Beiträge von Printus

    Zitat

    Original geschrieben von Jay
    ja, melden macht frei.


    Armut als soziale Ursache von Gewalt ist vor allem ein Phänomen schwarzer Südafrikaner. Insofern ist dein "negride" zwar alles andere als ein passender Ausdruck, aber es beschreibt einen Sachverhalt.


    Jetzt aber noch so eine doofe Bemerkung, bei der JEDER die Assoziation "KZ-Tor" hat, draufzusetzen, ist unter aller Sau.


    Die Moderatoren werden dich verarzten.

    Ein smarter Vorzeigeathlet, ein gutaussehendes Model, ein Mord (Totschlag... whatever) und misteriöse Umstände. Da lacht der Boulevardjournalismus - das ist der Stoff, aus dem man wochenlang Schlagzeilen machen kann!


    In den nächsten Tagen werden wir wieder erfahren:
    - dass er schon öfter als Rüpel aufgefallen ist
    - Nachbarn/Verwandte/Freunde hatten schon länger gewarnt, dass der Mann gefährlich ist
    - offenbar hat er ganz dunkle Seiten
    - sie war sozial engagiert
    - ein Engel, der um sie herum alles hell erleuchte
    - sie hatte noch so viele Pläne und Hilfsprojekte geplant
    usw.

    Das ist eine nachvollziehbare Sichtweise, aber die kath. Kirche ist kein Unternehmen mit Gewinnerzielungsabsicht. Jaja, sie schaffeln an manchen Stellen auch sehr viel Geld, aber der eigentliche Sinn einer Religion ist Sinnstiftung. Da ist ein lebenserfahrener Mensch an der Spitze nicht so verkehrt. Anderswo sind religiöse Führer auch keine unerfahrenen Jungspunte, sondern weise Alte.


    Dass die Kirche eine weltanschauliche Idee mit einer riesigen Machtfülle vereint, stimmt, aber Benedikt war immer ein Theologe, dem es primär um Glaubensfragen ging. Hat man ihm ja auch oft angekreidet, dass er zu vergeistigt und religionstheoretisch wäre; keiner, der herzlich auf Menschen zugehen kann wie es sein Vorgänger tat...

    Mit 85 darf man zu schwach für das Amt sein. Er hat immerhin bis zu diesem hohen Alter durchgehalten. Ob man seine Amtsführung nun mochte oder nicht, allein diese äußeren Umstände verdienen hohen Respekt. Es gibt wenige, die sich bis 85 als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Welt in der Öffentlichkeit zeigen und Entscheidungen treffen können.

    Den Eindruck habe ich auch. Jemand, der nicht wirklich wusste wie es geht, bastelte ein paar aufgeschnappte Formulierungen zusammen und war sich dabei nicht darüber im Klaren, dass ein solches Zeugnis wegen seiner Mängel zu Ungunsten des Arbeitnehmers gewertet wird.


    Wenn jemand keine wirkliche Ahnung hat nimmt er immer noch am Besten einen Zeugnisgenerator. Der erstellt einen etwas hölzernen Text, der aber zumindest ohne grobe Fehler daher kommt.

    Zitat

    Original geschrieben von oleR
    Agenda Setting & Co. sind in der Wissenschaft seit Jahrzehnten Thema. Und das nicht, weil jemand irgendwann mal n Orchideenthema zum Forschen brauchte. :) Vielleicht fällt Dir einfach nur mehr auf, wie parteiisch Medien sind? Es fällt auch schwer vorzustellen, wie wirklich unparteiische Medien sein sollten. Die gibt es nicht.


    Man wusste die tendentielle Richtung vieler Redaktionen früher aber besser einzuordnen. Du konntest den Spiegel, die TAZ, die Süddeutsche oder die BILD kaufen und wusstest, welches Publikum sie anpeilen. Und es wurde damals nicht aktiv in das Geschehen eingegriffen. Medien verstanden sich als Berichterstatter, nicht als Akteure.


    Natürlich beeinflusst allein die Tatsache der Berichterstattung Abläufe, das ist ein unvermeidlicher Kollateralschaden. Aber man blieb in der Rolle des Beobachters.


    Wenn 1 Jahr nach dem - sowieso unbedeutenden - Geschehen und passend zu einer Person, die gerade im Mittelpunkt des Medieninteresses ist, eine tendentiöse Geschichte präsentiert wird, wird aktiv und bewusst Einfluss ausgeübt. Das ist nicht die Rolle der Medien!

    Schlimm daran sind die Folgen. Die Presse entfernt sich immer mehr von einer neutralen Berichterstattung und einer 4. Gewalt, die das Geschehen nur begleitet und kritisch hinterfragt. Zunehmend beeinflusst sie das Geschehen durch tendentiöse Berichterstattung und Agenda setting.


    Die Bemerkung mit der Dirndltauglichkeit ist nun wirklich nicht soooo schlimm, wurde offenbar von der Journalistin selber benutzt, aber in der Öffentlichkeit wird das Thema Sexismus hochgejubelt und diskutiert. Dabei wissen 95% des Publikums gar nicht, was der Begriff überhaupt sagen soll. Es wird natürlich sinngemäß verstanden, ist aber wieder mal so eine unsinnige Diskussion, die im realen Leben der Menschen überhaupt keine Relevanz hat.


    Auch wenn es nicht in jeder Hinsicht meiner Meinung entspricht, es gibt zum Thema Medienmacht eine absolut empfehlenswerte Dokumentation: "Das Medienmonopol". Kann man ergooglen.

    Bernbayer, dass ich dir mal zustimmen würde... :p


    Genauso sehe ich das auch. Steinbrück ist einer der Väter der Agenda-Politik, war bei der Bilderberger-Konferenz und sahnt heftigste Vortragshonorare ab anstatt seiner Abgeordneten-Tätigkeit im Bundestag nachzukommen. Der Mann scheut sich nicht von einer verschuldeten Stadt 25.000 EUR für einen Abendvortrag zu kassieren. Diese Summe verdienen viele Menschen nicht als Jahresgehalt!!!


    Und jetzt kommt diese Person und will sich als sozialer Bewahrer der Interessen des "kleinen Mannes" hinstellen???


    Der SPD ist an dieser Stelle nicht mehr zu helfen. Schon mit der Agenda-Politik wurde die eigene Wählerklientel sträflichst vor den Kopf gestoßen. Jetzt präsentiert man den Wählern einen der damals Verantwortlichen als Kanzlerkandidat. Die SPD hat offenbar nichts kapiert und es würde mich nicht wundern wenn das Wahlergebnis entsprechend ausfällt. Dann allerdings zu Recht. Wer nicht hören will muss fühlen.