Beiträge von harlekyn

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Warum hatte Lavabit einen Schlüssel, wenn es sich damit selbst die Geschäftsgrundlage entzieht?

    Du hast offenbar nicht verstanden, wie E-Mail und insbesondere Webmail funktioniert.


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    Warum hat Lavabit nicht kurzfristig umgestellt auf ein System ohne Backdoor, sondern stattdessen den Geschäftsbetrieb komplett eingestellt?

    Die gesicherte Uebertragung per SSL (https) ist keine Backdoor.


    Zitat

    Dieser unternehmerische Selbstmord macht aus meiner Sicht überhaupt nur dann Sinn, wenn es zur Backdoor keine Alternative gab.

    Siehe oben.



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    Original geschrieben von stanglwirt
    richtig. mit der ausrede "ich habe keine möglichkeit" wird sich letztlich niemand rausreden können. eine möglichkeit gibt es immer. wenn nicht auf dem einen weg, dann auf einem anderen.
    schließlich werden die daten ja irgendwo, irgendwann entschlüsselt. sonst sind sie nicht nutzbar...

    Sofern die Daten Ende-zu-Ende verschluesselt sind, sehen nur die jeweiligen Nutzer den Klartext. Der Provider dagegen nicht. Ist ein gaengiges Prinzip und erwiesenermassen sicher.


    Um das zu umgehen, musst du schon den Client manipulieren.

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Wozu auch Berichte im Snowden-Kontext passten, in denen Anbieter (etwa sicherer Email-Dienste) angeblich zur Kooperation oder Aufgabe gezwungen wurden.

    Du meinst Lavabit? Da ging's drum, dass die Geheimdienste die serverseitig vorhandenen Schluessel haben wollten, damit sie den Mailverkehr mitlesen koennen.


    Auch hier hatte der Provider einen Schluessel, zu dessen Herausgabe er gezwungen wurde. Wenn es keinen Schluessel gibt, gibt's auch nichts herauszugeben.

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    Original geschrieben von derAL
    Sollte doch klar sein, dass ich da so richtig stinkesauer bin, wenn das Zeug nicht so funktioniert wie versprochen/erwartet oder gar nach einem Update schlechter. Gerade nun, da ich ja nun auch mittlerweile verappelt bin.

    Klar. Ich verstehe deinen Aerger und unterstelle dir auch nicht, dass du dir die Probleme einbildest (was du zu denken scheinst, so sehr wie dich das zu verfolgen scheint, anhand der Haeufigkeit mit der du das an unterschiedlichen Stellen erwaehnst).


    Ebensowenig betreffen die Probleme aber jedermann (wie das aussieht haben wir bei iOS 8.0.1 gesehen). Vielmehr kommt es offenbar auf diverse (uns unbekannte) Faktoren an, die zusammenkommen muessen. Einige sind betroffen, andere nicht.

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    Ich bitte an der Stelle tatsächlich um eine Runde großes Mitleid. :D

    Oooooooooooh :D

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    Original geschrieben von derAL
    Der eine hat ein iPhone und hat keine Probleme. Vielleicht, weil er spezifische Dinge gar nicht nutzt.
    Der andere hat ein komplettes System, nutzte dagegen viel mehr und wundert sich nun über die Schnittstellenprobleme einzelner Geräte oder über die ganzen Bugs.


    Es ist halt immer eine Frage der Perspektive.

    Vollkommen richtig. Und genau daher tue ich mir mit Verallgemeinerungen so schwer, erst recht wenn aus dem persoenlichen Schicksal zukuenftige Geschaeftsentwicklungen des Herstellers abgeleitet werden.


    Ist vielleicht auch eine Frage der Erwartungshaltung. Natuerlich erwarte ich von einem teureren Produkt eine bessere Qualitaet als von einem preiswerten. Aber ich weiss auch genau, dass kein Produkt perfekt ist. Perfektion zu erwarten ist mMn der Fehler, egal was die Marketingabteilung verspricht. Geht einfach mit ein bisschen gesundem Menschenverstand an die Thematik ran, regt euch nicht ueber jeden kleinen Bug auf, dann lebt ihr viel entspannter.


    Kleine Annekdote: Ich wollte letztens mit dem iPhone gemachte Fotos auf's iPad transportieren, beide versehen mit dem aktuellen iOS. Duerfte ja eigentlich kein Problem sein, sollte man meinen... Allerdings hatte ich die Bilder auf dem iPhone bereits nachbearbeitet, und diese Nachbearbeitung sollte ebenso erhalten bleiben wie die Metadaten. Den Umweg ueber Desktop oder Cloud wollte ich nicht gehen, es sollte direkt von Geraet zu Geraet sein. Eigentlich ein perfekter Fall fuer AirDrop, was auch auf den ersten Blick wunderbar funktioniert hat - nur haben ein paar Fotos gefehlt, ohne erkennbaren Grund. Ich konnte das Problem zwar weiter einkreisen, aber letztendlich nicht loesen. Schlussendlich hab' ich mir dann eine App gekauft, die die Bilder incl. Nachbearbeitung uebertraegt; allerdings gehen dabei die Metadaten verloren, sodass ich damit nicht wirklich zufrieden bin. Fuer den konkreten Zweck war das aber das geringere Uebel.


    Ich renne nun aber nicht rum und erzaehle, wie scheisse iOS 8 doch ist, dass man von einem Premiumprodukt mehr erwarten kann, dass das zu Steves Zeiten nie passiert waere, etc pp.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Mir geht es keineswegs um die bloße Möglichkeit der Implementierung eines Lecks, sondern vielmehr um eine gesetzliche Verpflichtung, die die bloße Möglichkeit zu einer festen Größe werden ließe. Bestünde eine solche Verpflichtung, würde sich ihr kein namhafter Hersteller entziehen können.

    Huh? Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass die Regierungen derartiges verfuegen wuerden, ohne sich selbst eine Ausnahmeregelung zu erlauben.


    Genau diese Diskussion wurde jetzt in den USA losgetreten, nachdem erst Apple und dann auch Google verkuendet haben, dass bei den naechsten OS-Versionen die Verschluesselungsmechanismen verschaerft werden. Die Regierung braucht unbedingt einen Master Key, damit sie wirksam gegen Terroristen und Kinderschaender vorgehen kann!1!!

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Und soweit ich weiß, darf von US-amerikanischen Herstellern kein kryptografisches Erzeugnis produziert werden, welches nicht über eine Backdoor verfügt.

    Was fuehrt dich zu dieser irrsinnigen Erkenntnis?


    Vielleicht ist dir PGP ja ein Begriff. Exemplarisch: https://philzimmermann.com/EN/faq/index.html