Beiträge von wrywindfall

    Dein Vater sollte erst einmal per Krankschreibung eine Weile "aus dem Verkehr ziehen" lassen und dann mit entsprechender therapeutischer Hilfe entdecken, was ihn interessiert, welche Perspektiven er entwickeln möchte etc. Hier ist auch ein ehrliches Bilanz-ziehen angesagt!


    Helfen kannst du ihm, wenn du es aushältst, dass er sich offen aussprechen darf, wie es ihm geht, was er fühlt, was er anders haben möchte. Burn-out entsteht vor allem daher, dass die Betreffenden zu lange "gute Miene zum Bösen Spiel" machen und ihre Sorgen für sich behalten, um offiziell andere nicht zu belasten, in Wirklichkeit aber, um das alles nicht wahrhaben zu müssen. Offenheit und Ehrlichkeit ist angesagt!


    Ich wünsche dir, dass du die Kraft hast, das alles hin zu bekommen!


    Übrigens ist der Psychiater ein Arzt, der Psychologe nicht (er ist Psychologe). Der Arzt darf Medikamente verschreiben und krank schreiben, die anderen nicht. Und dann gibt es noch Psychotherapeuten, die Ärzte sein können (Ärztliche PT) oder Psychologen (Psychologische PT). Die dürfen mit den Krankenkassen PT abrechnen, die anderen nicht. Alles klar? ;)


    Edit nach Hinweisen eines fitteren Users! ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Mephisto
    Bei allem Respekt, das sehe ich anders. wir reden hier von einem erwachsenen (!) Mann, ...


    Nun ja, jemand, der sich in Suchtverhalten flüchtet, wenn es hart auf hart kommt, als "erwachsen" zu bezeichnen... :rolleyes:


    Wichtig ist, dem Guten seine Verantwortung für sein Leben zurück zu geben. Er muss wissen, dass alles, was er tut, er selber zu verantworten hat. Zusätzlich ist natürlich zu erforschen, was er mit seiner Sucht bezweckt, also was er gerne erreichen möchte. Wenn man ihn auf Entzug setzt und er dafür nichts besseres bekommt, wird er rückfällig werden müssen. Ein WoW-Süchtiger hat ja dann plötzlich massig Stunden am Tag, wo er nichts zu tun hat. Dieses "Bessere" sollte mit ihm dann entwickelt werden. Grob gesagt will er was nettes im Leben haben, wie bekommt er das ohne WoW hin und zwar so, dass es auch länger anhält etc. Das hat nichts mit "Kuscheltherapie" zu tun. Gerne wird ja auf den Klischees rumgeritten, dass da nur "du, ich muss dir mal sagen, du, das ist aber nicht gut, du.." gemacht wird. Es gibt auch Zwischentöne und die muss der Süchtige wieder für sich entdecken.


    In der Richtung habe ich schon einiges bei meiner Arbeit damals in der Suchtreha erlebt und da waren auch Ärzte und höhere Bankmenschen als Patienten.

    Genau zu der Thematik gab es letztens in der ARD einen Bericht.


    Also erst einmal muss ja seine Motivation geweckt werden, warum sollte er sonst aufhören, WoW zu spielen?


    Übrigens hier ein hilfreicher Link. Den Leiter kenne ich persönlich und weiß, dass er gute Arbeit macht! :top:

    raix: Habe ich mir auch schon gedacht, ich wollte nur noch meinen Senf Erfahrung dazu schreiben. ;)


    Im Endeffekt sind alle irgendwo fremd und müssen langsamer fahren, um alles mitzubekommen. Geht mir ja nicht anders und ist eben so. Gefährlich wird es nur dann, wenn die Leute dann in Panik z.B. von der linken Spur rechts rüber ziehen, weil sie plötzlich doch rechts rüber müssen.


    Vorgestern war auch mal wieder ein krönendes Erlebnis: ein Telekomler in seinem Kombi fährt um die Ecke, wo gleich dahinter eine Ampel ist, weswegen der Haltestreifen für die Hauptstarße schon vor der Ecke ist. Da hält einer an und der Telekomler rast wie verrückt um die Ecke, übersieht aber, dass die Ampel rot ist und erste Fußgänger rübergehen. Wenn die nicht zur Seite gesprungen wären, hätte ich das erste Mal in meinem Leben Notfallhilfe leisten dürfen... :rolleyes:


    Fresh81: Versuche mal, nachts von Burg (Spreewald) nach Cottbus zu fahren und du wirst sehen, dass auch eine Überlandfahrt sehr herausfordernd ist. Ständiger Wechsel Wald zur Ortschaft mit sehr vielen Kurven, vielen entgegenkommenden Überholern, diverses die Straße überquerendes Getier und am nächsten Ortseingang wieder die "erhellende" Kassierstation. Und dann noch auf die richtige Straße achten und sich nicht verfahren...