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Original geschrieben von Pankoweit
Welches Gesetz verbietet denn das Lügen? :p
Arbeitsrechtlich kann es durchaus zu bösen Konsequenzen führen wenn sich hernach herausstellt, dass ein Mitarbeiter aufgrund von Darstellungen oder Aussagen eingestellt wurde, die sich später als "Luftnummer" erweisen. Ein bisschen gedehnt, flexibel und beschönigt darf, ja muss man Dinge präsentieren. Es sollte aber im Kern wahr sein. Wenn es zu weit hergeholt wird, hat man sich die Stelle aufgrund einer Täuschung erschlichen und das gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit, den Mitarbeiter zu entlassen. Unehrlichkeit oder Lügerei ist keine dem Arbeitgeber zumutbare Grundlage für ein Beschäftigungsverhältnis.
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Original geschrieben von Pankoweit
Und überhaupt: Wer will und wird denn wie überprüfen, ob ein Bewerber sein Unternehmen im Jahre 2005 oder im Jahre 2004 oder gar schon 2002 gegründet hat? :cool:
Das stimmt - und darauf wollte ich hinaus. Das lange Eingeschrieben-Sein kann man durchaus als "Karteileiche" verkaufen weil man zwar immer wieder vor hatte, das Studium wieder zu intensivieren. De facto hat man aber schon so intensiv am Erfolg des eigenen Unternehmens gebastelt, dass es dazu nicht mehr kam. 
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Original geschrieben von andrea80
Ich suche nach einer Teilzeitstelle, in meinem Bereich sind die Stellen nicht explizit als Voll- oder Teilzeit ausgeschrieben (keine Ahnung, wie das woanders wo ist), wo bringe ich das am besten unter? Zum Ende hin, in den Absatz mit den Gehaltsvorstellungen?
Die Gehaltsvorstellungen sind das nächste Problem, angenommen ich hätte gerne 20-25t Euro/Jahr für eine Vollzeitstelle, wie gebe ich dann meine Vorstellung an?Arbeiten würde ich gerne 25-30 Stunden, aber bei 25 Stunden wäre die Spanne ja eine andere als bei 30 Stunden? Ist das verständlich?
Ja, aber du machst es zu kompliziert. :p
1: Eine Gehaltsvorstellung würde ich nie in der Bewerbung thematisieren.
Du verkaufst dich entweder zu billig ( -> ins eigene Knie geschossen. Du verkaufst dich zu billig. Zu preiswerte Bewerber werden ggf. auch für unfähig gehalten) oder zu teuer (-> ebenso ins eigene Knie geschossen. Du wirst als Bewerber aussortiert).
Solange nicht explizit nach der Gehaltsvorstellung gefragt wird, solltest du das Thema selber gar nicht erwähnen. Und wenn gefragt wird beantwortet man es im Schlussabsatz mit der Floskel: "Habe ich ihr Interesse geweckt? Dann stelle ich mich sehr gerne persönlich bei Ihnen vor. Dabei können wir auch unsere Gehaltsvorstellungen abgleichen."
Wenn das Thema "Gehalt" im Vorstellungsgespräch ansteht ist es immer schlau, den Spieß umzudrehen und den Arbeitgeber zu fragen, was ihm denn deine Mitarbeit wert sei. Schließlich habe er ja schon ein paar Leute in dieser Position / früher schon einen Mitarbeiter auf dieser Position gehabt / eine Budgetvorstellung für diese Position. Manche Arbeitgeber kann man so überlisten; mit etwas Glück bieten sie dir mehr, als du verlangt hättest. In diesem Fall bist du natürlich gleich einer Meinung und hast ebensolche Gehaltsvorstellungen. 
Klappt das nicht, solltest du eine Zahl nennen - und zwar ohne herumzudrucksen. Du hast dir vorher überlegt, was du haben möchtest und du weißt, was man in der Branche verdient - also vertrittst du deinen Preis ohne schlechtes Gewissen oder unnötiges Herumgerede.
Wenn du merkst, dass auf der anderen Seite ganz andere Vorstellungen sind, kannste das in einem Gespräch - anders als in einem Schreiben - immer noch diskutieren und hinbiegen. Du kannst z. B. anbieten, zu einem Gehalt einzusteigen, aber eine Gehaltserhöhung in einem halben Jahr oder Jahr in den Vertrag zu schreiben - schließlich leistest du nach der Einarbeitung mehr, bist effektiver. Oder du kannst auf deine Qualitäten, einen Mehrwert, oder besonderes Fachwissen ver weisen ... Im Gespäch kann man unterschiedliche Vorstellungen immer "wegreden", aber was im Bewerbungsschreiben steht, steht da und schießt dich raus wenn es nicht "sitzt".
Das gleiche Prinzip gilt für die Frage "Teilzeit oder nicht": normalerweise steht das in den Stellenanzeigen und du bewirbst dich nur auf die Posten, die in Frage kommen. Steht nichts dabei, brauchst du auch keine Welle deswegen machen: einfach auf alle Stellen bewerben, die dir gefallen - es wird sich dann schon klären, was der Arbeitgeber sucht und was du anbieten magst. Ich würde also auch zu diesem Thema gar nichts ins Anschreiben schreiben, sondern mich einfach nur bewerben und Ende.