Beiträge von Action Andy

    Da wir in Deutschland so ziemlich die einzigen sind die 170km/h theoretisch fahren können, wird man so ein Auto wohl eher auf 130km/h oder weniger auslegen. Und schon ist man unter 20kwh/100km. Und 100kwh Akku und 350kw Ladeleistung scheinen ja in absehbarer Zukunft verfügbar zu sein. Sprich alle 500km ne halbe Stunde Pause. Das ist nicht so weit von der Nutzung eines aktuellen Verbrennerfahrzeuges entfernt.


    Unter Teslafahrern ist es übrigens schon gängige Praxis sich auszurechnen was schlauer ist. Schneller fahren und einmal mehr Laden oder langsamer fahren und sich einen Stop sparen. Oder auch bei einem Stop früher aufhören zu laden, weil man eh noch einen weiteren brauchen wird und so die höhere Ladegeschwindigkeit von 0 auf 50% nutzen kann.

    Du beschreibst den Ist-Zustand. In Zukunft wird es wohl nur wenige Fahrzeuge mit weniger als 60kwh Akku geben. Und dann braucht man eben nicht auf jedem Supermarktstellplatz eine Ladesäule. In Mehrfamilienhäusern wird es dann eben ein Lastmanagement geben. Der Durchschnittsdeutsche verfährt doch garnicht jeden Tag 88kwh. Wenn es die Anschlüsse her geben kann vielleicht auch ein 7,2kw Einphasenlader ausreichen. das wären immernoch mehr als 50kwh im Schlaf.
    Auch 3,7kw Typ2 würde für die meisten reichen. Wichtig ist nur, dass die beim allabendlichen Stellplatz vorhanden und halbwegs Vandalismus sicher über Typ2 gelöst sind. Überall Schuko wäre eine wenig zukunftssichere Frickellösung. Überall 350kw Lader und garkeine Lademöglichkeiten an öffentlichen Stellplätzen halte ich dann doch für utopisch.

    Will man das wirklich?
    So ganz klar ist das noch nicht. Die längste Standzeit ist wenn man schläft. Und Typ2 kristallisiert sich als praktikabelster Stanard momentan heraus. An typischerweise 11kw kann man bei 8Stunden Schlaf 88kwh laden. Das dürfte ein praxistauglicher Wert sein, um nicht bei jedem kinobesuch laden zu wollen. Für Fernreisen dann Schnelllader

    Also hier in Köln braucht es keine Citymaut. Hier müssten einfach nur mal für ein paar Wochen alle Gehwegparker, zweite Reihe Parker, Radwegblockierer, Ladezonenparker etc. abgeschleppt werden. Dann vielleicht noch das Anwohnerparken rauf auf 10 bis 20€ im Monat statt lächerlicher Jahresbeträge.
    Auf allen mehrspurigen Straßen in der Kernstadt eine Spur für Radfahrer statt eine Spur zum Parken. In den Parkhäusern ist noch genug Platz.
    Aber bisher scheinen die Fans der Autogerechten Stadt in der Verwaltung zu überwiegen.

    Zitat

    Original geschrieben von VoIPTom
    Bekannte von mir fährt ein E-Auto und nach knapp 3 Jahren hat sie nun das Problem, das die Akkus so langsam einknicken und ausgetauscht werden müssen.


    Um welches Fabrikat handelt es sich denn? Bisher hatte ich immer gehört, dass die Akkus erstaunlich lange halten. Schließlich werden sie bei vielen Modellen aktiv gekühlt und beheizt, um immer im richtigen Temperaturfenster zu arbeiten. Darüber hinaus werden sie im Gegensatz zu Laptop und Handy weder voll entladen noch aufgeladen.

    Ich glaub die beste Lösung ist, wenn sich jeder der Interesse hat mal in ein E-Auto setzt. Renault bietet momentan wieder 48 Stunden Probefahrt an.


    https://anfrage.renault.de/ze48stunden/#/auswahl


    Den i3 kann man bei DriveNow ohne großen Aufwand testen.


    Ich sehe in der Umstellung zwischen E-Auto und Verbrenner kein großes Problem. Da finde ich die Umstellung zwischen Fahrrad, Motorrad und Roller schlimmer. Mal hat man zwei Handbremsen, mal eine Kupplung, mal ist die Vorderradbremse links und mal ist sie rechts.

    Momentan gibt es wohl noch verschiedene Philosophien. BMW setzt auf das One Padel Driving. Geht man vom Gas rekuperiert das Auto maximal. Möchte man Segeln muss man also etwas auf dem Gaspedal bleiben. Andere Hersteller nutzen eben Hebel am Lenkrad. Bei manchen Autos ist die Stärke einstellbar bei manchen nicht. Die Zukunft wird zeigen was sich durchsetzt. Was afaik noch kein Hersteller gemacht hat ist eine Kopplung mit der Bremse. Also bis 50% Bremskraft Rekuperation und danach Einsatz der Scheibenbremsen.

    Die Beschleunigung ist nur ein Teil des Spaßes. Auch kann man durch die Rekuperation ohne Reue bremsen. Ohne Schalten kann man sich voll und ganz aufs Fahren konzentrieren. Ja auch bei Automatik nervt das Schalten. Und gleichzeitig ist bis ca 30km/h Stille und auch bei 30 bis 70 hört man kaum etwas.


    Also von der Freude am Fahren :D überzeugt der i3 voll und ganz. Als Alltagsfahrzeug ist er doch eher etwas speziell. Nur vier Plätze, nervige hintere Türen, Tänzeln auf der Autobahn etc. Was bleibt ist aber der Eindruck, dass BMW könnte wenn sie denn wollten. Das gleiche möchte ich über den E-Roller C-Evolution sagen. Wenn es hier nur etwas mehr Kapazität und Schnelllademöglichkeiten an AC und DC gäbe...