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Original geschrieben von newage_02
wie du deine Ideologien einem einkommenschwachen Menschen,
oder gar einem Harzt IV-Empfänger schmackhaft machen willst.
Es hat nicht zwingend etwas mit dem Einkommen zu tun, wenn man der Meinung ist, dass der Staat sich in viel zu viele Dinge einmischt und lieber die Einnahmen- als die Ausgabenseite reorganisiert.
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Original geschrieben von newage_02
Fast ein Drittel meiner Nachhilfeschüler kommen aus Hartz IV-Haushalte.
Z.B. muss eine Mutter mit ca 650 € drei Kinde versorgen und hat daneben noch Unterhaltskosten,Miete,Telefon usw. an der Backe.
Unterhaltskosten für den Ex? Miete für was? Die Zweitwohnung? Abgesehen davon finde ich 650 EUR nicht gerade wenig - große Sprünge sind natürlich nicht drin, aber immerhin bekommt sie das von denjenigen, die arbeiten, ohne Gegenleistung.
Natürlich ist der Grenznutzen von 500 EUR, die sie zusätzlich bekäme, weitaus höher als der Grenzverlust, den ein gutverdienender Angestellter durch die Zwangsabgabe von 500 EUR hätte. Aber wir leben nunmal in einer Gesellschaftsordnung, in der Freiheit, Wettbewerb und weitere marktwirtschaftliche Prinzipien sehr weit oben in der Hierarchie liegen. Und das ist gut so, denn ohne diese Anreize hätte niemand mehr Interesse daran, sich sonderlich reinzuhängen. So "funktioniert" nunmal der Mensch wie wir ihn kennen.
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Original geschrieben von newage_02
Dringende Reperaturen an der Toilette, in der Küche können nicht ausgeführt werden,da Geld fehlt.
Sie kann sich auch keine Klamotten kaufen.
Leider findet sie auch keinen Job,da sie nun einmal eine Hausfrau ist.
Und im ganzen Freundeskreis findet sich auch keiner, der ihr helfen kann? Klamotten gibt's mitunter auch schon recht günstig, bei mir im Briefkasten liegen gelegentlich Wurfzettel, in denen etwa Strickpullover, Hosen, Hemden usw. zum Teil unter 10 EUR angepriesen werden, Kinderkleidung noch günstiger. Vielleicht muss man seine Lebens- und Einkaufsgewohnheiten auf ein sehr einfaches Maß zurechtstutzen, sobald man nicht mehr auf eigenen Beinen stehen kann. Natürlich ist das auch anstrengender als anderen unsoziales Verhalten vorzuwerfen.
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Original geschrieben von newage_02
Und da willst du mir weiß machen,dass es unfair ist auf Luxusartikel eine Extrasteuer zu erheben,aber im Gegenzug hälst du es für fair wenn die armen Menschen noch mehr geschröpft werden.
Von einer Armensteuer schrieb ich nichts - soweit mir bekannt ist. Auch die Mehrwertsteuererhöhung sehe ich als kontraproduktiv an, insbesondere wenn man berücksichtigt, dass die 2%, die die CDU im Wahlprogramm hatte, zur Senkung der Lohnnebenkosten dienen sollten, wohin nun nur noch 1% geht, während die anderen 2% zum Stopfen von Haushaltslöchern herhalten müssen.
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Original geschrieben von newage_02
Mit meinen 1300 € spare ich auch wie bekloppt.
Ich stecke mein Geld in Versicherungen,um wenigstens im Alter eine Sicherheit zu haben,in Essen,Telefon,Miete und Second Hand Klamotten.
Mein Daithatsu wird irgendwann auch verschwinden müssen,wenn alles noch teurer werden sollte
Ohne jetzt im Detail Deine Versicherungen zupflücken zu wollen - aber neben der Unterversicherung sind viele auch überversichert...
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Original geschrieben von newage_02
Natürlich wäre dein Vorschlag besser für die Marktwirtschaft,aber im Ansatz wird die Idee der sozialen Markwirtschaft eingeschränkt.
Wenn man das immer weiter treibt,werden die Reichen reicher und die Armen ärmer.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Du Reiche und Wohlhabende bzw. die Mittelschicht gerne durcheinanderbringst. Weil Du vorhin von einem Mercedes der E-Klasse gesprochen hast habe ich viele Deiner Ausführungen auf die Mittelschicht bezogen - und diese stehen bei weitem nicht so da, wie hier mitunter
angenommen wird. Und durch Begriffe wie Reichensteuer wird auf deren Kosten Klientelpolitik für Leistungsempfänger betrieben, sodass man beinahe schon befürchten muss, "Reichtum" oder Wohlstand wäre etwas Anrüchiges.
Natürlich gibt es Superreiche, die keinen Beitrag zur Gesellschaft leisten, aber die wissen schon, wie sie ihr Geld in Sicherheit bringen - diese werden nicht von den populistischen Attacken mancher Politiker betroffen.
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Original geschrieben von newage_02
Irgenwann hätten wir Verhältnisse wie in den USA.
Also ein knallharte Markwirtschaft ohne Rücksicht auf die Schwachen.
Warst Du schonmal dort? Oder kennst Du die USA nur aus den plastischen Darstellungen des (vornehmlich) linken Lagers. Gerade die USA sind uns in mancher Hinsicht weit voraus - hier kann man wirklich noch durch gute Ideen oder Leistungsbereitschaft sein Glück schmieden. Ohne über Paragrafen zu stolpern oder sich mit langwierigen Genehmigungsverfahren herumzuärgern. Im Sozialsystem sind Defizite, das ist wahr, aber die werden hier auch bald nicht mehr zu flicken sein, wenn sich nicht endlich mal ein Politiker traut, den ganzen Mist umzukrempeln und wirkliche Reformen durchzusetzen.
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Original geschrieben von newage_02
Es stimmt,dass Jamba,Handyverträge etc. die Verschuldung der Bevölkerung in die Höhe treibt.
Aber in meinem Bekanntenkreis ist es leider aber auch die Inflation gewesen,die leider wesentlich stärker steigt,als die Einkommen der Betroffenen.
Die Inflation ist nicht gerade galoppiert in den letzten Jahren, sodass es durchaus möglich sein sollte, die Ausgabenseite an die Einnahmenseite entsprechend anzupassen. Hier kann man natürlich argumentieren, warum das ein Bürger hinbekommen sollte, wenn es nicht mal der Staat schafft...
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*Edit*
Das kommt davon, wenn man während des Antwortens Essen geht - einiges hat sich daher schon geklärt 