Erik Meijer: Also um Psychotherapeut zu werden, wäre es besser gewesen, Medizin und nicht Psychologie zu studieren (hat man mir aber leider erst im 10. Semester gesagt!
). Ich meinte jetzt auch nicht speziell dich, sondern ganz allgemein, dass viele so tun, als wenn man ja alles schon am Anfang des Studiums (oder sogar schon vorher) wissen müßte. Aber wozu dann noch studieren und wozu dann noch Lebenserfahrung machen? Dann könnte nach der Schule ja gleich die Rente kommen, wäre viel einfacher! 
BTW habe ich das gar nicht studiert, um mehr zu verdienen, sondern weil es mich interessiert hat! Ja, ich weiß, klingt komisch, ist aber so. Vorher und während des Studiums habe ich als Beamter in der Verwaltung gearbeitet und wenn ich nicht noch studiert hätte, hätte ich da heute einen gut abgesicherten, hoch dotierten und sehr sicheren Job. Muss also wirklich Interesse gewesen sein.
ocb: Keine Angst, ich habe jahrelang mit wirklich schwer gestörten und hoch problematischen Leutchen zu tun gehabt, das vergesse ich nicht ganz so leicht. Ich brauche eben mal Abwechslung. Und wieviele "Just for Fun" Klienten haben dann nicht auch einen größeren Sparren locker? Ich kann mich noch an meine Arbeit in der Psychosomatischen Reha erinnern, wo mir der Chef der benachbarten orthopädischen Reha erzählte, dass mindestens 50% seiner Klientel eigentlich auch zu uns müssten. Bloß dass bei uns diese Behandlungsrichtung klar ist, bei den Orthopäden dagegen nicht ("Ick hab doch keene Macke, dit sind bloß die Jelenke!").