Beiträge von Matchacom

    VW Salzgitter


    Moin moin...


    Ist schon "Geil" was hier abgeht, es ist beschlossene Sache laut Betriebsrat das ALLE Leiharbeiter (WOB AG) gehen müssen.
    Nur es Denkt Niemand daran, es diesen Leuten zu erzählen.
    Im Gegenteil es wird kräftig vorlauf gefahren, ca 2.000 Common Rail (2 Liter) am Tag.
    10.000 die Woche nur damit man zum Januar alle Verträge auslaufen lassen kann.


    Damit die Moral auch weiterhin hochgehalten wird, erzählt man das nicht alle gehen müssen.
    Ein kleiner "fleißiger" teil DARF bleiben.
    Und viele sind so "naiv" und glauben es.


    Man schämt sich als Stammkraft in solch einem Laden zu Arbeiten.


    Gruss Matchacom


    Ps.


    Laut Presse sollen es ja 750 sein.
    Nur sind es in Hannover 450, in Braunschweig ca. 300, in Emden ca. 400, in WOB mehr als 500. in Salzgitter ca. 250, etc..

    Zitat

    Original geschrieben von Second.Fire
    Ich arbeite als Produktionshelferin für eine der größeren Zeitarbeitsfirmen und gehöre zum festen Leiharbeiterstamm eds Kundenbetriebs. Ich kann mich nicht beklagen. Es ist wenig Geld, jedoch bekommen die Festangestellten auch nicht viel mehr. Daß Zeitarbeiter dieselben Rechte, dieselbe Freundlichkeit und dieselbe lange Leine genießen wie die Festangestellten, ist in dem Betrieb selbstverständlich. Wir gehören dazu, sind voll integriert und identifizieren uns mit dem Betrieb. Solange ich dort arbeiten kann, habe ich nicht das Bedürfnis, aus der Zeitarbeit herauszukommen. Ich bin früher im Beruf nicht ansatzweise so gut behandelt worden wie heute. Den Kundenbetrieb würde ich am liebsten einpacken und mit nach Hause nehmen. Auch mit der Zeitarbeitsfirma hatte ich bisher keinen Ärger. Ich fürchte jedoch, ich bin ein Einzelfall. Von den Zeitarbeitern, die für Auftragsspitzen bei uns eingesetzt werden, habe ich schon oft gehört, wie übel die Behandlung in manchen Kundenbetrieben ist und wie rücksichtslos andere Zeitarbeitsfirmen agieren. Ich denke, Zeitarbeit hat viele Facetten und hängt auch stark vom Kundenbetrieb ab.


    Moin......


    Bei dir gibt es keine gravierenden Unterschiede bei der Entlohnung, das ist schon ein "Pluspunkt" nur wie wäre es, wenn dein Kollege neben dir 8-10€ mehr bekommt.
    Und 40% weniger Arbeitet als DU?
    Was wäre wenn Du immer der Erste bist der geht, wenn es darum geht in anderen Linien "Löcher" zu stopfen.
    Sprich Du bist der Erste der weggeschickt wird.
    Ergo Du hast überhaupt keine Chance dich deine "Gruppe" zu integrieren.


    Was wäre wenn du von 12 möglichen Arbeitsplätzen nur 2 lernen darfst und das zufällig die schwersten sind?
    Mit der Begründung man sei nicht Festangestellt sondern befristet, komischerweise wird man immer wieder verlängert und hört jedesmal Du bist nur befristet............


    Wie soll man da einen auf Corporate identity machen?


    Wie wäre es wenn du selbst nach einem halben Jahr an den selben Plätzen, dich von "Stammkräften" belehren lassen musst wie Du deine Arbeit zu machen hast.


    Selbst wenn es nur darum geht 9 Schrauben in einer bestimmten Reihenfolge anzuziehen.


    Alles schon sehr oft gesehen und gehört.


    Wie Du es treffend gesagt hast, du bist ein Einzelfall.


    Gruss Matchacom



    Ps.


    Das sowas wie einen "festen Leiharbeiterstamm" überhaupt gibt ist eine zumutung.
    Wie soll man das definieren.
    Du bist zwar jederzeit Kündbar/Abmeldbar nur da WIR dich besonders gern haben darfst Du bleiben.
    Und wehe du wirst mal Unfreundlich.etc...


    Eine Frage tut sich da auf, weshalb wird man dann nicht ins Stammpersonal integriert.


    Das Temporäre "Stammpersonal" muss Reichen oder wie muss man das verstehen?

    Zitat

    Original geschrieben von ocb
    Die Leute stehen ja schon derart im Abseits. Die meisten Leiharbeiter haben nicht mehr, als in ALG2. Nur um der Arbeit willen zu arbeiten wäre ja höchst dämlich und demzufolge ist es ab einem gewissen Punkt schlicht egal, ob man gefeuert wird oder nicht. Ob nun Hartz ohne Arbeit oder Hartz mit Arbeit ist auf dem Kontoauszug egal.


    Zumal man sich über Autoabsatzkrise und dergleichen garnicht wundern muss, wenn man Leiharbeit befürwortet. Denn Leiharbeit ist gleiche Arbeit zum niedrigen Lohn. Es stellt ja niemand jemanden ein, weil man den schneller feuern kann, er aber ansonsten nix kann...


    Und es wirkt auch etwas putzig, dass du nur dann protestieren würdest, wenn man es dir erlaubt bzw. "das abgesichert ist". Da hat die Geschichte aber gezeigt, dass man erstmal protestieren muss, damit etwas geltendes Recht wird. Umgekehrt hat das noch nie funktioniert.


    Kann ich bestätigen, viele der WOB AG Leute beziehen ergänzende Leistungen vom Arbeitsamt/Arge.
    Und das obwohl Sie mind. 37,5 Stunden die Woche Arbeiten.


    Gruss Matchacom

    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Das hat ja nichts zu sagen. Die Leiharbeitsfirma bekommt durch eine solche unüberlegten Aktion auf einem Präsentierteller eine Handhabe geliefert, um die Beteiligten abzumahnen oder gar zu kündigen.


    Wenn man so eine Aktion plant dann nur mit Rückendeckung und nach rechtlicher Absicherung. Ich begrüße dass Leute aufstehen und sich wehren, aber es bringt nichts wenn sie sich damit ins Abseits manövrieren.


    Die Leiharbeitsfirma gehört zu 100 bzw. 90% volkswagen..... :p


    Gruss

    Leiharbeit


    Moin.....


    Na ja ich habe festgestellt das, wenn man dieses Thema "anschneidet" will sich so Gut wie niemand "unterhalten".
    Jedenfalls will sich niemand großartig festlegen, da es ihn ja nicht betrifft bzw. noch in weiter "ferne" ist.


    Eigentlich traurig, denn es geht manchmal schneller als man gucken kann.


    Wir müssen ja schließlich alle SPAREN :mad:


    Gruss Matchacom


    PS.


    Leiharbeit ist wie billiges Klopapier, es steht zwar Klopapier drauf.
    Nur wenn man es normal benutzen will, merkt man das es sofort durchweicht und die Hände anfangen zu stinken :o


    Und das nur damit die Chefs in den Oberen Etagen 10lagiges benutzen können.....

    Re: Re: Leiharbeit


    Zitat

    Original geschrieben von Printus
    Was absolut hirnrissig war, denn ein wilder Streik ist das allerbeste Argument um Mitarbeiter vor die Tür zu setzen - damit meine ich nicht die aktuelle Situation, sondern eine Kündigung!


    Die Betroffenen sollten sich also ganz, ganz schnell darum bemühen diese Aktion nachträglich zu legitimieren, ansonsten haben sie sich womöglich ihr eigenes Grab geschaufelt... :mad:


    Es haben ja keine Stammkräfte gestreikt, sondern ausschließlich Leiharbeiter.
    Die Stammkräfte konnten nicht weiterarbeiten, da viel zu wenige vorhanden sind.


    Gruss Matchacom

    Zitat

    Original geschrieben von Lichterglanz
    Bei Continental/Conti-Tech in Korbach hatten wir bis vor kurzem noch eine ganze Menge Leiharbeiter, welche FAST alle bis zum 31.10 entlassen wurden.


    Es ist noch hinzuzufügen, daß die Leiharbeiter bei Conti, vergleichsweise gut behandelt werden. So kenne ich mehrere Leiharbeiter persönlich, die nun einen unbefristeten Conti-Vertrag haben.


    Leiharbeitsfirma ist die bereits hier angesprochene VW-Tocher, Autovision.


    Was meinst Du mit GUT behandelt?


    Gruss ...



    Was meinst Du damit, wenn DU sagst nicht als Leiharbeiter behandelt?


    Gruss...

    Leiharbeit


    Moin moin...


    Kleines Update, ein Kollege hat mich vorhin Angerufen und mir Erzählt das die eine Frühschicht (VW SZ)
    Mit ca. 90% WoB AG (Leiharbeiter) besetzt gestreikt hat, ohne Anmeldung.
    Die Jungs haben einfach die Arbeit niedergelegt und sind geschlossen zum Betriebsrat gegangen.
    Um endlich eine klare Aussage zu bekommen betreffend der "Verlängerungen"..
    Es gab zwar "Offizielle" infos, nur da ist der Kerninhalt:
    Es werden viele gehen müssen aber es werden einige verlängert....nur wer das ist könne man nicht sagen..blabla...


    Dabei kann man es sich doch Logischerweise selber ausmalen, viele kostenstellen schieben Kurzarbeit, es enttfallen Schichten etc...
    Sollen die Stammkräfte etwa zuhause bleiben und die Leiharbeiter sollen Arbeiten?


    Die "Streikführer" sind anschliessend vom Werkschutz zum Spind und Werkstor begleitet worden.


    Gruss Matchacom

    Möchte ein Zitat in den Raum stellen, was zum Thema Leiharbeit ganz gut passt:


    Beginn.....


    Die Unternehmer fahren bei gleichzeitigen Massenentlassungen plus Lohndumping in Serie Rekordgewinne ein.
    Immer mehr Menschen können von ihrem Monatslohn nicht mehr die Lebenshaltungskosten bestreiten, trotz steigender Profite der Arbeitgeber.
    Die Arbeitnehmer werden seit Jahren um eine gerechte Bezahlung BETROGEN.
    Und die Einheitsparteien-Regierung hat sich zum Komplizen der Betrüger gemacht, unter anderem indem mit Eingliederungszuschuss sittenwidrige Löhne subventioniert werden.
    Die Argen und JobCenter haben vom Gesetzgeber mit grundgesetzwidrig formulierten Eingliederungsvereinbarungen ein Instrument in die Hand bekommen, mit dem die Menschen


    * zu einer Unterschrift genötigt werden (grundgesetzwidriger Kontrahierungszwang),
    * mit ihrer Unterschrift verpflichtet werden, sich im zeit- und ortsnahen Bereich aufzuhalten (Christean Wagner, ehemals hessischer CDU Justizminister forderte bereits 2005 die elektronische Fußfessel für Langzeitarbeitslose) und
    * wenn sie unterschreiben, zu prekärer Arbeit (1-€-Jobs, Leiharbeit oder Praktika) zwingend verpflichtet werden.



    Wiederum die Unternehmer haben sich in einem Netzwerk der "Initiative neue soziale Marktwirtschaft" organisiert, von dem ausgehend inzwischen ebenso betrügerisch-übervorteilend (wie die Profite auf Kosten von gerechten Löhnen ergaunert werden) die eigenen Interessen in den Medien verbreitet werden. Die Eigenwerbung findet statt ohne Nennung, dass dies die Interessen der Unternehmer sind.


    Die Neuzi-Marktwirtschaft wird von INSM-Kampagnen und "-Botschafter-Vorträgen" auf eine Weise unterstützt, die weder kritisches Nachfragen noch Gegenargumente zulässt.
    Antwort


    Ende..




    Zitat von onliner321
    Nicht so zynisch werter bocadillo70,


    Wachstum, Anstieg, Erhöhung dies sind die Schlagwörter unserer Wirtschaftsordnung. Das Mehr muss erarbeitet werden und vor allem verteilt werden. Nur so kann eine Gesellschaft aufblühen..... also ist es an der Zeit einfach jenen Menschen wieder um einiges Mehr zu geben die letztendlich für das Wachstum verantwortlich sind.








    Da bin ich vollständig deiner Meinung. Nur leider neigt unsere Gesellschaft dazu wichtige Leistungsträger bei der Verteilung aussen vor zu lassen und als Untermenschen zu deklarieren. Wieso soll es gerecht sein wenn 2 Leute am selben Arbeitsplatz dieselbe Arbeit machen und der eine doppelt soviel Lohn bekommt wie der andere? Wieso setzen sich Gewerkschaften nur für die Besserverdienenden ein und treiben damit die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter auseinander?


    Es ist verboten Menschen wegen ihrer Rasse, Hautfarbe Religionsangehörigkeit, Geschlechts, sexuellen Orientierung etc zu diskriminieren, für Leiharbeiter scheint das Antidiskriminierungsgesetz (AGG) aber wohl nicht zu gelten, auf die Leiharbeiter wird mit Duldung der ganzen Gesellschaft rumgehackt.
    Antwort


    Der ganze Thread hier: http://forum.tagesschau.de/sho…d.php?mode=hybrid&t=37478