Beiträge von Printus

    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Laut Printus muss man das. Er spricht ausdrücklich von muss.


    Hallo du Schlaumeier,


    meine Aussage war:

    Zitat

    Und du hättest, wenn du deine Finanzen halbwegs im Blick hättest, auch den Abbuchungstermin der nächsten Prämie auf dem Radar gehabt, also auch insofern rechtzeitig mal nachsehen müssen ob alles bleibt, wie es ist, oder ob sich Änderungen ergeben haben.


    Es steht also unter dem Vorbehalt, ob man seine Finanzen im Blick hat - oder eben nicht. Um es mit murmelchen zu sagen:

    Zitat

    wenn man schon Oberlehrer spielt dann bitte richtig


    Damit zu dir, murmelchen: meinetwegen. Dann läuft das Versicherungsjahr bei einigen wenigen Gesellschaften eben ab Versicherungsbeginn. Es ändert nichts an dem Prinzip, dass aufgeweckte Gebührenzahler ihre Finanzen im Blick halten - und dieses umso als es hier nicht um ein paar Cent, also Peanuts, sondern sehr teure Prämien geht.

    Zitat

    Original geschrieben von Pankoweit
    Welches Gesetz verbietet denn das Lügen? :p


    Arbeitsrechtlich kann es durchaus zu bösen Konsequenzen führen wenn sich hernach herausstellt, dass ein Mitarbeiter aufgrund von Darstellungen oder Aussagen eingestellt wurde, die sich später als "Luftnummer" erweisen. Ein bisschen gedehnt, flexibel und beschönigt darf, ja muss man Dinge präsentieren. Es sollte aber im Kern wahr sein. Wenn es zu weit hergeholt wird, hat man sich die Stelle aufgrund einer Täuschung erschlichen und das gibt dem Arbeitgeber die Möglichkeit, den Mitarbeiter zu entlassen. Unehrlichkeit oder Lügerei ist keine dem Arbeitgeber zumutbare Grundlage für ein Beschäftigungsverhältnis.


    Zitat

    Original geschrieben von Pankoweit
    Und überhaupt: Wer will und wird denn wie überprüfen, ob ein Bewerber sein Unternehmen im Jahre 2005 oder im Jahre 2004 oder gar schon 2002 gegründet hat? :cool:


    Das stimmt - und darauf wollte ich hinaus. Das lange Eingeschrieben-Sein kann man durchaus als "Karteileiche" verkaufen weil man zwar immer wieder vor hatte, das Studium wieder zu intensivieren. De facto hat man aber schon so intensiv am Erfolg des eigenen Unternehmens gebastelt, dass es dazu nicht mehr kam. ;)


    Zitat

    Original geschrieben von andrea80
    Ich suche nach einer Teilzeitstelle, in meinem Bereich sind die Stellen nicht explizit als Voll- oder Teilzeit ausgeschrieben (keine Ahnung, wie das woanders wo ist), wo bringe ich das am besten unter? Zum Ende hin, in den Absatz mit den Gehaltsvorstellungen?


    Die Gehaltsvorstellungen sind das nächste Problem, angenommen ich hätte gerne 20-25t Euro/Jahr für eine Vollzeitstelle, wie gebe ich dann meine Vorstellung an?Arbeiten würde ich gerne 25-30 Stunden, aber bei 25 Stunden wäre die Spanne ja eine andere als bei 30 Stunden? Ist das verständlich?


    Ja, aber du machst es zu kompliziert. :p


    1: Eine Gehaltsvorstellung würde ich nie in der Bewerbung thematisieren.
    Du verkaufst dich entweder zu billig ( -> ins eigene Knie geschossen. Du verkaufst dich zu billig. Zu preiswerte Bewerber werden ggf. auch für unfähig gehalten) oder zu teuer (-> ebenso ins eigene Knie geschossen. Du wirst als Bewerber aussortiert).
    Solange nicht explizit nach der Gehaltsvorstellung gefragt wird, solltest du das Thema selber gar nicht erwähnen. Und wenn gefragt wird beantwortet man es im Schlussabsatz mit der Floskel: "Habe ich ihr Interesse geweckt? Dann stelle ich mich sehr gerne persönlich bei Ihnen vor. Dabei können wir auch unsere Gehaltsvorstellungen abgleichen."


    Wenn das Thema "Gehalt" im Vorstellungsgespräch ansteht ist es immer schlau, den Spieß umzudrehen und den Arbeitgeber zu fragen, was ihm denn deine Mitarbeit wert sei. Schließlich habe er ja schon ein paar Leute in dieser Position / früher schon einen Mitarbeiter auf dieser Position gehabt / eine Budgetvorstellung für diese Position. Manche Arbeitgeber kann man so überlisten; mit etwas Glück bieten sie dir mehr, als du verlangt hättest. In diesem Fall bist du natürlich gleich einer Meinung und hast ebensolche Gehaltsvorstellungen. ;)


    Klappt das nicht, solltest du eine Zahl nennen - und zwar ohne herumzudrucksen. Du hast dir vorher überlegt, was du haben möchtest und du weißt, was man in der Branche verdient - also vertrittst du deinen Preis ohne schlechtes Gewissen oder unnötiges Herumgerede.


    Wenn du merkst, dass auf der anderen Seite ganz andere Vorstellungen sind, kannste das in einem Gespräch - anders als in einem Schreiben - immer noch diskutieren und hinbiegen. Du kannst z. B. anbieten, zu einem Gehalt einzusteigen, aber eine Gehaltserhöhung in einem halben Jahr oder Jahr in den Vertrag zu schreiben - schließlich leistest du nach der Einarbeitung mehr, bist effektiver. Oder du kannst auf deine Qualitäten, einen Mehrwert, oder besonderes Fachwissen ver weisen ... Im Gespäch kann man unterschiedliche Vorstellungen immer "wegreden", aber was im Bewerbungsschreiben steht, steht da und schießt dich raus wenn es nicht "sitzt".


    Das gleiche Prinzip gilt für die Frage "Teilzeit oder nicht": normalerweise steht das in den Stellenanzeigen und du bewirbst dich nur auf die Posten, die in Frage kommen. Steht nichts dabei, brauchst du auch keine Welle deswegen machen: einfach auf alle Stellen bewerben, die dir gefallen - es wird sich dann schon klären, was der Arbeitgeber sucht und was du anbieten magst. Ich würde also auch zu diesem Thema gar nichts ins Anschreiben schreiben, sondern mich einfach nur bewerben und Ende.

    Zitat

    Original geschrieben von mws55
    Echt? Muss man das inzwischen?


    Mein juristischer Kenntnisstand ist immer noch, dass derjenige, der eine Vertragsverschlechterung durchsetzen möchte, diese dem Vertragspartner mitteilen muss. Und zwar nachweislich. Wo kann man denn nachlesen, dass mittlerweile der Versicherungsnehmer sich proaktiv erkundigen muss, ob jedes Jahr seine Versicherung teurer wird?


    Müssen muss der Versicherungsnehmer das freilich nicht. Er muss sich ja auch nicht zum geringstmöglichen Preis versichern. Es steht jedem frei, auf die Abbuchung zu warten und zu schauen, wieviel es teurer wurde. ;)
    Wenn der Versicherungsnehmer aber sparsam und clever haushaltet - oder als junger Mensch hohe Prämien bei wenig Einkommen hat - hält er seine Verbindlichkeiten und insbesondere die großen Posten schlauerweise im Blick. Dass die Autoversicherung definitiv zu den großen Posten gehört, weiß jeder, der eine abgeschlossen hat. Insbesondere als junger Fahrer muss man doch mitbekommen haben, wie teuer der Fahrspaß ist...

    Zitat

    Original geschrieben von SunnyStar
    Es war doch klar bzw. vorherzusehen, daß die Journalisten und viele selbsternannte Experten bei einem Michael Schumacher natürlich und selbstverständlich davon ausgehen, daß er in einem halsbrecherischen Tempo die Skipiste runtergerast und so der Unfall entstanden ist.


    Obwohl ich generell immer für Kritik am starken Qualitätsverlust der Medien zu haben bin, muss man hier zur Ehrenrettung der Berichterstatter sagen: die Schwere der Verletzung lässt nicht vermuten, dass sie bei einem leichten Sturz mit geringem Tempo entstanden ist. Wenn ein körperlich fitter Mensch mit zerborstenem Helm und schwerstem SHT im Koma landet ist der Anschein, derjenige müsse rasant unterwegs gewesen sein, naheliegend. Wer bei geringem Tempo in den Schnee fällt, auch wenn da ein Stein liegt, der hat normalerweise nur ein paar Kratzer oder eine Beule, wenns dicke kommt eine Platzwunde. Alles darüber hinaus ist unwahrscheinlich und gerade deswegen besonders tragisch.

    Zitat

    Original geschrieben von MiaForster
    Wer hebt denn mit einer VISA am Automaten Geld ab? Die Gebühren sind dafür dermaßen hoch dass man dies wirklich nur in absoluten Ausnahmesituationen in Erwägung zieht.


    Ach Quatsch . Ich mache das alle paar Tage ohne mit der Wimper zu zucken.


    Und hier sind offenbar noch mehr Leute, die das auch machen ohne sich aufzuregen. Gebühren sind für uns kein Thema. :D

    Nichts für ungut, hecke. Aber ich habe dich hier schon ein paar Mal mit irgendwelchen "Ungeschicklichkeiten" wahrgenommen. Jetzt fällt dir am 6. Januar auf, dass die Autoversicherung teuer geworden ist... Dein "das Schreiben ist mir nicht zugegangen" könnte auch ein "ich habe das Schreiben nicht beachtet" sein.
    Dann hast du deiner Meinung nach keinen e ntsprechenden Hinweis bekommen, dieses aber nicht, weil der Brief nicht kam, sondern weil du ihn nicht beachtet hast...


    Selbst wenn es tatsächlich stimmt, dass dir das Schreiben der Versicherung nicht zugegangen ist, hättest du wissen können, dass das Versicherungsjahr immer am 01.01. des Jahres beginn und am 31.12. endet - und dass man deswegen schauen muss, wie sich die Konditionen verändern.


    Du hättest auch mitkriegen können, dass immer zum bzw. vor dem 30.11. die Diskussionen über Autoversicherungen und Tarife losgehen.


    Und du hättest, wenn du deine Finanzen halbwegs im Blick hättest, auch den Abbuchungstermin der nächsten Prämie auf dem Radar gehabt, also auch insofern rechtzeitig mal nachsehen müssen ob alles bleibt, wie es ist, oder ob sich Änderungen ergeben haben.


    "Der Brief kam nicht an" ist die billigste Standardausrede, wenn jemand etwas verpeilt hat. Es mag in wenigen Fällen auch tatsächlich so sein, aber meistens nicht.


    Mein Vorschlag: freundlich mit der Versicherung reden, und dann um Änderungen bitten. Oben wurde ja schon vorgeschlagen die Jahresfahrleistung, den Fahrerkreis oder die Kasko einzuschränken, oder die Selbstbeteiligung im Unfall höher anzusetzen.

    Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Wenn man als A Promi und Multimillionär nicht die weltweit besten Ärzte und Behandlung bekommt, dann wäre das absurd,oder? Auch die Top Ärzte haben daran Interesse einen Promi zu behandeln und sich um Ruhm zu sonnen, eigen PR.


    Sicherlich. Jeder Promi, der sich liften lassen will, rennt zu Professor Mang oder Sportler geben sich bei Müller-Wohlfahrt die Klinke in die Hand. Diese Ärzte machen ihren Job genauso gut oder schlecht wie Hausarzt Dr. Müller in Kleinkleckersdorf, der aber eben nur die Lieschen Müllers behandelt und im Dorf bekannt ist, während die anderen in Promikreisen als Ansprechpartner gehandelt werden.


    Neurochirurgen, die einen mehr toten als lebendigen Patienten behandeln können, dürften nicht viele in Promikreisen unterwegs sein. Ich kenne Prof. Saillant nicht, er soll ja in Frankreich eine große Nummer sein... Nur wenn der schon Schumachers Haxen operiert hat erstaunt mich, dass er nun auch als Gehirnexperte gilt. Für was ist er denn alles Spezialist? Vielleicht ist es auch nur ein guter Arzt mit altersbedingt guter Erfahrung, der aber auch nicht mehr kann als andere.


    Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    Ob es eine Unterschied für den Patienten bringt, das genau dieser eine Arzt eingeflogen ist wage ich zu bezweifeln. Ein guter Neurochirurg ist ein guter Neurochirurg, da wird es etliche geben die diesen Eingriff gleichwertig hin bekommen.


    Das denke ich auch. Es kann gut sein, dass da eine zusätzliche Kontrollinstanz hinzukommt und man die Entscheidungen noch anders bedenken und begründen muss als wenn da kein Interessenvertreter des Patienten zugegen wäre. Es könnte aber genauso zu Reibereien kommen wenn da eine Partei meint, der anderen Vorschriften machen zu können...


    Das ist alles richtig wenn es um verhandelbare Therapien geht, da versuchen Kassen zu sparen und der aufgeklärte Patient, der seine Rechte kennt und wehrhaft ist, kann mehr erreichen als derjenige, der hinnimmt, was ihm vorgesetzt wird. Genauso wie Ärzte in der Tendenz immer versucht sind, einem Privatpatienten Dinge aufzuschwätzen um damit Geld zu verdienen. Auch hier ist der mündige Patient gefragt.


    In der Causa Schumacher sind wir aber auf einer anderen Ebene. Das Leben dieses Mannes hängt an einem ganz seidenen Faden. Da geht es nicht um die Frage, ob man ein teures Medikament gibt oder nicht oder nur bei Zuzahlung, sondern ob man es gibt oder nicht weil der Mann sonst tot ist. In dieser Liga spielt Geld dann keine Rolle, jedenfalls nicht in der Abwägung beim einzelnen Patienten. Der bekommt alles, was er braucht und was machbar ist.


    Hier spielt eher eine Rolle ob ein Krankenhaus angesichts der Krankenkassen-Budgets generell gut ausgestattet ist mit Gerät und Personal, es spielt eine Rolle, dass das Personal viel zu lange und viel zu stressige Schichten absolvieren muss usw. Das kann aber der einzelne Patient nicht regeln indem er Geld offeriert, selbst Schumachers Umfeld kann nicht von heute auf morgen Personal ordern, das nicht zum Krankenhaus gehört.


    Wenn da ein zusätzlicher Professor eingeflogen wird mag das ein kleiner Vorteil sein, aber es kann auch gut gemeint und doch kontraproduktiv sein. Viele Professoren in der Medizin sind durchgeknallte Narzissten, viele würden sich "bedanken" wenn sie in ihrem Machtbereich einen Kollegen vorgesetzt bekämen, der ihr Regiment kritisch beobachtet und reinredet... Vielleicht sind die Herren in Grenoble ausnahmsweise anders drauf, vielleicht ist es ihnen in diesem Sonderfall angesichts des ungewohnten Medienrummels Recht, dass da ein Strohmann vorgeschoben werden kann. Aber in den meisten Kliniken dürften solche Aktionen eher Schüsse sein, die gewaltig nach hinten losgehen. Wenn ich vor meinem geistigen Auge manche Professoren rekapituliere und mir vorstelle, denen würde jemand beigestellt... au weia.

    Ein Arzt, dessen Patient auf der Grenze zwischen Leben und Tod steht, wird immer sehr vorsichtig und konzentriert sein, denn es will wohl niemand die Verantwortung dafür tragen, dass sein Fehler jemanden das Leben kostet. Selbst wenn ein Kunstfehler nicht nachweisbar wäre, allein der Druck der moralischen Verantwortung wird enorm sein.


    Bei Prominenten wird der öffentliche Druck durch die Presse/Medien und Interessenvertreter, Profiteure und Manager, Geschäftspartner, Anwälte etc. etc. noch dazu kommen. Ob das die Leistung des Arztes eher steigert oder hemmt sei dahingestellt. Ich hatte ja früher schon geschrieben, wenn da fachfremde Ärzte auftauchen und den eigentlich verantwortlichen Spezialisten reinreden, ist das eher nachteilig als hilfreich.