Beiträge von Action Andy

    Und jetzt bist du genau in die PR Falle von Amazon getappt. Es geht eben nicht nur um notorische Zurückschicker sondern auch darum, dass Amazon keine Lust auf eine korrekte Bearbeitung von Gewährleistungsfällen hat.


    Und dies hält Kunden davon ab ihre gesetzlichen Ansprüche zu nutzen. Dieses Problem rechtlich korrekt darzustellen ist natürlich etwas komplizierter. Deswegen schrieb ich heikles Thema.

    Die Kontosperren bei Amazon sind ein heikles Thema und ich bin gespannt, ob Amazon da in Zukunft gerichtlich auf den Deckel bekommt. Hier wird nämlich so gar nicht transparent kommuniziert.


    In den Medien wurde es oft so dargestellt, dass ausschließlich Kunden gesperrt werden, die zu häufig von ihrem Widerrufsrecht Gebrauch machen. Diese Information ist falsch!


    Wie neuere Berichte (Teltarif) zeigen, werden sämtliche Gewährleistungsfälle und Rücksendungen egal aus welchem Grund addiert und wenn diese einen bestimmten (vermutlich individuellen Wert) übersteigen erhält der Kunde die berühmte Mail ob "er unzufrieden mit Amazon wäre" oder auch Gelbe Karte genannt.


    Auch ich habe bereits diese gelbe Karte erhalten und kann bestätigen, dass dies sicherlich nicht an meinem exzessiven Gebrauch des Widerrufsrechts lag. Ich hatte in den letzten Monaten nur einen einzigen Artikel wegen nicht Gefallens zurückgesendet. Was ich jedoch gemacht habe:
    1. Mehrfache Reklamation von teuren Lautsprechern. Leider erhielt ich immer wieder gebrauchte UND defekte Ware als Austausch.
    2. Mehrfache Reklamation eines sehr neuen Smartphones wegen verrutschter Dichtung in der Kamera. Die gebrauchte Ware im Austausch habe ich nicht akzeptiert, hatte ich doch erst vor wenigen Tagen den vollen Vorbestellpreis bezahlt.
    3. Mehrfach einen Artikel reklamiert, weil statt der angegebenen Menge von 10 nur ein Artikel geliefert wurde.


    Hier kommt das System Amazon dann an seine Grenzen. Es scheint nämlich so zu sein, dass Amazon Gewährleistungsfälle und Reklamationen überhaupt nicht prüft. Amazon macht einfach was der Kunde wüscht. Wird Amazon der Kunde zu teuer, so wird der Kunde rausgeschmissen. Wer nun den Fehler gemacht hat scheint egal. Man kann lediglich auf die Gelbe Karte antworten und sich erklären. Eine Rückmeldung, ob man wieder eine weiße Weste hat, da Amazon anerkennt die Sache selber verbockt zu haben erhält man nicht.

    Ne im Durschnittsladen aufm Dorf muss man die Rechnung bei Nespresso hochladen und die Prüfung abwarten etc.
    Für manche Leute ist das durchaus Arbeit. Bei Amazon muss man nur auf den Gutschein warten und kann ihn dann Copy Paste irgendwo eingeben. Wie der genaue Ablauf ist weiß ich natürlich auch nicht.


    Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass dieser Ablauf der "Ich bin zu faul und bequem wo anders zu gucken"-Fraktion die alles bei Amazon kauft, besser gefällt als irgendwelches hantieren mit Scans oder Handyfotos. Oder gar ne Kopie der Rechnung anfertigen und per Post schicken.


    Denen ist dann auch egal, ob sie die 40€ bei der ersten oder bei der zweiten Bestellung sparen.

    Nochmal zum Nespresso OffTopic:
    Amazon sendet einem den Gutschein automatisch per Mail. Aktionsbedingungen findet man wenn man nach Nespresso sucht oben im Banner.


    Damit wären wir wieder dabei, warum der übrige Handel im Gegensatz zu Amazon ziemlich rückständig ist.

    Ok das ist mir neu. Früher konnte man mit Maschinen von Amazon problemlos teilnehmen.
    Auf den ersten Flyern zur Winteraktion fehlt dieser Zusatz ebenfalls.
    Und was ist denn der offensichtliche Grund? Für mich ist der Grund leider nicht offensichtlich.

    Klar sind Sie das. Hier ein willkürliches Beispiel:
    Essenza Mini Preisvergleich Geizhals
    Günstigster Anbieter 90€
    Amazon 98€


    Amazon ist also nicht günsigster aber weniger als 10% teurer. Und genau das ist meine Zahlungsbereitschaft für etwas mehr Service und Chi Chi. Andere Handelunternehem (insbesondere der Offlinehandel) meinen aber, die Zahlungsbereitschaft für Vor Ort oder mit besserem Service läge bei 50% oder mehr Aufschlag.

    Zitat

    Original geschrieben von Spacko007
    ...die Leute künstlich vergraulen. Das fängt bei der Verfügbarkeit an und endet bei der vollen Kasse.


    Genauso sehe ich das auch. Momentan hat man nicht die große Auswahl. Insbesondere wenn man kein Auto hat, ist man auf den Markt vor der Haustüre angewiesen. Und genau deswegen kann man sich Sprüche wie "Tja leider nicht da, kommen sie morgen wieder" usw. erlauben. Sobald ein nennenswerter Onlinemarkt vorhanden ist, werden wir eine heftige Revolution in Sachen Qualität und Service sehen.
    s
    In anderen Bereichen war dies auch zu beobachten. Ewig lange Rückgabemöglichkeiten bei Mediamarkt. Eine Aktion nach der anderen.
    Kundenbindungprogramme mit teilweise kostenaufwendigen Extras im Textilhandel. Zum Beispiel persönliche Fashionberater oder letztens war ich auf einem Event einer großen Handelskette mit Konzert und hochwertigem Essen und Trinken (auch hochprozentiges) so viel man wollte. Alles gratis!
    Ich denke ohne den Druck aus dem Onlinehandel wäre das alles nicht nötig.


    Es besteht auch kein Zweifel daran, dass die Märkte die Wünsche der Kunden nicht erkannt hätten.
    Real - Einmal hin alles drin
    Lidl - Werbekampange zur guten Qualität
    Rewe - Irgendwas mit Frische


    Jetzt hapert es bei der Umsetzung. Es scheint sehr schwer zu sein sowohl gute Marktleiter als auch motiviertes und serviceorientiertes Kassenpersonal zu finden. Wenn ich mir die Verkäufer hier im Real und Rewe anschaue und sehe, dass die Regale von Subunternehmen eingeräumt werden, dann scheint man doch immernoch über den Preis die Leute locken zu wollen.


    Dabei hat man schon bei Amazon gesehen, dass man nicht immer der billigste sein muss. Amazon hat quasi die Quadratur des Kreises geschafft. Kundenbindung im Onlinehandel, obwohl die Konkurrenz nur einen Klick entfernt und billiger ist.

    Guter Preis? Bei Schlecker?


    Also die Artikel die ich so zu der Zeit als es Schlecker noch gab dort gekauft hätte waren maßlos überteuert.
    AXE Deo 5,50 statt unter 3 bei DM


    Und so ging das quer durchs Sortiment. Eng und hässlich und langes Warten an der Kasse kam noch oben drauf, weil die arme Frau Einräumen und Kassieren irgendwie gleichzeitig machen sollte.