Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von malinfo
    BTT: das wort "tribunal" tauchte, falls ich nichts überhört habe, übrigens erst NACH auflösung der frage auf. Wär's vorher gewesen, dann hätte sich die (richtige) lösung wohl allen aufgedrängt.


    Im übrigen muss ich zu meiner schande bekennen, daß trotz latinum und, ich glaube, guter allgemeinbildung, auch ich nicht ans tribunal gedacht und ebenfalls zur almosen-antwort tendiert hatte. Dass mir das wort "tribunal" nicht in den sinn gekommen war, bestürzt mich im nachhinein irgendwie ... ... ... nach dem motto "Wie konnte das passieren, daß ich daran nicht gedacht hatte?"....


    Es war die 125.000 EUR-Frage. Ein simpler Gedankensprung "Tribun - Tribunal - Recht sprechen" erscheint deswegen unwahrscheinlich. Wäre es die 50 EUR-Frage gewesen hätte man sich dieser simplen Denkweise bedienen können. Hier aber musste man davon ausgehen, dass es so einfach nicht ist (wobei ich mal außen vor lasse, dass es ein falscher Gedankensprung ist, der aber zum richtigen Ergebnis geführt hätte).


    Allen deinen anderen Ausführungen stimme ich sehr zu.

    Dann sollten die Mobilfunkanbieter faire Preismodelle entwerfen und den Kunden präsentieren, dann würden sie nicht in die selbstgemachte Falle tappen. Es gab Zeiten, da kostete ein Otto-Normalverbraucher-Handyvertrag 10 EUR im Monat und die Gesprächsgebühren pro Minute nochmal "Summe X". Man wollte dann schlau sein und den Leuten Verträge für 5 EUR oder für nix andrehen, dafür zu teuren Verbindungspreisen. Jeder Netzbetreiber veräppelt(e) seine Kundschaft inzwischen mit billigen Zweitmarken. Inzwischen muss es überall Flatrate sein, dafür zu deutlich gestiegenen monatlichen Vertragskosten. Es gibt kaum noch jemanden, der das durchschaut, die Leute suchen sich dann etwas (vermeintlich) Billiges und die Netzbetreiber wundern sich, dass die Verbraucher, verloren im Angebotsdschungel, nicht mehr die gewünschten Einnahmen bringen. Man müsste ihnen nur kostendeckende Preise zu fairen Bedingungen bieten, aber sich nicht gegenseitig so sabottieren, dass der Markt nicht mehr richtig funktioniert.


    Das zu den Ärzten Gesagte kann ich nur unterstreichen: ich erlebe bei einer nahen Bekannten seit 4 Jahren, wie die in der Klinik vom Chefarzt verarscht wird. Nicht sie alleine, sondern auch die fast 50 Kolleginnen und Kollegen an dieser Uniklinik. Der Chefarzt ist nach meiner Definition einfach nur ein menschenverachtender Psycho. Leider ist es aber symptomatisch für den Umgang mit Assistenzärzten in Deutschland. 2-3 Überstunden täglich sind realistisch und keine Übertreibung. Dieses in Verbindung mit Schichtdiensten und einem sowieso verantwortungsvollen Beruf, die Leute sind völlig ausgelaugt.
    Die Ausbildung eines Arztes kostet in Deutschland etwa 1 Million EUR, darin enthalten die Kosten von Grundschule, Gymnasium und Studium. Anstatt dieses investierte Kapital nach dem Staatsexamen nutzen zu können indem man gut ausgebildete Mediziner hat, vertreibt man die Leute mit unmöglichen Arbeitsbedingungen. Die Schweiz, Norwegen und andere Länder lachen sich darüber tot, denn wenn die deutsche Ärzte zu sich einladen bekommen sie gute Mediziner und haben bei jedem von ihnen 1 Million EUR Investition gespart. Im Ausland bekommen deutsche Ärzte nahezu doppeltes Gehalt bei halber Arbeitszeit, und dazu hat der zeitweilig im Ausland tätige Arzt noch eine Auslandserfahrung im Lebenslauf stehen...


    Bei Büroberufen mache ich selber die Erfahrung, es gibt Stellen wie Sand am Meer, aber 95% davon ist Zeitarbeit. Diese verdammte Sklavenhalter-Bande beutet Mitarbeiter aus. Wer eine Stelle sucht kommt inzwischen kaum noch an diesen Menschenhändlern vorbei. Die Motivation der Mitarbeiter, die in Unternehmen als 2.-Klasse-Mitarbeiter behandelt werden und bei einer Übernahmequote von ca. 7% entgegen der Lügen der Branche faktisch doch nur selten Übernahme-Optionen haben, sich anzustrengen, ist natürlich eher mäßig. Wer sich als Zeitarbeitssklave verkaufen muss und durchschaut hat, dass er so für dumm verkauft wird, sich öfter auf neue Unternehmen einstellen muss, wird sich natürlich nie wirklich einarbeiten und nie gute, motivierte Leistung bringen. Wozu sollte er auch? Und dann heißt es "Facharbeitermangel"!


    Dieser Mangel ist künstlich. In Deutschland gibt es massenweise gut ausgebildete und fähige Arbeitnehmer, nur wenn Unternehmen glauben, für mieseste Gehälter gute, engagierte Mitarbeiter zu bekommen, wird das nicht funktionieren.

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    Original geschrieben von Handyfan96
    Noch ein kleiner Denkanstoß für die Leute die den Anschlag als logisch oder sogar verdient bezeichnen, schaut es euch genau an: http://newmediarockstars.com/2…-marathon-graphic-images/


    Und dieser achtjährige Junge hat die arabische Welt angegriffen: http://www.huffingtonpost.com/…xplosions_n_3090386.html? ???


    Handyfan, du könntest auch Bilder der Opfer heraussuchen, die durch den Luftangriff bei Kunduz 2009 starben, damals befohlen von einem Bundeswehr-Offizier? http://de.wikipedia.org/wiki/Luftangriff_bei_Kunduz und genauso fragen, wem die Toten etwas getan haben...


    Zivile Kriegs- und Terroropfer sind immer unschuldig und auch Soldaten sind Menschen, die ein Lebensrecht haben und unter dem Krieg leiden.


    Schwarz-weiß-Malerei, hier die Guten und da bie Bösen, das ist zu simpel gestrickt.

    Erstmal finde ich gut, dass es bisher kein Schloss gibt. Es sollte möglich sein kontroverse Diskussionen zu führen, Gedanken und Bewertungen zuzulassen und nicht immer sofort Diskussionsverbote auszusprechen.


    Auch von Denkverboten halte ich nichts. Das "Aufwiegen" von Opfern verbietet sich zwar im Einzelfall, aber generell ist das sehr wohl ein Aspekt, der darüber entscheidet ob strafrechtlich gegen einen Verbrecher vorgegangen wird oder womöglich eine militärische Aktion gegen Terroristen und Feinde ausgerufen wird.


    Darüber hinaus zeigt der Diskussionsverlauf sehr gut, dass die Dinge immer verschiedene Aspekte haben und man ein- und dasselbe Ereignis ganz unterschiedlich werten kann. Was dem einen eine unmögliche Schlussfolgerung ist, ist dem anderen eine logische Konsequenz. Die militärische Befriedung aus der Sicht des einen ist Kriegstreiberei aus der Sicht eines anderen.


    Dass der Anschlag in Bosten stärker diskutiert wird als eine Bombe in Afghanisthan liegt daran, dass uns das erste Szenarium gefühlt viel näher ist. Die Wahrscheinlichkeit, in einem westlichen Land bei einer Großveranstaltung zugegen zu sein und von einem derartigen Anschlag betroffen zu sein ist für uns viel wahrscheinlicher und vorstellbarer als in einer afghanischen Höhle von einer amerikanischen Drohne attakiert zu werden.

    Vor ein paar Jahren gab es den Fall, dass unter der Eislast Strommasten zusammenbrachen und Leute tagelang ohne Strom waren. Da zeigte sich dann, dass "wir" abgeklärten Checker innerhalb allerkürzester Zeit saudumm aus der Wäsche schauen wenn "Selbstverständlichkeiten" wie Strom oder Wasser ausfallen.


    Ein Behördenleiter erzählte mir letztens von Planspielen, die im Zusammenhang mit der Finanzkrise 2008 im Geheimen durchgeführt wurden und weiter werden. Wenn Handel nicht mehr funktioniert weil die Währung wegbricht, stellt sich ein ganz großes Chaos ein. Man kalkuliert mit ungefähr 7 Tagen Chaos bis wieder eine Ordnung greift.


    Wer hat denn tatsächlich Wasserflaschen, Konserven, Decken und Toilettenartikel zur Hand um ein paar Tage ohne die Errungenschaften der Moderne klarzukommen? Ich behaupte, dass die allermeisten Leute nach 2 Stunden spätestens vor ernsten Problemen stehen wenn Wasser, Strom, Heizung, Kommunikation und Einkaufsmöglichkeiten weg sind.


    Man kann sich über sowas lustig machen und großkotzig sagen, dass das eh nicht passieren wird. De facto passieren ständig Dinge, an die vorher nie jemand gedacht hätte.


    Insofern sollte man sich mal überlegen, wie lange man durchhält wenn irgendwas passiert. Und sich dann nicht mehr über jemanden lustig machen, der zu Recht überlegt, was in Notfällen wichtig ist. Dass eine fehlende Internetverbindung nach wie vor keinen Notfall begründet bzw. jemand, der es als einen einstuft, sich mal Gedanken machen sollte, ist ein anderes Thema. Wobei auch hier - wie man von Informationen abgeschnitten ist wenn das Netz weg ist wird Vielen auch erst klar wenn sie es erleben.

    Derartige journalistische Fehlleistungen gehen mir extrem gegen den Strich.


    Auch wenn man kein Mehdorn-Fanboy ist, an ihm und seiner Berufung viel aussetzen kann - er hat hier eine Idee gehabt, nämlich Tegel nicht zu schließen, sondern weiter zu betreiben. Das Konzept mehrerer Flughäfen wird in dutzenden Städten erfolgreich angewendet und könnte auch in Berlin funktionieren. Was ist falsch daran, eine Idee zu haben?


    Dass Tegel nach bisheriger Gesetzeslage ein halbes Jahr nach Inbetriebnahme des BER schließen muss mag stimmen, aber Gesetze können verändert werden. Was hat Mehdorn also Falsches gesagt? NICHTS! Es wird aber so ausgelegt und verdreht als habe er hier "wieder mal" Unsinn gemacht, nach nur wenigen Stunden im Amt. Man bedient auf billigste Weise das Klischee "Siehste, er ist wirklich ein Nichtskönner!", weil dieses Image hatte man ihm ja zuletzt verpasst...


    Die Medien werden immer unbrauchbarer wenn sie fernab jeder Sachlichkeit irgendeine Aufreger-Stroy plazieren und dann wirklich alles nur noch ihrer gewünschten Sichtweise unterwerfen anstatt halbwegs neutral zu berichten.


    Diese Nummer hatten wir zuletzt auch bei Steinbrück. Er redet manchmal sehr ungeschickt, aber inzwischen ist es soweit, dass Medien nur noch darauf lauern, dass er etwas Zweideutiges oder "zum verdrehen Geeignetes" sagt um ihn wieder in den Mittelpunkt eines Skandals zu rücken.


    Dasselbe passiert gerade mit Mehdorn. Nur weil man ihn mehrheitlich nicht mag rechtfertigt es nicht, dass ihm etwas in den Mund gelegt und ein Skandal lanciert wird.

    Einfach mal auf Youtube schauen. Es gibt bisher nur verwackelte Handy-Videos, aber schon da merkt man: akustisch ist "die Neue" super... Nur die Umstände ihrer Inauguration erinnern sehr an die Abläufe bei Tarja und befremden mich.

    Es wurde noch gar nicht diskutiert wie ihr zu Floor Jansen als neuer Sängerin steht.


    Stimmlich auf jeden Fall eine hammergeile Wahl - das Beste, was ohne die unerreichbare Tarja möglich ist. Floor Jansen erzeugt mit ihrer Interpretation der Nightwish-Songs immer wieder Gänsehaut-Momente. Aber bei mir hinterlässt es einen extrem faden Beigeschmack, dass Anette auf eine ähnlich schäbige Weise abserviert wurde wie seinerzeit Tarja.


    Dieser Umgang mit einem Bandmitglied ist unwürdig und hat meine Sympathie für Nightwish massiv angekratzt. So geht man nicht mit seinen Sängerinnen um. Vor allem dann nicht, wenn man nicht im kommerzdominierten Dieter-Bohlen-Segment unterwegs ist. Nightwish stellt sich musikalisch und künstlerisch in eine ganz andere Ecke, leistet sich jetzt aber schon zum 2. Mal ein solch unwürdiges Verhalten gegenüber der Frontfrau. Anette war bei den Fans immer umstritten, um so mehr habe ich aber erwartet, dass Nightwish zu ihr steht. An anderer Stelle stellt Tuomas hohe Qualitätsansprüche, und hier dann so ein unterirdisches Verhalten.