Die Kontosperren bei Amazon sind ein heikles Thema und ich bin gespannt, ob Amazon da in Zukunft gerichtlich auf den Deckel bekommt. Hier wird nämlich so gar nicht transparent kommuniziert.
In den Medien wurde es oft so dargestellt, dass ausschließlich Kunden gesperrt werden, die zu häufig von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Diese Information ist falsch!
Wie neuere Berichte (Teltarif) zeigen, werden sämtliche Gewährleistungsfälle und Rücksendungen egal aus welchem Grund addiert und wenn diese einen bestimmten (vermutlich individuellen Wert) übersteigen erhält der Kunde die berühmte Mail ob "er unzufrieden mit Amazon wäre" oder auch Gelbe Karte genannt.
Auch ich habe bereits diese gelbe Karte erhalten und kann bestätigen, dass dies sicherlich nicht an meinem exzessiven Gebrauch des Widerrufsrechts lag. Ich hatte in den letzten Monaten nur einen einzigen Artikel wegen nicht Gefallens zurückgesendet. Was ich jedoch gemacht habe:
1. Mehrfache Reklamation von teuren Lautsprechern. Leider erhielt ich immer wieder gebrauchte UND defekte Ware als Austausch.
2. Mehrfache Reklamation eines sehr neuen Smartphones wegen verrutschter Dichtung in der Kamera. Die gebrauchte Ware im Austausch habe ich nicht akzeptiert, hatte ich doch erst vor wenigen Tagen den vollen Vorbestellpreis bezahlt.
3. Mehrfach einen Artikel reklamiert, weil statt der angegebenen Menge von 10 nur ein Artikel geliefert wurde.
Hier kommt das System Amazon dann an seine Grenzen. Es scheint nämlich so zu sein, dass Amazon Gewährleistungsfälle und Reklamationen überhaupt nicht prüft. Amazon macht einfach was der Kunde wüscht. Wird Amazon der Kunde zu teuer, so wird der Kunde rausgeschmissen. Wer nun den Fehler gemacht hat scheint egal. Man kann lediglich auf die Gelbe Karte antworten und sich erklären. Eine Rückmeldung, ob man wieder eine weiße Weste hat, da Amazon anerkennt die Sache selber verbockt zu haben erhält man nicht.