Nanana, immer ruhig mit den jungen Pferden. Nach 20 Jahren Wiedervereinigung gibt es "West" und "Ost" nicht mehr so wie früher. Meine Freundin und ich sind beide vor 12 Jahren vom West- in den Ostteil gezogen und haben beide mit "Nein" gestimmt. Aber wahrscheinlich ist man nach 12 Jahren ja schon von der Umgebung indoktriniert... ![]()
Beiträge von wrywindfall
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Original geschrieben von Jochen
Ich bin mir zwar recht sicher, daß Du kein wirklicher Newbie, sondern ein alter Bekannter bist. Wir wissen nur noch nicht, welcher.
Wie dem auch sei - an den Reaktionen unserer User siehst Du, daß Du mit der Geschichte, die Du hier abziehst, nicht ankommst.
Und solche Kommentare fördern eigentlich nur eins: daß Deine Zeit hier schneller wieder vorbei ist, als Du Dir vielleicht mit Deinem wahrscheinlich dritten Account gedacht hast.
Und Gandhi war Hinduist, nicht Buddhist. Aber das nur am Rande...
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In Berlin bleibt erstmal [URL=http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Pro-Reli;art124,2783386]alles beim alten[/URL].
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Jochen, du mißverstehst mich schon wieder. Das ist ja das Problem an Internetforen: man kann noch viel einfacher aus den Aussagen Andrer "herauslesen", was diese wohl gemeint haben...
Ich wollte damit nur sagen, dass es Religionen gibt, die sogar auf "das Göttliche" verzichten und die Verantwortung für das eigene Leben in die eigenen Hände legen. Dies ganze verbunden mit ethischen Grundsätzen ist doch auch mal was. Hier verwischt sich auch die Grenze zwischen Philosophie und Religion. Mit keiner Zeile werte ich "Gottgläubige" ab. Das liest du nur aus meinem Gedanken, dass sie als oberste Richtschnur eine Entität haben, die sie "Gott" nennen und an die sie glauben, heraus. Mir ist es wurscht, an wen oder was die Leute glauben, in der Bibel heißt es ja: "An den Taten sollt ihr sie erkennen!", oder mit anderen Worten: Nicht was die Leute sagen ist wichtig, sondern was sie tun. Und da tut sich für mich sehr oft eine Diskrepanz gerade bei den christlichen "Gläubigen" auf. Damit müssen sie letztlich selbst klar kommen. Ich kann gut mit christlich Gläubigen reden, es wird aber problematisch, wenn sie mir, als Nichtchrist (was ein Wort) die Daseins- oder zumindest die Argumentationsberechtigung absprechen.
Und der Unterschied Institution zu Inhalt ist mir auch nur zu bewußt. Ich finde die christlichen Werte gut, sogar sehr gut, nur werden sie oft von den "falschen" Leuten hoch gehalten. Z.B. von Menschen, die sich mehr Gedanken darüber machen, dass es Ethikpflichtunterricht an der Schule gibt, sich aber z.B. mit sehr viel elementareren Dingen der Gesellschaft nur peripher auseinandersetzen. Obwohl doch im Christentum Werte, wie "Mildtätigkeit", "Miteinander" und "den Menschen als wertvoll betrachten" im Mittelpunkt stehen.
Aber ich komme solangsam vom Thema ab...
BTW Herr Kolleesch aus Hessen: In Berlin gibt es vereinzelt auch islamischen Religionsunterricht!
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Ach Jochen, wir drehen uns bei der Argumentation im Kreis. Natürlich kann auch der Religionsunterricht Werte vermitteln. Ich lehne nicht den Religionsunterricht per se ab, sondern nur die Idee von ProReli, dass kein gemeinsamer Unterricht mehr stattfinden soll. Ethik- und Religionsunterricht, nicht oder sollte die Lösung sein. Und so ist es ja in Berlin auch, weswegen ich die Show von ProReli "es geht um Freiheit" etc. übertrieben finde. Jeder darf zum Religionsunterricht gehen, das finde ich ja auch richtig, aber er sollte auch einen gemeinsamen Werteunterricht besuchen, damit nicht nur jede/r sein/ihr Süppchen kocht.
BTW bin ich selber auch jahrelang in den evangelischen Religionsunterricht gegangen und fand den ganz nett. Ich hatte nur ein Problem damit, dass meinen Eltern von Anfang an gesagt wurde, dass ich als Ungetaufter später im Leben viele Probleme bekommen werde. Komischerweise machen da nur die, die eine etwas eingeschränkte Auffassung vom christlichen Glauben haben, Probleme (habe ich ja weiter oben schon erwähnt). Ich selber habe selbst gewählt und bin mit meiner, wenn man es so nennen mag, "Glaubensrichtung" sehr zufrieden, auch wenn sie nicht (oder sehr sehr selten) an der Schule als Unterricht gelehrt wird (wäre aber schön, wenn). Und die hat auch eine sehr lange Tradition...
Sie vermittelt sogar Werte, ohne auf "Gott" zurück greifen zu müssen! -
Hey, könnt ihr mal aufhören, mich anzufixen? Eigentlich müßte ich heute Therapieanträge und Rechnungen schreiben und hänge nun doch im Inet und lade Lost...

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Zitat
Original geschrieben von telcafe
Eine Verkäuferin im dug-Shop sagte mir hierzu Anfang des Jahres, dass der Vertrag nach Ablauf von sechs Monaten jederzeit gekündigt werden könne (eventuell waren es aber auch nur drei Monate).6 Monate hatte mir vor 3 Monaten auch eine Heißleinerin von debitel gesagt.
Zum Glück habe ich noch 2 Verträge vor den 2,50 Euro GG bestellt. Die kamen dann wochenlang nicht an, weil der Paketdienst (irgend so ein Privatladen) geschlampt hatte. Aber nach 5 Wochen bekam ich die Karten dann endlich doch... Obwohl, das ist eine andere Geschichte!
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RAR: Ziel ist, sich mit sich und Anderen über die eigenen und anderen Ansichten auseinandersetzen zu können. "Lernziel" wäre also ein "Verständnis" allgemeiner Werte und deren praktische Anwendung. Das läßt sich natürlich nicht mit anderen Schulfächern vergleichen.
Aber ist es nicht so, dass wir für das Leben und nicht für die Schule lernen sollten? Schule sollte eigentlich ein Ort der geistigen, ethischen und individuellen Entwicklung sein und nicht nur pures Wissen reindrücken à la Nürnberger Trichter, obwohl der "PISA-Schock" immer mehr in diese Richtung drängt...

Chefkoch85: Klar ist Religion per Gesetz freiwillig, aber in Bayern z.B. gesellschaftlich "erwünscht". Die gesellschaftliche Ausgrenzung dort ist viel höher, wenn du nicht irgendwo dem großen "C" anhängst.
Und zu diesem Killerargument, dass in Berlin die Religion verdrängt werden soll, weil 40 Jahre Sozialismus etc. Unsinn! Wer Religionsunterricht haben will, bekommt ihn, hier in Berlin. Ohne Probleme! In einer eher atheistisch geprägten Gesellschaft hast du viel leichter Zugang zu Religionen als in einer religiös geprägten Gesellschaft den Weg aus den Religionen hinaus.
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Chefkoch85: Es geht darum, dass der Ethikunterricht die Möglichkeit bietet, dass alle miteinander ins Gespräch kommen können. Dass dies nicht immer genutzt wird, liegt am Menschen selbst. Wenn ProReli Erfolg hat, wird diese Möglichkeit nicht mehr bestehen, denn dann kann ja jeder sein Süppchen kochen. Da der Staat aber einen Bildungs- und Erziehungsauftrag hat, der unter anderem in der Schule zum Ausdruck kommt, kann meiner Meinung nach auf den Ethikunterricht nicht verzichtet werden.
Dass einige Schüler eh keinen Bock habenund am liebsten ganz auf Schule verzichten würden, ist mir klar. Das liegt aber eher am System Schule und dem Selbstverständnis der Lehrer. BTW würde doch jeder anders entscheiden, was wichtige Fächer sind, oder?