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Original geschrieben von Ayreon
Warum wird nicht härter bei Steuerschlupflöchern und bei Subventionen angepackt?
Natürlich wäre das gut, aber die SPD hat Kirchhof und seine Konzepte so sehr diffamiert, dass sie nicht ohne Weiteres seine Ideen aufgreifen können.
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Original geschrieben von Martyn
Aber das grösste Problem in den Koalitionsverhandlungen ist, das es nur ums sparen geht, aber nicht wie man die nächste Legislaturperiode politisch gestalten will.
So langsam klärt sich der Nebel: Wir sprechen offensichtlich die ganze Zeit über verschiedene Länder. Die Koalitionsverhandlungen des Landes, dessen Entwicklung ich mir Sorge betrachte, drehen sich nämlich so gut wie gar nicht ums Sparen, sondern nur darum, wo man noch mehr Geld aus der Tasche leiern kann, damit die "Hängematte" erhalten bleibt.
Ach ja: das Land, von dem ich spreche, heisst Deutschland.
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In einem Handy-Forum ist der Gadget-Tipp wohl passend: Ein neues "Spielzeug" motiviert sehr beim Laufen - etwa ein Läufer-GPS wie der Garmin Forerunner 301, ein neuer iPod oder ähnliches
Bei mir waren vor allem die langen 2-4 h Läufe etwas eingeschlafen, aber seitdem ich den Forerunner nutze, kann ich mich auch ohne anstehenden Wettkampf dazu animieren, neue lange Strecken zu erkunden 
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Original geschrieben von o2neuling
Genau das ist der Punkt: Ein rein ostdeutsches Parlament hat kein Problem mit Bisky, aber der zu 4/5 westdeutsch besetzte Bundestag sehr wohl, also ist die Behauptung, Bisky sei nicht gewählt worden, um den Vorbehalten der Ostdeutschen Rechnung zu tragen, vorgeschoben. Wenn es so wäre, hätte der Landtag von Brandenburg ihn erst Recht nicht wählen können.
BRB ist glücklicherweise nicht repräsentativ für Ostdeutschland, vielmehr wirkt das aus dem Westen gesehen wie die Hochburg der Ewig-Gestrigen, die nicht verstanden haben, wie der Hase läuft und wer für die Situation im Osten verantwortlich ist, nämlich weder Schröder noch Kohl noch deren Parteien. Es ist nunmal in derster Linie die SED, neudeutsch Linkspartei. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich gibt es auch in BRB weite Teile der Bevölkerung, die diese Meinung teilen und niemals mit der Linkspartei in Verbindung gebracht werden wollen, aber in einer Demokratie werden nunmal Mehrheiten ermittelt und diese gelten dann pars pro toto. Die Ostdeutschen, die ich kenne (es sind zugegebenermaßen mehrheitlich solche, die in den Westen ausgewandert sind) teilen durchaus die Vorbehalte gegen die Linkspartei - oft mit Stoibers Worten im Hinblick auf dumme Kälber und deren Metzger. Von daher lässt sich die Vorwand des Vorbehalts im Namen der Ostdeutschen, die die Veränderung und den Systemwechsel wirklich befürworten, nicht ohne Weiteres vom Tisch kehren.
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Original geschrieben von galahad13
Und wetten, daß Herr Bisky wieder durchfällt?
Sinnvoller wäre es jetzt aber wohl, ihn zu wählen. Das Zeichen der Ablehnung und Kritik an der Person (& Partei) wurde bereits vernehmbar gegeben, die Beschädigung des Amtes eines Bundestagsvizes durch einen (mutmaßlichen) ehemaligen Stasi-Mitarbeiter wiegt geringer als das Aufsehen und die Medienpräsenz, die die Partei durch eine erneute Wahlniederlage erhielte.
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Original geschrieben von Martyn
Berechnen kann man alles, aber es geht ja darum was einem wichtig ist , und das liegt immer im Auge des Betrachters. Vielleicht ist es euer oberstes Ziel das unter allen Umständen die Maastrichtkriterien eingehalten werden, das Ziel von anderen ist es die Sozialsysteme zu erhalten.
Warum sollte man etwas erhalten wollen, das an allen Ecken und Enden nicht mehr finanzierbar ist? Dieses Augenverschließen ist wirklich beängstigend, zumal Du mit dieser Meinung ja leider nicht alleine dastehst.
Einen Sack Getreide kann man entweder mahlen, zu Brot verarbeiten und dieses aufessen. Davon werden wenige satt. Oder man versucht, sparsam zu sein, einen Teil des Getreides auszusäen und den Ertrag zu vermehren, sodass ein Vielfaches an Menschen vom Ertrag satt wird.
Nichts anderes ist die Verwendung der knappen Gelder für Konsum (zum Teil überdimensionierte, wohlgemeinte Sozialleistungen) oder die Investition des Geldes in sinnvolle und vor allem Ertrag bringende Maßnahmen (Investitionen im volkswirtschaftlichen (!) Sinn).
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Das Ehegattensplitting zählt sicherlich zu den Verhandlungspositionen, die im Rahmen von Änderungen an Steuergesetzen angesprochen werden. M.W.n. ist einer der Hauptgründe des Ehegattensplittings im Interesse des Staats zu sehen, der Familien als förderungswürdige und -geeignete Lebensform ansieht. Natürlich sind auch andere Partnerschaften oft ähnlich ausgerichtet, aber die dauerhafteste ist nunmal die Ehe, die (leider immer seltener) zu Kindern führt.
Aus Sicht des Staates ist dies verständlicherweise die Idealform des Zusammenlebens, wie sie auch im unsere Gesellschaft prägenden Christentum existiert. Erst mit weitem Abstand in der Favorisierung des Staates folgen normale Lebensgemeinschaften und nochmals deutlich weiter zurück liegen die "neoliberalen"
homosexuellen Lebensgemeinschaften, die biologisch keine Kinder hervorbringen können und IMO sehr eingeschränkt zur Kindererziehung geeignet sind.
Ob allerdings das dem Splitting zugrundeliegende Bild des hart arbeitenden Vaters und der daheimbleibenden Mutter noch so häufig zutrifft, steht auf einem anderen Blatt. Die durchaus wichtige und wünschenswerte Förderung der Ehe könnte sicher auch auf andere Weise erfolgen, aber warum soll man die Verhandlungspositionen ohne entsprechende Gegenleistung aufgeben.
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Es wären wohl durchaus fähige Leute in der SPD, die sich prinzipiell zum Parteivorstand eignen würden (bspw. Beck oder Platzeck). Viel schlimmer als der Verlust Münteferings (der unter anderen Umständen kein Verlust wäre) oder einer linksaußen Generalsekretärin (auch Benneter war nicht gerade dem Seeheimer Kreis zugehörig) ist das Signal, das vom Parteivorstand mit dieser Wahl ausgesendet wurde. Und da zeigt sich, dass in der SPD eins nicht mehr zum anderen passt, dass die Geschlossenheit der letzten Wochen und Monate nicht die wirkliche Situation widerspiegelt. Als verlässlicher Regierungspartner wirbt sie damit nicht gerade...
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Original geschrieben von Handyfreak83
Endlich mal ne gute Nachricht
Recht zynische Äußerung: links (Wasserhövel) durch linksaußen zu ersetzen hilft wohl keinem, am wenigsten jenen, die traditionell die Klientel der Sozialdemokraten darstellen, die gerne wieder arbeiten möchten und aus der Abhängigkeit von Unterstützungszahlungen herauskommen möchten.
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