Was das mit Lehrern und Selbstüberschätzung zu tun hat?
Aus meiner Sicht ist die Notenvergabe, speziell in NRW, mittlerweile extremst verändert worden.
Dadurch wird den Abiturienten etwas suggeriert, was die eigentlich gar nicht erfüllen.
Die Folge ist eine maßlose Selbstüberschätzung. Das gilt natürlich nicht für alle Schüler und Studenten.
Die Tendenz ist aber imho eindeutig.
Ich zitiere mal einen älteren Lehrer (auf die Frage, warum die Noten immer besser werden):
"Früher gab es nur sechs Noten, wobei es eigentlich nur vier waren, denn Einsen und Sechsen wurden
praktisch nicht vergeben. Wer eine Eins wollte,der musste nicht nur alles richtig haben, sondern das auch
noch formvollendet. Heute gibt es eine 15er-Skala, die bei einer 1 plus anfängt und bei der 6 aufhört, und
sehr gut ist mittlerweile, was den Leistungsanforderungen „in besonderemMaße“entspricht. Das heißt:
Die Arbeit muss nicht fehlerfrei oder perfekt sein, um sehr gut zu sein. Ausreichend bedeutete früher,
die Hälfte richtig zu haben, heute reichen rund 40 Prozent für ein Ausreichend aus."