Beiträge von qwasy

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    Original geschrieben von newage_02
    Da drehst du meine Worte schon wieder um.
    Das habe ich nicht behauptet.
    Es geht doch lediglich darum,ob es gerecht ist für Luxusgüter,wie z.B. einen E-Klasse Mercedes oder eine 5 Mill. Villa eine Extra-Steuer zu berechnen.
    Meiner Meinung ja.


    Da wird mir ja ganz schwindlig vom andauernden Worte herumdrehen - denn Du schreibst erneut, dass es gerecht ist, wenn die Reichen noch eine Extrasteuer zahlen. Das Pferd kann man auch von der anderen Seite aus aufziehen (Der Einfachheit und der Schlüssigkeit halber gehe ich lieber zu einer S-klasse über):
    die S-Klasse kostet 100.000 EUR zzgl. MwSt -> 16.000 EUR in die Staatskasse
    der Hyundau kostet 10.000 EUR zzgl. MwSt. --> 1.600 EUR in die Staatskasse


    Also hat allein hier der "Reiche" schon das 10-fache an Steuern bezahlt (ich finde btw auch den progressiven EInkommensteuertarif, wie er momentan gilt, nicht sonderlich gerecht - die Stufenmodelle mit Freibeträgen wären gerechter). Nicht zu vergessen, dass das Auto hier in Deutschland gebaut wurde und eine nicht unerhebliche Anzahl Arbeitsplätze an genau diesen "Luxusgütern" hängen - eine Luxussteuer wäre für viele Arbeiter der Automobilindustrie und der angeschlossenen Zulieferindustrie Gift.


    Bei Häusern siehts ähnlich aus, die Ausgabenneigung der Reichen ist bei Weitem nicht so unelastisch, wie es gerne hingestellt wird (bei einem 5-Mio-Haus ist es zugegebenermaßen etwas anderes als bei einem 1 Mio-Haus).


    Interessant, wie Gerechtigkeit zuweilen interpretiert wird.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Denn ein Reicher könnte in dem Fall immer noch auf ein billigeres Fahrzeug oder ein bescheideneres Haus umschwenken.


    Das könnte man so interpretieren: "Quetscht sie so lange aus, bis sie schreien." ;)


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    Original geschrieben von newage_02
    Wenn du es nach wie vor ungerecht siehst,dass es eine "Luxussteuer" vielleicht geben sollte,dann bedenke der Staat braucht Geld.
    Von irgendwoher wird er sich es auch nehmen.
    Wenn es keine "Luxussteuer" geben sollte,dann nimmt er es sich allen voraussichtlich von allen Bürgern.


    Geht vielleicht auch Sparen? ;) Man könnte den Aufsatz der Gießkanne durch einen etwas gezielteren Einsatz wesentlich effizienter gestalten.


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    Original geschrieben von newage_02
    D.h. auch von denen,die kein Geld haben und wirklich ich Richtung Armut gedrückt werden.
    Falls meine Aussage nicht reichen sollte,
    es gibt im Moment einen Rekord an privaten Insolvenzen.


    Die ihre Ursache in mehr als genug Fällen auch schlicht in Unüberlegtheit, Naivität und Gutgläubigkleit haben. Die Schuld liegt sicher nicht nur bei den Opfern, sondern auch bei allen, die daran mitarbeiten, profanen Konsum auf Pump zu ermöglichen. Was Jamba für die Kids ist, das ist Ratenkauf beim Mediamarkt, Möbelkredit und Co. bei den "Erwachsenen". Natürlich ist die Mehrheit nicht durch eigenes Verschulden in die missliche Lage gekommen, aber die anderen Fälle gibt es eben auch.


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Letztendlich noch:
    Das was du bei mir als Neid interpretiert hast,ist in Wirklichkeit eher
    die Sorge in Zukunft nicht mehr mit dem Geld auszukommen.


    Aber wäre es da nicht berechtigt, mehr Hoffnung in eine gute, wettbewerbsfähige Standortpolitik zu setzen als noch mehr Interventionen des Staates zu fordern? In keinem bekannten Fall hat diese Art der Politik geholfen, ein Land voranzubringen.


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    Original geschrieben von newage_02
    Ich hoffe du hast das jetzt begriffen.


    hoho - nicht so persönlich ;) btw: Dein Standpunkt ist durchaus deutlich, die Begründung leider für mich nicht überzeugend. Ein Stopfen von "Steuerschlupflöchern" wäre überzeugender als das ideologisch motivierte "Leckerli" einer Luxus- oder Reichensteuer. Aber das schrieb ich weiter oben bereits.


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    Original geschrieben von newage_02
    ich denke diese Diskussion kann man wirklich beenden.


    Das liegt nun nicht gerade in unserer Macht und ich denke, es gibt noch durchaus andere interessante Punkt. Die passen allerdings (wie IMO auch diese Diskussion) in den Bundestagswahl-Thread :)

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    Original geschrieben von newage_02
    Eigentlich spielen Anfahrtswege keine Rolle,aber die denkst anscheinend dass ich wohl ein fauler Arbeiter bin und es wohl verdient habe mit wenig Geld auszukommen.
    ...
    Bedauerlich finde ich dass du dich auf ein niedriges Niveau begeben hast indem du persönlich geworden bist.


    Entschuldige, ich entdecke beim besten Willen nichts persönliches, selbst wenn ich versuche, mich in die Rolle eines Zartbesaiteten zu versetzen. Da liest Du wohl zuviel zwischen den Zeilen - Samthandschuhe halte ich in Diskussionen in der Regel nicht für wünschenswert, genauso wie persönliche Angriffe unterbleiben sollten. Gute Argumente sind mir lieber.


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    Original geschrieben von newage_02
    Aber das ist leider die übliche Reaktion von Menschen,die sich durchsetzen wollen,aber keine Argumente mehr haben.


    Sic! :D Ich habe noch kein einziges haltbares Argument dafür gelesen, was an einem guten Lebensstandard, und sei es nur eine E-Klasse, so verwerflich sein sollte? Noch mehr Umverteilung zum Zwecke der vermeintlichen Gerechtigkeit? Ein Vorwurf, dass hohe EInkommen ungerecht sind und gefälligst noch mehr "abdrücken" sollen? Ich denke, das ist sicher nicht zielführend. Selbst das, was unter dem Neidbegriff "Reichensteuer" diskutiert wird, ist über das Stadium hinaus. Keinem Land der Welt wird es jemals besser gehen, wenn es Leistungsträger vergrault.

    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Deine Meinung geht klar in die Richtung,dass soziale Marktwirtschaft überholt zu sein scheint.


    Bullshit. Schau Dir bitte doch erst mal an, was genau die Soziale Marktwirtschaft ausmacht (Stichwort Ordoliberalismus, Eucken, Erhardt), bevor Du hier Sozialismus mit Sozialer Marktwirtschaft gleichsetzen willst. Marktwirtschaft wird nicht durch hemmungslose Umverteilung sozial, sondern dadurch, dass der Staat den Rahmen setzt und dann eingreift, wenn die marktlichen Kräfte nicht funktionieren.

    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Das ist ein absolutes Statussymbol,wenn du mir plaubsibel erklären kannst warum jemand unbedingt so einen Wagen haben muss und auf keinen Fall mit einem bescheideneren Fahrzeug auskommen kann,dann bin ich bereit meine Aussage zu revidieren.


    Das klingt für mich nach Sozialneid, mehr nicht. Ich denke, auf diesem Niveau macht es wenig Sinn, weiter zu diskutieren.

    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Ich gehöre selbst zu diesen Menschen und deine Behauptung ist für mich ein Schlag ins Gesicht.
    Und mehr Arbeiten geht auch nicht,da ich mit durchschnittlich 45 Stunden die Woche schon gut bedient bin.


    Ich nehme an, Du arbeitest am Hochofen, im Straßenbau, im Steinbruch oder unter vergleichbaren körperlichen Belastungen? 45h sind in den meisten Jobs nicht gerade die Welt, zumindest noch lange kein Grund, anderen, die sowieso viele andere mitfinanzieren und einen Großteil der staatlich aufgezwungenen "Solidarität" leisten, mangelnde Opferbereitschaft vorzuwerfen. Viele von denen können nicht nach 45h die Beine hochlegen...


    Zitat

    Original geschrieben von newage_02
    Warum sollen bitte die Reichen nicht auch ihren Beitrag leisten,
    anstatt dass wir Wenigverdiener immer mehr in die Armut gedrückt werden.


    Wie kommst Du darauf, dass "Reiche", zu denen bei dir anscheinend auch E-Klasse-Käufer zählen, nicht schon große Beiträge leisten? Das finde ich einen Schlag ins Gesicht. Aber die Anspruchshaltung ist leider verbreitet, kein Wuender, wird sie doch von vielen Gruppen bewusst geschürt...

    Re: Re: Bafög + Studiengebühren


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    Original geschrieben von Martyn
    Dann kommen aber noch Versicherungen, Auto und/oder Bahn


    Das wäre wohl der Gipfel des Realitätsverlustes, wenn die Allgemeinheit den Studenten auch noch ein Auto finanzieren sollte.
    So banal es klingt Martyn, aber vielleicht solltest Du Dir mal den Standardspruch von Eltern zu Herzen nehmen: "Lehrjahre sind keine Herrenjahre".
    Nur mal so nebenbei gefragt, weils schon häufiger fiel: Welche Versicherungen sollen das denn sein, die ein Student braucht? Haftpflicht, die es für 20 EUR/a gibt, kann es ja wohl nicht sein. Und bei der Krankenversicherung laufen die meisten Studenten noch bei den Eltern mit (meines Wissens bis 25 plus ggf. Bundeswehrzeit). Hausrat ist angesichts der meisten Studentenbuden überflüssig...

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    Original geschrieben von ChickenHawk
    Ach ja ne VWL-Vorlesung in deinem zukünftigem Studium könnte nicht schaden, den Prof. werden Deine Theorien bestimmt sehr erheitern.


    Martyn: Gutgemeinter Hinweis hierzu: Falls sich Dir im Rahmen Deines Studiums die Möglichkeit bietet, entweder in Würzburg oder Bremen Deine VWL-Kenntnisse zu erwerben, dann halte Dich besser von Bofinger (WÜ; auf Drängen des DGB zu den Wirtschaftsweisen gestoßen) und Hickel (HB) fern - diese werden nämlich recht gern bemüht, wenn man abstruse und längst widerlegte Meinungen mit dem Prädikat "Urteil eines Wirtschaftswissenschaftlers" versehen möchte.

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    Original geschrieben von Brainstorm
    Schon unter Kohl-Zeiten wurden ständig Steuern erhöht, und auch im letzten Wahlkampf, hat sich die Union viel stärker für Steuererhöhungen eingesetzt, als das bei den Roten der Fall war.


    Bei selektiver Wahrnehmung und Außerachtlassen der Entwicklungen der letzten Jahre stimme ich Dir gerne zu ;)


    Zu Zeiten der Kohl-Regierung ist unzweifelhaft viel Mist geschehen, v.a. im Bereich Rente und Gesundheit. Allerdings waren die Zugeständnisse in diesen Fällen auch denjenigen in der CDU gezollt, die den einzelnen Bürger weiter entmündigen wollten, mehr Interventionen des Staats und weniger Eigenverantwortung haben wollten. Dass dies Fehler waren, hat die CDU in weiten Teilen erkannt. Auch stand bis zur Wahl fest, dass in vielen Bereichen nur ein Systemwechsel helfen kann (CSU hat allerdings "Dank" Seehofer eine Verbesserung im Gesundheitssystem schon vor der Wahl vermasselt und einem "weiter so" weitgehend zugestimmt).


    Die allgemeinen Ziele (die meines Erachtens auch nur bei Unkenntnis bzw. Ignoranz infrage gestellt werden können) sollten doch sein, dass der Staat sich wieder in vielen Bereichen mehr auf das Ordnende und Rahmengebende und weniger auf die aktive Steuerung und Bevormundung der Bürger ausrichten sollte. Der Grundsatz der Subsidiarität, also dem Vorrang der Selbsthilfe gegenüber der Staatshilfe, ist verloren gegangen. Im Koalitionsvertrag habe ich bislang nichts dazu entdeckt. Auch die Befürwortung der nachgewiesenermaßen wenig zielführenden keynesianischen Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung (denen genaugenommen ein Sparen in guten Zeiten vorausgehen muss, was aber noch nie funktionierte! Keynes war entgegen der von Politikern oft vertretetenen Meinung eben nicht für ein defizit spending) zeugen nicht gerade von einem "wir haben verstanden".

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    Original geschrieben von Vodaföhn
    Nur mal so meine persönliche Meinung, wenns demnächst Neuwahlen geben würde, dann würde die FDP ihr Ziel ^18% mit Sicherheit locker schaffen. ;)


    Angesichts des Koalitionsvertrages, den sich die CDU/CSU da hat aufdrücken lassen, käme die FDP wohl tatsächlich in der Wählergunst weiter voran. Standen bis vor nicht allzu langer Zeit sowohl FDP als auch die Union für weniger Steuern, weniger Bürokratie und weniger Umverteilung, so ist jetzt genau das Gegenteil aus den Koalitionsverhandlungen herausgekommen. Das Schlimme daran ist, dass die neue Kanzlerin unter den Bedingungen und im Wissen, dass viele der Stammwähler sauer sind und zur FDP tendieren, viel Wert auf ein friedliches Miteinander legen und noch mehr Sozi-Kröten schlucken wird. Darin hat sie ja jetzt Übung :flop:

    Kennt eigentlich jemand den Ort "Prackenbach"? Gibt's den Ort wirklich? Vor meinem inneren Auge sehe ich dort eine kleine Siedlung, die nur aus Alleinerziehenden, Bafögbeziehern und ALG2-Empfänger mit Erstwohnsitz im Osten besteht :D


    Martyn:
    btw: Deine Einstellung halte ich übrigens für überaus unsozial, egositisch und unausgewogen, einfach weil Du Dir anscheinend einzig die wenigen Interessengruppen herausgreifst, deren Lebenslagen sich möglicherweise mit Deiner überschneiden. Für deren Wohlergehen scheint alles recht zu sein, gerne auf Kosten anderer. Ein bisschen nach dem St.-Florians-Prinzip :(


    Edit:
    @CH: kann ja keiner wissen, dass sich da so schnell einer mit seinem Beitrag dazwischen drängelt ;)

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    Original geschrieben von Erik Meijer
    meinst Du das alles ernst? :confused:


    Ich vermisse auch die Smileys :rolleyes:


    Letztlich wäre es interessant zu wissen, wo der Koalitionsvertrag jetzt die Handschrift der CDU/CSU trägt - mal abgesehen vom Chefposten?
    Ich bin auf die Reaktion an der Basis gespannt, da ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass dies im Sinne der Wähler sein soll. Möglicherweise trifft das jetzige Ergebnis aber auch exakt die Hoffungen derjenigen, die sich die große Koalition gewünscht haben - "weiter so wie bisher, irgendwie wirds schon gehen".
    Aber die Chance auf eine Änderung hin zu mehr sozialer Marktwirtschaft im Sinne ihrer Erfinder ist derzeit leider nicht auszumachen, nichteinmal ansatzweise sind Bemühungen zu identifizieren, die den einzelnen Bürger aus der Bevormundung entlassen.


    Allerdings: Ein Koalitionsvertrag ist ja in erster Linie erstmal dazu gedacht, dem Haufen eine Struktur zu geben. Das harte Nachverhandeln kommt wohl erst im Tagesbetrieb. Hoffentlich.