Zitat
Original geschrieben von HappyDay989
Ich schätze mal, genau das ist es auch; in 20 Jahren werden Printus und Anja mit meiner heutigen Position vermutlich übereinstimmen, weil sie dann die 20 Jahre mehr Lebenserfahrung haben, die ich ich ihnen als Mittvierziger voraus habe. (Welche Ansichten ich als dann Mittsechziger vertreten werden, weiß ich allerdings noch nicht. ;))
Tja, ich schätze, damit habe ich mich hier im vermutlichen "Jungspund-Forum TT" als "alter Sack" geoutet. 
Alter Sack hin oder her, zähle ja auch irgendwie dazu.
Lebenserfahrung alleine, ist per se kein Persilschein für immer 100% richtiges Handeln.
Nur mit einer "killerphrase" Lebenserfahrung zu argumentieren ist doch ein wenig schwach.
Alleine schon deswegen weil wir alle unterschiedlich Sozialisiert sind, also wird es deswegen schon keine "Standard erfahrung" geben die Allgemeingültig sind, man nehme nur mal unterschiedliche Kulturkreise.
Begamie ist bei uns verpönt in anderen Ländern Standard.
Fakt ist das die Realeinkommen in den Mittelschichten und tiefer sowieso um ca. 22% gesunken sind, die Preise aber gestiegen sind.
Sicher die Medien schreiben das die Inflation im normalen Rahmen ist und das es keine großartigen Preissteigerungen gegeben hat, nur ist das eher scheinlogischer Natur da die Einkommen ja gesunken sind.
Wenn Standardlebensqualität extrem verteuert, ob Wohnung inklusive Betriebskosten Stichwort Energie, Mobilität, Lebensmittel und co...Kleidung.... ergo alles nur Mindeststandards, kein Luxus.
Die Löhne aber um ein knappes Viertel senkt, wie soll man dann zumindest seine Grundbedürfnisse adäquat befriedigen.
Ja sicher man kann beim Discounter einkaufen, ein mind. 15 Jahre altes Auto fahren und seine Kleidung vom DRK beziehen, nur ist man dann im Prinzip nicht mehr Gesellschaftsfähig.
Das Problem haben viele, vor allem geringqualifizierte ja selbst Hochqualifizierte die sich schlicht und ergreifend weigern, weit unter Wert zu verkaufen.
Getreu nach dem Motto Hauptsache einen Job.
Die Arbeitswelt ist heutzutage auf Fluktuation ausgelegt, immer mit dem hintergedanken das immer ein neuer Depp kommt der weit unter wert Arbeitet und sein über Jahre erworbenes Wissen einbringt.
Siehe Hochschulabsolventen und Generation Praktikum.
Es wird zwar immer behauptet die Sklaverei ist abgeschafft, nur ist sie selbst heutzutage immer noch der "Idealzustand" viele Generationen von Altreichen haben dadurch ihren Kapitalstamm gebildet.
War ja auch einfach, wer hat schon zb. 5000 Mitarbeiter und muss außer etwas zu Essen dafür nicht aufwenden und wenn man sie nicht mehr braucht, kann man sie sogar noch verkaufen., wie Praktisch.
Idealerweise habe diese Sklaven dann auch noch gelernt sich selbst zu Ernähren bzw. bauen sich ihre Lebensmittel selber an, adaptiert könnte man auch sagen Arbeitnehmer mit weiter Anfahrt wo die Spritkosten den Verdienst beinahe auffresen.
Wenn ich mal Böse wäre, würde ich das Wort Leiharbeit/aufstocker damit in Verbindung bringen.
Es ist von unserem ach so tollen System so gewollt das die Löhne auf einem Niveau gehalten werden, welches zumindest kurzfristige Verbindlichkeiten zum erfüllen der Basisbedürfnisse vorsieht.
Die Banken freuen sich sie lassen uns 13-16% auf den Dispo zahlen und wenn man mal ein Neueres fahrfähiges Auto braucht dann leihen Sie uns großzügiger weise Geld für zb. 8% worauf wir schon mal 13-16% gezahlt haben.
Unser toller Industrieller Kapitalismus beruht nun mal darauf, dem der die Waren herstellt wesentlich weniger zu zahlen als wie man durch das Produkt verdient.
Größtmöglicher Gewinn zu kosten des Arbeiters, nur wird eines gerne zu gunsten des Profites vergessen.
Der Arbeitnehmer sollte durch seine Arbeit auch adäquat zu existieren ohne in Lumpen und Wohnbaracke sein dasein zu fristen, mangels Einkommen das man in Bildung/Schule investieren könnte.
Stichwort Outsourcing und abwälzung sämtlicher Risiken an Dritte, vorzugsweise auf den Steuerzahler siehe Banken.
Egal ob Banken oder Fabriken im Ausland oder der Dritten Welt die viel mit Kindern Arbeiten.
Oder unsere unzähligen Transporte von Sondermüll und Elektroschrott in die dritte Welt, als gebraucht und noch funktionsfähig deklariert etc....oder unsere hochgradige verschmutzung der Weltmeere... das alles um Kosten zu sparen wie Heldenhaft.
Unser Planet hat keine unendlichen Ressourcen, auch deswegen ist dieses System des ständigen immer schnelleren Konsumierens von Produkten, was auch durch deren Bauweise bzw. künstlicher übertriebener wirtschaftlicher bedingter Lebenserwartung bedingt ist.
Ist alleine schon deswegen zum scheitern verurteilt, von den Ökologischen auswirkungen mal abgesehen.
Ich weiß nicht das kann es nicht sein das man ein solches hochgradig Asoziales Menschenverachtendes verhalten dadurch legitimiert, weil es Erfolg hat, weil es Profit bringt.
Ich glaube vielen Leuten sind ihre Kinder einfach nur egal bzw. was sie diesen hinterlassen nach ihrem ableben.
Ich meine damit unter anderem die Umwelt die nun mal unsere Lebensgrundlage darstellt.
Aber Hauptsache unser noch so tolles System bleibt weiter bestehen und es erleidet keiner Verluste ob unsere nachfolgenden Generationen und deren Kinder noch etwas von diesem Planeten haben?
Aber Hauptsache einige wenige können weiterhin in ihrem Luxus ersticken :top:
Gruß M.
Ps.
Vorsicht Zynismus
Meine Lebenserfahrung sagt zb. man kann bestimmte extreme Formen von Kapitalisten nur dadurch langfristig zum stagnieren bringen, wenn man sie "erlöst", ja ist wie mit Alten Hunden die vor Schmerzen nicht mehr vernünftig leben können.
Da sagt der Tierarzt ja auch .........und wir sagen leuchtet ein.....lieber Tierarzt mach.....
Da ich aber dazu gelernt habe, weiß ich das jedes Problem immer eine Zeitgemäße Lösung braucht und es keine Generallösung gibt die man fortwährend immer anwenden kann.
:o
Auch wenn es manchmal verlockend ist 