Zitat
Original geschrieben von xoduz
Schwacher Beitrag. Erstmal als Pseudoargument den Verstand des anderen hinterfragen, um sich dann in Unklarheiten und Andeutungen zu verlieren.
Sorry, hatte wenig Zeit heute morgen.
Dann versuche ich mal meine Andeutungen zu klären, damit man mich evtl. versteht.
Es geht um diese Reportage der ARD bei Daimler:
http://www.ardmediathek.de/das…erden?documentId=14580414
Ab Minute 31 sieht man eigentlich, dass die Dame unter anderem für die Qualitätssicherung zuständig ist.
Ab Minute 34 sieht man die Ausrechnung vom Amt basierend auf dem Familienstand und Wohnsituation des Reporters. Diesen Lohn kann er auch mit 12€ nie erreichen bei 35h/Woche.
Daimler hat die Spedition im Werkvertrag beauftragt. Hier ist auch meiner Meinung nach zumindest der Umstand der Weisung / Einarbeitung durch den Daimlerarbeiter rechtswidrig.
Daimler hat mit den Gewerkschaften bezüglich Leiharbeit einen Zuschlag vereinbart, der den Einsatz für diese sehr einfachen Tätigkeiten so sehr verteuert, dass es sich schon nicht mehr rechnet.
Die Gewerkschaften sind nicht bereit für diese Tätigkeiten Leichtlohngruppen zu schaffen, der Daimlerbetriebsrat ist nicht bereit die Leute ganz unten einzustufen.
Bei Daimler wird oftmals nicht stringent nach Tätigkeit, sondern nach Qualifikation bezahlt.
Ja, es ist einiges im Argen in dem Bereich Werkvertrag und AÜG.
Warum man sich gerade Daimler aussucht, ist mir schleierhaft. Da gibt es weitaus schlimmeres.
Die Kernfrage der ganzen Diskussion hat einen sehr ernsten Hintergrund:
* Was wäre ein angemessener Lohn für diese Art der Tätigkeit?
* Was wäre ein für das Unternehmen rentabler Lohn für diese Tätigkeit?
* Ist speziell Daimler auf Dauer in der Lage für solche Tätigkeiten Daimlerkonditionen zu zahlen?
Schwieriges Thema abseits der zugegebenermaßen herrschenden Mißstände in manchen Unternehmen.