Beiträge von Printus

    Nicht nur Online-Konkurrenz - man muss bei allen Ideen, egal ob es ein Backshop, eine Spielothek, ein Handyladen, etc. ist bedenken, dass genügend Geld reinkommen muss damit die ganze Sache sich wirtschaftlich trägt.


    Der Standortfrage kommt damit eine sehr hohe Bedeutung zu wenn es darum geht, Einnahmen mit Laufkundschaft zu erwirtschaften. Bei allen 08/15-Dienstleistungen scheint mir hier die Anzahl an Passanten nicht groß genug. Wieso sollte ich genau dort extra anhalten und meine Brötchen kaufen wenn ich die a) auch in der Tankstelle schon mitnehmen kann oder b) eh noch zum Supermarkt fahre, wo ich auch welche kriege und nicht, wie hier, zusätzlich einen Parkplatz suchen und in den Laden latschen muss? Natürlich kommen immer ein paar Einheimische oder Leute, für die es gerade doch Sinn macht, vorbei. Nur: reicht deren Umsatz? Das denke ich eher nicht.


    Das gleiche gilt für einen Handyladen: das regeln die Leute online oder in einem schön aufgemachten Shop des Netzbetreibers. Nur wenige Kunden werden "auf der Durchreise" bei irgendeinem komischen Laden am Wegesrand stoppen um gerade da einen Vertrag zu machen etc.


    Wenn du also selber einen Shop betreiben willst geht IMHO nur eins: Spezialisierung! Nicht einfach den Billig-Brotshop aufziehen, sondern wenn schon - dann eine in der ganzen Region bekannte Holzofen-Bäckerei, zu der Kunden auch gezielt hinfahren weil sie bei dir Brot bekommen, dass so kein anderer hat.
    Du könntest das kombinieren mit erlesenen Käsesorten - nicht jeder will extra in die Schweiz rüberfahren, also bietest du besten Schweizer Käse an.
    Wurst und Fleisch: edle Schinken und Hausmacher-Wurst, die so weder der Metzger um die Ecke noch ein Supermarkt verkauft.
    Beste Schweizer Schokolade und exquisite Törtchen...
    Also (Feinschmecker-)Lebensmittel auf höchstem Niveau, so dass auch entfernte Kunden extra vorbei kommen.


    Oder als andere Idee: wenn deine Freundin Künstlerin ist richtest du ein Atelier oder eine Galerie ein und bietest Kunst an. Und zwar so, dass Interessierte auch eine gewisse Anfahrt in Kauf nehmen.


    Die einfachste und preiswerteste Lösung ist nach wie vor eine Vermietung an ein Unternehmen, das gerne ein gut erreichbares Ladenlokal/Büro sucht, aber nicht von ein paar Laufkunden leben muss.

    Die Paketstation ist nur dann eine gute Idee wenn man Zollfachmann ist und wirklich weiß, wie der Hase läuft. Eins ist doch klar: um ein Paar Strümpfe von der Oma über die Grenze zu bringen braucht niemand einen Dienstleister. Zu dem geht man bei den vertrackten Fällen...


    Es gibt Agenturen, die derartige Dienstleistungen übernehmen. Diese müssen aber nicht zwingend in Grenznähe sein weil der Zoll über ATLAS und andere Verfahren elektronisch arbeitet. Und wie gesagt, ohne fundierte Kenntnisse der Materie bringt diese Idee gar nix.


    Nichts gegen Ideen, find' ich prima. Nur in diesem Fall bin ich sicher: das wird nicht funktionieren.


    Ansonsten stimme ich 1160 zu. Die Leute meinen oft, wenn sie Ware für 1 EUR ein- und für 2 EUR verkaufen, dass sie 1 EUR Gewinn gemacht haben. Tatsächlich haben sie 10 Cent verdient weil der Rest für alle möglichen Unterhaltskosten weg geht. Vor diesem Hintergrund muss man sich gut überlegen, was an diesem Standort wirtschaftlich geht.
    Möglicherweise kann man dort nämlich von vorneherein nicht genug umsetzen um davon zu leben und vermietet den Laden besser an eine Versicherungsagentur, Anwaltskanzlei, Arztpraxis etc., die gerne gut erreichbar sein wollen, ihren Umsatz aber nicht zwingend mit der Laufkundschaft auf dieser Straße machen müssen.


    Insofern: mach' doch einfach ne Arztpraxis auf! Schönheitschirurgie für reiche Schweizerinnen...

    Hey, datt is ein Frisöööörsalon, kein Zuckerbäcker! ;)


    Ich würde es mit den Schmankerln nicht übertreiben. Schlechtes Gewissen ist nicht angesagt. Wenn die Preise über Jahre stabil waren und weit unter dem Durchschnitt lagen ist eine moderate Preiserhöhung absolut verständlich und da kann sich niemand beklagen.


    Ich finde es sowieso immer maximal peinlich wenn die Gehälter von Friseuren als so extrem niedrig beschrieben werden. Man geht alle paar Wochen dorthin - und dennoch sind die Kunden angeblich nicht bereit einen Tacken mehr zu zahlen damit erträgliche Gehälter möglich sind? Kaum zu glauben...


    Ich finde es ein Armutszeugnis sondergleichen, dass die Leute ohne Mühe ein Päckchen Zigaretten pro Tag wegrauchen oder mit dem 15 Liter-SUV zum 200 Meter entfernten Briefkasten fahren - aber beim Friseur - angeblich - nicht akzeptieren, dass ein Haarschnitt 2, 3 EUR teurer sein muss damit die Bediensteten einen halbwegs ordentlichen Stundenlohn bekommen...


    Um das zu verändern braucht man aber keine Edelschokolade und keine gedruckten Karten nebst einem restaurantähnlichen Sortiment an Getränken (die große Teile der angestrebten Mehreinnahmen wieder auffressen), sondern man sollte den Kunden einfach den Sachverhalt erklären. Jeder normale Mensch wird verstehen, akzeptieren und sogar problemlos etwas mehr bezahlen wenn man ihm erläutert, warum und wieso die Preiserhöhung nun nötig wird.


    Es kann ja nicht sein, dass ein Waschmaschinenmonteur einen Stundensatz von X hat, selbst bei einer 10-Minuten-Reparatur als Mindestsatz 30 Minuten berechnet, während der Kunde beim Friseur für 10, 20 oder 30 Minuten Arbeit aber nur einen Bruchteil dessen bezahlen will. Natürlich hat sich jeder an ein gewisses Preisniveau beim Haareschneiden gewöhnt und das sollte sich jetzt nicht plötzlich um 300% verteuern. Aber es kann ja auch nicht sein, dass da völlig unter jeder wirtschaftlichen Grenze gearbeitet wird und die Angestellten mit Lohndumping und menschenunwürdigen Bezahlungen abgespeist werden. Was da, gerade in dieser Branche zum Teil abgeht, ist beschämend.


    Wenn sich die Verteuerung hier in diesem Fall in einem vertretbaren Rahmen bewegt, also nicht ratzfatz 50% Preisaufschlag stattfinden sondern so, dass der Kunde es wirklich als Anpassung an gestiegene Betriebsausgaben verstehen kann, sollte das OK sein.


    Der eigentliche Schlüssel ist IMHO eine gute Vermittlung der Gründe, verbunden mit dem Versprechen von Kontinuität in der guten Leistung, wegen der Langhaarige gerne dort in den Laden kommen.

    2 Dinge finde ich "lebenswichtig": ausreichender Datenschutz und Einfachheit der Anwendung.


    Ich würde mich gegen Dienste sperren, die für einen kleinen Gewinn viel zu kompliziert zu verstehen und zu bedienen sind, und es wäre mir die Sache auch nicht wert wenn ich gegen den Nutzen den Nachteil der völligen Transparenz meiner Interessen und Bewegungen akzeptieren müsste. Man wäre ja ein absolut gläserner Bürger, dessen Profil noch dadurch weiter geschärft würde, dass der Dienst sicherlich registrieren würde, wann ich wo seinen Empfehlungen gefolgt bin. Und ein weiteres, er würde auch permanent auswerten welche Aktivitäten mich offensichtlich interessieren und hernach von sich aus analysieren, was mir präsentiert werden muss um mich zu fassen.


    Letztlich will (und kann) ich mir selber überlegen auf welche Dienstleistung ich jetzt gerade Bock habe, und dann geht es nur noch darum den jeweiligen Anbieter zu finden. Mit einem modernen Smartphone ist es aber eine sehr leichte Aufgabenstellung den nächsten Italiener etc. zu finden.


    Dazu kommt, dass diverse Großunternehmen eh schon fertige Apps haben. Wenn ich also Fan eines bestimmten Unternehmens bin ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass ich deren Filialfinder-App eh schon habe und entsprechend schnell auf die gesuchte Info zugreifen kann - wenn ich das will. Wenn ich es aber nicht will, will ich auch nicht damit genervt werden, dass mir ein entsprechendes Angebot gezeigt wird, nur weil ich gerade in der Nähe bin.

    Ich glaube ihr zieht das Pferd von der falschen Seite her auf.


    Die Frage kann nicht sein "Was werden die Kunden gerade noch gerne zahlen?" - weil vom Prinzip her will es jeder so preiswert wie möglich haben und eine Preiserhöhung ist IMMER, egal wie moderat sie ausfällt, erstmal gegen das Interesse eines Kunden.


    Die richtige Fragestellung ist "Wieviel muss ich verdienen um betriebswirtschaftlich solide aufgestellt zu sein?"


    Daraus ergibt sich nämlich was die Haarschnitte kosten müssen.


    Ich würde dann schon jetzt, also mit entsprechendem Vorlauf, über Aushänge und im Gespräch mit den Kunden eine Preiserhöhung zum 1. Januar ankündigen. Das Ganze muss so erklärt werden, wie du es uns hier auch erklärt hast: dass die Preise schon seit 10 Jahren stabil gehalten wurden und der Laden trotz guter Qualität damit besonders preisgünstig ist, dass die gestiegenen Kosten und der Anspruch, weiterhin gute Qualität zu bieten, nun aber erfordern, dass nach 10 Jahren eine "Preisanpassung" vorgenommen werden muss. Das wird jeder Kunde verstehen - und deswegen auch akzeptieren.


    Sollte tatsächlich mal ein Einzelner abspringen (lässt sich vielleicht nicht ganz verhindern) ist das vollkommen egal. Das Ziel eines Qualitätsanbieters kann nicht sein mit vielen Kunden geringen Umsatz zu machen, sondern mit weniger, dafür guten Kunden einen ausreichenden oder gar guten Umsatz zu erzielen.


    Kein Stammkunde wird wegen 1, 2, 3 EUR Preiserhöhung seinen Stammfriseur wechseln. Und wenn doch zahlt er anderswo immer noch mehr... er wird also zurückkommen. Und wer nicht zurückkommt schadet auch nicht weil die Mehreinnahme durch die Masse der verbleibenden Kunden den einzelnen verlorenen Kunden mehrfach wett macht.


    Ich würde ansonsten natürlich darauf achten die Preiserhöhung sinnvoll zu verteilen. Wenn der Herrenhaarschnitt von 10 auf 15 EUR steigen würde wäre das natürlich frech. Eher sollte es da auf vielleicht 12 EUR steigen, dafür bei einer aufwändigen Damenfrisur von 65 auf 70 EUR...


    Ach ja, und dann natürlich mit Schwellenpreisen arbeiten: von 10 auf 11,95 EUR, von 65 auf 69,95 EUR...


    Über die nächste Preisrunde kann man dann in 1, 2 Jahren nachdenken.


    Optional könnte man über ein Bonussystem nachdenken: kleines Stempelheftchen, nach 25 Schnitten gibt es einen umsonst... irgendwie so. Das mildert die Preiserhöhung aus Kundensicht etwas ab. Hier muss der Friseur aber so rechnen, dass er sich nicht selber ins Bein schneidet, die Preiserhöhung also auch wirklich eine ist und die Gutscheine nicht dazu führen, dass die Stammkunden nachher weniger (oder dasselbe) zahlen wie vorher.

    Dass mir nach Anlage eines Profils ungefragt permanent Dinge offeriert werden, schmeckt mir in diesem Konzept gar nicht. Letztlich eignet sich dieser Dienst nur für perfekten Permanent-Werbe-Spam in Big Brother is watching you-Manier.


    Wenn es so wäre, dass ich nach Angeboten in einer von mir in dem Moment gewünschten Kathegorie suchen kann, also erst dann wenn ich selber aktiv nach etwas suchen möchte - OK. Also als "Around me"-App.


    In dem Fall bestimme ich aber selbst wann ich was suche und ob ich überhaupt suche. Mein Bewegungsprofil wird nicht permanent "mitgeschnitten" um mir ständig die naheliegenden Angebote zu zeigen.


    Euer Konzept ist etwas für Hardcore-Werbe-Unternehmen, die User ansprechen, denen ihre Privatsphäre völlig egal ist.


    Nebenbei setzt es voraus, dass Handys entwickelt werden, die bei permanentem GPS-Betrieb nicht in 2 Stunden akkumäßig in die Knie gehen.


    Die Idee an sich ist nicht schlecht, aber in der Praxis würde so ein Dienst (der ja auch finanziert werden muss) dazu führen, dass Unternehmen ihn zu 300% Werbe-Bombardement nutzen. Denn da wird dann sicher nicht der gerade benötigte, nächstgelegene Schuhmacher angezeigt, sondern primär die nächste Filiale irgendwelcher Fastfood-, Kaufhaus- oder Modehaus-Ketten. Der Schuhmacher wäre bestenfalls ein "am Rande mit eingepflegtes" Beiboot...

    Aber bei dir gings nach dem Update wieder?


    Ich meine damit: ich habe erst 1x ein Firmware-Update gemacht, vor ein paar Monaten, noch ganz am Anfang als das Gerät neu war. Da gab es auch Probleme und alles hängte sich auf. (schwarzer Bildschirm mit blauen Linien und Rahmen, sonst nix mehr). Ich habe dann mehrfach die Wiederherstellung versucht - und nach mehreren Fehlversuchen ging es plötzlich. Keine Ahnung wieso, aber ich hatte dann sogar das gewünschte Update am Start...


    Vielleicht klappt das bei dir ja auch. Im 1. Moment klingt es schwachsinnig, aber wie gesagt, bei mir klappte res nach mehreren Fehlversuchen dann doch - obwohl ich tatsächlich nichts anders gemacht habe als zuvor.

    Komische Sache, das. Ich kenne 2 Leute im Großraum Bonn (Rhein-Sieg-Kreis), die über ähnliche Probleme klagen. Ist schon auffällig...


    An eine Verschwörung zur Zerstörung der Glühbirnen glaube ich aber nicht. Elektrokonzerne müssten ein Interesse daran haben, dass stromintensivere Glühbirnen lange brennen.

    Zitat

    Original geschrieben von PhilipK-Obh
    Du könntest natürlich ehrlich sein und schreiben:
    Ich möchte mit Engagement dazu beitragen, dass die Probleme der BVG vergangenheit sind


    Was ist denn daran ehrlich? Ehrlich ist: "Ich suche gezwungenermaßen einen Job / eine Ausbildung bei einem Unternehmen, das möglichst gutes Geld für erträgliche Arbeit zahlt - und die BVG scheint eines der kleineren Übel auf dem Arbeitsmarkt zu sein." :D

    Dann fährst du halt eben ein Schrottauto, wenn es bei kleinster Beanspruchung mit Motorschaden und anderen Ausfällen reagiert.


    Und ich bin froh, dass ich keine Autowerkstatt und keine Kunden wie dich habe. Wahrscheinlich würde ich dich auch als Kunden ablehnen, weil es kaum möglich ist mit dir normal zu kommunizieren wenn du für dein Auto lebst und arbeitest als sei es ein Kind.


    Mir ist auch diese Wertigkeit suspekt. Wenn man für das Auto lebt und arbeitet... mir wäre das zu arm. Dass man auf einen teuren Gegenstand gut aufpasst ist ja OK, aber das ist eine rein finanzielle Geschichte. Wenn man einem Gegenstand eine solche Bedeutung gibt, dann hat man wohl sonst nix Wichtiges im Leben...


    Sorry wenn das harte Worte sind. Aber wer ein Auto auf eine solche Ebene hebt, das ist ein Armutszeugnis...