Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Ich kann die Empörung gerade in diesem Fall nicht wirklich nachvollziehen. Maschmeyer ist heute quasi Privatier, und als solcher ist er sicher nicht verpflichtet, irgendwelche Interviews zu geben.


    1. Maschmeyers Vermögen, geschätzte 650 Millionen Euro, verdiente er größtenteils über den AWD, welcher wiederum diverse Anleger ausgenommen hat. Viele Menschen haben dort ihr über lange Jahre gespartes Vermögen, oft die Altersvorsorge, verloren.
    Maschmeyer trägt damit Verantwortung für die Abzockereien, die der AWD zu seiner Zeit gemacht hat. Dieses sowohl weil er damals Chef beim AWD war als auch weil sein Vermögen aus dieser Quelle finanziert wurde und er bis heute davon profitiert.


    2. Maschmeyer ist keineswegs Privatier. Er ist Mitglied im Verwaltungsrat der Swiss Life, einer Schweizerischen Lebensversicherung, der der AWD heute zu 100% gehört. Maschmeyer ist somit bis heute in der Mitverantwortung für den AWD.


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    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Das ist zu akzeptieren. Was Christoph Lütgert in der Reprortage abzieht grenzt meines Erachtens schon an Stalking, das sich niemand gefallen lassen muss.


    Seltsame Sichtweise. Hier wird eine kritische Reportage über den ehemaligen AWD-Chef, der nach wie vor seine Hände über die Swiss Life im Spiel hat, gedreht. Dabei wurden immer wieder Interviewanfragen an Maschmeyer gestellt, die nicht beantwortet wurden. Das führte dann zu dem Versuch, Maschmeyer bei einem öffentlichen Auftritt zu befragen.
    Das ist Tagesgeschäft eines kritischen Journalisten und hat mit Stalking absolut nichts zu tun.


    Eher ist doch die Frage wieso Maschmeyer sich keine kritischen Fragen stellen lässt, sich immer wieder verleugnet und nichts zu den Vorwürfen sagt, die ihm und seiner (ehemaligen) Firma gemacht werden.


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    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Dass Maschmeyer sich irgendwelche geschäftlichen Vorteile durch seine private Bekanntschaft mit irgendwelchen amtierenden oder ehemaligen Spitzenpolitiker verschafft hätte, dafür hat die "investigative" (FAZ) Arbeit Lütgerts nicht mal ein Indiz an der Hand. Das ist, bei Lichte betrachtet, doch ziemlich bescheiden.


    Absolut nicht! Die Finanzindustrie, mittendrin Maschmeyer, verdiente und verdient Milliarden mit Produkten, die von angeblich unabhängigen Experten ersonnen wurden - und genau diese Leute arbeiten jetzt für und mit Maschmeyer zusammen. Ex-Kanzler Schröder verstieg sich gar zu der Aussage, Maschmeyers Firma übernehme "staatsersetzende Funktion".


    Mit den politischen Gallionsfiguren verschafft Maschmeyer seinen profitorientierten Unternehmen den Anstrich größter Seriösität. Es hat - mindestens indirekt - allergrößte Werbewirkung wenn Politiker und Erfinder irgendwelcher Geldanlagen (Riester, Rürup) jetzt für Maschmeyer arbeiten und sein Unternehmen damit massiv aufwerten. Ein besseres Qualitätssiegel als dass die Erfinder der Produkte nun mit ihm zusammenarbeiten kann es kaum geben.


    Überrascht es dich nicht obendrein, dass Maschmeyer beste Kontakte zu einer ganzen Horde von Politikern und ihren Beratern hat? Es kann ja sein, dass man zufällig zum näheren Umfeld eines Spitzenpolitikers oder Beraters gehört. Aber Schröder, Wulff, Riester, Rürup, Anda - das sind schon 5 "Zufälle"... Findest du nicht, dass das ein Gschmäckle hat und sich kritische Nachfragen geradezu aufdrängen?


    Als Bürger interessiert mich wenn der amtierende Bundespräsident seltsame Kontakte zu einer zwielichtigen Figur der Finanzwelt hat und in deren Finca Urlaub macht. Mich interessiert auch welche Einflussnahmen und Absprachen es zwischen den politischen Entscheidern und einem Anbieter von Finanzdienstleistungen gab.
    Als geprellter Anleger würde mich überdies interessieren wie der ehemalige Firmenchef und nach wie vor mitmischende (wenn auch inzwischen über ein anderes Unternehmen) Finanzjongleur dazu steht, dass ich meine Ersparnisse verloren habe während er in Saus und Braus lebt...

    Die Pressefreiheit ist grundgesetzlich geschützt. Aber lies mal "Das Medienmonopol" (freier Download als pdf, einfach mal googlen). Ich kann nicht allen Thesen des Buchs folgen, aber es bringt einen zum Nachdenken.


    Dass Leute wie Maschmeyer den Schulterschluß mit der Politik suchen kommt nicht von ungefähr. Natürlich ist der Nutzen davon nicht messbar, aber es schadet natürlich nie einflussreiche Gönner zu haben.


    Ich finde es jedenfalls bemerkenswert wie unverfroren, wie skrupellos der Drückerkönig die freie Berichterstattung unterbinden will. Ohne Skrupel, offensichtlich ohne Hemmungen, ohne den Gedanken, dass er sich damit vielleicht um so mehr als jemand outet, der etwas zu verbergen hat. Ganz offenbar sieht er Chancen, Kritisches durch ausreichenden Druck unterbinden zu können.
    Nach den Ereignissen um Nikolaus Brender [URL=http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,663847,00.html]klick[/URL] erscheint es ja auch tatsächlich möglich, kritischen Journalismus durch Druck auf sämtliche ARD-Intendanten oder politische Gönner zu unterbinden. Die Schande im Falle Brender könnte sich theoretisch wiederholen. Um so mehr ist zu hoffen, dass es dieses Mal anders läuft und die Angelegenheit zu einem Fiasko für Maschmeyer wird.


    Die Deutschen haben's nicht so mit kritischem Protest und Generalstreik. Aber man kann immerhin die Redaktion von Panorama anschreiben und seine Solidarität mitteilen. Also ran an die Tasten!

    Die Einnahmen bleiben nicht gleich. Der Krankenkassenbeitrag steigt, Zusatzbeiträge gehen zu Lasten der Arbeitnehmer. Versprochen war "mehr netto vom brutto" - aber genau das Gegenteil ist der Fall!


    Diesen Aufschwung gibt es nur, weil er verkündet wird - aber die Realität ist, dass niemand etwas davon hat wenn Unternehmen besonders große Gewinne machen, die nicht an die wertschöpfende Belegschaft weitergegeben werden.


    Darüber hinaus erwirtschaftet Deutschland Unternehmensgewinne auf dem Rücken der europäischen Partner durch exzessiven Exportüberschuss. Die deutsche Binnenkonjunktur ist seit Jahren katastrophal, genauso wie die Gesamtbilanz der EU. Vom angeblichen Aufschwung kann de facto keine Rede sein.


    Irgendwann zerlegt sich unser System selbst, denn es findet ein riesiger Kapitaltransfer von den unteren und mittleren Einkommenschichten zu denen statt, die sowieso schon viel besitzen. In 10 Jahren können wir diesen Thread wieder ausgraben und schauen, ob sich meine Befürchtung, dass es langfristig soziale Unruhen gibt wenn sich nichts wesentlich ändert, bewahrheitet hat.

    Ja, oft sind wir nicht einer Meinung, bernbayer... ;)


    Aus den Schlagzeilen verschwunden ist das Thema aber nicht. Gorch Fock, der von einem Kameraden erschossene Soldat in Afghanistan und die geöffnete Feldpost sind nach wie vor sehr im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit.


    Insbesondere der tragische Fall des in Kundus erschossenen Soldaten wird zu Guttenberg zu Unrecht angekreidet. Inzwischen wurde klar, dass das auf eine unheilvolle "Spielerei" mit der Waffe zurückzuführen ist. Dafür kann der Minister nichts, dafür kann vermutlich nicht mal der direkte Vorgesetzte etwas, denn derartiger Umgang mit Waffen wird in der Bundeswehr absolut nicht akzeptiert. Nun verwendet man eine solche unerhörte Disziplinlosigkeit aber gegen den Verteidigungsminister - anstatt gegen den Soldaten, der gegen strenge Regeln im Umgang mit der Waffe verstieß. Das ist einfach nur Demagogie.


    Bzgl. Gorch Fock sickert inzwischen durch, dass oppositionelle Wehrpolitiker schon länger mehr wussten als man bisher annahm. Dann ist es infam, zu Guttenberg anzugreifen wenn er zu dem Zeitpunkt, wo er die Ungereimtheiten wahrnimmt, handelt.


    Die Medien spielen auch munter mit - heute wird zu Guttenberg hochgehoben, morgen will man ihn medial schädigen. Eine Schmierenkomödie und am Schlechtesten kommen die Medien weg, die da mitmachen.

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    Original geschrieben von Bino-Man
    Anscheinend fiel die Entscheidung zur Suspendierung des Kommandanten der „Gorch Fock“ während einer gemeinsamen Autofahrt des Ministers mit einem Reporter der Springer-Presse.


    Ja, ganz bestimmt! Während einer Autofahrt, angestachelt durch die 200 km/h-Raserei durch die Freitagnacht, lässt sich der Minister von einem Bild-Reporter dahingehend beeinflussen, gleich zum Telefonhörer zu greifen um den Gorch Fock-Captain zu feuern.


    Peinlich, dass die FAZ sich nicht schämt so unterirdisch dumme Darstellungen zu publizieren. Als ob ein Minister wirklich so blöd wäre, das so zu handhaben. Mal abgesehen davon, dass der Kommandant nur so lange von seinem Posten genommen ist wie Vorwürfe gegen ihn im Raum stehen. Das ist ein absolut normaler Vorgang, der in der öffentlichen Verwaltung jeden Tag dutzendfach stattfindet.

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    Original geschrieben von Amerikaner
    Ja, welche denn bitte? (Die Frage mein ich wirklich ernst und nciht ironisch!)


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    Original geschrieben von ChickenHawk


    Eine Frau Nick


    Ross Anthony


    Genau an die beiden habe ich z. B. gedacht. Die haben ihren Bekanntheitsgrad durch das Dschungelcamp sicherlich deutlich vergrößert. Ebenso Costa Cordalis. Der ist jüngeren Zuschauern sicher mehr durch das Dschungelcamp als durch seinen Gesang in den 1970er Jahren ein Begriff. Auch Caroline Beil oder Mariella Ahrenz - ohne DC würden viele Leute sie gar nicht kennen.


    Ob sich der gestiegene Bekanntnheitsgrad nachhaltig in besseren Engagements niederschlägt steht auf einem anderen Blatt. In großem Umfang sicher nicht. Aber selbst wenn es nur einen kleinen oder zeitlich begrenzten Vorteil bringt - geschadet hat es dann auch nicht.


    Ich habe ja nicht behauptet, dass das DC eine Raketenstartrampe für die Karriere ist. Ein C-Promi katapultiert sich nicht durch 3 Tage im Busch in die A-Liga. Aber im Zweifel kann er seinen Bekanntheitsgrad etwas verbessern.

    Ich hoffe, dass die ganze Geschichte über die Sauereien des Carsten Maschmeyer sich weit verbreitet und seine Reaktionen zu einem richtig fetten Eigentor werden.


    Wenn "Panorama" standhaft bleibt und zusammen mit anderen Medien immer schön weiter veröffentlicht wie Maschmeyer sich gebärdet sollte es gelingen. Irgendwann werden auch all die Politikerfreunde ihn fallen lassen wie eine heiße Kartoffel weil sie das Negativimage, dass er sich jetzt in breiter Öffentlichkeit zulegt, nicht abkriegen wollen.


    Ein Christian Wulff sah schon in der Sarrazin-Geschichte nicht gut aus. Da er auch schon entgegen dem Willen der Bevölkerung anstatt Joachim Gauck als Bundespräsident durchgeboxt wurde, droht er hier ein weiteres Mal schlecht aufzufallen. Sein Bestreben, sich als Bundespräsident zum Fürsprecher der fehlgeschlagenen Integration von Migranten zu machen, ist IMHO auch eine Totgeburt.
    Wenn er sich jetzt auch noch eine allzu große Nähe zu Typen wie Maschmeyer leistet hat er seinen Ruf bald ruiniert. Auf Dauer kann man sich derartige Schlappen nicht leisten, auch nicht als Bundespräsident.


    In dem FAZ-Artikel steht, dass Bela Anda auch für Maschmeyer arbeitet. Der war Regierungssprecher unter Gerhard Schröder, also ein weiterer Günstling aus diesem Umkreis. Wenn Maschmeyer behauptet, seine Kontakte zu Schröder, Wulff, Riester, Rürup, usw. seinen Zufälligkeiten - lächerlich!


    Je mehr Maschmeyer sich wehrt und je mehr das zum Kampf gegen die Pressefreiheit wird, um so schlechter für ihn. Aber das ist ja im Sinne der Bevölkerung nur positiv und ich hoffe, dass der NDR und die Medien generell immer schön in die Öffentlichkeit stellen, mit welch miesen Methoden Maschmeyer sich gegen die negative Berichterstattung wehrt.

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Von den mittlerweile 60 Kandidaten die sich durch das Camp geschleift haben, an wie viele kann man sich wirklich noch erinnern?
    Insofern ist der Wunsch der ehemaligen Promis sich durch das DC wirklich langfristig wieder vor die Kamers zu kämpfen doch eher utopisch...


    Ob sich Fernsehzuschauer an Mitspieler als Dschungelcamp-Insassen erinnern ist nicht die Frage. Es dürfte aber einige Ex-Teilnehmer geben, die ihren Bekanntheitsgrad (=Marktwert) nachhaltig gesteigert haben. Manche Namen hätte man nie wahrgenommen wenn die Leute nicht im DC gewesen wären.

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Du stellst das Dschungelcamp in eine Reihe mit dem LQ?


    Nö, es ging nur darum, dass man sich nach kurzer Zeit nicht mehr an Protagonisten erinnert (oder eben doch) und dieser Effekt beim DC nicht anders ist als bei jeder anderen Sendung.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    Die10 größten fernsehmomente? Das ist doch die Zietlow-Sendung auf RTL, in der die in den Gurkenzeiten ihr eigenes Programm recyclen oder? ...


    War nur ein Beispiel für Sendungen, bei denen irgendwelche Leute das Dargebotene kommentieren.


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    Original geschrieben von Erik Meijer
    ich kenn ihn aus DSDS und mit dem Gurkenlaster


    Ist das etwas anderes als das Dschungelcamp?? :confused:


    :p :p :p