Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von bernbayer
    Würde ich auch schade finden, wenn sie ganz untergehen würde, sie muß sich aber gewaltig am Riemen reißen um das zu verhindern.


    Wessen Interessen vertritt die "Partei der Besserverdienenden" (Zitat FDP-Generalsekretär Werner Hoyer im Bundestagswahlkampf 1994) denn noch? Sie nähert ihre Bedeutung der Anzahl der Spitzenverdiener im Land an. Eine Spartenpartei, die keine größere Bevölkerungsgruppe mehr vertritt. Dass die FDP eine lange parlamentarische Tradition hat ist eine Vergangenheit, für die es keinen Bonus gibt.


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    Original geschrieben von bernbayer Sie hat bei allen gemachten Fehlern auch Verdienste. Ich denke da z:B. an die Vorratsdatenspeicherung. Bei allen anderen Parteien wäre da die Eu-Vorgabe längst umgesetzt.


    Dafür gibt es jetzt wahlweise Piraten, Linke oder Grüne. Die können alles, was die FDP auch kann - nur besser und konsequenter. Wer braucht heute noch die FDP? 98% der Wähler nicht mehr.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Umfragen sind natürlich immer Moment-Aufnahmen. Die FDP steckt aber im Dauertief, da handelt es sich um keine momentane Delle.


    Das widerspricht sich... :) Hier kommen 2 Dinge zusammen: Momentaufnahmen und auch langfristige Trends.


    Der SPD hängt immer noch Schröders Agenda-Politik nach, denn die SPD hat damit gegen das klassische eigene Wählerklientel gehandelt. Den Rest besorgt Peer, dessen Äußerungen und Vortragsmillion(en) die SPD weiter ins Umfragetief drücken: als Person ein ungeeigneter SPD-Kandidat, der auch noch mit deplazierten Aussagen auffällt.


    Die FDP krankt an einer wegbrechenden Mittelschicht. Ein paar Wenige vermehren ihr Vermögen, die meisten haben sinkende Realeinkommen und müssen sich immer mehr Gedanken machen wie sie über die Runden kommen. Schwund bei der FDP ist die logische Folge.

    Manche sind sicher von (zweifelhaften) Auslandseinsätzen abgeschreckt. Andere nehmen es als "notwendiges Übel" hin (ein paar Monate Auslandseinsatz, ansonsten ein abgesichertes Berufsleben bis zur frühen Rente) oder sehen das Geld, was dafür bezahlt wird. Oder sie betrachten es als Herausforderung, der sie sich stellen wollen.


    Es turnt ja auch nicht jeder in der vordersten Kampflinie herum - und wer im technischen oder administrativen Bereich unterwegs ist findet beim Bund etwas, das in der freien Wirtschaft rar geworden ist: einen sicheren Arbeitsplatz und ein solides Gehalt. In Zeiten, in denen Akademiker reihenweise Praktika aneinander reihen und immer wieder befristet angestellt werden oder Facharbeiter als Lohnsklaven in der Zeitarbeit landen, scheint die Bundeswehr Vielen nicht als schlechteste Alternative.


    Da die Bundeswehrreform jedoch viele Stellen abbaut und Standortze schließen ist der Bund nicht mehr darauf angewiesen, handeringend den "gesellschaftlichen Bodensatz" abzugreifen. Wer bei der Bundeswehr unterkommen will muss inzwischen eine Ausbildung mitbringen oder Vitamin B haben.
    Hast du mal die Radiowerbung der Bundeswehr gehört? Die suchen nicht mehr "Masse", also Kanonenfutter, sondern Profis, die am Besten schon eine gute Ausbildung mitbringen, von der die Bundeswehr profitieren kann.

    Glaube ich nicht. Die Gründe, warum Leute eine Ausbildung / Studium / Beruf abbrechen, dürfte unterschiedliche Motivationen haben. Ich denke deswegen nicht, dass eine Abbrecherquote von 1/3 eine feste Konstante ist, die sich überall findet.


    Das mit dem Auffangbecken war mal. Die Bundeswehrreform führt zu Stellenabbau und Standortschließungen. Bei Neueinstellungen wird inzwischen richtig gesiebt und man will nur noch qualifizierte, gut ausgebildete und leistungsfähige Leute - zumindest da, wo es um eine längerfristige Stellenbesetzung und berufliche Qualifikation geht.


    Dieses Schema: zu nichts Lust, man wird aber beim Bund trotzdem genommen und greift dort den LKW-Führerschein, Geld und langfristige Versorgung ab, das stimmt heute nicht mehr.

    In Bundeswehrkreisen gilt de Maiziere als katastrophaler Ressortchef. Das hat mit den Abbrecherzahlen nichts zu tun, sei aber am Rande erwähnt.


    Die spätere Verwendung oder mögliche Versetzungen dürften auch kein Grund sein, warum die Freiwilligen abbrechen, denn solche Fragen kommen ja erst später auf.


    Ich denke, dass der Vertreidigungsminister in diesem Fall richtig analysiert: am Anfang steht die Grundausbildung, die geprägt ist von ermüdendem Unterricht und dem Erlernen militärischer Disziplin. Man hat Befehlen zu gehorchen, zu funktionieren und sich nicht diskutierend einzubringen wie in anderen Lebensbereichen (in der Schule oder bei der Freundin :D).


    Einem früheren Wehrdienstleistenden war klar, dass er seinen Wehrdienst durchziehen muss, hat die Zeit abgesessen weil auch keine andere Wahl blieb. Wer aber freiwillig zum Bund geht muss einen gewissen Durchhaltewillen zeigen, auch wenn das Biwak ansteht und man körperlich und geistig herausgefordert wird.


    Diese Kombi, freiwillig dort zu sein, abbrechen zu können wenn man keine Lust mehr hat und sich aber dennoch freiwillig weiter zu motivieren auch wenn es keinen Spaß macht, das sehen wohl viele nach ein paar härteren Tagen nicht ein und schmeißen hin. Wer durchhält, für den wird es später besser. Ich nehme stark an, dass sich die Abbrecher vor allem in den ersten Wochen häufen.


    Die Bundeswehr bietet denen, die dort Fuß fassen, einen stabilen Arbeitsplatz. Klar ist aber: je nach Laufbahn ist schon von Anfang an klar, wie weit man kommt und wohin man nicht kommt. Finanziell steht man sich beim Bund nicht sooo schlecht. Das Geld fliegt einem in der Wirtschaft auch nicht leicht zu, das Bundeswehrsalär ist für manche Leute viel Geld, das sie anderswo erstmal kriegen müssen.
    Nur: die Bundeswehr nimmt längst nicht mehr jeden, der sonst nix kann, sondern stellt inzwischen primär gute, qualifizierte Leute ein. Auffangbecken für alle, die sonst nix auf die Reihe kriegen - das war einmal.
    Die Bereitschaft, in den Einsatz zu gehen, ist auch nicht jedermanns Sache - und je nachdem in welchem Bereich man dient ist es nahezu zwangsläufig, dass man früher oder später ran muss.


    Das wird manchen erst klar, wenn es tatsächlich ernst wird...

    Hope,


    der Dom liegt DIREKT neben dem HBF und beides DIREKT am Rhein. Gehst du von der Domplatte Richtung Rhein die Treppe runter biste gleich in der Altstadt und wenn du die ein paar hundert Meter durchquerst biste am Heumarkt. Alles liegt dicht beieinander.


    Über Entfernungen würde ich mir da wirklich keine Sorgen machen, alles ist fußläufig in kurzen Abständen erreichbar - es sei denn, du schleppst einen 20 kg-Koffer mit dir herum.


    Die Hotelpreise in dieser Gegend werden ein gewisses Niveau nicht unterschreiten weil das eben im Zentrum vom Zentrum ist...