Beiträge von Printus

    Es gab nach 9/11 mehrere Studien, die belegen, dass Menschen traumatisiert waren, die "nur" die Fernsehbilder des Geschehens gesehen hatten. Man muss also nicht zwangsläufig vor Ort oder Betroffener/Angehöriger sein... Hier haben die Leute den Unfall live miterlebt und ich denke schon, dass das manche Zuschauer sehr mitgenommen hat.


    Das mit der Konkurrenzsituation bezieht sich wohl eher darauf, dass auch bei den Öffentlich-Rechtlichen die Zuschauerquote darüber entscheidet, ob eine Sendung bleibt oder abgesetzt wird, ob ein Moderator seinen Job behält und wieviel Geld der Sendung zur Verfügung gestellt wird. Wetten dass... wird großspurig als Europas größte Fernsehshow dargestellt, also hat das ZDF vielleicht kein Geld, aber einen selbsterfundenen Ruf zu verlieren.


    Dass Geld keine Rolle spielte sah man ja immer wieder: irgendwelche Ami-Stars, die eigentlich nur zu Werbezwecken da sind und normalerweise zahlen müssten um promoten zu dürfen, First Class einzufliegen damit sie 3 Minuten auf der Couch sitzen, riesige Blumensträuße, der Wettsieger gewinnt ein Auto... das ZDF haut bei dieser Sendung Geld heraus als gäbe es kein morgen.
    Dabei verkam die Sendung zuletzt immer mehr zur Dauerwerbesendung für Gäste auf dem Sofa und die Wetten wurden schwächer. Dafür war die 1. Reihe immer mit irgendwelcher Prominenz besetzt, die sicher auch keinen Eintritt bezahlt hat.


    Ich empfinde es nicht so, dass es immer gefährlicher und spektakulärer wurde. Es waren ab und zu Highlights dabei, aber immer mehr wurden nur Partyspiele gezeigt. Ich sage damit ausdrücklich nicht, dass ich gefährliche Wetten gut heiße. Aber ich halte langweilige Wetten für schlecht. Spannend muss nicht gefährlich sein...


    Vielleicht besinnt sich das ZDF jetzt darauf, dass die Sendung sich wieder mehr ans Wesentliche annähren muss, nämlich spannende und originelle Wetten, die aber ungefährlich sind und Gäste, die etwas zu sagen haben und nicht nur ihren Müll verkaufen wollen oder als VIPs in der ersten Reihe herumlümmeln. Währenddessen wurden die Wettkandidaten als Deppen hingestellt wenn sie, einmal im Fernsehen, die Oma grüßen konnten.


    Es ist doch klar, dass so auch bei den Wettanbietern immer mehr diejenigen präsent sind, die einmal ins Fernsehen wollen um sich bekannt zu machen oder den Kumpelz am Stammtisch etwas zu beweisen.

    Zitat

    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Würde die Bahn die eBay-Tickets permanent anbieten hätte sie quasi den Höchstpreis für eine einfache Bahnfahrt auf den Preis eines halben Lidl-Tickets abgesenkt.


    Es ist schon klar, dass die Bahn solche Tickets nur in begrenzter Menge und in einem begrenzten Zeitraum abgeben kann. Das würde das generelle Preisniveau nicht absenken.
    Dann allerdings muss der Sparfaktor groß sein. Die Bahn hat z. B. das 20-Jahre-Einheit-Ticket für 20 EUR aufgelegt - das sind gute Angebote, wo Kunden ohne langes Überlegen zuschlagen! Allerdings bekommen solche Angebote viele Leute nicht mit, es passiert ja auch nur 1 Mal und dann nie wieder.
    Das Lidl-Ticket hingegen ist seit Jahren eine feste Größe, damit könnte man also von sich Reden machen. Die Dinger wären bei einem wirklichen Hammerpreis wie früher innerhalb der ersten Viertelstunde verkauft weil sich die Leute um die Tickets prügeln. Die Bahn hätte ihr Geschäft gemacht, Gelegenheitsfahrer und regelmäßige Reisende würden sich freuen.


    Eher ist es doch jetzt so, dass man genau rechnet ob sich ein Lidl-Ticket lohnt oder nicht - und es schlagen nur noch diejenigen zu, die regelmäßig fahren oder eine Reise planen und nun genau kalkulieren, ob und wie sich das Lidl-Ticket lohnt (oder eben nicht). D. h. man verliert immer mehr diejenigen Kunden, die einfach nur wegen des Schnäppchen-Faktors zuschlagen, die also wegen des unschlagbaren Preises ohne lange Überlegung Tickets kaufen und Fahrten unternehmen, die sie sonst nicht gemacht hätten.


    Für Viele sind die Tickets jetzt keine Alternative mehr weil sie anders preiswerter reisen und für die Bahn ist es auch nur ein mäßiges Geschäft weil sie nicht mehr über die Masse viele Tixe absetzen wird.

    Wir haben da unterschiedliche Ansichten - was ja auch OK ist. Meiner Meinung nach würde man damit inzwischen in so vielen Fällen schlecht fahren, dass es sich häufig nicht mehr lohnt dafür ein Lidl-Ticket zu kaufen. Man fährt schlechter als in allen Jahren zuvor weil sich die Ersparnis immer weniger rechnet gegenüber anderen Angeboten. Viele Leute brauchen keine Sitzplatzreservierung (oder würden sie bei Bedarf hinzukaufen), bekommen sie aber aufgezwungen.

    Klar, wenn eine handvoll Bedingungen passen ist es ein gutes Angebot.


    Blöderweise hast du das Ticket in dem beschriebenen Fall aber nur zur Hand wenn du es vorher kaufst weil du ahnst, dass du es brauchst. Der Spontanfahrer wird es nur kaufen wenn er es im Aktionszeitraum erwerben kann. Wer im Januar, Februar, März spontan fahren wollte kann das Ticket dann aber nicht mehr kaufen.


    Ich wollte nur sagen, dass der "Man MUSS zugreifen weil das Angebot sensationell ist"-Faktor inzwischen nicht mehr besteht. Es ist "nur noch irgendein" Bahn-Angebot, nichts besonders Außergewöhnliches mehr.


    Gute Fahrt! :)

    Zitat

    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Schuld an der Preiserhöhung haben sicher nicht zuletzt die Wiederverkäufer auf eBay. Es macht aus Sicht der Bahn schlicht keinen Sinn, Schnäppchen-Tickets zu verkaufen, nur damit ein Gutteil davon mit sattem Aufschlag in den kommenden Monaten bei eBay landet.


    Wenn die Bahn das Angebot dauerhaft anbieten würde gäbe es auch keine Ebay-Schnäppchenjäger. Da die Bahn an den Tickets aber erstmal verdient (sicheres Geld in kalkulierbarer Größe in der Kasse), hat sie durch den Ebay-Handel auch keinen direkten Nachteil.


    Es dürfte auch viele Leute geben, die später auf nicht benötigten Tickets sitzen bleiben oder sie zum Ende der Gültigkeit hin auf Strecken verbraten, wo sie mit einem regulär gebuchten Tix preiswerter weggekommen wären.


    Zitat

    Original geschrieben von der.kleine.nick
    Die Leute, die da zugreifen, sind dann zudem in aller Regel nicht die spontanen Ausflügler und Autofahrer, die die Bahn eigentlich mit dem Angebot erreichen will, sondern Leute, die ohnehin Bahn gefahren wären und sich sonst ein teureres Ticket hätten kaufen müssen. Da zahlt die Bahn dann doppelt drauf.


    Sehe ich nicht so. Wenn die Bahn das Ticket wirklich richtig preiswert anbieten würde könnte dieser Effekt greifen, zugleich würde man aber sehr viele Kunden in die Züge bekommen, die sonst nur mit dem Auto fahren oder fliegen. Unter dem Strich also kein Nachteil.


    Wer eh mit der Bahn fahren muss hat eine Bahncard und bucht lange im Voraus. Bei dem Preis, den das Lidl-Tix inzwischen hat, lohnt es sich für viele Pendler nicht mehr. Zum einen kommen die mit einer normal gebuchten Karte inkl. Bahncard-Rabatt besser weg und wegen der Freitags-Einschränkung geht's für Viele auch nicht.


    Zitat

    Original geschrieben von Pankoweit
    Ebensowenig wie dein Versuch, das Lidl-Ticket mit dem Sparpreis zu vergleichen, denn Sparpreise bringen immer Zugbindung mit sich. Der richtige Vergleich wäre der mit dem Normalpreis, und der beträgt in der zweiten Klasse bis zu 129 Euro, ohne Reservierung. Verglichen damit sind 36,50 Euro in der Tat – wie ich bereits oben schrieb – noch immer gut.


    Das Lidl-Ticket war irgendwann mal dazu da, zu einem sensationellen Preis Leute in die Bahn zu bekommen, die sonst nicht mitfahren würden. So gewinnt man Kunden, die man sonst nicht hätte und an denen man folglich nichts verdienen konnte.


    Jetzt wird das Ticket so teuer, dass es sich für dieses Klientel einfach nicht mehr lohnt. Selbst versierte Bahnfahrer kommen inzwischen mit ihrer BC und langer Vorausbuchung oft besser weg. Wer nur wenige hundert km fährt, für den ist das Lidl-Angebot zu teuer. Wer richtig weit fährt muss sich überlegen, ob er für den Preis nicht fliegen kann. Also das übliche Problem bei den Bahnpreisen.
    Selbst wenn man von Hamburg in die Schweiz oder nach Österreich in den Winterurlaub will muss man rechnen ob das Auto nicht preiswerter ist. Bei 2 Personen, die neben dem Ticketpreis auch 4x ein Taxi (zum Bahnhof und am Ziel zum Hotel, dasselbe auch retour) brauchen, nebst den Unannehmlickeiten der Umsteigerei, Verspätungen, nervige Mitreisende, überfüllte Züge und der mangelnden Mobilität vor Ort... da kippt es irgendwann. Bei einem richtig guten Preis würde man zuschlagen, aber inzwischen ist der Preis nicht mehr so gut, dass man zuschlagen muss.


    Deine Argumente ziehen für viele Leute nicht. Bei einem Angebot geht es um den Preis, sonst ist es kein besonderes Angebot. Für mehr Geld kann man immer mehr Leistung kaufen - aber der Gimmick hier soll doch sein, dass man zu einem besonders guten Kurs weit und überall hinm fahren kann. Das wird aber von Jahr zu Jahr weniger realisierbar.


    Zitat

    Original geschrieben von Andreas24
    EUR waren mal fast 150 DM...



    Das ist jetzt nicht Dein Ernst
    ... oder bereitest Du Dich auf die Zukunft vor


    Die Zukunft kommt schneller als du denkst. Es ist nur eine Frage der Zeit bis auch Spanien und Portugal unter den Rettungsschirm der EU schlüpfen... Wenn der Euro platzt kommt die Zukunft mit der DM schneller als du meinst...


    Außerdem diente es ja nur dazu zu illustrieren, dass eine Oma lange stricken muss um sich so ein Ticket zu leisten und das Schnäppchen-Image des Angebots kaum noch stimmt. Es ist nicht mehr das Super-Angebot, welches man vor Jahren kannte.

    Das ist aber keine valide Argumentation denn diese Bestandteile nutzen nur demjenigen etwas, der nach A/CH fahren möchte und denen, die eine Reservierung brauchen.


    Sollte man dieses alles nicht nutzen weil man auf einer anderen Strecke unterwegs ist und auch keine Reservierung für nötig hält zahlt man diese Möglichkeiten trotzdem mit.


    Nachdem der Absatz schon im letzten Jahr deutlich verhaltener war werden sich die Kunden jetzt um so mehr zurückhalten. 73 EUR waren mal fast 150 DM... Ein Schnäppchen sieht anders aus. Dieses Ticket ist inzwischen nur noch irgendein Fahrkartenangebot, aber kein Schnäppchen mehr, für das man sich die Beine ausreißen müsste.

    Sitzplatzreservierung ist für mich auch ein schlechtes Argument. Ich brauche sie nicht und will deswegen auch nicht dafür bezahlen. Ein Vorteil dieses Tickets ist, dass man auch einfach in den nächsten, leereren Zug steigen könnte. Eine Reservierung ist insofern oft noch weniger nötig als bei vielen anderen Reisen.


    Und dass man in die Schweiz fahren kann ist schön, aber auch das ist für 95% der Kunden uninteressant weil sie keine Reise dorthin planen.


    Der eigentliche Gimmick, den das Angebot ursprünglich mal hatte, dass man zu einem unschlagbar guten Preis drauflos fahren kann, ist immer weniger vorhanden. Auf vielen Strecken lohnt sich das Lidl-Ticket nicht mehr.


    Schon im letzten Jahr war das Interesse spürbar mäßig. Es gab mal Jahre, in denen die Leute morgens um 7 vorm Lidl anstanden... Ich glaube, dass das Interesse an dem Ticket in diesem Jahr weiter sinkt.

    Laut dem ICE-Treff wird es in ein paar Tagen wieder ein Lidl-Ticket geben:


    "Pressemitteilung von der DB:


    DB Lidl-Ticket ab 6. Dezember wieder im Angebot


    Heft mit zwei Fahrscheinen kostet 73 Euro • Zwei Millionen Fahrten • Gültig vom 3. Januar bis 31. März täglich außer freitags • Zwei Reservierungen gratis • Kinder bis einschließlich 14 Jahre kostenlos


    (Berlin, 1. Dezember) Ganz Deutschland, Österreich und die Schweiz für 73 Euro: Der Verkauf des DB Lidl-Tickets startet am Montag, 6. Dezember, in allen Filialen des Lebensmitteldiscounters in Deutschland. Ein Fahrkartenheft enthält zwei einfache Fahrten 2. Klasse. Familienkinder bis einschließlich 14 Jahre reisen kostenlos.
    Ein Fahrschein gilt für eine beliebig weite Strecke innerhalb Deutschlands sowie nach Österreich oder in die Schweiz. Die Tickets sind nicht zuggebunden und können vom 3. Januar bis zum 31. März an allen Tagen – außer freitags – flexibel genutzt werden. Im Fahrkartenheft sind zusätzlich zwei Gutscheine für eine Sitzplatzreservierung enthalten. Zumindest auf einer Teilstrecke muss ein ICE, Intercity, Eurocity oder railjet genutzt werden.
    „Mit dem DB Lidl-Ticket wollen wir noch mehr Lidl-Kunden überzeugen, wie bequem und wie preiswert Bahn fahren ist“, sagt Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr der DB. „Unsere Gemeinschaftsaktion mit Lidl und den beiden Partnerbahnen ÖBB und SBB ist das ideale Angebot für einen entspannten Kurztrip oder die Reise in den Winterurlaub. Es kann natürlich auch zu Weihnachten verschenkt werden.“
    Eine Million Ticket-Hefte mit insgesamt zwei Millionen Fahrten stehen zur Verfügung. Die Tickets gibt es, solange der Vorrat reicht, jedoch längstens bis zum 12. Dezember 2010. Jeder Kunde kann bis zu fünf Fahrkartenhefte erwerben. Beim Verkauf im Internet über http://www.lidl-shop.de kostet der Versand zusätzlich 3,95 Euro.
    Die Handhabung ist ganz einfach: Reisedatum, Start und Zielbahnhof eintragen und losfahren. Die reservierungspflichtigen ICE-Sprinter, die ÖBB EuroNight-Züge und die City Night Line-Züge können gegen Aufpreis genutzt werden. Die Fahrkarten gelten bis 10 Uhr des Folgetages.
    Der Übergang in die 1. Klasse ist nicht möglich. Die Tickets sind nicht mit weiteren Ermäßigungen oder Angeboten kombinierbar. Umtausch und Erstattung sowie entgeltliche Weitergabe der Tickets sind ausgeschlossen."


    73 EUR finde ich echt heftig. Im letzten Jahr waren es noch 66 EUR. Damit wird das Tix immer weniger interessant...

    sogar, was ist denn jetzt dein optimales Gerät?


    Was das abwarten angeht: generell sehe ich das auch so, natürlich muss das Gerät jetzt passen und nicht in 10 Jahren. Allerdings war ich einer der Erstkunden und anfangs konnte man ja nicht absehen, dass es so schleppend anlaufen würde. Zufrieden bin ich mit dem Gerät dennoch.


    Ein bisschen Zeit muss(te) man Samsung allerdings geben. Dass nicht vom 1. Tag an 3 Millionen Apps da sind und sich das alles erst im Laufe der Zeit entwickeln würde, war klar und ist auch OK.


    Großer Fehler seitens Samsung ist IMHO, dass sie Bada nicht wie die anderen OS für alle Hersteller verfügbar machen. Apple ist sicher ein Sonderfall, die verkaufen sich über's Image. Aber Android lebt wesentlich davon, dass es nicht an einen einzigen Hersteller gebunden ist. Auch Symbian hatte seinerzeit ja genau diesen Vorteil.
    Samsung müsste Bada als Alternative für alle präsentieren, die sich ein Apple nicht leisten können oder wollen, und die auch nicht mit Big-Brother-is-watching-you-Google-Android arbeiten wollen: also eine weitere Alternative für alle, die ein freies und gutes Betriebssystem wollen und keinen Bock auf die Nachteile der Konkurrenz haben.


    Indem man sogar im eigenen Haus Konkurrenten hat (Android-Geräte) macht Samsung sich sogar selbst Konkurrenz. Würden sie wenigstens konsequent darauf setzen, dass Samsung Smartphones IMMER mit BAda laufen, würde das OS auch aus dem Schattendasein heraustreten. Aber mit der aktuellen Politik wird das wohl eher nix...


    Wenn Samsung Bada aber nur auf einzelnen eigenen Geräten anbietet und obendrein zu viel Zeit verstreicht, so dass viele Kunden schon wieder abspringen bevor Bada-Apps überhaupt richtig angelaufen sind, wird es natürlich nie wirklich groß werden und irgendwann im Nirwana versinken.