Zitat
Original geschrieben von Vo.IP
Aktuell bezahle ich 20 EUR für den Genion-L
Um mit dem o2 o gleichzuziehen, mußt Du 133 Minuten pro Monat telefonieren, und das nur ins Festnetz und ins o2 Netz. Zweieinviertel Stunden im Monat ist knapp unter dem Bundesdurchschnitt, begrenzt nur auf o2 Kunden sogar exakt der Durchschnitt. Sprich: der Durchschnittstelefonierer zahlt mit o2 o zumindest mal nicht drauf.
Gleich ob Flat oder Minutenpakete, rentabel für den Kunden sind diese Angebote nur, wenn sie überdurchschnittlich viel und das auch noch über viele Monate konstant telefonieren. Telefonierst Du zum Beispiel mal einen Monat lang nur 50 Minuten in Deinem Flat-Zielbereich, aus welchen Gründen auch immer, zahlst Du in diesem Monat horrende 40 Cent pro Minute. Mit o2 o wärst Du in diesem Monat mit 7,50 EUR dabei.
Die Discounter sind billiger und bieten die selbe Flexibilität, richtig. Daß die Discounter bislang in Deutschland nur 15% Marktanteil gewonnen haben (geschätzt; auf die Schnelle finde ich keine aktuellen Zahlen, vor einem Jahr waren's noch knapp 10%), könnte daran liegen,
- daß ein hoher Prozentsatz der Kunden Mobilfunkprodukte ebensowenig gern zwischen Frischkäse und Ketchup einkauft wie Computer,
- daß ein hoher Prozentsatz der Kunden tatsächlich recht konstant und kostenbewußt telefoniert und längst ein passendes Paket aus Tarifen und Optionen geschnürt hat, dem er treu bleibt, oder
- daß er als klassischer PISA-Fall die vier Grundrechenarten nicht beherrscht und aktuell viel zu viel zahlt, wie von einigen hier schon angeführt.
Keine Ahnung, woran es wirklich liegt. Im Fall 1 hätte o2 o gute Karten auf dem Markt. Fall 3 könnte man mit halbwegs geschicktem Marketing fangen mit o2 o. Nur im Fall 2 sehe ich schwarz...