Ich gebe es zu: Ja, das fehlt tatsächlich in Hinsicht Apple. Denn das Barvermögen ist kein Risikokapital in deinem Sinne, sondern "verdientes" Geld durch Verkäufe und Umsätze. Nicht das Geld der Anleger oder Kapitalgeber, eben weil Apple kein Kapital mehr braucht.
Wenn Anteilseigner der Meinung sind, Apple performt nicht genug, dann sollen sie ihre Anteile verkaufen. Dann sinkt auch der Marktwert von Apples Aktien und alle sind glücklich. Apple, weil sie dann günstiger (zurück-)kaufen können und die Anteilseigner, weil sie (zuvor) teurer verkaufen konnten.
Alle anderen freuen sich, weil die Aktie nach dem späteren Aufkauf weiter nach oben schiesst.
Hinsichtlich der Prämie: Die bekommen sie: Als Dividende.
Apple und deine Argumentation zu Apples Barvermögen ist ein gutes Beispiel, warum der Kapitalismus in dieser Art auf weite Sicht keine große Zukunft mehr hat. Eine politisch-soziale Reform tut not, gerade weil wir die Erfahrungen der (damaligen) sozialen Marktwirtschaft hatten.
Das bemerken immer mehr Leute und damit auch die schreibende und denkende Zunft. Kapitalismus ist ein System für die Verbringung und Verteilung von Waren, Gütern und Geld. Keine politische Herrschaftsform mit derer man(n) andere Leute oder Unternehmen erpressen kann…
Unabhängig davon, dass auch Apple genug auf dem Kerbholz hat (Steuern, Produktion, etc.). Das ist aber hier nicht das Thema.