Beiträge von RA Fries

    Ich würde mich auf Hotline-Aussagen zu diesem Thema momentan noch nicht unbedingt verlassen. Die wissen das alles doch selber noch nicht so genau und gehen wohl davon aus, daß die üblichen VVL-Regeln gelten (nach denen Du ja in der Tat noch lange nicht upgradefähig wärst).


    Es erscheint sehr plausibel, daß T-Mobile im Rahmen einer Sonderaktion vorzeitige Upgrades auf das iPhone zu den genannten Konditionen (VVL und 10 Euro Aufpreis) anbieten wird. Bis zum Verkaufsstart wird diese Info sicherlich auch allen Mitarbeitern vorliegen, aber deswegen jetzt schon die Hotline zu nerven halte ich für vollkommen unnötig.

    Re: Sind die Portierungsfristen vorgeschrieben oder freiwillig ?


    Zitat

    Original geschrieben von FraDi
    Ich habe nämlich den Verdacht das Talkline jetzt mit dem Argument kommt das eine MNP nicht mehr möglich sei da die Nummer gekündigt wäre (jedenfalls hat ein Hotliner mal sowas angedeutet)... :rolleyes:


    Zur Rechtslage hat der User realice zutreffend vorgetragen.


    Solange der Portierungsauftrag innerhalb der genannten Frist bei Talkline eingeht und übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, dürfen sie diesen nicht ablehnen. Wenn allerdings beispielsweise Kundendaten nicht stimmen o.ä. und dadurch die Frist überschritten wird, hast Du leider Pech gehabt. Es ist immer dringend zu empfehlen, Portierungsaufträge so frühzeitig einzuleiten, daß noch genug Zeit für mögliche Fehlerbehebungen verbleibt.

    Zitat

    Original geschrieben von polli
    (Gibts eigentlich ne Möglichkeit (bei der Telekom) vertraglich zu fixieren das z.B. die Drücker meiner Mutter nicht nochmal irgend nen Quatsch andrehen können?)


    Du kannst bei der Telekom kostenlos eine sogenannte Kundenschutzsperre einrichten lassen. Dann ist Dein Anschluß vor unbefugten Änderungen durch den indirekten Vertrieb sicher, Änderungsaufträge sind nur noch nach schriftlicher Erteilung durch Dich über das Backoffice Deiner Kundenniederlassung möglich.

    Zitat

    Original geschrieben von Z-Man
    Deinen Ansatz finde ich gut, aber die Telekom ist meiner Meinung nach nicht der Anbieter den Du unter diesen Kriterien wählst.


    Du hast vollkommen recht. Es ist lediglich der Anbieter, der diesem Ideal auf dem heutigen pervertierten Markt noch am nächsten kommt.



    Zitat

    Deinen Ansatz finde ich gut, aber die Telekom ist meiner Meinung nach nicht der Anbieter den Du unter diesen Kriterien wählst. Frag mich aber nicht welcher Anbieter sich so verhält wie Du (und ich) Dir das wünschst, das ist in Shareholder-Value-Zeiten wahrscheinlich vorbei.


    Ich werde mich jetzt endgültig zum ewiggestrigen, stockkonservativen, oberbayerischen Provinzbewohner abstempeln, indem ich sage:


    Es war die Deutsche Bundespost.


    Die Versorgung mit Telekommunikationsleistungen gehört zur fundamentalen Daseinsvorsorge, die der Staat seinen Bürgern gegenüber durch eine Behörde sicherstellen sollte.


    Damals waren die Tarife hoch. OK. Aber wir haben es alle überlebt.


    Dafür hatten wir perfekt ausgebildete Beamte des technischen Dienstes, die genau wußten, was sie taten, wenn ein Anschluß zu legen ist oder eine Störung gemeldet war. Nicht die stockdämlichen Subunternehmer, die heute antanzen, "Hm, das liegt an Ihrem Endgerät, Sie zahlen den Technikereinsatz!", "Oder vielleicht ist der Splitter kaputt?", "Haben Sie denn alles richtig eingesteckt?", "Es MUSS Ihr Endgerät sein" etc.pp.


    Wir bekamen einmal im Monat ein Nadeldruckerblatt im Kontoauszugformat, auf dem die Anzahl der verbrauchten Einheiten (die durch analoge Zähler gemessen wurden, d.h. Fehler ausgeschlossen!), die Grundgebühr und die Telefonmiete vermerkt waren. Das würde auch heute genügen!!!
    Falsche Abrechnungen, ungerechtfertigte Abbuchungen nach Kündigung - was ist das? Gab es damals nicht!


    Es gäbe schlichtweg keine endlosen Drückeranrufe oder Hausbesuche, nach denen eine 85-jährige dann auf einmal mit DSL 16000 ausgestattet ist!
    Nein, denn ein Anschluß wird ordnungsgemäß auf dem Postamt beantragt, mit Formular und Dienstsiegel. Warum eigentlich nicht???


    Was spräche dagegen, wenn man sich sein "schickes Handy" im Fachhandel kauft und dann auf dem Postamt den Anschluß mit SIM beantragt? Perfekt betreut von gut ausgebildeten und gerecht besoldeten Beamten. Wir waren auf dem besten Weg, bis dann irgendjemand (ich werde jetzt bewußt keine Ministernamen nennen) meinte, den Mobilfunkmarkt auch für ein Stahlunternehmen (!) aus Düsseldorf öffnen zu müssen. Dann gab es nach dem C-Netz nicht folgerichtig das D-Netz, sondern auf einmal D1 und D2. Wozu dieser Blödsinn?


    100 % Netzabdeckung wären seit Jahren Realität! Die hatte das C-Netz auch, dank der Monopoleinnahmen.


    Jeder Einödhof hier im Alpenvorland und auch der Vogelwart auf Hallig Gröde könnten dank der Monopoleinnahmen heute DSL haben! Solidarisch finanziert durch den Rest der Bundesbürger.


    Es ist ein schöner Traum, der wohl nie mehr Wirklichkeit werden wird. Aber träumen ist ja nicht verboten... Ich sehe die Misere unseres kaputtliberalisierten Telefonmarktes jeden Tag in meinem Beruf, in meiner anwaltlichen Tätigkeit für die geschädigten Verbraucher. Glaubt mir: ich weiß, wovon ich rede.

    Zitat

    Original geschrieben von simboss
    So ein Blödsinn. 39 (und 29) Cent pro Minute ist ein Preisniveau, das auch der angeblich qualtätsgewohnte T-Mobile-Kunde nicht mehr versteht. Zum Beispiel wenn ihm sonst vorgerechnet wird, dass er für rechnerisch 6 Cent/Minute in alle Netze mit dem Original-Luxusnetzbetreiber-Premiumservice-Spitzentarif ;) Relax 1000 telefonieren kann. Die auch überteuerten 29 Cent/Minute des Max 2006 erst bei der höchsten Stufe überhaupt zu erreichen, ist ein Unding.


    Diese Argumentation dringt wohl nicht durch. Beim Relax 1000 handelt es sich, wie Du ja korrekt feststellst um einen absoluten Premiumtarif für extreme Vieltelefonierer. Dabei werden die Minuten natürlich, zumal durch den verbindlichen Kauf von 1000 Minuten planbare Umsätze gewährleistet sind, rechnerisch anders bepreist als für Normal- oder Wenigtelefonierer, die insgesamt weniger Umsatz generieren. Somit ist auch gerechtfertigt, daß in den ganz kleinen Paketen die Folgeminuten ein wenig höher bepreist werden, zumal die betreffenden Kunden ihr Budget ohnehin nicht oder nur minimal überschreiten (andernfalls hätten sie ja ein größeres Paket gebucht).



    Zitat

    Original geschrieben von Jeff Kelly
    Jubelperser


    War das jetzt wirklich ernstgemeint?


    Als Verteidiger der Telekom hat man es in diesem Land und seinen Internetforen bekanntlich nicht leicht und wird schnell in Schubladen wie verdeckter Mitarbeiter, Werbe-Troll oder eben Jubelperser gesteckt.


    Mittlerweile sollte sich allerdings herumgesprochen haben, daß ich nicht im Telekom-Konzern beschäftigt bin. Vielmehr sehe ich es als meine Aufgabe, gelegentlich die Tatsache ins Bewußtsein der Menschen zurückzuholen, daß Preise nicht alles sind. Sondern das die Entscheidung für einen Telekommunikationsanbieter auch von Werten wie Patriotismus und Solidarität geleitet werden sollte.


    Ich möchte bei einem Anbieter Kunde sein, wo die Mitarbeiter (insbesondere im Kundenservice) noch menschenwürdig behandelt und bezahlt werden und nicht - um des nackten Überlebens willen - parallel noch ALG II beziehen müssen. Ich möchte bei einem Anbieter Kunde sein, der nicht von ausländischen Geiern und Heuschrecken finanziert wird, sondern unserem Land auch etwas von seinem Gewinn zurückgibt. Indem er beispielsweise auch die Kunden versorgt, für die sich andere Anbieter aus wirstschaftlichen Gründen nicht interessieren. Oder sich in der Kulturförderung engagiert.


    Das alles gibt es eben nicht für 10 Cent pro Minute. Und wenn das der eine oder andere einfach mal kapieren würde, hätten wir in diesem Land vielleicht manche Sorgen weniger.

    Zu berücksichtigen ist neben dem verwendeten Netz natürlich außerdem auch die sonstige Qualität eines Anbieters (Spektrum an Zusatzdiensten, Kundenservice pp.). Es gibt sicherlich D-Netz-Discounter, die günstigere Minutenpreise anbieten als die Netzbetreiber selbst, aber in diesen Bereichen Mängel aufweisen.


    Wie wichtig diese Dinge einem konkreten Kunden sind, kann man von außen freilich nicht beurteilen. Wer mit Angebot und Service eines Discounters zufrieden ist, soll dort Kunde werden und sich an den günstigeren Preisen erfreuen.


    In einen seriösen Vergleich müssen aber alle Aspekte einfließen. Eine Gesprächsminute im T-Mobile-Netz, verbunden mit dem Leistungsangebot und Kundenservice von T-Mobile als Netzbetreiber für seine Direktkunden, ist eben 29 bis 39 Cent wert. Eine Gesprächsminute bei einem Discounter ohne Zusatzleistungen bzw. mit Service-Schwächen entsprechend weniger.


    Unter Berücksichtigung dieser Umstände gelten die in anderen Threads genannten Argumente nach wie vor:
    In Complete M und L zahlt man einen Aufpreis von 16 Euro verglichen mit den bisherigen Kombinationen (Relax 100 & RelaxSMS 40 bzw. Relax 200 & RelaxSMS 150). Für diesen Aufpreis gibt es eine HotSpot-Flat und die EDGE-Flat zu den genannten Bedingungen.
    In Complete XL erhält man diese zusätzlichen Leistungen gar für 4 Euro weniger als bisher (Relax 1000 & RelaxSMS 300).


    Natürlich wären andere Kombinationsmöglichkeiten erfreulich (mehr oder weniger SMS bei gleicher Minutenanzahl etc.). Aber die Paketbündelungen wurden von Apple diktiert, da konnte T-Mobile leider nichts machen.

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    Original geschrieben von BobbyCarRacer
    Folgeminutenpreise von 39 bzw. 29cent sind in der heutigen Zeit indiskutabel,
    da nützt auch die Datenflat nichts, die auch noch "nur" für EDGE gilt. :flop:


    Diese Minutenpreise sind bei T-Mobile derzeit Standard. Daß es günstigere Tarife von qualitativ minderwertigen Anbietern gibt, ist unstrittig.


    Da das iPhone kein UMTS unterstützt (was nicht die Schuld von T-Mobile ist), wäre eine UMTS-Flat völliger Unsinn. Sollte es irgendwann einmal ein UMTS-iPhone geben, werden die Tarife sicherlich modifiziert.

    Zitat

    Original geschrieben von SnoopyDog
    Trotzdem sollte hierzulande ein Wechsel mal so "problemlos" wie oben geschrieben laufen - ohne daß der Kunde mit Rückgewinnungshotlines etc. belästigt wird. Ein Mausklick, Strafgebühr für vorzeitigen Vertragsausstieg, fertig. Wer es so will, soll es so bekommen, ohne wenn und aber. Oder nicht? :D


    In dem geschilderten Fall ging es um die Portierung einer bestehenden Rufnummer zum iPhone (AT&T). Die Rechtslage zu diesem Thema ist in den USA grundlegend anders als hier.
    Während in Deutschland Portierungen grundsätzlich nur dann möglich sind, wenn der alte Vertrag vollständig erfüllt und ordnungsgemäß gekündigt wurde, hat in den USA der Kunde jederzeit das Recht, seine Rufnummer zu einem anderen Anbieter zu portieren. Sollte der alte Vertrag jedoch noch nicht erfüllt sein, darf der frühere Anbieter selbstverständlich Schadensersatz verlangen.
    Genau so lief das dort ab.


    In Deutschland gilt grundsätzlich "pacta sunt servanda", d.h. der Vertrag muß bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin erfüllt werden. Ob Dich ein Anbieter in Einzelfällen gegen Schadensersatz vorzeitig entläßt, ist eine Kulanzfrage. In der Regel wird in solchen Fällen dann aber eine Portierung abgelehnt, was rechtlich leider in Ordnung ist.


    Zitat

    Original geschrieben von Ananth
    doch in der schufa ist der vertrag noch drin, wie bekomme ich diesen raus?


    Das passiert leider relativ häufig, da bestimmte Anbieter zwar jeden Neuvertrag eifrig melden, allerdings etwas faul sind, was die Löschung alter Verträge anbetrifft.
    Du mußt Dich diesbezüglich an die Schufa wenden, entweder schriftlich oder über die "Rückfrage"-Funktion im Online-Portal. Dann wird bei O2 angefragt, ob das Vertragsverhältnis tatsächlich nicht mehr besteht. Sollte dies der Fall sein, wird der Eintrag sofort gelöscht.