Zitat
Original geschrieben von brasax
... da man verschiedene Quellen in ein Telefonbuch packen und auch verlinken kann ...
... und in den Kalender. Und in den Posteingang. Und und und. Der Denkansatz bei WebOS ist halt etwas anders als vielleicht gewohnt. Gruppen oder Kategorien organisieren sich über verschiedene Quellen, nicht über eine zusätzliche Metainformation in der Quelle selbst. So hab' ich im Kalender meine Job-Dates aus EAS und private Geschichten über Google in einer gemeinsamen Ansicht, farblich voneinander abgesetzt. Mit einem Finger-Tapp seh' ich nur private oder nur berufliche Termine. Genauso im Adressbuch: Wahlweise alles zusammen oder nach Quelle getrennt. Alles eine Frage der Organisation.
Der Mega-Bringer sind Adressbuch und Kalender selbstverständlich nicht. Sollen sie das sein? Für den o8/15-Anwender reicht's, schätze ich, Poweruser müssen sich mit Zusatz-Software behelfen (sofern's denn irgendwann eine gibt). Diesen Ansatz verfolgen aber inzwischen alle Hersteller im Consumer-Sektor. Wer out-of-the-box mehr braucht, sollte zum Blackberry greifen.
Das Fehlen eines Karten-Slots bedaure ich, scheint inzwischen aber auch en vogue seitdem das iPhone das vorgemacht hat. Für mich hat das "nur" den Effekt, daß ich mich vom Wunschgedanken einer echten eierlegenden Wollmilchsau verabschiedet hab'. Gleich ob 8, 32, 64 oder wieviele Gig auch immer - solange Massenspeicher nicht flexibel erweiterbar ist, muß ich immer Abstriche machen. Wie groß sind denn die Bilddateien, die so eine Zehn- oder Zwölf-Megapixel-Kamera in manch aktuellem Handy produziert? Wieviele Länder Westeuropas passen denn für die Navi-Software noch rein in den Handy-Speicher? Ob ich dann daneben noch meine ganze CD-Sammlung im MP3-Format unterbringe oder nur die halbe, spielt schon gar keine Rolle mehr. In meinem Anwendungsfall gleich gar nicht, weil ich für Offroad-Navigation viel lieber gigabyte-weise topografische Karten mitnehmen würde, was ohne eingebaute Festplatte oder wechselweise eingesetzte Speicherkarten überhaupt keinen Sinn macht. In meinem Fall, wie gesagt. Millionen andere Nutzer sind ja bereit, ohne Kartenslot zu leben am iPhone.