Bundestagswahl 2005

  • Zitat

    Original geschrieben von galahad13
    Ich finde wir haben 310 vernünftige Abgeordnete in diesen Fall gehabt.


    Das finde ich nicht. Glaubst du das Lothar Bisky als Bundestagsvizepräsident auf den Balkon gegangen wäre und den Sozialismuss ausgerufen hätte?


    Ich bin mir sicher, das Lothar Bisky das Amt genau wie seine vier Kollegen geführt hätte.


    Das vorallem die FDP aber auch die Grünen in der Wirtschaftspolitik nicht mit der Linkspartei übereinstimmen können und wollen ist mir völlig klar, aber in anderen Bereichen, wie Innenpolitik und Bürgerrechte sähe ich eine gute Basis für eine Zusammenarbeit. Da wäre es es besonders von den beiden anderen Oppositionsparteien eine noble und auch sinnvolle Geste gewesen, Lothar Bisky die Stimme zu geben.


    Ich denke das die 310 Abgeordneten einfach Angst hatten, das sich Lothar Bisky neben Norbert Lammert und Wolfgang Thierse zur No. 3 mausern würde, während die anderen Bundestagsvizepräsidenten Nonames sind die niemand kennt.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Ich denke das die 310 Abgeordneten einfach Angst hatten, das sich Lothar Bisky neben Norbert Lammert und Wolfgang Thierse zur No. 3 mausern würde, während die anderen Bundestagsvizepräsidenten Nonames sind die niemand kennt.


    Bestimmt.
    Er war ja auch schon kurz davor, zum Kanzler gewählt zu werden, darum wurde das unterbunden.
    Welch ein Martyrium. :rolleyes:

  • Martyn
    Deine "Meinung" ist hin und wieder ja durchaus erheiternd, aber geht leider immer völlig an der Realität vorbei.


    Glaubst Du das denn wirklich selber was Du da so schreibst? Keiner hat Angst vor einem Bisky der den Sozialismus ausrufen könnte (dafür ist dieser Posten auch nicht wirklich geeignet) und Angst haben die vor den PDS/Linken im Moment bestimmt auch nicht, sondern wollten Gysi und Lafontaine abstrafen.


    Und auch wenn Du es gebehtsmühlenartig wiederholst:
    Du wirst die FDP/Grünen nicht mit der Linksparteien unter einen Hut bringen...


    CH

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    Genau das ist der Punkt: Ein rein ostdeutsches Parlament hat kein Problem mit Bisky, aber der zu 4/5 westdeutsch besetzte Bundestag sehr wohl, also ist die Behauptung, Bisky sei nicht gewählt worden, um den Vorbehalten der Ostdeutschen Rechnung zu tragen, vorgeschoben. Wenn es so wäre, hätte der Landtag von Brandenburg ihn erst Recht nicht wählen können.


    BRB ist glücklicherweise nicht repräsentativ für Ostdeutschland, vielmehr wirkt das aus dem Westen gesehen wie die Hochburg der Ewig-Gestrigen, die nicht verstanden haben, wie der Hase läuft und wer für die Situation im Osten verantwortlich ist, nämlich weder Schröder noch Kohl noch deren Parteien. Es ist nunmal in derster Linie die SED, neudeutsch Linkspartei. Nicht mehr und nicht weniger. Natürlich gibt es auch in BRB weite Teile der Bevölkerung, die diese Meinung teilen und niemals mit der Linkspartei in Verbindung gebracht werden wollen, aber in einer Demokratie werden nunmal Mehrheiten ermittelt und diese gelten dann pars pro toto. Die Ostdeutschen, die ich kenne (es sind zugegebenermaßen mehrheitlich solche, die in den Westen ausgewandert sind) teilen durchaus die Vorbehalte gegen die Linkspartei - oft mit Stoibers Worten im Hinblick auf dumme Kälber und deren Metzger. Von daher lässt sich die Vorwand des Vorbehalts im Namen der Ostdeutschen, die die Veränderung und den Systemwechsel wirklich befürworten, nicht ohne Weiteres vom Tisch kehren.

  • Zitat

    Original geschrieben von o2neuling
    2. Ich habe die von Dir verlinkten Berichte nicht gelesen, weil ich sie seit Jahren auswendig kenne und es leid bin, diese Nicht-Beweise immer wieder als Beweise vorgesetzt zu bekommen. Du bist herzlich eingeladen, mit Dingen, die Dir nicht passen, ebenso zu verfahren.


    Wie Du Artikel aus 2005 seit Jahren auswendig kennst, ist mir zwar schleierhaft, aber wenigstens ist mir jetzt klar, warum es bei Dir zu dieser fortgesetzten Verharmlosung / Realitätsverweigerung gekommen ist.


    Demnächst lese ich Zeitungsartikel auch nur noch selektiv, wie sie in meine kleine Welt passen. So kann ich dann immer Recht haben - herzlichen Glückwunsch. :top:


    BTT:

    Zitat

    Original geschrieben von ChickenHawk
    Angst haben die vor den PDS/Linken im Moment bestimmt auch nicht, sondern wollten Gysi und Lafontaine abstrafen.


    Diese Begründung kann ich nicht nachvollziehen bzw. erkennen, da immer wieder betont wurde, dass andere Kandidaten aus den Reihen der PDS durchaus "wählbar" wären. Es lag damit einzig und allein an der Person Bisky. Und was hierfür wiederum ursächlich ist, ist glaube ich fast allen in diesem Thread klar...


    Dementsprechend unsinnig war damit auch das Pseudo-Rumgeheule von G. Gysi. Wobei man das wiederum verstehen muss, da langsam in der PDS die Angst einsetzen dürfte, das Alleinvertretungsrecht aller Ostdeutschen (PDS-Selbstverständnis) zu verlieren, wenn jetzt sogar die SPD einen ostdeutschen Vorsitzenden hat.

    Chuck Norris liest keine Bücher: Er starrt sie so lange an, bis sie ihm freiwillig sagen, was er wissen will.

  • Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Aber es ist auch nicht gerecht wenn ein Student oder Rentner dassen Einkommen so gerade über dem Existenzminimum liegen um fast genausoviel mehr belastet wird, als ein leitentender Angestellter mit 3.000€ netto.


    Das ist nunmal das Prinzip eines Sozialstaates.


    Zitat

    Und gerade unter der Betrachtung dessen, das ein Firmenwagen oder Anders unter dem Stichwort "geldwerter Vorteil" bei höheren Einkommen oft als "Steuersparmodell" gegenüber anderen Zulagen, die höher versteuert werden müssten, dient, fände ich das schon fair.


    Martyn, Du hast so garkeine Ahnung vom wirklichen Leben. Das schlimmste daran ist, dass Du auf derartige Kritik nichteinmal eingehst und Dich weiterhin in Deiner Traumwelt bewegst. Deine Aussagen und Ansichten sind so weit an der Realität vorbei, dass man sich fragen muss, was in Deiner Erziehung oder schulischen "Ausbildung" schiefgelaufen ist. (Und das nicht nur auf obige Aussage bezogen)


    Irgendwie gehört zu manchen Dingen mehr, als Bild-Zeitungs-Parolen nachzuplappern oder Punkte zu erörtern, mit denen man noch nicht im geringsten zu tun hatte.


    Wenn Du so sozial eingestellt bist, dann zahle doch freiwillig 100€ mehr Einkommenssteuer oder spende sie wohltätigen Organisationen - aber verschone die bei TT durchaus auch vertretene, arbeitende Bevölkerung mit Deinen wirren Wirtschaftsszenarien.



    Stefan

  • Zitat

    Original geschrieben von Stefan
    ... arbeitende Bevölkerung...

    Ich denke das ist der große Knackpunkt. Ich denke man sollte erst mal ein paar Jahre gearbeitet haben (keine Ausbildung, keine Praktika, keine Jobberei, sondern Fulltime), damit man einfach ein besseres Gefühl für verschiedene Dinge bekommt. Vielen Postings ist klar anzusehen, daß der Poster nicht zur arbeitenden Bevölkerung gehört, die zur Arbeit fahren muß, mindestens 8 Studen arbeitet, danach wieder heim fährt und dann noch einen Haushalt zu führen hat. Mal davon abgesehen, daß viele IMHO auch kein Gefühl für Geld haben, weil sie die Belastung von Miete, NK, Versicherungen, etc. nicht kennen...

  • Zitat

    Original geschrieben von Vodaföhn
    Nur mal so meine persönliche Meinung, wenns demnächst Neuwahlen geben würde, dann würde die FDP ihr Ziel ^18% mit Sicherheit locker schaffen. ;)


    Angesichts des Koalitionsvertrages, den sich die CDU/CSU da hat aufdrücken lassen, käme die FDP wohl tatsächlich in der Wählergunst weiter voran. Standen bis vor nicht allzu langer Zeit sowohl FDP als auch die Union für weniger Steuern, weniger Bürokratie und weniger Umverteilung, so ist jetzt genau das Gegenteil aus den Koalitionsverhandlungen herausgekommen. Das Schlimme daran ist, dass die neue Kanzlerin unter den Bedingungen und im Wissen, dass viele der Stammwähler sauer sind und zur FDP tendieren, viel Wert auf ein friedliches Miteinander legen und noch mehr Sozi-Kröten schlucken wird. Darin hat sie ja jetzt Übung :flop:

  • Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Standen bis vor nicht allzu langer Zeit sowohl FDP als auch die Union für weniger Steuern, weniger Bürokratie und weniger Umverteilung, so ist jetzt genau das Gegenteil aus den Koalitionsverhandlungen herausgekommen.


    Also da muß ich waß verpasst haben...
    Schon unter Kohl-Zeiten wurden ständig Steuern erhöht, und auch im letzten Wahlkampf, hat sich die Union viel stärker für Steuererhöhungen eingesetzt, als das bei den Roten der Fall war.
    Also bisher war die Union zusammen mit der FDP eher das Steuerehöhungskartell, das bestennfalls Steuervergünstigungen für die Spitzenverdiener durchgebracht hatte.
    Die letzte senkung der Steuern wurde von der SPD durchgeführt.


    Man kann von den einzelnen Parteien haltenw as man will, aber die CDU mit Steuersenkungen in verbindung zu bringen, ist so ähnlich wie den FC Nürnberg mit Pokalgewinn in einem Satz zu erwähnen. :)

    **** Commodore 64 Basic V2 ****
    64K RAM System 38911 Basic Bytes Free
    READY.

  • Zitat

    Original geschrieben von qwasy
    Das Schlimme daran ist, dass die neue Kanzlerin unter den Bedingungen und im Wissen, dass viele der Stammwähler sauer sind und zur FDP tendieren, viel Wert auf ein friedliches Miteinander legen und noch mehr Sozi-Kröten schlucken wird. Darin hat sie ja jetzt Übung :flop:


    Die meisten Mehrbelastungen die bis jetzt abzusehen sind, wie die Erhöhung der Umsatzsteuer, Erhöhung des Rentenbeitragssatzes, ... sind auf dem Mist der Union gewachsen ... So gesehen musst die SPD Unions-Kröten schlucken und nicht umgekehrt.

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