Beiträge von rasputin

    Vermutlich ist das so geregelt, weil es die Kontrolle der Einhaltung erheblich vereinfacht. So kann die Polizei einfach von der Kontrolle einzelner Personen absehen, wohingegen es bei zwei oder mehr Personen häufig Diskussionen und haufenweise spontan entstandene Pärchen gäbe. Nichtsdestotrotz ist deine Aussage bezüglich der angeblich nicht vorhandenen oder gelebten zeitlichen Einschränkung Mumpitz.


    Und weshalb juckt dich das überhaupt? Du hast doch laut eigener Aussage ohnehin keine Partnerin oder Familie. Du kannst also - bis auf 5 Stunden mitten in der Nacht - durch die Natur marschieren. Mir scheint, du suchst gezielt nach den Haaren in der Suppe, um auch ja ein zusätzliches „Problem“ haben zu können. :/

    Zeitliche Begrenzung? Wer glaubt denn dieses Ammenmärchen noch?

    Ließ das Gesetz, da steht die von Hightower2004 bereits erwähnte zeitliche Begrenzung von 22 - 05 Uhr ausdrücklich drin. Garniert mit den ebenfalls erwähnten Ausnahmen.


    In Kombination führt dies dazu, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung von der Ausgangsbeschränkung kaum oder gar nicht nennenswert betroffen ist. Zu diesen Zeiten schlafen nämlich die meisten oder haben es sich auf dem Sofa bequem gemacht. Und wer noch Bewegungsdrang verspürt, kann Sport machen oder spazieren gehen - bis 24 Uhr.

    In meiner Kindheit 30 Pfennig, das geht komplett am Thema vorbei, denn mein letzter Friseurbesuch war ich nicht von anno dazumal, sondern gestern vor zwei Wochen.

    Beides liegt in der Vergangenheit. Das Beispiel mit dem Eis zielte darauf ab, dass sich nicht alles Vergangene in Richtung Zukunft extrapolieren lässt.


    Wir beide denken da sehr unterschiedlich, auch wenn wir vermutlich dasselbe Ziel haben: ein Leben mit möglichst wenig Einschränkungen (gewisse Einschränkungen in der persönlichen Entfaltung gab es immer und wird es immer geben).


    Du denkst in Problemen, ich denke in Lösungen.

    In meiner Gegend beteiligen sich auch Gastronomen rege an den Projekten für die Schnelltest und stellen z.B. ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und/oder kombinieren das mit ihren Abholmöglichkeiten für Speisen. Ja, sie bekommen Geld dafür - das ist aber auch legitim.


    Als ich mich heute Mittag beim warten auf mein Essen mit dem Inhaber einer dieser Gaststätten unterhalten habe, hat er ebenfalls meine Meinung vertreten: testen, testen, testen. Nicht nur, weil er dadurch etwas nebenbei umsetzt, sondern weil er es für ein Element hält, mit dem die Einschränkungen im Zaum gehalten werden können.


    Die These, die Schnelltests würde die Inzidenz hochtreiben ist aus meiner Sicht, gelinde gesagt, kurzsichtig. Kurzzeitig ist es sicherlich so, dass die Massentests die Inzidenz nach oben treiben. Aber schon nach kurzer Zeit helfen sie dabei, weitere Infektionen zu vermeiden. Und dadurch senken sie die Inzidenz.


    Gedankenspiel: Würden sich alle in derselben logischen Sekunde testen lassen, die nachweislich positiv getesteten in Quarantäne begeben - wo wäre die Inzidenz dann zwei Wochen später? Sie würde sich an 0 annähern. Klar, das geht nicht zu 100%. Aber weil etwas nicht zu 100% klappt macht am besten gar nix? :sleeping:

    Im Gengenteil. Ich bin absolut bereit dazu, sobald ich dafür eine Gegenleistung erhalte, und nicht nur die was weiß ich wie viele Zusage von Öffnungen, die dann doch nicht kommt.

    Die direkte Gegenleistung ist, „nur“ einen Teil zur Senkung der Infektionszahlen beizutragen. Die indirekte Gegenleistung ist eine möglichst schnelle Reduzierung der Einschränkungen. Ganz einfach.


    Ich selbst mache die Tests übrigens nicht, um zum Friseur oder Shopping gehen zu können, sondern „nur“ um meinen kleinen Teil dazu beizutragen, Infektionen zu vermeiden. Klar, ich bin nur ein winziges Rädchen im Getriebe, aber dennoch Teil des Getriebes. Und ich halte nichts von der Annahme, durch das eigene Verhalten nichts beitragen/ändern zu können.

    Zum 125438. mal. Die Tests sollten ursprünglich Teil eines Öffnungskonzeptes sein. Somit fordere nur das für mich ein, was die Politik zugesagt hat.

    ...und verschließt die Augen vor der Realität. Aber Ok, ich habe verstanden. Du bist nicht dazu bereit, durch eine einfache Handlung etwas dazu beizutragen, dass die Einschränkungen schnellstmöglich enden. Denn es könnte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass du unnötig einen Tag (im Schnitt) zu Hause bleiben musst.

    Schnelltests wurden als Mittel der Öffnung propagiert. Wenn die Öffnungen kommen auf die ich warte, denke ich noch mal darüber nach. Ein "Testen um des testens willen" oder um einen Provisionsempfänger reicher zu machen, wie bei den "Maskendeals" mit dem Risiko für nichts und wieder nichts Tage lange weg gesperrt zu werden, ohne jede Gegenleistung, wird es mit mir nicht geben. Wenn ich dafür auf den Besuch bestimmter Einzelhändler verzichten, oder die Haare wieder länger wachsen lassen muss, dann ist es eben so. Basta.

    Dass man eine „Belohnung“ nicht immer unmittelbar erhält, lernt man in der Regel bereits als Kind. Setzt aber eine gewisse Abstraktionsfähigkeit, oder wie es mir in deinem Fall treffender erscheint, einen Abstraktionswillen voraus. Das Ganze nennt man in der Psychologie „Gratifikationsaufschub“.

    Das eine schließt das andere nicht aus. Oder meinst du die "Maßnahmen" (ich halte das Wort Einschränkungen nach wie vor für ehrlicher) wären ergänzent um eine grundlose Quarantäne, durch einen eventuell falschpositiven Schnelltest, besser zu ertragen? Ich halte das, mit aller Vorsicht formuliert, jetzt nicht für so wahrscheinlich.

    Ganz offensichtlich schließt es sich nicht gegenseitig aus. Aber es ist grotesk. Mit konsequenter Testung könnte man die Infektionen innerhalb kurzer Zeit erheblich nach unten drücken, parallel zu den Impfungen. Jede einzelne erkannte und gebannte Infektion trägt dazu bei. Insbesondre bei symptomlosen Infektionen ist das viel wert.


    Ich selbst lasse mich mindestens ein Mal pro Woche testen, insgesamt mittlerweile rund 20x. Und ja, falls bei mir ein falsch-positives Schnelltestergebnis vorliegen würde, wäre ich einen halben bis zwei Tage in Quarantäne (üblicherweise liegt bei uns das Ergebnis des PCR Tests spätestens zum Ende des nächsten Tages vor). So what?


    Sicherlich ist sowas eine Frage der Abwägung. Wenn einem allerdings wirklich an einer Reduzierung der Einschränkungen (mich juckt die Wortklauberei Einschränkungen vs. Maßnahmen nicht) oder deren Beendigung gelegen ist, kann man das (den relativ unwahrscheinlichen Fall eines falsch-positiven Testergebnisses verbunden mit einer äußerst kurzfristigen Quarantäne) in Kauf nehmen.


    Man kann das für sich selbst sicherlich auch anders bewerten und stattdessen lethargisch abwarten. Mein Ding ist das jedoch nicht.