Der Takt ist eigentlich nur ein zulässiges Vergleichskriterium bei gleichen CPUs.
Ausschlaggebend ist der Aufbau der CPU. Ein Prozessor mit z.B. 10 Integer Units (Recheneinheiten) der mit 1 GHz getaktet ist, kann schneller sein als einer mit 5 GHz, der aber nur eine Integer Unit hat – das ist ein sehr stark vereinfachtes Beispiel, es gibt da noch massig andere ausschlaggebende Faktoren.
Der Pentium M hat eine gänzlich andere Architektur als der P4, eigentlich basiert er sogar auf der P3 Architektur bzw. ist eine Weiterentwicklung jener.
Während der Pentium 4 „nur“ 55 Millionen Transistoren besaß, so hat der Pentium M (Dothan) 140 Mil. Transistoren (Grossteil davon für den Cache).
Bedingt durch die hohen Frequenzen wurde die Pipeline beim P4 extrem lang (32 Stufen bei 3,2 GHz), diese wurde beim P M verkürzt, die Effizienz der Branch Prediction (Sprungvorhersage) konnte Intel auch um einiges steigern. Es gibt noch etliche andere Verbesserungen, die gehen dann aber sehr ins Detail und erfordern schon einiges an Vorwissen (meine Mikroprozessor VL liegt schon ein paar Semester zurück :D).
Der aktuelle Celeron M ist gar nicht so schlecht, wie von vielen behauptet, der P4 Celeron hingegen war wirklich nicht zu empfehlen.
Der kleinere Cache macht ihn nur unwesentlich langsamer, bei vielen Applikationen macht sich das gar nicht bemerkbar.
Das Fehlen der Enhanced SpeedStep Features reduziert die Akkulaufzeit zwar ein wenig, jedoch sollte man nicht vergessen, dass die restlichen Komponenten (Display, Festplatte usw.) ebenfalls am Akku zerren. Im Endeffekt verlängern sich die Laufzeiten um vielleicht 20-30% beim Pentium M.
Das eigentliche Problem des Celeron M ist das schlechte Image.