Beiträge von harlekyn

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Vorinstallierte Anwendungen (nicht herstellerspezifische Anpassungen des OS!!!) haben nichts mit dem Betriebssystem zu tun, sondern sind eine Unart bestimmter Hersteller.

    Ich dachte, wir sprechen hier von der "end user experience"? Die besteht bei Windows i.d.R. darin, sich einen Laptop (seltener einen Desktop) zu kaufen, bei dem Windows drauf ist, und natuerlich all die vielen schoenen Beigaben. Zeig' mir auch nur einen Hersteller, der darauf komplett verzichtet.

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Was hat die Tatsache, dass einige Fremdhersteller der Meinung sind, ihren eigenen Updater mitzubringen, statt die Schnittstelle vom Windows-Update zu nutzen, mit dem Betriebssystem zu tun?

    Mich interessiert als Endnutzer nur das Ergebnis. Und das sieht unter Windows in dem Zusammenhang ziemlich mau aus.

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    Grundsätzlich hast du unter Linux genauso die Update-Orgien -- und darfst beten, dass am Ende noch alles funktioniert.

    Bei normaler Software aus den offiziellen Repositories? Noe, da ist das i.d.R. kein Problem.

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    Nur zu gerne fliegt dir irgendwas um die Ohren, das du nachträglich (nach besagten seitenlangen Anleitungen) installiert hast. Habe ich alles durch.

    Wenn du selber frickelst darfst du nicht erwarten, dass das System danach auch noch so funktioniert wie vorher. Es sei denn, du frickelst richtig - das liegt dann aber in deiner Verantwortung.

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    Hängt bei Windows von der Version ab. Übergreifende Volumes gibt es m.W. seit Windows 2000. RAIDs sind ab der Pro-Version möglich

    ...aber auch nur RAID0 und 1, alles darueber erfordert Server-Versionen.

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    Die von dir erwähnte "Crapware" könnten die Hersteller übrigens bei Linux ebenfalls mit ausliefern. Sie hätten sogar noch sehr viel mehr Freiheiten dabei.

    Die Hersteller machen das nicht, weil sie's toll finden, sondern weil's Geld in die Kasse spuelt. Unter Linux gibt's niemanden der dafuer bezahlt, daher fehlt dieser Teil des Oekosystems ersatzlos (gluecklicherweise).

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    Fakt ist, die hoch gepriesene Community schafft es nicht, eine einheitlich, sinnvoll strukturierte und vor allem bis ins Detail ausgearbeitete Benutzeroberfläche für Linux zu schaffen.

    Fakt ist auch, dass es "die Community" so nicht gibt.


    Wie ueberall muss ich als Endnutzer mir unter den gegeben Moeglichkeiten die raussuchen, die mir am ehesten entgegenkommt. Das Experiment "Windows 8" war nun auch nicht grade ein durchschlagender Erfolg, trotz diktatorischer Entwicklung dahinter, Zillionen von Usability-Experten und Milliarden von Entwicklungs- und Marketingbudgets. Dem gegenueber schlaegt sich "die Community" ziemlich gut, wuerde ich sagen.

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    Das Grundproblem bei Linux ist seine vermeintliche Stärke: Open Source. Genauso wie die Piratenpartei mit ihrer Basisdemokratie gnadenlos auf die Fresse gefallen ist, schafft man es eben auch nicht, auf "Community-Basis" eine einheitliche Linie durchzusetzen. Und genau das ist bei einem UI zwingend notwendig.

    Genau daher geht Canonical da einen eigenen Weg. Der ist noch nicht am Ende, und sicher ist nicht jede Designentscheidung gluecklich, aber das Ziel ist klar und da kommen sie auch Stueck fuer Stueck weiter. Vergleich' Ubuntu 8.04 mit 10.04 mit 12.04 und 14.04.



    Und noch so ein paar Kleinigkeiten: Ein Linux kann ich einfach auf einem USB-Stick mitnehmen und es auf quasi jedem Rechner booten. Versuch' das mal mit Windows (< 8)... ebenso reagiert Windows ziemlich zickig auf wechselnde Hardware. Mainboard getauscht? Oh weh....


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Mal ehrlich: Wenn ich die Beschreibung aus dem ersten Link meinem Vater auf den Tisch legen würde, dann würde der mir einen Vogel zeigen. Und dabei ist das noch eine sehr gute Beschreibung.

    Du koenntest ihm stattdessen auch einfach eine aktuelle Distri installieren, statt nur in Erinnerungen zu schwelgen.


    Jetzt hab' ich extra fuer dich in einer VM ein Ubuntu 14.04 abfotografiert:


    Ich hatte ja schon geschrieben, dass es dafuer inzwischen eine GUI gibt.


    Da frage ich mich ja schon, wie aktuell dein Wissen (und damit verbunden deine Kritik) ist.

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    Original geschrieben von Merlin
    Nein, Ubuntu sieht nicht viel anders aus (inzwischen), als eine Windows-XP oder 7 Oberfläche, es scheitert tatsächlich daran, dass man für jede Kleinigkeit tief ins System, auf Kommandozeilenebene, einsteigen muss.

    Wieviel Erfahrung hast du im Einsatz von Windows, im Vergleich zu Linux? 100:1? 1000:1?

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    Dann die Treiberinstallation - das funktioniert für Standardanwender nicht. Jeder, der schon mal versucht hat einen Drucker unter Ubuntu zu installieren, der ein klein wenig "exotischer" war, wird mir da zustimmen.

    Auch wieder nur Halbwahrheiten. Es kommt wie immer auf die Details an. Ein Grossteil der Hardware, fuer die du unter Windows erst mal Treiber besorgen musst, funktioniert bei Linux einfach so. Insbesondere aeltere Geraete, fuer die die Hersteller grade unter Windows keine neuen Treiber mehr bereitstellen und die daher z.B. beim Umstieg von XP zu 7 unbrauchbar wurden, werden unter Linux weiter unterstuetzt.


    Genausogut gibt's genuegend Geraete, fuer die der Support mittelmaessig bis schlecht ist. Da hat man es als Kunde aber auch in der Hand, passende Hardware auszuwaehlen. Die Situation ist heute aber schon viel besser als noch vor ein paar Jahren.


    Zwei Annekdoten dazu, die dir widersprechen (eigene Erfahrung, kein Hoerensagen ;)): Am Wochenende habe ich einen Rechner mit Ubuntu 14.04 fuer jemanden aufgesetzt. Dort war noch ein uralter HP Deskjet mit Parallelport vorhanden, dazu ein USB-Scanner von Tevion. Beides funktioniert "out of the box". Drucker einrichten war eine Sache von "ok, weiter, weiter, fertig". Ebenso der Scanner.


    Umgekehrt habe ich kuerzlich den halben Samstag (vergeblich) versucht, unter einem frisch aufgesetzten WinXP ein aktuelles HP-Multifunktionsgeraet ans Laufen zu bekommen. Die Setup-Routine ist fuer DAUs gemacht und bietet keinerlei manuelle Eingriffsmoeglichkeit. Leider versagte in dem Fall der Automatismus zur Erkennung des Druckers. Ich hab's nicht hinbekommen, mein Nachbar hat das Geraet darauf hin zurueckgebracht und nutzt weiter seinen alten Drucker.

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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Nö. Aber dort klickt man einfach in die Systemsteuerung, wenn man was am System einstellen will. Dann klickt man auf Energieoptionen, denn das Abschalten von Festplatten hat damit ja dem gesunden Menschenverstand nach etwas zu tun. Und siehe da, dort kann man sehr detailliert einstellen, welche Komponente wann wie wo und warum ein- und ausgeschaltet werden soll.

    Sollen wir jetzt gegenseitig die Dinge aufzaehlen, die unter dem einen OS einfacher sind als unter dem anderen?


    Nicht, dass das zielfuehrend waere. Aber sei's drum, nur mal ein Anfang: Es geht mit der Crapware los, die gemeinhin auf einem neuen Rechner vorinstalliert ist. Also macht man die Kiste erst mal platt und installiert ein sauberes OS. Den Rest des Tages verbringt man damit, aktuelle Treiber fuer die vorhandene Hardware zu suchen und zu installieren.


    Dann die Update-Orgien unter Windows - was fuer ein Krampf, und dabei rede ich nur vom OS und nicht davon, dass jede Anwendung ihren eigenen Updater mitbringt. Unter Ubuntu? Alles huebsch integriert.


    Ueber Volume Management huellen wir auch besser den Mantel des Schweigens (Linux: LVM & RAID).


    Versteh' mich nicht falsch. Ich arbeite genauso mit Windows und auch mit OSX. Jedes OS hat seine Staerken, aber auch genauso seine Schwaechen. Da muss man nix glorifizieren.


    P.S.: Unter Ubuntu 14.04 gibt's fuer's Power Management eine UI im Disk Utility.

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    Es ist einfach alles dort, wo man es in der Regel erwartet (Ausnahme Office 2010 mit den tollen Ribbons). Bei den gängigen Linux-Distris fehlt vieles in der UI, so dass man auf die Kommandozeile muss oder in irgendwelchen Textdateien frickeln muss.

    Und bei Windows darfst du gerne auch mal mit regedit nachjustieren. Nimmt sich nicht viel.


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    Linux ist auf dem Desktop gescheitert, weil es eben keine benutzerfreundliche UI gibt.

    Noe. Es scheitert v.a. an dem "Oh, das sieht ja anders aus - das will ich nicht". Genauso ergeht es grade Windows 8.


    Hinzu kommt, dass den Hardwareherstellern die finanziellen Anreize fehlen. Unter Windows koennen sie jede Menge Crapware mitliefern und damit ein bisschen Geld verdienen. Da zaehlt jeder Cent, mit Hardware alleine ueberlebt bei dem Preisdruck niemand.

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    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    Würde Linux zu einem kommerziellen Projekt heranreifen,

    Es gibt eine Vielzahl kommerzieller Linux-Produkte. Die richten sich ueberwiegend an professionelle Anwender, nicht an Endnutzer.

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    Projekte wie Android, die unentgeltlich vertrieben werden, müssen dagegen auf andere Finanzierungsquellen ausweichen: Extensive Werbung und den Verkauf "ergaunerter" Daten.

    Naja, wir wollen mal nicht uebertreiben - die Realitaet sieht ein wenig anders aus. Aber nicht viel ;)


    Google verdient Geld durch Werbung und quersubventioniert damit die Android-Entwicklung. Dass das OS auf einer moeglichst grossen Zahl von Geraeten laeuft ist das primaere Ziel, und das haben sie erreicht. Damit ist sichergestellt, dass das eigene Produkt (die Google-Suche und die damit verknuepfte Werbe-Maschine) auf moeglichst breiter Front verfuegbar ist. Dem Mastvieh muss man es nun nur ordentlich gemuetlich machen, damit es fleissig frisst und bei Laune bleibt. Und schon sprudelt der Geldhahn, ganz ohne kriminelle Energie.

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    Original geschrieben von klausN80X
    Diese Information ist seit April diesen Jahres veraltet. MS stellt sowohl Windows 8 (RT) als auch Windows Phone 8.x für Geräte bis 9Zoll kostenlos zur Verfügung.

    Richtig. Nur hat das nichts mit unserer Diskussion zu tun. Wir sprachen hier ueber Updates fuer Geraete, die seit langem zu kaufen sind, und fuer die hat der jeweilige Hersteller Lizenzgebuehren an MS gezahlt.


    Obige Information trifft auf alle derzeit verfuegbaren Geraete zu, deine dagegen nur auf solche, die moeglicherweise einmal erscheinen werden.

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    Original geschrieben von Merlin
    Ich kenne niemanden, der seinen Privat- oder Firmen-PC auf Linux laufen lässt.

    Dann solltest du deinen Bekanntenkreis mal etwas diversifizieren ;) In meinem Umfeld sind in den letzten Jahren diverse Privatnutzer zu Linux gewechselt. Meistens solche, die ihre Rechner eher wenig nutzen und denen das Geld fuer Windows 7 zu schade ist.


    Ich persoenlich nutze auf dem privaten Desktop seit ~4 Jahren Linux, und wuerde mich nicht in diese Zielgruppe einsortieren ;)

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    Also komm´ hier nicht damit, dass es kein Quasi-Monopol gäbe.

    Mehr oder weniger, wobei sich das speziell im Privatkundenbereich in den naechsten Jahren deutlich aendern kann. Tablets werden immer salonfaehiger und genuegen wenig anspruchsvollen Anwendern bereits heute als Ersatz fuer einen vollwertigen PC.


    Und wenn wir mal ein klein wenig ueber den Tellerrand schauen: Android basiert auch auf Linux, bringt "lediglich" eine eigene UI mit und hat damit laengst den Siegeszug angetreten.


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    Original geschrieben von Gag Halfrunt
    Die Anleitungen dazu musst du dir mühsam ergoogeln, wirst dann irgendwann in irgend einem Forum fündig, nur um dann festzustellen, dass der beschriebene Weg nicht funktioniert, weil sich dann bei Schritt 23 herausstellt, dass irgend eine Paketverknüpfung nicht aufgelöst werden kann, man die falsche Distri besitzt, der beschriebene Weg veraltet ist, usw.

    Und das Windows-Knowhow hast du quasi mit der Muttermilch aufgesogen? ;)


    Klar, man muss umlernen und bei Linux ist vieles "fremdartig", wenn man nur Windows gewohnt ist. Aber es ist nicht mehr oder weniger intuitiv, sobald man ein wenig an der Oberflaeche kratzt.

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    Original geschrieben von StevenWort
    Herr Gott nochmal sie sinken aber.

    Don Quixote, du hast deine Windmuehlen gefunden.

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    Original geschrieben von bernbayer
    Lest einfach mal hier:
    http://www.crn.de/netzwerke-tk/artikel-103044.html

    Da musste man aber schon ziemlich tief buddeln, um eine Quelle zu finden die das bestaetigt. Rhino dingsbums? Noch nie gehoert.

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    Und wieder zitierst du die gleiche (veraltete) Quelle. Steven hat dir bereits aktuelle Daten von Kantar genannt. Wird zeit, dass du die auch mal verinnerlichst.

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    Original geschrieben von Merlin
    Die fehlende Fragmentierung wurde auch von den Microsoft-Anhängern als *der* Vorteil gegenüber Android dargestellt, aber es sieht wohl so aus, als ob das auch nur leere Worte waren. Es werden anscheinend nur noch die hauseigenen Geräte wirklich unterstützt und alle anderen können sehen wo sie bleiben, bzw. ist es die "Schuld" der Hersteller. Wobei ich den schwarzen Peter da nicht bei den Herstellern, sondern bei Microsoft sehe. Wenn ich schon mit der Hardware nichts verdiene, warum soll ich dann auch noch Geld hinterherwerfen, in dem ich ein Firmwareupdate finanziere.

    Vollkommen richtig. Noch dazu bezahlen die Hersteller Lizenzgebuehren an Microsoft, waehrend Google das OS kostenlos bereitstellt. So gesehen duerften die Hersteller es auch erwarten, dass MS den notwendigen Hardwaresupport liefert.


    Aber das ist nur die Haelfte der Geschichte. Letztendlich mangelt es wohl nicht am Hardwaresupport (die unterstuetzte Hardware wurde von MS eh in sehr engen Grenzen vorgegeben), sondern an der Zertifizierung der Updates durch die Netzbetreiber. Das ist aufwaendig, dauert, kostet Geld und muss durch die Hersteller vorangetrieben werden. Daher kann ich es schon verstehen, dass man schlechtem Geld nicht auch noch mehr gutes Geld hinterherwirft und die Investition in WP einfach abschreibt.


    "War ein Experiment, hat nicht funktioniert, nehmen wir eben wieder Android - immerhin haben wir nicht Haus und Hof drauf verwettet" - so oder so aehnlich koennte ich mir den Gedankengang bei dem ein oder anderen Produktverantwortlichen vorstellen.