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Original geschrieben von BornToRun
Interessanter Thread ...
Bekommt jemand, der sich bereits im Bewerbungsprozess zum unterwürfigen Hanswurst macht, am Ende nicht auch genau den Arbeitgeber, den er verdient?
Umgekehrt aber auch. 
Im Kern hast Du ja nicht ganz Unrecht, allerdings sollte man seine Durchsetzungsfähigkeit gegenüber der eigenen Firma auf die Zeit nach der Probezeit verlegen. 
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Original geschrieben von Pankoweit
Jeden 2. Tag Gespräche, und das sogar “im Schnitt“? Vielleicht sollten die dort lieber mal einen Personaler einstellen, der seinen Job gelernt hat ... 
Okay, dann arbeitest Du in einem besonderen Teilbereich oder in einer besonderen Firma.
Ich kenne keinen Personaler, der jeden 2. Tag Vorstellungsgespräche führt.
Wie auch immer, meine Wahrnehmung für die Mehrheit der Firmen - die ich kenne- ist eine andere. Öffentlicher Dienst und solche Sanatorien wie VW, wo ohne die IG Metall keine Auswahl stattfindet, nehme ich mal aus.
Edit: Bezieht sich natürlich auf den Bekannten von Tomcat
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Original geschrieben von bz_star
Eben dieses Denken verfolgen leider noch so viele Firmen, die meinen, sie suchen sich die Bewerber aus.
Tut mir leid, aber genau deine Denkweise ist Ursache dafür, weshalb große Unternehmen Ihr Stellen nicht oder nur ausreichend besetzt kriegen.
Als Unternehmen hast du in der heutigen Zeit die Aufgabe, dich für Bewerber interessant zu machen.
Es geht um die Einschätzung seiner Fragestellung und ob das meine persönliche Zustimmung findet oder nicht, brauchen wir nicht zu erörtern.
Ich komme zwar nicht aus dem Süden, habe aber täglich mit Personalern zu tun, die sowohl deutschlandweit, als auch weltweit Entscheidungskompetenz haben.
Das was Du beschreibst ist die Theorie der Abteilung Personalentwicklung, die Realität habe ich beschrieben.
Richtig gute Leute würden gar nicht in die Situation der Fragestellung kommen. Das Problem der guten Leute ist das Gehalt und da geht es nicht darum, ob man es bezahlen kann, sondern eher darum, ob es ins Gehaltsgefüge passt.
Sorry, Deine Denkweise ist zu einfach gestrickt.
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Eigentlich wäre ich ja momentan auf den Malediven, unglücklicherweise muß ich mich derzeit auch um meine berufliche Zukunft bemühen.
Da das zeitlich nicht anders möglich war, habe ich mich dann natürlich für das Vorstellungsgespräch entschieden.
Wäre nun also megablöde, wenn sie mich nicht einstellen.
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Original geschrieben von Spacko007
Dann ist es vielleicht besser dort erst gar nicht zu arbeiten. Auf solche Leute kann man gerne verzichten. Wenn ich einen AN haben möchte, dann kann ich auch zwei Wochen warten.
Wenn Du meinst den Anspruch und Wirklichkeit um 180 Grad drehen zu können.
Die Frage ist eindeutig zu beantworten, zumindest in dem oben dargestellten Szenario.
Das mag in Deinem Business -oder Qualifikationsbereich anders sein.
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Original geschrieben von Spacko007
Ich sehe das auch so: Einfach ehrlich sein. Man muss es vielleicht nicht unbedingt angeben aber beim Gespräch oder nach der Einladung ansprechen.
Die HR-Leute, die ich kenne, hätten da kein Verständnis.
Printus hat es auf den Punkt gebracht. Alles andere ist Wunschdenken oder gar Träumerei.
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Original geschrieben von Pitter
Fragen wir anders. Wie viele der Beschäftigten der privaten Abfallwirtschaft und private Pflegedienste sind bei Verdi organisiert?
Steht ausser Frage, dass der Organisationsgrad sehr schlecht ist.
Warum wird Verdi hier nicht mit Aktionen aktiv, um mehr Mitglieder zu mobilisieren?
Ist halt einfacher mit der roten Weste bei den Azubis in den öffentlichen Verwaltungen - freigestellt - zu werben, statt sich mit dem rumkeifenden Entsorger-Boss rumzuschlagen.
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Original geschrieben von Pitter
Ein Gewerkschaft vertritt wen?
Ihre Mitglieder!
Verdi vertritt auch die Beschäftigten der privaten Abfallwirtschaft und auch private Pflegedienste etc.
Die kriegen aber dort den Mund nicht auf, da es natürlich im verfilzten öffentlichen Dienst einfacher ist, da die Kommunen speziell z.B. das Schauspiel der Müllkutscher dulden.
Und ja, ich weiß wovon ich rede. Oder glaubst Du allen ernstes es wäre nicht möglich diesen Ausfall zu kompensieren?
Da werden teilweise rechtswidrig Müll-Fahrzeuge blockiert und das interessiert keinen.
Ansonsten bin ich ja voll bei Dir, man muss sich organisieren. Verdi ist aber von gestern und da würde ich auch nicht beitreten.
Es wird Zeit, dass sich die Gewerkschaften den Realitäten anpassen und nicht nur für einige wenige jetzt schon überbezahlte Interessengruppen eintreten, sondern bei den wahren Problemen beginnen.
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Original geschrieben von Printus
...Es geht um die Frage, welchem Tarifgebiet Amazon zuzurechnen ist - und Amazon ist ein (Online)Händler, kein Logistiker. Um diese eigentlich sonnenklare Feststellung drückt sich Amazon weil sie den Lohn vieler Mitarbeiter unter das, was die im korrekten Tarifvertrag bekommen müssten, drücken wollen. Die Diskussion ...
Amazon ist nicht tarifgebunden, das ist das einzig sonnenklare, was ich hier sehe.
Gewerkschaften sind immer noch ein Muß, sonst würden einige Arbeitgeber machen was sie wollen.
Allerdings ist imho der Verdi-Verein einfach nicht mehr zeitgemäss und benimmt sich wie der letzte Klassenkämpfer.
Gerade bei einem amerikanischen Unternehmen wie Amazon werden sie damit keinen Erfolg haben.
Isoliert betrachtet gilt das Argument von Goyale bezüglich Lohnniveau für einfachste Tätigkeiten. Verdi instrumentalisiert hier die Mitarbeiter für Propagandazwecke.
Und auch wenn das nicht zum Thema gehört wie der Hermesfahrer, sollten die Funktionäre sich mal um die wirklichen Problemfälle ihrer Klientel kümmern.
Das sind dann aber weder Erzieher, noch der Müllmann oder die Krankenschwester im Arbeitsverhältnis des öffentlichen Dienst, sondern die Müllmänner und Pfleger etc. beim kleinen privaten Dienstleister. Aber das vergisst die ÖTV mit ihren alten verkrusteten Strukturen gerne mal.
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Hier normalerweise auch vormittags. Kam gerade um die Ecke.