Beiträge von Printus

    Das geht ratzfatz.


    Die allgemein zu beobachtende Prozesshanselei in Deutschland macht vor der Medizin nicht Halt. Viele Leute denken sich inzwischen "Wir probieren es einfach mal" und unterstellen einen Kunstfehler. Die Maschinerie, unter Zuhilfenahme von Kranken- und Rechtschutzversicherung, läuft dann an. Gerade die Krankenkasse hat ein nicht unerhebliches Interesse daran, ihre Kosten zu senken und Patienten, denen ein vermeintliches Schmerzensgeld winkt, spielen mit.


    Auch bei Lieschen Müller geht es um richtig viel Geld, lebenslange Pflege kostet. Wenn man das auf eine andere Partei abwälzen kann, wird es versucht - und Versicherungen haben da einen langen Atem. Mit welch harten Bandagen es zugeht zeigt sich immer wieder wenn Patienten darum kämpfen, dass eine gegnerische Versicherung ihr Leiden als Kunstfehler anerkennen soll und leisten soll.

    Ganz so dramatisch sehe ich das nicht. Ich kenne eine Anästhesistin, die als Fachärztin in einer sehr großen deutschen Klinik arbeitet und dort neben der Schwerverbrannten-Intensivstation die Unfallchirurgie betreut und erfahre oft von deren Erlebnissen. Schwerstverletzte Patienten werden immer mit der Maximaltherapie behandelt, gerade dann, wenn das Leben am seidenen Faden hängt. Es interessiert keinen, ob der Patient prominent oder reich ist, oder beides nicht.
    Manchmal fragt man sich eher, wieso bei absolut infausten Prognosen dennoch "Himmel und Hölle" in Bewegung gesetzt werden anstatt Patienten mit völlig zerstörten Organen und null Überlebenschance sterben zu lassen. Selbst wenn die in Narkose liegen und somit weitgehend vor Schmerz geschützt sein dürften, wem tut man hier einen Gefallen?


    Letztlich geht es nur um die (durchaus richtige) ethische Diskussion, dass die Rettung des Lebens prinzipiell immer oberste Priorität haben muss und diese Maxime nicht zur Disposition gestellt werden darf. Denn jede Abkehr von diesem Mantra könnte zu Einzelfalldiskussionen führen, bei denen nicht mehr uneingeschränkt sichergestellt ist, dass jedem das gleiche unbedingte Lebensrecht zugesprochen wird. Ärzte oder Erben könnten ihre Entscheidung zur (Nicht)Fortsetzung der Maximaltherapie womöglich auch unter Kosten- oder Nutzen-Aspekten treffen - und das darf nicht passieren.


    Jetzt haben wir aber die auch nicht viel bessere Problematik, dass der unausweichliche nahe Tod mancher Patienten quälend verzögert wird weil man sich nicht traut, völlig sinnlose Maßnahmen NICHT durchzuführen. Die Angst, klagefreudige oder geldgeile Angehörige könnten Probleme bereiten wenn irgendwas unterlassen wird, auch wenn es noch so nutzlos ist, führt zu seinerseits moralisch fragwürdigen Maximalbehandlungen jenseits des gesunden Menschenverstandes. Die Mediziner haben inzwischen regelmäßig Angst, sich angreifbar zu machen wenn nicht der Einsatz ALLER Maßnahmen nachgewiesen werden kann - auch solchen, die erkennbar über das Ziel hinausschießen weil sie keinen Nutzen bringen, außer den Tod (und damit Leiden) ein paar weitere Stunden zu verzögern.
    Es wurden Fälle bekannt, in denen durchgeknallte Professoren unter dem Deckmäntelchen der Maximaltherapie und Lebenserhaltung sterbende Patienten zu Forschungsobjekten neuer Therapieansätze gemacht wurden - es konnte ja mit dem Hinweis darauf, man versuche alles, um den Patienten zu retten, gerechtfertigt werden.


    Sowas ist genauso verwerflich wie Situationen, in denen Patienten aufgrund ihres Vermögens oder weil sie prominent sind besser behandelt werden als andere. Umso wichtiger ist an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf eine Patientenverfügung, um "für den Fall der Fälle" zu definieren, wie umfangreich man behandelt werden möchte oder wo man seine persönliche Grenze ziehen möchte.


    Schumacher liegt in Grenoble in einer Klinik, von der man bisher nicht gehört hat, dass sie das Mekka für Schädel-Hirn-Trauma-Patienten wäre. Es werden den Berichten nach immer wieder neue Patienten eingeflogen, die von den gleichen Ärzten und in denselben Abteilungen behandelt werden wie Schumacher. Hier ist keine Prominenten-Sonderbehandlung erkennbar.


    Auch die herbeigeeilten "befreundeten" Ärzte Schumachers - ein Professor, der seine Schienbeine zusammenflickte oder sein Leibarzt - sind keine Neurochirurgen, die die diesbezügliche Therapie beflügeln könnten. Deren Anwesenheit und Kontrolle kann wahlweise besonderer Ansporn, genauso aber auch lähmender Rechtfertigungsdruck bei jeder kleinen Entscheidung für die Grenobler Ärzte sein. Man weiß nicht, ob das nun gut oder schlecht ist... Im schlimmsten Fall reden fachfremde Besserwisser herein.


    Wenn Prominentenstatus und Geld einen Vorteil haben, dann vielleicht später, wenn man keine Rea nach Vorstellungen der Kasse und mit Diskussionen um jede kleine Leistung führen muss, sondern wenn sich der Reiche einfach die besten Leistungen persönlich kauft oder der Prominente schon proaktiv bestens versorgt wird weil keiner, der mit Leistungen knausert, eine schlechte Presse bekommen will.


    Im Augenblick dürfte Schumacher aber genauso gut oder schlecht behandelt werden wie jedes Lieschen Müller, das mit der gleichen Verletzung in diesem Krankenhaus landet.

    Zitat

    Original geschrieben von mr2000
    Darf man eigentlich jetzt noch "Guten Rutsch " wünschen oder gilt man da schon als Ketzer ?


    :D:D:D:D:D:D


    Zitat

    Original geschrieben von mostwanted
    3. Beten für Schumacher?


    Unfug. Sonst wäre es zu dem Unfall nicht gekommen, wenn da "Mächte" Einfluss drauf hätten.


    In der Theologie gibt es den nicht uninteressanten Ansatz, eine solche Denkweise abzulehnen. Gott ist nicht der Fernsteuerer aller Dinge und somit Verantwortlicher für alles, was schief geht - woraus weiterführend auf seine Nicht-Existenz geschlossen wird weil Schlimmes passiert und Gott aber nur Gutes erlauben und alles andere verhindern müsste.
    Eher sind Menschen weiter für ihr Handeln verantwortlich und haben dabei auch die Wahl, sich falsch zu verhalten. Gott bietet aber einen Glauben, Trost und ein höheres Ziel, das man erreichen kann, an.


    Ob man diese Denkweise teilt, ist jedem selber überlassen. Nur zieht diese einfache Aussage nicht, wenn es einen Gott gäbe würde er nichts Schlimmes zulassen.


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    Original geschrieben von mostwanted
    Jetzt hängt halt jeder seinen Namen in Twitter an MS Tags um sich im Glanz des sterbenden Promis zu suhlen. Das ganze Mitleid ist unbestellt und wird auch nicht benötigt. Die Familie soll man jetzt in Ruhe lassen, das was da passiert ist peinlich. Allen voran die Bild und ihre Leserschaft.


    Klar ist das peinlich. Aber mit genau diesem Hype hat MS sein Vermögen verdient. Ohne BILD und RTL wäre er nie zu dem Promistatus hochgepusht worden, den er hat. Ich erinnere mich gut wie es mich JEDES MAL genervt hat, wenn die Kommentatorenstimmen hoch gingen wenn im Rennen ein Ereignis rund um Schumi stattfand. Es war nicht situations-, sondern oft auch personen-bedingt.


    Das wäre so, als würden Fussballreporter jedes Mal anders/lauter brüllen wenn "Spieler XY" gerade irgendwas macht, auch wenn er sich gerade nur die Schuhe zubindet.


    Schumi war immer ein ganz besonderer RTL-Liebling und natürlich auch das Idol des BILD-Klientels. Insofern wird die Berichterstattung jetzt auch noch mehr gehypt als bei jedem anderen. Dass Medien - und gerade diese, deren Funktionsprinzip Sensationsmache ist - auch im "Un-fall" weitermachen und das Spektakuläre ausweiden, ist ihr Funktionsprinzip.

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    Original geschrieben von skater
    Es ist ein tragischer Unfall und sehr wahrscheinlich auch Schumis Ende. Dem sollte man ins Auge sehen. Schwere Hirnverletzungen führen zum Tode oder zu geistiger Behinderung. Bei allem Mitgefühl und bei der Trauer um einen der größten Rennfahrer sollte man sich nicht anlügen, wenn man es besser weiß.


    Woher weißt du das denn? Du bist nicht der behandelnde Neurochirurg und selbst der könnte nur Prognosen anhand der Untersuchungsergebnisse erstellen, aber nicht hellsehen. Und weil selbst er nicht in die Zukunft blicken kann hält er sich sinnvollerweise mit Spekulationen zurück.


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    Original geschrieben von Goyale
    Schicksalsschläge von Leuten, die gesellschaftlich etwas geleistet haben, oder die eine für mich interessante Eigenschaft haben, und natürlich Schicksalsschläge von Familienangehörigen und Freunden berühren mich jedoch mehr.


    Und genau hier offenbarst du neuerlich einen eklatanten Mangel an Empathie. Wenn jemand schwer krank oder verletzt ist, gilt Mitgefühl unabhängig von der Person des Betroffenen. Dass es einen bei nahestehenden Personen mehr berührt als bei Fremden ist normal, aber es daran festzumachen, was jemand gesellschaftlich geleistet hat (wer bewertet das überhaupt?), finde ich abscheulich. Aus solchen Denkweisen wurden in der Vergangenheit die menschenverachtensten Ideologien geboren.

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    Original geschrieben von bz_star
    Jedoch ist zeitgleich in Russland ein Terroranschlag verübt worden, wodurch sehr viele Unschuldige ums Leben gekommen sind.


    Es ist menschlich und normal, dass man mehr mitfühlt wenn man jemanden kennt. Das ist bei Schumacher der Fall, auch wenn man ihn nur aus dem Fernsehen "kennt" - das aber seit Jahren. Da er die Formel 1 lange als Spitzenreiter beherrschte und obendrein ein Landsmann ist, besteht bei vielen Leuten umso mehr Verbundenheit mit jemandem, dem man gefühlt ein wenig nahe steht.


    Man würde für die Opfer in Wolgograd genauso empfinden wenn man sie ebenso "kennen" würde. Aber wir hören eben nur von "X Toten", somit werden die nicht als Persönlichkeiten wahrgenommen.


    Zitat

    Original geschrieben von bz_star
    So schlimm die Sache mit Schumacher ist, er ist in einer vergleichsweise angenehmen Situation, alleine schon durch die Mittel, die ihm zu Verfügung stehen.


    Kann man so und so sehen. Im Augenblick nützt ihm seine Kohle nix, er bekommt die Maximaltherapie, die jeder andere aber genauso bekommen würde. Dass er ab einem gewissen Punkt, wenn es um Rea oder sowas geht, andere Möglichkeiten hat als ein Kassenpatient, ist natürlich richtig. Das spielt im Augenblick aber noch keine Rolle.


    Was nun den Vergleich zu Prinz Friso angeht: Schumacher hat eine völlig andere Problematik.


    Friso lag zu lange unter einer Lawine, der Sauerstoffmangel hat irreversible Gehirnschäden verursacht. Salopp gesagt, das Großhirn wurde zerstört, allein der Körper überlebte mit den Hirnstammfunktionen, die zur Steuerung des Organismus nötig sind. Man spricht vom apallischen Syndrom.


    Bei Schumacher hat der heftige Aufprall auf/mit dem Kopf zu Gehirnblutungen und Gehirnödemen geführt. D. h. es kommt zu Einblutungen in den Schädel und Schwellungen - man spricht von "raumfordernden Prozessen". Da der Kopf die einzige (weitgehend) geschlossene Körperhöhle ist kann der Druck nirgends ausweichen, theoretisch nur da, wo das Rückenmark beginnt und zugeich das Atemzentrum liegt - also ein sehr ungünstiger Ort. Es kommt zu Hirndruck, mit vielen lebensgefährlichen Folgen. Das Mittel der Wahl ist hier, den Schädel zu eröffnen um eine Druckentlastung zu bewirken und zugleich Blutungen zu stoppen/zu entfernen wenn möglich. Zugleich versucht man die Schwellungen medikamentös zu bekämpfen in der Hoffnung, dass der Patient langfristig ohne Gehirnschäden und neurologische Ausfälle davonkommt.


    Das ist es im Groben und mit einfachen Worten.

    Avalanche,


    erlaubt ist, was nicht verboten ist. Unternehmen, die lückenlose Lebensläufe verlangen und damit die Lebensrealitäten von 85% der Menschen nicht akzeptieren, bekommen zu Recht Unterlagen, die auf "Perfektion" getrimmt sind, auch wenn das nicht immer ganz so gewesen ist.



    Daraus würde ich machen:
    - 2001-2002 Studium Maschinenbau
    - 2002-2008 Studium BWL
    - ab 2005 eigenes Gewerbe gegründet und dort seither mehrere Jahre tätig gewesen
    - 2009-2013 Studium Wirtschaftsinformatik


    Ein häufiger Fehler von Bewerbern, auch im Gespräch, ist "second guessing": man entschuldigt proaktiv vermeintliche Schwächen, die der Interviewer gar nicht sieht, die man aber selber meint erklären zu müssen - und redet erst dadurch einen Bruch im Lebenslauf herbei, der dann natürlich wahrgenommen und zerpflückt wird. Sei einfach nicht so ausführlich und rede keine Schwachpunkte herbei, dann gibt es sie nicht.
    Lügen darfst du nicht, aber alle anderen Wege des positiven Aufpolierens sind erlaubt und auch moralisch okay, denn deutsche Unternehmen wollen (fast) perfekte Menschen, also bekommen sie diese. Wer nur Unehrlichkeit akzeptiert darf sich nicht wundern, dass er sie bekommt.


    Ich würde diesen Lebenslauf für mich selber - und natürlich auch in einem Vorstellungsgespräch - so darstellen: 2001-2002 Maschbau studiert. War interessant, du hast viel gelernt und Erfahrungen gesammelt, spannende Eindrücke gewonnen - aber dann erkannt, dass es nicht dein Ding ist. Dementsprechend hast du gehandelt und dich neu positioniert, nämlich 2002 ein BWL-Studium begonnen.
    Ab 2005 hast du ein eigenes Unternehmen aufgebaut und dich dabei so ins Zeug gelegt, dass Studieren ab ca. 2005 nicht mehr mit dem nötigen Engagement möglich war. Du hast deine Energien in dein eigenes Unternehmen investiert und dort diese und jene Erfolge erzielt. 2009 ist dein Interesse an "Wirtschaftsthemen" wieder stärker geworden, du hast deswegen erfolgreich WI studiert und abgeschlossen.


    Sollte hier die Frage kommen, warum du WI begonnen anstatt das BWL-Studium fortgeführt hast ("Warum haben Sie wieder das Fach gewechselt?"), dann erschien dir WI nach deinen Erfahrungen im eigenen Unternehmen oder aus Blablabla Gründen als passender/besser/whatsoever.


    Das Prinzip ist immer, alles positiv zu erklären und auch ein Scheitern/Aufgeben/neu orientieren als aktive Entscheidung, dich besser zu positionieren, darzustellen. Du hast auch aus "Fehlern", Neuausrichtungen oder Sackgassen immer etwas gelernt und du brachtest dieses Wissen positiv ein um danach besser zu werden.


    Wenn du das noch, so wie oben geschildert, in einen nachvollziehbaren Ablauf bringst, ist alles gut. Es darf halt nicht aussehen wie "er wusste oft nicht, was er will", sondern es muss eine gewisse Logik haben: du hast dich verändert weil du den besten Weg gegangen bist, und der sah an irgendeiner Stelle eine Neuausrichtung vor.
    Gerade wenn dein Gewerbe zum Rest passt, ist es noch unproblematischer. Dann ist da sogar ein roter Faden, also kein Problem.

    Zitat

    Original geschrieben von Daniel_23
    Hallo Herr Nokia4Life, das ist ein Diskussionsforum ;)


    Es ist nunmal meine Meinung, ich mag die Fast&Furious Filme nicht, ich kenne weder ihn noch seine Tochter irgendwie persönlich. Das hat auch nichts mit Respekt oder kein Respekt zu tun. sondern ist einfach meine Meinung.


    Es ist ein Beweis für einen ausgeprägten Mangel an Empathie. Es spielt keine Rolle, ob man jemanden kannte oder sein Lebenswerk mag oder nicht.


    Da ist jemand gestorben und es gibt Menschen, denen das nahe geht. Denen gegenüber gebietet der Respekt, nicht solche Kommentare abzulassen wie die, die du hier absonderst.


    Du musst selber kein Mitleid haben weil dir der Mensch nicht nahe war, aber es zwingt dich ebenso keiner, herablassende Kommentare zu geben. Man kann ja auch einfach die Klappe halten wenn man mit einem Thema nichts am Hut hat.


    Ich weiß nicht ob du dich reindenken kannst denn Empathie ist ja nicht deine Welt. Aber würdest du gerne Kommentare wie den, den du geschrieben hast, bekommen wenn jemand tragisch verunglückt, der dir nahe stand und um den du trauerst? Dann würdest du doch auch lieber Mitleid bekommen oder schlichtweg nichts dazu lesen wollen - anstatt abschätzige Kommentare.

    Meine eigene Handy-Wechselfrequenz ist inzwischen auch langsamer geworden. Früher hatte ich 2 Verträge mit 1 Jahr Versatz, und so gab es jedes Jahr über einen subventionierten Vertrag das neue Flagschiff von Nokia oder Siemens.


    Inzwischen sind die Geräte teuer aus der eigenen Tasche zu bezahlen (oder über sehr teure Verträge, die ich nicht brauche) und die Entwicklung stagniert. Zubehör wie Displayschutzfolie, Tasche, Halterung im Auto etc. etc. machen auch nochmal einen großen Kostenfaktor aus.


    Samsung S2, S3, S4, nehmen sich nicht wirklich viel, genauso wie bei Apple, iPhone 4 , 4S, 5, 5C/S, es sind immer nur kleine Weiterentwicklungen und die rechtfertigen für mich keine Neuanschaffung weil sie zu nah beieinander sind. Bei Apple haben sie auch noch das gleiche iOS und den gleichen Formfaktor, also nicht mal da spielt der "Reiz des Neuen" eine Rolle. Echte Innovationen wie Akkus, die (wie früher) tagelang durchhalten, bietet keiner an...


    Rein sachlich hat man keinen Grund mehr, heute noch hochfrequent seine Geräte zu tauschen. Wenn man es macht, dann nur um ein neues Gerät und "Power unter der Haube" zu haben. Weil man halt mal etwas Neues haben möchte.


    Ich habe zuletzt nach 2 Jahren iPhone 4S auf einen 5-er-Nachfolger "iPhone 6" gehofft und war enttäuscht über 5S und 5C - gleiche Form wie vorher, iOS läuft eh auch auf dem 4S, und dann aber noch der datenschutzmäßig völlig fehlplazierte Fingerabdrucksensor beim 5S und Plastik beim 5C. Nee, danke.
    Beim Samsung S4 brechen reihenweise Displays und Samsung verarscht seine Kunden indem es als deren Fehler dargestellt wird obwohl es ein Konstruktionsfehler ist. So nicht, Samsung.


    Ich habe dann auf den Kauf eines solchen neuen Gerätes verzichtet, ich kann weder Apple noch Samsung hunderte Euro für so einen Müll bezahlen. Hab mir dann als Spielzeug ein Wiko Cink Peax 2 gekauft, der neue Stern am Handyhimmel, Nr. 1 in Frankreich, 169 EUR und absolut auf der Höhe aktueller Mittelklassegeräte oder 1-2 Jahre alter Spitzenreiter. Super Gerät, toll verarbeitet, hatte eine kleine Fehlstelle am Akkudeckel, Wiko angerufen, 1 Tag später (!!!!!) lag Ersatz im Briefkasten.
    Das ist guter Service und viel Handy für's Geld.


    Ab und zu braucht man Abwechslung, das ist bei der stagnierenden Entwicklung (im Vergleich zu vor 10 Jahren) der einzige Grund, warum man ein halbwegs aktuelles, funktionierendes Gerät ersetzen könnte. Rein sachlich gibt es sonst keinen Grund dafür.

    Zitat

    Original geschrieben von Majon
    Nein, zumindest ICH spreche von Menschen, die wie ich nicht unkommentiert akzeptieren wollen, dass das Nazidreckspack immer noch öffentlich ihre Hetzparolen skandieren darf!


    Auch wenn hier die Schuld eindeutig bei den Politikern liegt, die es immer noch nicht geschafft haben, das braune Gesindel zumindest auf Parteibasis zu verbieten, aber dass die Polizei die Scheissnazis auch noch beschützt, ist in meinen Augen Beihilfe zur Verbreitung verfassungsfeindlicher und volksverhetzender Propaganda!


    Jetzt begibst du dich aber auf dünnes Eis. Auch wenn dir die Rechten politisch ein Dorn im Auge sind, solange sie sich im Rahmen der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung bewegen haben auch Andersdenkende Toleranz verdient. Da darf es keine Differenzierung danach geben, ob einem eine politische Einstellung gefällt oder nicht. Denkverbote und dass man Leute ihre Gesinnung verbietet geht immer nach hinten los und das ist immer faschistoid, auch wenn Linke rechtes Gedankengut verbieten wollen.


    Zitat

    Original geschrieben von Majon
    Würden die Nazis diesen Schutz nicht erhalten, würden sich das Dreckspack nie mehr auf die Straße trauen, da sie genau wissen, dass sie das nicht unbeschadet überstehen würden...


    Sie nehmen ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit wahr, genauso wie jeder Gegendemonstrant. Das gehört zu unseren wesentlichen Errungenschaften, dass jeder (!) seine Meinung äußern darf, solange sie im verfassungsmäßigen Rahmen liegt.


    Die Rechten haben zufälligerweise Zucht und Ordnung im Programm, Ordner sorgen bei Demos dafür, dass alles gesittet abläuft. Wenn Chaoten genau das Gegenteil tun darf man sich nicht wundern, dass die Polizei gegen diese einschreitet, gegen die anderen aber nicht. Das hat nichts mit einer Gesinnung in den Reihen der Polizei zu tun sondern allein mit dem Verhalten der Demonstranten.


    Vielleicht sollten die Linken dafür sorgen, dass ihre Demos ebenso gesittet und geordnet ablaufen, dann gibt es auch keine Grundlage für polizeiliches Eingreifen.


    Zitat

    Original geschrieben von Majon
    Und, obwohl ich mich als überzeugte Pazifistin verstehe: jeder geschmissene Pflasterstein und jeder geschwungene Knüppel, der ein Nazischwein trifft, ist ein Grund zum Feiern!!! Dieses Pack hat durch seine verfassungs- und menschenfeindliche Einstellung ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit sowie auf den staatlichen Schutz derselben verwirkt!!!


    Du bist genauso menschenverachtend und keinen Deut besser wie jeder Rechte, der so über ausländische Mitbürger schwadroniert. Den Anspruch, moralisch besser zu sein, verwirkst du mit solchen unsäglichen Sprüchen.