Interessant finde ich dem Kontext die Reaktionen in den USA. Dort ist ApplePay kuerzlich gestartet, und wie man so liesst funktioniert es erstaunlich gut und schnell.
Die von den Haendlern zu tragenden 2-3% Transaktionskosten bei Kartenzahlung wurden ja bereits angesprochen. In den USA haben sich diverse Einzelhaendler zusammengeschlossen, um ein eigenes Zahlungssystem zu etablieren ("Merchant Customer Exchange", MCX). Das System ist noch nicht am Start, soll 2105 kommen. Hintergund ist zum einen, die Transaktionskosten loszuwerden (man soll nur mit den Haendler-eigenen Guthabenkarten bezahlen koennen). Zum anderen moechten die Haendler weiter fleissig Daten ueber die Kunden sammeln, um das Kaufverhalten analysieren und sie mit Werbung (verpackt als Coupons/Promotions) begluecken zu koennen.
Einige Drogerieketten, die Teil von MCX sind (CVS, Rite-Aid), haben nun an ihren Kassen die NFC-Funktionalitaet komplett deaktiviert. Dort hat ApplePay naemlich auch "einfach so" funktioniert, ohne dass die Haendler etwas dafuer tun muessten. Das war nun garnicht in ihrem Sinne, also schliessen sie lieber ALLE NFC-Zahlung aus (z.B. auch per Google Wallet).
Die "Bedrohung" durch ApplePay scheint fuer diese Haendler durchaus real zu sein; offenbar nutzt das schon eine nicht zu vernachlaessigende Zahl von Kunden.
Wer ein wenig mehr darueber lesen mag: http://techcrunch.com/2014/10/25/currentc/