Beiträge von Printus

    Danke für die Antworten! :top:


    Das heißt: man erstellt einen Reparaturlieferschein...?! Die eigene Ware kann ja direkt darauf gebucht werden (wodurch sich der Lagerbestand entsprechend verändert). Bei durch Kunden nach dem Kauf reklamierte Ware muss es zunächst einen speziellen Wareneingang für diese Kundenware geben, dann RMA über den Reparaturlieferschein.
    Nach Rückkehr der Ware dann entsprechend wieder einbuchen und die Ware der Kunden per Lieferschein etc. wieder an diese zurück? Klingt logisch, ist aber ein riesiger Verwaltungsaufwand um die Reklamation einer Festplatte, eines Mainboards oder was auch immer abzuwickeln...


    Quindan, DOA wäre ja insofern einfach als die Ware in dem von dir beschriebenen Fall erst gar nicht als Wareneingang gebucht werden würde, sondern man bei Beschädigung des Pakets gleich die Annahme verweigern könnte. Wenn das Paket aber äußerlich okay ist hat man die Ware ja normalerweise angenommen und in der eigenen Warenwirtschaft eingebucht. Oft fällt einem ja erst später auf wenn Dinge defekt sind.


    Die Frage ergab sich daraus, dass der RMA-Mann seine Vorgänge bisher mit einer simplen Excel-Tabelle kontrolliert um einen Überblick zu haben. Das funktioniert bei den paar Vorgängen in dem Laden auch gut.
    Das Anschreiben an die Lieferanten oder Hersteller erstellt er mit einer Verwaltungssoftware (GS Auftrag). Dabei wird die Software aber nur als "Schreibmaschine" benutzt, er erstellt also einen Reparaturlieferschein, in dem aber nur der Text "... bitten um Reparatur / Austausch / Gutschrift der auf den in Kopie beiliegenden Rechnungen markierten defekten Waren..." steht.


    Nebenbei benutzt die Werkstatt in dem Laden eine kleine, selbst geschriebene Software, mit der sie Rechnerreparaturen begleiten / dokumentieren. Welcher Techniker hat wann an welchem Kundengerät gearbeitet, wie ist der Stand etc.
    Innerhalb dieses kleinen Programms dokumentiert der RMA-Mann auch seine Vorgänge, damit die Werkstatt informiert ist (falls die auf einen reklamierten Artikel warten oder einen Kunden am Telefon haben, der nach dem Stand seiner Reklamation fragt).


    Dieses System hat sich leidlich gut eingespielt.


    Der Buchhalter möchte nun die RMA-Vorgänge nur (oder zusätzlich) im GS Auftrag abgewickelt sehen damit bei einer Betriebsprüfung oder Inventur - und "aus Prinzip" - eine richtige Dokumentation der Waren in der RMA-Abwicklung gegeben ist.


    Das stößt aus mehreren Gründen auf Widerstand wäre dann aber wohl der korrekte Weg...

    Hallo,


    man nehme ein kleineres IT-Systemhaus, das relativ viel Hardware verkauft. Zwischen der Buchhaltung und den "Warenwirtschaftsleuten" kam nun die Diskussion auf wie zur Reparatur versandte Waren korrekt dokumentiert werden.


    Wenn es z. B. gegenüber einem Kunden einen Vorabtausch für ein defektes Gerät gibt, oder auch wenn Ware schon defekt vom Lieferanten kommt, befindet sich die Ware ja im Bestand des Unternehmens. Wird die Ware nun zum Hersteller oder Lieferanten geschickt damit eine Reparatur vorgenommen werden kann stimmt ja der Warenbestand zeitweise nicht: in der Warenwirtschaft wird der Artikel als Bestand geführt, de facto ist er nicht da...


    Wie wird das korrekt gehandhabt? Wenn es eine Betriebsprüfung gäbe hätte man ja das Problem, dass Ware faktisch nicht im Regal liegt, die laut Rechner aber eigentlich da sein müsste...


    Vielen Dank für eine Antwort! ;)

    Ingo, es hat sehr wohl mit der Bundeswehr, dem Verteidigungsminister und seiner Positionierung zu tun. Insofern ist mir das etwas einfach, sich so herauszureden...


    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Und was ist an dieser Begründung bitte falsch? Ist doch alles zutreffend.


    Darüber hinaus hat der UN-Sicherheitsrat hat den Anschlag vom 11. September 2001 als einen militärischen (Erst-)Schlag bewertet was einen Verteidigungsfall bedeutet und die NATO hat ihn als Bündnisfall angesehen .


    Wenn der "Gegner" sich aber nur im fremden Land zeigt um dort terroristische Anschläge auszuführen und sich ansonsten feige unter dem Schutz eines Terrorregimes in Afghanistan und Pakistan verkricht, wo sollen sich die USA denn bitte sonst "verteidigen" wenn nicht an der Quelle? Oder soll man gefälligst warten bis der nächste Selbstmordattentäter sich wieder in ein Flugzeug setzt?


    Es ist doch offensichtlich, dass man Terrorzellen einzelner Schläfer in allen Teilen der Welt nicht mit einem militärischen Angriff auf ein bestimmtes Land / 2 Länder bekämpfen kann. Es ist ja nicht so als würden alle Terroristen konzentriert in Afghanistan sitzen und nur zur Verübung von Anschlägen heraus kommen. Insofern passt einfach die Maßnahme nicht für den Zweck, den man erreichen will.


    Daran ändert auch der UN-Sicherheitsrat nichts. Vor allem spielen im Sicherheitsrat auch immer gewisse Interessen und Verbindungen eine Rolle, so verhindern die USA generell immer Beschlüsse gegen Israel im palästinensischen Konflikt und sobald es gegen Nordkorea geht stellt sich China quer.


    Die Welt wurde von den USA im UN-Sicherheitsrat seinerzeit über das Giftgas, das Saddam angeblich besitzen sollte, belogen, damit kann auch eine Beschlusslage aufgrund dieser Behauptungen nicht rechtens sein.


    Ich respektiere die UN als Organisation, weiß aber auch um ihre Begrenzungen.


    Unterschiede zwischen verschiedenen Kriegen und ihren Begründungen gibt es immer. Was aber in den hier diskutierten Fällen vergleichbar ist, ist die Tatsache, dass einfach der ganze Argumentationsaufbau schief ist.


    Unser deutsches Problem ist obendrein, dass die bisherige Gesetzeslage Bundeswehreinsätze wie den in Afghanistan eigentlich nicht zulässt. Es geht nicht mal um die Frage, ob das ein humanitärer Stabilisierungseinsatz oder ein Krieg ist, sondern weder das eine noch das andere dient der Landesverteidigung. Also muss man es entweder lassen - und es gäbe zahlreiche NGO's, die hundertmal besser Aufbauhilfe leisten können als die Armee - oder das Grundgesetz entsprechend ändern.
    Die deutsche Politik biegt dennoch alles mit Ach und Krach so hin, dass es irgendwie passen soll. Kein Wunder, dass die Bevölkerung dann nicht dahinter steht weil schon einfaches Hinterfragen die Probleme offenbar macht. Glaubt denn tatsächlich irgendwer, dass unsere Freiheit und Sicherheit in Aghanistan verteidigt wird? Umgekehrt, würden wir hier unsicher leben wenn die Bundeswehr nicht dort wäre? Sicher nicht!


    Ich rechne zu Guttenberg positiv an, dass er als Erster einen kleinen Schritt in die richtige Richtung machte und nicht mehr völlig leugnete, dass das Wort "Krieg" in Afghanistan nicht ganz falsch ist. Ich rechne ihm auch an, dass er sehr oft bei der Truppe ist und sich kümmert. Von Klartext oder nachvollziehbaren Begründungen / Handlungen bzgl. Afghanistan ist aber auch zu Guttenberg noch weit entfernt.

    Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    wie geschrieben, zu dem einsatz in afghanistan und dessen rechtsmäßigkeit gibt es viele meinungen, deine ist eine davon...


    beweise, das die taliban den internationalen terrorismus unterstützt hat und insbesondere osama bin laden gibt es zu hauf, wer die augen verschließt, oder diese nicht wahrhaben will, mit dem wird schwer zu diskutieren sein.


    Mit Verlaub, aber du plapperst hier irgendwelche offiziellen Darstellungen nach, die jedem klar denkenden Menschen als Mumpitz erscheinen sollten. Siehe auch dein Zitat des AA...


    Der Angriff gegen den Irak 2003 wurde von Bush in Folge der Anschläge in New York mit der Begründung geführt, Saddam besitze Giftgas. Die Begründung für den Krieg in Afghanistan war, dass die Taliban dem islamistischen Terror einen Rückzugsraum böten, mit Terrorcamps und Geld aus Drogenanbau. Es wurde auf die Menschenrechtslage verwiesen und dass man auch diesbezüglich eingreifen müsse.
    Dass die USA auf Guantanamo zugleich ihr eigenes KZ eingerichtet haben, in dem Menschen ohne Prozess in absolut unwürdigen Umständen gefangen gehalten werden und dass sie, ausgerechnet als westliche Industrienation neben Japan, noch die Todesstrafe anwenden, hat man dabei nicht berücksichtigt...


    Was ich bis heute nicht verstanden habe ist, inwiefern die Anschläge in New York Grundlage für Kriege im Irak und Afghanistan sein können. Dass es das Giftgas dann doch nicht gab und man sich fragt, wie man internationalen Terrorismus durch einen Krieg gegen ein Land stoppen möchte sei nur am Rande erwähnt.


    Ich würde von dir gerne erklärt bekommen...
    a) was die Terroranschläge in NY mit unliebsamen Regimen am anderen Ende der Welt (aus Sicht der USA) zu tun haben und inwiefern diese Kriege sinnvolle Reaktionen darauf sind und
    b) wie der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan grundgesetzlich zu rechtfertigen ist. Die Bundeswehr dient laut Grundgesetz einzig dem Zweck der Landesverteidigung - und der Terrorismus ist ein Problem, aber sicher keines auf der Ebene nationaler Bedrohung durch Kriegserklärung eines anderen Staates.


    Hier geht es also nicht um "Meinungen" zur Rechtmäßigkeit, sondern darum, dass es überhaupt keine nachvollziehbaren Begründungen, dafür aber verfassungsmäßige "Ungereimtheiten" (und das ist schon ein Euphemismus) gibt.


    Selbst wenn der Einsatz in Afghanistan als humanitäre Aktion dargestellt wird - was schon zweifelhaft ist, aber lassen wir das mal beiseite - rechtfertigt es nicht die grundgesetzwidrige Betätigung der Bundeswehr im Ausland. Man könnte derartige humanitäre Missionen der Bundeswehr diskutieren - dann aber nur nach Änderung des Grundgesetzes.


    All diese logischen und das Grundgesetz und die Bundeswehr betreffenden Probleme und Fragen wurde nie fundiert erklärt, die Begründungen der Politik sind alle hahnebüchen und unlogisch. Du plapperst das, wie geschrieben nach, richtig erklären kannst du es bisher nicht. Mich interessiert dabei auch nicht, ob es ein UN-Mandat gibt oder was der Grüne Fischer gesagt hat denn weder das eine noch das andere erklärt irgendetwas.


    Zitat

    Original geschrieben von ingo74
    die bundeswehr ist aufgrund der petersberger konferenz und der „vereinbarung über provisorische regelungen in afghanistan bis zum wiederaufbau dauerhafter regierungsinstitutionen“ (bonner vereinbarung) in aufghanistan und zwar im rahmen der isaf mission, die aufstellung hat der sicherheitsrat beschlossen...


    Das mag alles sein, es ist momentan trotzdem nicht verfassungsgemäß (vom Grundgesetz legitimiert).


    Zitat

    Original geschrieben von HappyDay989
    Fazit: Man kann doch nicht einfach in fremde Länder einmarschieren, bloß weil einem die dortigen Regierungen nicht passen. Daraus abzuleiten, dass man nunmehr keine andere Wahl habe, als mit den einmal gemachten Fehler zu wiederholen bis zum bitteren Ende - was ist das denn bitte für eine Argumentation?


    Ich sehe den Einmarsch ja ebenso kritisch wie du. Hätte man wirklich nur Terrorcamps beseitigen wollen hätten ein paar Drohnen und Raketen gereicht.


    Es gab in der Weltgeschichte auch noch nie einen Fall, in dem "Befreier" NICHT als Besatzer empfunden und bekämpft worden wären nachdem sie zu lange militärisch versucht haben, ein neues / anderes Regierungssystem zu installieren. Im Irak und Afghanistan wiederholt sich das, obwohl es die Amerikaner nach den Erfahrungen in Vietnam und eingedenk der sowjetischen Erfahrungen - ebenda in Afghanistan - besser hätten wissen müssen. Aber da scheint nicht mal das Kurzzeitgedächtnis zu funktionieren...


    Was aber auch zu verstehen ist: keine Regierung wird offiziell zugeben, dass ihre Mission gescheitert ist. Offiziell wird man immer erklären, dass man das Kriegsziel erreicht hat. Insofern wird aber auch die Bundesregierung nie deutlich zugeben, dass der Einsatz in Afghanistan a) Krieg und b) eskaliert und gescheitert ist.


    Allerdings: wenn man erstmal bestehende Strukturen zerschlägt mit dem Ziel neue aufzubauen, müssen diese neuen zumindest soweit stabil sein, dass man ohne Gesichtsverlust heraus kommt. Und das wäre JETZT nicht gegeben. Also muss die Bundeswehr im Augenblick tatsächlich noch bleiben...


    Was man sich natürlich fragt ist, warum die Presse da nicht wesentlich kritischer ist. Gute Lektüre dazu: Google anwerfen und die pdf-Datei "Das Medienmonopol" lesen!

    Kleben!


    Wenn der Verkäufer sagt "2.5-3 kg kann man kleben" ist das Unsinn, denn wenn man genügend Klebepads hinter einem ausreichend großen Spiegel hat kann man auch einen 5 t-Spiegel kleben.


    Ich hab' meiner Oma mal einen fast flächendeckenden Spiegel an eine Tür geklebt - ohne Probleme.


    Mach' halt genügend Spiegelkleber-Pads hinten dran. Wobei 2-3 kg ein Witz sind bei der Klebekraft üblicher Spiegelkleber.

    HappyDay,


    du springst aber wirklich sehr extrem in deinen Aussagen und im Weltbild.


    Zu Guttenberg wurde erst zu einer Zeit Verteidigungsminister, zu der die Bundeswehr schon seit Jahren in Afghanistan stand. Er hat sie also nicht in diesen Krieg geführt. Obendrein kann er sie gar nicht von einem auf den anderen Tag abziehen weil alle Strukturen, die man mühsam aufgebaut hat oder noch aufbaut, zusammenstürzen würden und es gabe völliges Chaos in dem Land. Ein Abzug muss also vorbereitet werden und geht erst dann, wenn halbwegs brauchbare Infrastrukturen gegeben sind.


    Egal wie man zur Tatsache des Einmarsches vor Jahren steht - jetzt ist Fakt, dass das menschenverachtende, terroristische Taliban-System weitgehend zerstört wurde und ein halbwegs brauchbares Staatsgefüge noch nicht vorhanden ist. Deswegen ist ein direkter Abzug unmöglich. Um diese Tatsache drückst du dich ständig herum. Da hilft aber kein spezielles Weltbild weil das nun mal Fakten sind, die wirklich jeder - und sei er noch so kritisch - Experte absolut bestätigt.


    Obendrein ist zu Guttenberg kein Feldherr, der machen kann was er will. Er ist Mitglied einer Regierung und Teil einer Koalition. Er unterliegt damit auch der Richtlinienkompetenz anderer Ebenen. Da es seit den unseeligen Zeiten vor 70 Jahren keinen Gröfaz mehr gibt kann zu Guttenberg nicht tun und lassen was er will, also auch nicht die Bundeswehr nach Lust und Laune disponieren.


    Dein kritischer Geist in allen Ehren, aber du verrennst dich und führst deine Argumentation ins Abseits wenn du hinsichtlich solcher Dinge keine Realitäten zur Kenntnis nehmen willst und nur ideologisch mit dem Kopf durch die Wand gehst. Du verengst hier komplexe Probleme auf die eine Person zu Guttenberg - und das geht so nicht.


    Du kannst auch die Zeit des kalten Krieges, in der sich die Ost-West-Blöcke an der Mauer gegenüber standen, und die Rolle Hitlers (nicht "der Deutschen", wobei selbst die alle tot sind und heute ganz andere Menschen als Nachkommen leben) als Initiator des 2. Weltkriegs vor über 70 Jahren nicht mehr als Entscheidungsgrundlagen für heutige Politik nehmen. Die Welt hat sich seitdem vollkommen verändert. Wir müssen aus der Vergangenheit lernen, möglichst Fehler nicht wiederholen, aber wir können nicht Maßgaben aus der Nazi- und der DDR-Zeit anlegen wenn es um terroristische Probleme der heutigen Zeit geht.


    Ich sehe momentan Einsätze der Bundeswehr im Ausland ebenso kritisch wie du weil das IMHO nur schwer unter einen Hut mit der Vorgabe einer Verteidigungsarmee passt und die Aussage im Falle Afghanistans, unsere Freiheit würde am Hindukusch verteidigt, absurd ist.
    Das Problem ist dabei aber weniger, dass die Bundeswehr heute an internationalen Missionen teilnimmt wenn das unter humanitären, moralischen oder völkerrechtlichenein Aspekten nötig erscheint. Es mangelt vielmehr an einer gesellschaftlichen Diskussion und einem Konsens darüber, welches Portfolio die Bundeswehr heute hat und welche gesetzlichen Weichenstellungen in einer veränderten Welt mit auch anderen Anforderungen an die Bundeswehr nötig sind damit alles verfassungsgemäß und unseren Werten entsprechend ist.


    Dazu kommt die weitere Grundsatzfrage wie sich Deutschland positioniert wenn Bündnisse, in denen wir vertreten sind (NATO usw.), eine Zielrichtung anstreben, die nicht unseren Überzeugungen entspricht. Müssen wir an solchen Einsätzen dennoch teilnehmen oder kann sich ein Mitgliedsstaat heraushalten wenn er den Sinn oder die Rechtmäßigkeit eines Einsatzes bestreitet? Wer legt die Rechtmäßigkeit fest - die Regierungen der Mitgliedsstaaten als Volksvertreter ihrer Bürger, oder die Mehrheit der Staaten in dem Bündnis? Was tun wir zukünftig und wie ist ein Staat gestellt, der beispielsweise ein Kriegstreiben wie das von George W. Bush nicht mitmachen möchte, auch nicht dann wenn es unter Anrufung der NATO (etc...) stattfindet?


    Darüber muss es eine Diskussion geben und eine Neuausrichtung der Bundeswehr. Einfach nur auf zu Guttenberg herumhacken und dabei alle abstrusen und teilweise wirklich sachlich widerlegten Dinge als Argumente hernehmen bringt nix.

    Vieles erinnert mich an das 3monatige Verschwinden der Tochter meiner Freundin im Frühjahr - war ja hier auch länger Thema. Zum Glück hat sich inzwischen alles recht gut gefügt, aber ich kann den TE - im Gegensatz zu manchen anderen, denen ich das aber nicht vorwerfe - bestens verstehen.


    Die Tochter meiner Freundin ist mit 16 ausgebüchst obwohl sie zuhause auch "alles hatte", sowohl an Liebe und Zuneigung, Aufmerksamkeit wie auch materiell; dieses ist übrigens nicht meine Annahme mit den Scheuklappen des Freundes der Mutter, sondern ihre eigene Aussage. Sie hat sich, wie man im Nachhinein erfuhr, auch während ihrer Abwesenheit immer wieder gegenüber den neuen "Freunden" dementsprechend geäußert - die waren teilweise stinksauer wie sie, wenn man ein so gutes Elternhaus hat, abhauen kann und damit indirekt so tut, als habe man das gleiche Recht zum Abhauen wie Kids, die aus zerrütteten Verhältnissen türmen.


    So ganz 100%ig ist mir, trotz vieler behutsamer Gespräche, bis heute nicht klar geworden welches Motiv das Wegrennen damals hatte. Um so mehr verstehe ich Boris, dass er wie der Ochs vorm Berg steht und neben ein paar naheliegenden Ansätzen (z. B. mehr Freiheiten bei der Oma) nicht wirklich versteht, was da los ist.


    Im unserem Fall war es so, dass das Töchterchen gleich am 1. Tag nach Berlin gefahren ist und dort am Alex Kontakt zur Punkerszene hatte, wo sie - man muss wohl sagen glücklicherweise - direkt unter deren Fittiche genommen wurde. Insofern hatte sie ein soziales Umfeld und einen Schlafplatz, geriet also nicht wirklich "unter die Räder".


    das Positive ist: die Erfahrung damals hat ihr klar gemacht, dass ein stabiles Zuhause total wichtig ist und die scheinbare Freiheit, den ganzen Tag über in Berlin herumstreuenen zu können, eigentlich doch sehr beschränkt ist weil neben Geld jede (berufliche) Perspektive fehlt und die Beschränkungen in Wirklichkeit doch enorm sind.


    Seitdem entwickeln sich die Schulnoten bestens und man spürt den eigenen Willen, etwas "erreichen zu wollen". Der Kontakt zu den Punks und auch der Tätowierszene in Berlin (und auch Besuche dort) schrecken die Mama zwar immer noch und natürlich ist sie extrem sensibilisiert (z. B. wenn das Töchterchen sich verspätet und nicht anruft oder bei diesen Fahrten nach Berlin etc.), aber eigentlich sieht's so schlecht nicht aus.


    Was ich damit sagen will: Eltern können ihre Kinder oft nicht los lassen und das muss man als Außenstehender einfach verstehen. Tipps wie "dann lass' sie doch machen" mögen in der Theorie stimmen, in der Praxis wird das kaum ein Elternteil gegenüber seinen geliebten, beschützen wollenden Kids umsetzen können.


    Vielleicht ist es dir, Boris, dennoch ein kleiner Halt zu lesen, dass es bei uns viele Parallelen gab, dass es vielleicht auch ein "Phänomen der Zeit" ist, dass Kinder oder Mädels in dem Alter mitunter Schwierigkeiten haben ihren Platz im Leben zu finden, dass aber nicht unbedingt alles den Bach runter gehen muss.
    Bei allen Ängsten, die meine Freundin verständlicherweise immer noch hat, sehe ich es dennoch im Ganzen recht positiv und glaube, dass die "Kleine" ihren Weg machen wird - und zwar einen guten Weg.


    Deine Tochter, Boris, macht dir verständlicherwiese Sorgen und machen wir uns nix vor, auf die schiefe Bahn kann sie geraten. Aber auch sie scheint ja durchaus noch zur Schule zu gehen und somit gewisse Pfeiler im Leben stehen zu haben. Insofern geht's, bei allen Sorgen, am Ende womöglich doch "nur" darum den Weg des scheinbar geringsten Widerstandes zu wählen - und den findet sie natürlich bei einer Oma, die alles mitmacht.


    Meine bescheidene Meinung ist, dass du nicht aufgeben solltest auf der rechtlichen Ebene alle Schritte konsequent zu gehen (also Oma / JA / Gericht zu zwingen, die eigentliche Ordnung herzustellen - Tochter lebt nicht pragmatisch irgendwo, sondern korrekterweise da, wo es gemäß der Entscheidungen / Zuständigkeiten / Verantwortlichkeiten sein müsste), zugleich aber auf menschlicher Ebene zu versuchen eine akzeptable Lösung zu finden, beispielsweise könnte eine Absprache, in ein betreutes Wohnen zu gehen, eine für alle tragbare Lösung sein... Das JA mag dazu im Augenblick sagen "die wäre nach 10 Minuten wieder weg" - nur ist das erstmal nur eine Behauptung und wer sagt denn, dass sie nicht auch schnell wieder da wäre? Wenn der - momentan sehr einfache und dem Kindswohl möglicherweise nicht zuträgliche - nicht mehr zu vertreten ist muss sich das JA auch bewegen und kann es sich nicht so einfach machen wie sie es im Moment tun.


    Außer viel Angst solltest du - nicht zuletzt aus unseren Erfahrungen - aber auch wahrnehmen, dass den Mädels durchaus klar ist (oder ganz schnell wird), dass Träumereien von Freiheit, alles tun und lassen können/dürfen, mit 15 glauben ganz erwachsen zu sein, auch ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden. Also wenn jemand abhaut wird auch innerhalb weniger Stunden schon klar, dass das Leben keineswegs so locker und einfach und erwachsen läuft, wie sich das anfangs vorgestellt wurde. Bei uns war's anders, aber die allermeisten Kids merken, wenn sie tatsächlich abhauen, ganz schnell, dass das eine saublöde Idee ist und es zuhause doch oft nicht so schlecht ist wie sie dachten (in guten Elternhäusern, wohlgemerkt).

    Zitat

    Original geschrieben von ingo61
    hm, naja es hat halt auch immer seinen Grund wenn Kinder austicken. Kommt nicht von ungefähr.


    Wird halt einiges schon im Vorfeld gewesen sein.


    Kann so sein, muss aber nicht. Wenn irgendwer nicht mehr in der Spur läuft muss das nicht zwangsläufig am Umfeld liegen, es kann auch aus endogenen Faktoren heraus entstehen, also aus der Veranlagung des Einzelnen heraus und ohne Fehlverhalten anderer.


    Zitat

    Original geschrieben von ingo61
    Da JA sieht die derzeitige halt pragmatisch:


    So einfach geht es aber nicht. Von Problemen mit Vater und Mutter war bislang nicht die Rede, also muss man das auch nicht unterstellen. Es kann auch sein, dass jemand aus sich selbst heraus problematisch veranlagt ist und den Eltern kein Vorwurf zu machen ist. In einem gewissen Maß sind Spannungen zwischen Heranwachsenden und Erziehenden auch ein völlig normaler Prozess.


    JA und Gericht sehen es zwar vielleicht pragmatisch, nur können sie sich dabei auch nicht über geltendes Recht hinwegsetzen. Zu sagen "Oma und Tochter würden sich eh nicht an Regeln halten, also brauchen wir es gar nicht erst entscheiden" würde in letzter Konsequenz heißen, dass wir alle Gesetze einstampfen könnten: irgendwer wird sich immer irgendwann über ein Gesetz hinwegsetzen...


    Wie man es sinnvoll löst weiß ich auch nicht, eine Patentlösung gibt's hier nicht. Aber es kann auch nicht angehen, dass JA und Gericht einfach nichts tun und nicht Stellung beziehen, sondern den Status quo einfach als gegeben hinnehmen. Theoretisch kann die Oma machen was sie will und die Behörden schauen zu? Das kann's ja wohl auch nicht sein...


    Zitat

    Original geschrieben von ingo61
    Andere Alternative wäre für JA:
    Tochter in betreutes Wohnen wenn es bei keinem mehr in der Familie klappt oder sowas in der Richtung. Das kostet aber wieder Geld und erhöhten Verwaltungsaufwand, das Personal haben die nicht.


    Mag sein, aber deswegen können die doch trotzdem nicht einfach darüber hinwegsehen wer das Sorgerecht und das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat. Es stellt sich auch die Frage nach der Verantwortlichkeit wenn z. B. irgendwas passieren würde. Oder wer kann in medizinischen Notfällen Entscheidungen treffen? Der aktuelle Zustand, dass die Tochter bei der Oma lebt und diese irgendwelche Unterschriften leistet ohne die Legitimation dazu zu haben, ist rechtlich sehr wacklig und da wundert es mich sehr, dass die Behörden das einfach so hinnehmen.


    Zitat

    Original geschrieben von ingo61
    Ist halt die Frage warum die Tochter so austickt, oder was die Jahre verkehrt gelaufen ist in der Familie überhaupt....
    Keine Anklage, kein Vorwurf. Nur so mal objektiv gesehen. Kann man jetzt eh nichts mehr ändern.
    Und wenn sie weiß wie sie die Familienmitglieder steuern kann, dann wird sie es als Teenager wohl machen.


    Es ist für Eltern in solchen Situationen sehr schwer sich gegen diesen Generalverdacht zu wehren. Außenstehende unterstellen nämlich generell immer, dass grobe Fehler gemacht wurden. Manchmal mag das auch so gewesen sein - manchmal aber auch nicht. Dann ist es für Eltern besonders belastend sich auch noch solcher Vorwürfe erwehren zu müssen, neben der Sorge um das Kind...


    Wenn Kids an falsche Freunde geraten, ins falsche Umfeld abdriften oder aus anderen nicht beeinflussbaren Gründen den Eltern entgleiten, ist das wirklich ganz blöd.


    Auch wenn sich jeder immer ganz vorsichtig ausdrückt oder dafür entschuldigt, aber letztlich ist die Unterstellung, "selber schuld" zu sein, doch im Raum. Manchmal durchaus zu Recht, manchmal allerdings auch nicht. Weil man es im konkreten Fall nicht weiß sollte man es auch nicht unterstellen oder zwischen den Zeilen durchscheinen lassen, dass man es insgeheim denkt.

    Du zahlst Einfuhrgebühren abhängig vom Wert der Ware. Der von dir angegebene Warenwert muss realistisch sein, d. h. wenn der Betrag glaubwürdig ist, ist das okay. Nur wenn es allzu preiswert wäre spielt der Zoll da nicht mit. Die Beweispflicht liegt bei dir - du bist Einführer der Ware und musst dem Zoll daher Nachweise bringen.


    Wie geschrieben, ich habe keine Ahnung was die Geräte so kosten, es war nur ein Beispiel um zu sagen, dass ein allzu geringer Warenwert vom Zoll nicht akzeptiert würde. Es muss realistisch sein und du musst es beweisen. Wenn dein Gerät im üblichen Preisrahmen liegt wird es diesbezüglich natürlich keine Probleme geben. Nur wird der Zoll die 500 USD Warenwert als Grundlage nehmen und nicht 250 USD weil der Rest ein Geschenk sein soll - der Wert des Gerätes ist ja 500 USD, auch wenn du selber nur 250 selber bezahlt hast.


    Den Zoll interessiert nicht wem du das Gerät abgekauft haben willst, was dir geschenkt wurde, die verzollen den Warenwert. Gerade auch weil du die Story eh nicht nachweisen kannst und weil es sowieso nicht interessiert brauchst du dir darüber auch keine weiteren Gedanken machen.