Beiträge von Timba69

    Nun, da du zuerst eine Behauptung aufgestellt hast, würde ich gerne zunächst deinen Beleg für deinen gegenteilige Behauptung sehen:


    Zitat

    Genau. Weil sie Bereiche nicht mehr bedienen, in denen die Nutzung gering war, hat es sich jetzt komplett "erledigt".


    Falls du jetzt auf den C2G Blog verweisen willst: Ein Beleg für deine (!) Behauptung steht da nicht.


    Alleine, das C2G Gebiete aufgibt, solltest du als Beleg für meine These nehmen. Denn was sonst als "komplett erledigt" hat eine Restrukturierung des Unternehmensbereiches und Aufgabe von bedienten Geschäftsflächen?


    Zitat

    Nö. Für Pendler, die den Wagen also einmal morgens "mitnehmen", er dann ungenutzt den ganzen Tag in der Pampa herumsteht und dann abends wieder zurücknehmen, ist eine solche Flotte eben gerade nicht gemacht, auch wenn du es sicherlich so gerne haben wolltest.


    Nö. Die Flotte ist genau dafür gemacht, deswegen heißt es ja Sharing (Konzept). Das C2G nicht passt, ist deren Problem.


    Zitat

    Auch das kannst du sicherlich fundiert belegen. Kleiner Tipp: Nur weil du so denkst, bedeutet das noch lange nicht, dass alle anderen genauso denken.


    Kann ich: Mein Büro und mein Wohnsitz sind beide jeweils in der Innenstadt und am Stadtrand. Und in der Innenstadt siehst du kaum C2G Fahrzeuge (durch den guten ÖPNV) und demnächst am Stadtrand auch nicht, weil die Gebiete dort nicht mehr erfasst sind, wo sie jetzt noch stehen.


    Und wenn ich mir die Karten von Hamburg, München und Köln ansehe (wo ich mich auch recht gut auskenne), dann ist das Muster unübersehbar.
    So schwer?

    Applied:


    Zitat

    Bzgl. beispielsweise der Realeinkommen in Deutschland kann man das zumindest sehr ernsthaft in Frage stellen. Da haben nicht-EURO-Staaten wie Grossbritannien, Schweden, Dänemark und die Schweiz die Deutschen ja seit Jahren im Mittel abgehängt! Und das sind alles Staaten, die schon relativ wohlhabend waren, insofern nicht wie die Ost- oder Südeuropäer von niedrigem Niveau "aufholen" mussten. (Ich habe nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass ich dafür auch die Lohn- und Sozialpolitik in Deutschland für mitverantwortlich halte - aber ich glaube, dass ebenso der EURO eine Rolle spielt).


    Eben. Erzähl das mal bernbayer...:-)


    BTW:


    Die Lohn- und Sozialpolitik ist immer eine Folge der Kassenlage des Finanzministers. Und die war ab dem Jahre 2003 nicht mehr so tolle....

    ach Gag:


    Zitat

    Genau. Weil sie Bereiche nicht mehr bedienen, in denen die Nutzung gering war, hat es sich jetzt komplett "erledigt".


    Scheinbar übersiehst du dabei, dass die Fahrzeuge überwiegend für Fahrten in die jetzt nicht mehr vorhandenen Gebiete genutzt wurden (und dann allerdings herum standen). Das ist nämlich der Sinn einer solchen Flotte. Den ÖPNV zu ergänzen und Pendlern (egal ob rein=raus oder raus=rein) schmackhaft zu machen.


    Beispiel: Berlin Lichtenberg. Dort ist eine Fachhochschule am Rande des Bezirks. Da standen wochentags über 50, teilweise noch mehr Smarts, wenn Unterricht war. Genau die Zone ist nun raus. Frag dich mal, warum.... Und genau die Leute nutzen jetzt kein C2G mehr.


    Ist doch gar nicht so schwer zu verstehen....aber es ist wie immer: Scheinbar willst du nicht. Ist aber egal, ich erkläre es dir trotzdem gerne.


    Das sich das Betriebswirtschaftlich nicht rechnet, ist das Problem von C2G. In der Innenstadt braucht keiner einen Smart von C2G in Berlin. Das sieht man auch sofort im Stadtbild.

    Frank:



    Zitat

    Die Vorteile des Euro bleiben halt von vielen unbemerkt, mittelbar partizipieren sie aber doch daran. Ein Beispiel: Mein Onkel hatte mit einer kleinen Firma deutsche Waren in den UK importiert. Die Zahl der Aufträge war überschaubar, allerdings lag das Volumen der einzelnen Aufträge meist im deutlich sechsstelligen Bereich. Die Kontrakte wurden in England jeweils in GPB abgeschlossen. Daraufhin musste mein Onkel die Waren in Deutschland produzieren lassen und einen Auftrag in DM erteilen. Bis zur Fertigstellung vergingen etliche Wochen. Nach Fertigstellung der Ware hat er dann hier in Deutschland in DM an den Hersteller gezahlt und sein Auftraggeber an ihn den zuvor vereinbarten Betrag in GBP. Wenn der Kurs des britischen Pfund in dieser Zeit sank, erlebten wir bange Wochen. Hingen gleich mehrere Aufträge gleichzeitig in der Luft, hätte ein stärkerer Ausschlag des Pfund das ganze zu einem Fiasko werden lassen können. Und nein, er hatte die Geschäfte nicht gegen Währungsschwankungen abgesichert, weil seine Marge das nicht hergab. Diese wochenlange Unsicherheit ist mir noch in guter Erinnerung, so dass ich den Euro schon aus deshalb als Erfolgsmodell werte, weil er vielen Unternehmern diese Sorge erspart und Planungssicherheit schafft. Daneben wird es noch etliche andere Vorteile geben.


    Scheinbar übersiehst du bei der Geschichte, dass dein Onkel trotz Euro keinen Vorteil hätte, da GB kein Euro hat. Im Gegenteil. Durch den schlechten Wechselkurs hätte er sogar verloren.


    bernbayer:



    Zitat

    Niedrigzinspolitik ist ja nicht zwangsläufig eine Folge des Euro als Währung. .


    Jetzt schon, genau wie die letzten 8 Jahre.


    Zitat

    Man kann den Euro als Währung haben und trotzdem eine Hochzinspolitik fahren. Letztere ist natürlich auch nicht sinnvoll da sie nachteilig für die Konjunktur ist.


    Nun, dann würden ca. aktuell 6/8 der Europastaaten Pleite gehen. Dein Ziel? Konjunktur ist nicht gekoppelt an Zinsen, aber ein Indikator. Trotz hoher Zinsen kann es der Konjunktur gut gehen. Stichwort: Binnennachfrage. Es ist eben nicht alles so einfach, wie man immer denkt.... Und der Export leif im speziellen von Deutschland auch bei hohen Zinsen und starkem Euro gut.


    Und als es mal nicht so lief: Binnennachfrage ankurbeln, Stichwort: Abwrackprämie. Das Griechenland zu verwehren, wie es Schäuble, Merkel und die Eurogruppe tun: Lächerlich.


    Zitat

    In der Zinspolitik sollte man einen vernünftigen Mittelweg wählen. Niedriglohn-Politik muss es auch nicht wegen des Euro geben.. Niedriglöhne und prekäre Arbeitsverhältnisse waren eine Folge der teilweise falschen Agenta- Reformen der Schröder-Regierung und nicht eine Folge der Einführung des Euro.


    Falsch. Die Agenda2010 war ein Fehler. Die Fortführung von CDU, CSU, FDP und der GroKo auch. Einen brutalen Schub gab es aber erst mit der Finanzkrise.

    Nicht wirklich; dafür reicht die simple Erkenntnis, dass es auch jahrzehntelang OHNE Euro ging, das jahrzehntelang Deutschland eine der führenden Industrienationen war und dazu dauerhafter Exportweltmeister, trotz starker Mark. Da sind sich im Übrigen alle Wirtschaftsweisen und Parteien mittlerweile einig. Aber in der Politiuk geht es nicht nur um die Wirtschaft, sondern eben auch um die Politik. Und so nahm der wirtschaftliche Niedergang für das Haus Europa seinen Lauf....


    Das ist jetzt nicht mehr so, der Export ist erkauft durch Lohnsenkungen, Inflation und Vernichtung privater Vorsorge und Sparguthaben bzw. Werte (was im übrigen du durchweg bemängelst und schon mehrfach selbst angeführt hast!), der Euro nichts mehr wert. Wehe dem, Rohstoffe in Dollar gehandelt werden teurer.


    Aber lassen wir das; ich habe keine Lust, das in 23 Threads 25 mal zu erklären; jeder glaubt, was er will.

    Warum wohl?


    Weil es eben zu den Aussagen der griechischen Regierung passt und sie in Teilen eben doch recht haben. Warum das so ist, habe ich ich weiter vorne ausführlich ausgeführt. Daher reichen bei Updates in der Sache aktuell nur Link-Postings, da sich der Thread im Kreis dreht...;-)


    Es gibt, genau wie ich Griechenland, diejenigen, die der Meinung sind, dass die Griechen "Schuld" sind (und ziehen unterbewusst den Schluss, das "Schulden" von "Schuld" kommt!) und diejenigen, die sagen, dass die Eurogruppe, Merkel und Co. die Schuld tragen. Zu welcher Gruppe ihr gehört? Sucht es auch aus.


    BTW:



    Gysi, der alte Prophet! Wieder mal (!) recht gehabt....


    http://le-bohemien.net/2015/07/03/gregor-gysi-der-prophet/