Ich hatte das weiter vorne schon mal erklärt, als autares mit der gleichen Argumentation kam:
Das ist ja wohl totaler Quatsch. Da spricht mehr der Politiker, denn der Wirtschaftsfachmann.
Und selbst deine politische Ansicht ist wohl nicht ganz richtig.
Ja, in Deutschland wurde hart gestrichen: Sozialleistungen (Arbeitsversicherung insbesondere, denn
Die Arbeitslosenversicherung wurde im Kern mit Harz IV abgeschafft. Wenn jemand nach einem Jahr Arbeitslosigkeit in Harz IV fällt, dann ist das keine ernst zu nehmende Versicherung mehr.
Die Leistungsfähigkeit der gesetzlichen Rente ist durch vielerlei politischen Entscheidungen reduziert worden. Das geschah nicht zufällig. Es ist Teil eines Plans zur Förderung der Privatvorsorge. Diesen Vorgang hat einer der Agitatoren für die Privatvorsorge, Bernd Raffelhüschen, im Film Renten-Angst anschaulich beschrieben.
Der Pflege-Riester bringt den Einstieg in die Privatisierung auch dieses Zweiges der Risikovorsorge.
Ein dichtes soziales Netz ist eine wichtige Basis der sozialen Sicherheit und der Freiheit. Es ist in der Regel keine Hängematte), Gesundheitsvorsorge, Infrastruktur, Ausbildung.
Zudem Steuern erhöht und ähnliches.
All das haben andere Staaten in der Eurozone nicht gemacht. Und deshalb stehen so schlecht da.
Nirgendwo bekommst du qualitativ hochwertige Arbeitsleistung (Produkte) für so wenig Geld.
Und deshalb ist das monokausale "Schuldzugeschiebe" genau richtig. Anderes lernt man das nicht, ausser mit der Wahrheit.
Und von imperialer Art kann man hier auch nicht sprechen (daran sieht man, das du keine Ahnung hast). Wir haben gar kein Interesse an Griechenland, warum auch? Als Abnehmer unserer Produkte? Wohl eher nicht, wenn wir sie quasi selbst bezahlen....
Ich fühle mich nicht als Europäer. Ich finde es toll, wenn ich im europäischen Ausland andere Kulturen, Lebensweisen und ähnliches erleben kann. Da brauche ich auch keine gemeinsame Währung. Das ist ja das schöne im Urlaub. Und die Wirtschaft hat vorher schon Wege gefunden, zu verkaufen und kaufen, und die werden jetzt auch wieder Wege finden, ganz sicher.
Und man kann Europa auch weder mit den USA noch mit Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg und den "Bundesländern" vergleichen, wie es Gabriel getan hat. Da sieht man mal, das Politiker keine Ahnung haben, genau wie manch User hier.
Zu Thema Export:
Deutschland hat schon immer viel exportiert, vor EWG und EU, vor Europa und Euro. Die Mehrheit unserer Exporte geht weder in die Länder, die wir unterstützen, noch nach Europa. Eher in den Rest der Welt, genaue Zahlen kann man sich im Wirtschaftsministerium ansehen.
Gründe dafür weiter oben (Qualität und Preis). Und wenn Länder auf Pump konsumieren, dann können wir das erst Recht zum Vorwurf machen, da wir quasi den Export auf eigene Kosten bezahlt haben.
Und die Südländer haben über ihre Verhältnisse gelebt, weil der Wert des eigenen Geldes und dessen Wahrnehmung verloren gegangen ist.
Europa und der Euro schadet mehr beim Zusammenleben, als es nützt. Die Gräben reissen jetzt erst richtig auf. Und das zu recht. Es wird ja keine Kriege geben, aber eine gesunde Kalibrierung der politischen und wirtschaftlichen Einstellungen.