Beiträge von Tobsen

    Zitat

    Original geschrieben von xoduz
    Auch in den USA kann man übrigens kostenlos studieren. Wird zwar oft nicht erwähnt, sondern nur die Ivy-League, aber auch das ist möglich.


    Nur so nebenbei..;)




    Haste mal ein paar Links?


    Klingt interessant.




    Ivy-Grüße,


    Herzlichst, Tobsen

    Was für eine unselige Debatte!



    Um mal kurz meinen Lagebericht zu leisten:


    Die bayerische Staatsregierung hat beschlossen, zum Jahr 2006 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Das bedeutet, es müssen etwa 10 Prozent der Ausgaben eingespart werden. Das betrifft auch die Hochschulen.


    Die LMU München hat einen - vorzeitigen - Einstellungsstop verhängt und wird alle auslaufenden Verträge nicht verlängern. Das betrifft jetzt einige Institute mehr, und einige weniger (Die Mathematiker sind z.B. mit Professoren sehr gut versorgt, die Politikwissenschaft eher weniger, ebenso mein Institut.)


    Deswegen werden jetzt in München Aktionen angedacht, unter anderem Proteste. Die Politologen haben heute schon demonstriert (mit geringer Beteiligung), die Amerikanisten, denen die völlige Schließung ins Haus steht (http://www.amerikanistik.org) suchen eher den Dialog mit der Universitätsleitung.


    Meine Meinung:


    Der Protest der Studenten ist durchaus berechtigt, vor allem wenn man betrachtet, daß für Projekte wie etwa den Münchner Forschungsreaktor Unsummen auf den Tisch gelegt werden, während die Aufrechterhaltung eines gesunden akademischen Mittelbaus auf der Strecke bleibt.


    Um nicht falsch verstanden zu werden: Ich halte Sparmaßnahmen für sinnvoll und notwendig, und ich sehe ebenfalls die Möglichkeit, die Hochschulen zu entschlacken und von unnötigem Ballast zu befreien.


    Protestiert werden sollte für die Vermeidung von Studiengebühren durch sinnvolle Einsparungen: Solange die geregelte Abwicklung einiger Studiengänge noch gewährleistet ist (d.h. wer heute anfängt kann auch fertig studieren), sehe ich keinen Grund, ein paar Orchideen nicht sterben zu lassen. Damit meine ich ECHTE Orchideen, denn wer wirklich in Byzantistik interessiert ist, dem macht es auch nichts aus, in eine andere Stadt zu ziehen, wo sowas auch angeboten wird.


    An überfüllten Hörsälen in Mode-Studiengängen und Massenstudiengängen (die einfach sehr stark von der demographischen Entwicklung abhängig sind) würden auch Studiengebühren nichts ändern.


    IMHO würden lediglich die Ich-weiß-im-Moment-einfach-nichts-besseres-Studenten abgeschreckt: Naja. Auch schon was.


    Bezüglich "amerikansicher" Verhältnisse: *NICHT* wünschenswert, glaubts mir.
    Die deutsche Unilandschaft steht in Sachen Lehre wie ich finde im internationalen Vergleich qualitativ sehr gut da. - Klar geht es im Grundstudium "zu" - Aber habt ihr schon mal die Attendanzahlen in einem Oberseminar betrachtet. Es dünnt sich doch schon sehr aus - und das ohne Studiengebühren.


    Und ums nochmal klar zu sagen: Bummelstudenten nerven IMHO nicht. Ihre Anzahl ist so verschwindend gering, daß sie - ebenso wie die Seniorstudenten - nicht ins "Gewicht" fallen.



    Herzlichst, Tobsen

    Und noch einen hinterher:



    Sogar wenn Du einfach nur in den Originaltext des Grundgesetzes geschaut hättest, wärst du auf den Originalen

    Zitat

    A r t i k e l 23


    Dieses Grundgesetz gilt zunächst im Gebiete der Länder Baden, Bayern, Bremen, Groß-Berlin, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern. In anderen Teilen Deutschlands ist es nach deren Beitritt in Kraft zu setzen.


    ...gestoßen.



    Herzlichst, Tobsen

    Liebe Leute,


    und sebbi insbesondere: Ich will Dir jetzt mal nichts in Abrede stellen, aber ein Studium der Betriebswirtschaftslehre sollte doch auch zur Recherche befähigen.


    Schon alleine auf http://www.bayern.de nachzuschlagen hätte gereicht, um Deine Frage hinreichend zu beantworten und auch noch auf die Besonderheit des bayerischen Staates (Freistaat) aufmerksam zu machen.


    Zitat

    http://www.bayern.landtag.de/l…_A-Z.html?m=186#Freistaat


    In heutiger Sichtweise wird der Begriff „Freistaat Bayern“ als Inbegriff bayerischer Föderalismuspolitik und als Ausdruck eigener Identität, Geschichte und Kultur verstanden. Die Länder in Deutschland sind Staaten mit eigener ursprünglicher Hoheitsmacht, die nicht etwa vom Bund abgeleitet ist. Sowohl der Bundesstaat als auch die Gliedstaaten (Länder) besitzen Staatscharakter. Dem entspricht die Hervorhebung der Staatlichkeit Bayerns im Text der Verfassung des Freistaates Bayern ebenso wie beispielsweise die Begriffe „Staatsminister“ und „Staatsregierung“. Dies heißt jedoch nicht, dass Bayern „freier“ oder eigenständiger als andere Länder Deutschlands ist.
    Allerdings gewährt die Verfassung des Freistaates Bayern einige Grundrechte, die im Grundgesetz nicht enthalten sind.
    Erwähnenswert sind hier das Recht auf Naturgenuss und das vor einigen Jahren in die Verfassung aufgenommene Staatsziel „Umweltschutz“ sowie die Möglichkeit des kommunalen Bürgerentscheids.



    Schon simples Nachdenken über z.B. die Kruzifix-Debatte hätte genügt, um den "Die Bayern dürfen ja gar nicht das Bundesverfassungsgericht anrufen"-Kommentar vom Hirn nicht in die Tasten rinnen zu lassen.



    Ich starte hiermit die Aktion:


    MEHR NACHDENKEN -
    WENIGER UNFUG POSTEN



    Herzlichst, Tobsen

    Hm, also bei einem großen Münchner Mobilfunkanbieter gibt es sowas als Teil des Intranets. Da gibts eine Tauschbörse, so ein bißchen Kleinanzeigen, Wohnungssuche und Betriebssport, Infos über Mitarbeiterrabatte und so weiter... - Wird zwar nicht exzessiv genutzt, is aber ganz sinnvoll...


    Herzlichst, Tobsen

    MIr gefällt der Name Volks-Karte nicht.



    Erinnert IMHO zu sehr an eine Rhetorik, an die nicht unbedingt erinnert werden sollte...


    "Deutscher! Die Volks-Karte lohnt sich auch für Dich! Erhalte Vieles billiger!" - Kraft durch Rabatte



    Und wehe jetzt kommt einer mit Volkswagen...



    Herzlichst, Tobsen