundum müsste besser werden, das sehe ich auch so. IMHO "back to the roots" - Prominente, die wirkliche Wetteinsätze bringen und sich in neue Rollen begeben, z. B. bei einem sozialen Projekt mithelfen oder sowas.
Wer braucht US-Schauspieler, die nur Werbung für ihr Produkt machen und nach der ihnen proforma zugeteilten Wette und einem lächerlich geringen Wetteinsatz sofort die Biege machen? Würde man die erst gar nicht einladen - weil es nichts mit dem Konzept der Sendung zu tun hat - oder nur dann, wenn sie die Spielregeln beachten und einen nennenswerten Wetteinsatz zu liefern bereit sind, wäre viel gewonnen.Dann würden sich die Medien und die Öffentlichkeit auch nicht so am Moderator abarbeiten, das Thema wären dann nämlich wieder die Wetten und Wettpaten, die man in interessanten neuen Rollen sehen würde.
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Die Fragen waren ja:
- passt es moralisch-ethisch zu einer Kirche, die für Arme, Bedürftige und Unterdrückte eintritt, von Spendengeldern und steuerfinanziert lebt, dass sich ein Bischof einen Luxusbau errichtet?
- haben die zuständigen kirchlichen Gremien das Bauprojekt in seinem ganzem Umfang vorgestellt bekommen und genau so abgesegnet?
- hat sich der Bischof mit seiner eidesstattlichen Aussage im Rahmen der Spiegel-Recherchen strafrechtlich angreifbar gemacht?Schuldig oder nicht ist hier nicht mit einem einfachen ja oder nein zu beantworten. Auch wenn das strafrechtliche Verfahren eingestellt wird und die Kirchengremien keinen Verstoß gegen interne Regeln erkennen, bleibt das völlig unpassende Signal, was der Bischof durch sein Verhalten ausgesendet hat...
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Ich habe die Sendung gestern gesehen und fand es nicht so schlecht. Ich sehe es wie Timba: man müsste sich mehr auf die Grundwerte der Sendung besinnen, also spannende Wetten und interessante Wetteinsätze. Verzicht auf Besucher, die nur 20 Minuten kommen um ein Produkt zu promoten.
Die jetzige Mischung spricht junges Publikum nicht mehr an weil es nicht spannend genug ist (Wetten wie Partyspiele), während es dem älteren Publikum zu oberflächlich-hollywoodmäßig ist.Dass die Medien die gestrige Sendung wieder verreißen, ist klar. Sie verreißen inzwischen sowieso JEDE WD-Sendung - völlig egal, was geboten wurde.