Beiträge von Printus

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    Original geschrieben von NoIdea
    Ich denke eher die Art der Veröffentlichung war die Ursache dass die Amis jetzt so massiv gegen WL vorgehen, in der Vergangenheit war das eher eine Sache zum Bespaßen von Verschwörungstheoretikern in den Tiefen des Internet.


    Ich glaube eher, dass die USA den Ball flach halten mussten als z. B. der Hubschrauberangriff auf Zivilisten im Irak veröffentlicht wurde. Man kann als Übeltäter nicht den (moralischen) Bagger aufreißen. Solange es um geheime Informationen über Ungerechtigkeiten oder Rechtsverstöße ging hatte Wikileaks das Recht und die Moral auf seiner Seite.


    Die jüngst veröffentlichten Dokumente erfüllen diesen Anspruch aber nicht, da wurden einfach nur geheime Dokumente publik gemacht - ohne dass es einen tieferen moralischen Anspruch erfüllt. Wenn die Amis sich nun hinstellen und dagegen vorgehen haben sie das Recht auf ihrer Seite denn diplomatische Geheiminformationen zu veröffentlichen, ohne Notwendigkeit, ist kontraproduktiv und schadet dem Anspruch, SINNVOLLE Transparenz in zwielichtige oder schlimme Vorgänge zu bringen.


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    Original geschrieben von NoIdea
    Da es jetzt in die Massenmedien vorgedrungen ist hat die amerikanische Diplomatie und ihre Handlanger einen erheblich größeren Imagschaden erlitten als in der Vergangenheit.


    Ja - aber wozu das Ganze? Es bringt keine Aufklärung in zwielichtige Machenschaften, schadet aber dem eigenen Ansehen weil jetzt zu Recht die Frage gestellt wird, wer und was Wikileaks ist, welchem Ziel das alles dient. Dass der Gründer der Plattform nun auch in Verruf gerät - zu Recht oder nicht - hat auch nur damit zu tun, dass seine Plattform mit der letzten Aktion eine seltsame und angreifbare Aktion gestartet hat. Insgesamt wird damit das Ansehen des ganzen Projektes beschädigt.
    Hätte man sich auf die Veröffentlichung wirklicher Skandale, die unter den Teppich gekehrt werden, konzentriert, hätte man dieses eigene Image-Problem vermieden.


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    Original geschrieben von NoIdea
    Aber auch wenn sich WL in den Dienst der guten Sache stellt, wer definiert "gute Sache"? Gut für wen?
    Für die Amis war der Krieg im Irak und in Afghanistan eine "gute Sache", für den Iran wär die Vernichtung Israels eine "gute Sache", für die Taliban ist die Sharia eine "gute Sache"...


    Genau das ist jetzt die Frage! Man hätte sich auf schwere Verstöße gegen die Menschenrechte, Rechtsbrüche, Betrügereien und von Regierungen gedeckte Missstände beschränken sollen, dann wäre die Leitlinie klar gewesen.


    Jetzt entsteht der Eindruck, dass da womöglich nur ein einseitiger Feldzug gegen Amerika stattfindet und zu Recht wird gefragt, wieso denn nicht z. B. mal Unterlagen über die Todesstrafen in China, das Regime in Nordkorea, afrikanische Diktatoren etc. veröffentlicht werden.


    Die USA haben sicherlich auch eine Menge Dreck am Stecken, nur gelten sie im Ganzen immer noch als korrekte Demokratie. Indem man da basht und andere bekannte Terror-Regimes nicht angreift setzt man sich einem unnötigen Vorwurf aus.


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    Original geschrieben von NoIdea
    Assange hat sich zumindest als Blitzableiter zur Verfügung gestellt.
    Da er die letzten Veröffentlichungen von WL angekündigt hat dürfte er wohl trotz dass er offiziell "nur" Gründer von WL ist eine Art Sprecher sein oder er arbeitet aktiv mit, als Außensteheder hätte er wohl kaum die entsprechenden Informationen.
    Die Sache mit der Anklage sehe ich aber so: Da das PR Desaster eh schon komplett ist will man ihn jetzt wenigstens etwas ärgern und vielleicht mögliche Nachahmer einschüchtern.


    Na vor allem wird damit fraglich, welche Interessen eigentlich dahinter stehen wenn jemand derartige Geheiminformationen verbreitet. Wenn schon der Gründer ins Zwielicht gerät und die letzten veröffentlichten Unterlagen zwar viel Wirbel machen, eigentlich aber nicht als Aufklärung für mehr Gerechtigkeit dienen können, fragt der gemeine Beobachter irgendwann, was das eigentliche Ziel ist...

    Ein viel wesentlicheres Problem ist, dass WL sich mit den Veröffentlichungen der zuletzt besonders aufmerksamkeitserregenden Unterlagen selbst ins Zwielicht manövriert hat.


    Ging es anfangs um "moralisch positive" Aufklärung von Kriegsverbrechen im Irak, Korruption, Misswirtschaft usw. hat man sich mit den zuletzt offenbarten Unterlagen keinen Gefallen getan. Es hat nämlich keinen positiven Zweck, arabische Nachbarn des Iran in Schwierigkeiten zu bringen oder nichtssagende, aber peinliche Diplomatenunterlagen ins Internet zu stellen. Welchem Ziel soll das dienen? Es verbessert die Welt nicht, sondern schafft auf diversen Ebenen zusätzliche Probleme.


    Manche Dinge müssen geheim bleiben und dürfen nicht öffentlich werden. Wenn WL da wenigstens sorgsam trennen und nur das anbieten würde, was tatsächlich "der guten Sache dient" hätte niemand ein Problem (außer den Übeltätern). Aber mit den letzten Unterlagen hat WL sich einen Bärendienst erwiesen.


    Es stellt sich jetzt nämlich die Frage, welches Ziel da eigentlich verfolgt wird und wenn Assange ins Zwielicht gerät hat das theoretisch nichts mit WL zu tun, aber praktisch wird das eben doch in einen Topf geworfen und heraus kommt, was schon die Römer wussten: "Aliquid semper haeret." (Irgendwas bleibt immer hängen.).

    Die Sitzplatzreservierung ist eh Schwachsinn. Zum einen braucht die nicht jeder und nur weil manche Leute sich immer einen Platz reservieren heißt es nicht, dass das für jeden Fahrgast gilt. Ich reserviere z. B. NIE und ärgere mich darüber, dass ich diese Reservierung nun mit bezahlen soll. Lieber kostet das Ticket 10 EUR weniger, und wer dann eine Reservierung haben möchte kann sie sich immer noch dazu kaufen.


    Wobei ich davon ausgehe, dass die Kosten der Reservierung im Preis enthalten sind, weil anders macht es ja keinen Sinn. Wenn man dann am Schalter nochmal bezahlen muss würde man ja sogar doppelt abgezockt.


    Das andere ist, dass die Sitzplatzreservierung auch unlogischer Schwachsinn ist bei einem Ticket, dessen Vorteil das unkomplizierte Einsteigen in den nächstbesten Zug sein soll. Wenn ich vorher umständlich einen Sitzplatz reservieren muss kann ich gleich einen festen Zug buchen. Da hält die Bahn das eigene Konzept nicht konsequent durch.


    Man sieht auch an der allgemein sehr mäßigen Resonanz (z. B. auch hier im Thread), dass das Interesse an dem Ticket wohl gering ist. Kein Wunder... zu teuer, zu viele Einschränkungen, zu sehr Lockangebot mit diversen Fallen wenn man genau hinschaut.

    Es stimmt aber tatsächlich, wenn man sich vorher überlegt "Was kann passieren?" wären die Szenarien gewesen, dass er vor einem Auto ausrutscht - kann der Wagen dann noch bremsen? - oder dass er zu spät springt und angefahren wird, also gegen das Auto prallt. Vielleicht auch, dass der Salto überdreht ist und er nicht auf den Füssen landet.


    Das, was dann wirklich passiert ist, dass er mit dem Nacken so unglücklich gegen die Dachkante prallt, dass dadurch die Halswirbel beschädigt werden, hätte man entweder gar nicht bedacht oder nur sehr nachrangig für wahrscheinlich gehalten. Nachdem er dadurch bewusstlos war ist er sicherlich auch noch böse auf den Boden gepatscht, denn es waren ja keine Schutzreflexe mehr da um sich zumindest beim Aufschlag auf den Boden abzufangen.


    Je nachdem wie schnell oder langsam die Autos fuhren hätte ich auch eher aufprall- oder sturzbedingte Probleme gesehen - und dagegen hat man den Mann mit Knie-, Ellenbogen- und Wirbelsäulenprotektoren geschützt. Was erkennbar nichts taugte war ein fehlender Schutz für den Brustkorb und ein Helm, der das Gesicht nicht geschützt hat. Der wäre aber schwer gewesen und hätte beim Salto die Rotation verändert, das wollte der Kandidat nicht und hat mit Mühe den kleinen Helm aufgezogen.


    Blöde Situation... Natürlich ist man ein Risiko eingegangen. Aber ob man genau dieses Szenario mit anderen Sicherungen verhindert hätte? Auch ein Sicherungsseil hätte den Aufprall auf die Dachkante nicht verhindert - und wie geschrieben, das hätte man wohl auch bei besten Sicherheitsüberlegungen nicht als besonders wahrscheinliche Möglichkeit - wenn überhaupt - auf der Agenda gehabt.

    Die Verantwortung des Sender liegt darin, dass er mit einer entsprechenden Sendung zum einen eine Plattform und zum anderen einen Anreiz zu solchen Aktionen bietet. Das ZDF kann sich also nicht gänzlich von einer Mitverantwortung freisprechen. Das bezieht sich nur nur auf den Kandidaten, sondern auch die Zuschauer, die ein solches Geschehen schockiert live miterleben müssen. Insofern gibt es da sehr wohl auch eine Mitverantwortung eines Senders für das, was er in seinem Programm überträgt.

    Das ist interessant... Aber kann es sein, dass tatsächlich so viel Müll produziert wird? Bei - wieviele Apps gibt es im Augenblick, 1000? - veröffentlichten Apps soll es schon beinahe 43000 insgesamt geben, also 42000, die nix taugen? Fast nicht zu glauben... Dann wäre ja nur 1 von 43 Apps brauchbar. Kann ich mir kaum vorstellen, dass die Quote so mies ist.

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    Original geschrieben von Hightower2004
    Wenn die Sicherheitsmassnahmen so beengend sind, dass der Kandidat die Wette nicht ausführen kann, muss man einen (Sicherheits-)Kompromiss eingehen oder die Wette bleiben lassen.


    Nein, einen Sicherheitskompromiss darf man niemals eingehen. Wenn die Wette nicht sicher funktionieren kann hat sie in der Sendung nichts verloren. Dass Wetten nicht klappen gehört zur Spannung der Sendung. Aber es darf niemals so sein, dass ein Nicht-Funktionieren mit einer Gefahr für irgendwen einher geht.


    Bei den von dir zitierten Wetten ist halt fraglich, welche Sicherheitsmarge gegeben war und was hätte schief gehen können. Solange z. B. der Fallschirmspringer garantiert einen anderen Schirm öffnen kann, mit dem er sicher zur Erde hätte zurückkehren können, wäre das OK gewesen. Genauso wie der O sole mio-Sänger, wenn ihm die Autos im Falle des Scheiterns nicht die Brust zerquetschen, sondern nur auf irgendeiner Sicherheits-Einrichtung stehen bleiben.
    Bei der Motorradfahrer auf der Schanze ist auch die Frage, wie gut der bei einem Sturz geschützt war. Ich gebe dir Recht, bei dem Tempo ist zwar nicht wahrscheinlich, dass ein Sturz glimpflich verlaufen wäre. Aber wenn Sicherheit sichergestellt werden kann ist das alles okay.

    Wahre Worte.


    Es passt aber zu meinem Eindruck, dass den Wetten nicht mehr die nötige Aufmerksamkeit geschenkt wurde weil man anderen Themen in der Sendung im Laufe der Zeit immer mehr Gewicht gab. Der Thread ist im Bezug auf frühere Sendungen voll mit enttäuschten Postings über das Abflachen von Wetten dass...


    Vielleicht besinnt man sich jetzt ja wieder mehr auf das Wesentliche. Wenn wieder die Wetten anstatt der Personality im Vordergrund stehen wird wieder richtig gewichtet. Man braucht dann auch keine riesig aufwändigen Bühnenbilder mehr für limbomäßig flache Wetten. Früher reichte auch eine leere Bühne, dafür war die Wette interessant.


    Wenn der Kandidat in diesem Fall schon im Vorfeld mehrfach Probleme hatte und alles grenzwertig knapp war zeigt das doch nur, dass das ZDF dem billigen Effekt mehr Bedeutung beimaß als einer gründlich vorbereiteten Durchführung der Aktion bzw. sich auf die Sache nicht einzulassen wenn der Kandidat nicht mal Schutzausrüstung in Form eines Helms tragen will und überhaupt alles aussieht als sei eine ordentliche Durchführung kaum möglich. Offenbar hatten ja viele Leute schon vor Beginn ein komischen Bauchgefühl...