Toller Beitrag Printus. Ich kann das unterschreiben. Nicht jedes Unternehmen passt auf jeden Typ Mitarbeiter. Ich persönlich bin der typische Typ, der sich in KMUs wohlfühlt. Wo ich meine Kollegen noch kenne und nicht der Blue Chip Typ, der maximal noch seine Abteilung kennt, aber schon keinen mehr, der in der Etage unter einem arbeitet. Andere bevorzugen genau die Karrierechancen eines großen Dax-geführten Unternehmens. Ich würde dem TE auch raten, dies bei der Jobwahl zu berücksichtigen. Wenn ich in der selben Branche wechsle, in welche Art Unternehmen will ich eigentlich? Manchmal machen auch horizontale Sprünge Sinn, also zum Lieferanten oder zum Kunden zu wechseln, kann man aber nicht generalisieren. Mit Kunden meine ich übrigens nicht zwingend den Kunden des eigenen Unternehmens, sondern eher in der Supply Chain mal nach vorne oder hinten zu gehen. Ich habe in einem Unternehmen in der Logistik gearbeitet und bin dann zu einem Lieferanten gewechselt, um dort die Distribution auf Vordermann zu bringen. Hat mir mega Spaß gemacht (bis zum nächsten Wechsel, da wurde ich quasi abgeworben).
Bezüglich Arbeitslosigkeit kann ich die Ängste verstehen. Meine Frau und ich schaffen beide in der Schweiz, sind beides Akademiker und waren vorher im Ruhrgebiet tätig. Da hast du im Umkreis von 50 Kilometern gefühlt 2.000 potentielle AG. Nun wohnen wir im südlichsten Baden-Württemberg und meine Frau hat 3 Monate Puffer gehabt zwischen Kündigung alter Stelle, Umzug und Beginn neue Stelle. Selbst diese 3-Monate Arbeitslosigkeit, die sie nebenbei noch mit parallelem Studium verbracht hat, nagt schon an einem.
EDIT: Printus hat Recht. Jede Tür, die zugeht, öffnet 3 neue. Selbstengagement voraus und aktiv in die Bewerbungs- und Sondierungsphase hinein. Das kann sogar Spaß machen und man motiviert sich, in dem man sich neue Perspektiven eröffnet und erhofft.
2 abschließende Tips: Mit unterschriebenem Arbeitsvertrag der neuen Stelle die Alte kündigen oder in Richtung Abfindung gehen. Und niemals verbrannte Erde hinterlassen. Auch wenn dein Chef noch so ein A. ist, mit einem freundlichen Gruß gehen. Du hast dir nichts vorzuwerfen, gehst im reinen aus dem Unternehmen und hast einen Top Job gemacht. Persönliche Differenzen mit dem Chef gibt es immer. Aber wenn du es zum Abschied krachen lässt, macht das je nach Branche schneller die Runde, als einem lieb ist.