Der A10 hat 2 schnelle und 2 langsame Kerne. Es ist immer nur einer der beiden Cluster aktiv. An Leisung scheint es dem A10 nicht zu mangeln, trotz nur 2 aktiver Kerne.
Fuer big.LITTLE generell gibt es sehr unterschiedliche Designs:
- 2 Cluster mit der gleichen Kernanzahl, immer nur einer der beiden Cluster ist aktiv (Umschaltung erfolgt durch die CPU, d.h. in Hardware)
- 2 Cluster mit unterschiedlicher Kernanzahl (z.B. 4:2), immer nur einer der beiden Cluster ist aktiv
- 3 Cluster mit unterschiedlicher Kernanzahl (Huawei hat da nen 10-Kerner im Angebot mit 4:4:2 langsam:mittel:schnell)
- 2 Cluster, bei dem jeweils 2 Cores paarweise verschaltet sind und jeweils nur einer der beiden Cores aktiv ist. Das OS sieht nur einen Kern pro Paar, Umschaltung erfolgt in Hardware (kenne ich kein Beispiel fuer)
- 2 Cluster, bei denen alle Kerne gleichzeitig aktiv sind. Scheduling der Prozesse auf langsame/schnelle Kerne erfolgt durch das Betriebssystem
Wenn du mehr wissen willst, ist die Wikipedia schon mal ein guter Einstieg: https://en.wikipedia.org/wiki/ARM_big.LITTLE
Die Leistung ist primaer durch das thermische Budget begrenzt (wieviel Waerme kann abgefuehrt werden). Wenn Leistung benoetigt wird, reizen die Hochleistungs-Kerne das thermische Budget i.d.R. eh schon nach ein paar Sekunden aus. Die Energiespar-Kerne bringen da keinen weiteren Vorteil.
Die Implementierung als unabhaengige Cluster, die komplett geswitcht werden, ist aus Betriebssystemsicht deutlich einfacher. Das OS muss sich quasi um nix kuemmern, der SoC entscheidet selbst was sinnvoll ist.
Bei den Designs mit allen Kernen "always on" ist das Scheduling der Prozesse deutlich komplexer. Daher findet man diesen Ansatz seltener.