Beiträge von qwasy

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    Original geschrieben von D-Love
    Da lag wahrscheinlich der Fehler der Union und da kann man natürlich auch diskutieren, ob Angela Merkel dafür die richtige Kandidatin war, um diesen Lagerwahlkampf, den die SPD herauf beschworen hat, zu führen.


    Leider ist es müßig, jetzt darüber zu diskutieren - allerdings denke ich, dass Schröder nicht generell ein Problem damit hätte, seine Niederlage einzugestehen. Aber gegen eine Frau, noch dazu gebildet, aus Ostdeutschland und mäßig attraktiv - das schmerzt Acker vermutlich weitaus mehr.


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    Original geschrieben von D-Love Es erschreckt mich allerdings auch, dass viele Menschen in diesem Land tatsächlich auf so einen dummdreisten Unfug ... reinfallen.


    Auch wenn manche vermutlich wieder stöhnen angesichts der Quelle, aber vielleicht lesen die es trotzdem, wenn ich verrate, dass es dabei um Kritik an der Union geht ;): Das Vorwort der aktuellen Wirtschaftswoche
    Die Fehler der Union im Wahlkampf
    Eine recht passende Zusammenfassung der Fehler des Union-Wahlkampfs.

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    Original geschrieben von rajenske
    Auf der zweiten Frageseite heißt es dann:
    Woher weiß man, ob, wann und welche ich ausgewählt habe? Die Beantwortung der Fragen ist stark abhängig u.a. von Branche, Firma.


    Die Fragen sind zudem sehr platt/pauschal.


    Ich tu mich sehr schwer mit dem Fragebogen, kannst du ja mal weitergeben, falls noch nicht zu spät.


    Dem kann ich mich nur anschließen - ich würde lieber noch ein bisschen mehr Arbeit in den Fragebogen stecken und ihn testweise von ein paar Kommilitonen beantworten lassen. Ansonsten kommen am Schluss Ergebnisse heraus, die sehr nichtssagend oder sogar völlig falsch sind, weil man nur noch so schnell wie möglich fertig werden will.


    Sehr unglücklich sind die Formulierungen, die im Fragebogen eigentlich so eindeutig wie möglich sein sollten. Beispielsweise verursachen folgende Fragen bei den meisten wahrscheinlich Verwirrung:
    "Die Handelsmarke stimmt damit überein, wie ich mich selbst sehe."
    "Ich ähnle der Persönlichkeit der Handelsmarke."
    "Das Image der Handelsmarke stimmt damit überein, wie ich mich selbst sehe."
    "Die Handesmarke spiegelt meine Persönlichkeit wider."


    Wo liegt der Unterschied? Wie soll v.a. der Laie, der mit dem Thema sonst noch nie etwas zu tun hatte, die möglicherweise vorhandenen Unterschiede kennen?


    Es würde mich sehr verwundern, wenn dieser Fragebogen mit dem betreuenden Assistenten oder sogar dem Prof. abgestimmt wäre, hierzu sind einfach zu viele Unstimmigkeiten vorhanden.


    Nicht bös gemeint, aber so etwas würde von den Assis oder den Profs, die ich näher kenne, keinen Segen oder gar Freigabe für den Feldeinsatz erhalten.


    PS: auch Rechtschreibfehler werfen kein gutes Bild auf so eine Aktion, unbedingt korrigieren

    Re: Ehrlichkeit


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    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Man kann es zwar als weiteren Verfall politischer Kultur (mit Recht) anprangern was Onkel Münte da versucht hat, wer aber allen ernstes behauptet, dass die CDU/CSU Fraktion bei umgekehrten Vorzeichen nicht auch irgendwie versucht


    Logisch gehört das zum politischen Geschäft, aber auf der Negativ-Seite der SPD stehen daneben noch ein relativ unehrlicher, verwaschener Wahlkampf (waren sie jetzt eigentlich für oder doch wieder gegen die Agenda 2010? Soll Hartz4 zurückgenommen oder modifiziert werden - oder passt gar alles schon und ist genug reformiert worden? Gab es noch andere Inhalte als "den Professor aus Heidelberg"? Bestand niemals die Absicht, zu sparen? Wo sollte das Geld herkommen? etc. pp.), eine Pattex-Heide vor gar nicht allzu langer Zeit (berät die momentan etwa Schröder & Co.?) und ein blödsinnig peinlicher TV-Auftritt des Noch-Kanzlers (und nicht etwa eines verpickelten Nachwuchs-Genossen der JuSos).


    Respekt vor dem engagierten Wahlkampf der SPD und v.a. den dort gezeigten Leistungen Schröders. Aber momentan habe ich das Gefühl, dass er es nicht wahrhaben will, dass der Zug die Endstation erreicht hat - solange bis ihn die Bahnpolizei aus dem Zug rausschmeisst...

    Klatschen der Zuschauer bei politischen Diskussionen :-(


    Passt zwar nicht 100%ig in diesen Thread, aber im Zusammenhang mit den Wahlen und den zwangsläufigen vorhergehenden und nachfolgenden Diskussionen geht mir eines tierisch auf die Nerven:
    Das enervierende Publikumsklatschen für Gemeinplätze und nett klingende Sprüchlein der Kontrahenten - vor allem Gutmensch-Kommentare provozieren geradezu unweigerlich stürmische Zustimmungsbekundungen im Publikum :rolleyes:
    Mittlerweile ist es eine Wohltat, wenn derartige störende Beimischungen mangels Studiopublikum unterbleiben. Schließlich geht's doch hier nicht um Sendungen für geschwängerte 13-jährige, bei denen der 12-jährige Buhmann zahnspangenbewehrt und keines Deutschs mächtig seine Unschuld vor Vera beteuert, aber dafür umso mehr vom Publikum ausgebuht wird, sondern darum, dem Fernsehpublikum Informationen oder auch Unterhaltung zu bieten - aber doch bitte nicht mit billiger Effekthascherei im Stile des Nachmittagsfernsehens oder der Vorabend-Sitcoms.

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    Original geschrieben von Printus
    Es gäbe auch die theoretische Möglichkeit Demontage von Schröder... ist aber nicht sehr wahrscheinlich da er in seiner Partei im Gegensatz zu Angie fest und unkritisch im Sattel sitzt.


    So ist die momentane Außendarstellung - im Innern wissen die Genossen natürlich sehr wohl, wer für die momentane Krise der SPD verantwortlich ist, die bspw. die (trotz allem) schlechten Ergebnisse, das Wegbrechen weiter Teile im linken Flügel, die Probleme, die eigene Politik in der Partei zu vermitteln und letzten Endes die Neuwahlen selbst verursacht hat.

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    Original geschrieben von Martyn
    Das sehe ich überhaupt nicht so, denn beide Parteien musste deutlich Federn lassen und haben keine Stimmen gewonnen.


    Du willst also am liebsten die Regierung nach prozentualen Gewinnen und Verlusten besetzen? Ein erschreckendes Demokratieverständnis und vor allem eine mutwillige Beugung von Wahlergebnissen, wobei Du mit bösartigen Unterstellungen arbeitest: Mir ist kein FDP-Wähler bekannt, der auch nur im Traum damit sympathisieren würde, mit der Linkspartei zusammenzuarbeiten. Außer einer natürlich ;)


    Da kann man wirklich nur hoffen, dass diese Logik nicht noch mehr Anhänger hat.

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    Original geschrieben von Martyn
    Ne FDP-SPD-Linkspartei Koalition wäre das was dem Wählerauftrag entsprechen würde ...


    Wie kommst Du denn darauf? Die meisten FDP-Wähler würden wohl nie wieder die FDP wählen, wenn sie mit der Linkspartei zusammenarbeiten würden.


    Ebenso wären wahrscheinlich viele SPD Wähler entsetzt. Die Linkspartei wird nunmal von den anderen Parteien (zumindest derzeit noch) als indiskutabel angesehen - auch wenn das einige hier nicht hören möchten und nicht wahrhaben wollen.


    Neben den von Dir als bedeutsam erachteten Inhalten, die in den Fußnoten der Parteiprogramme auftauchen, haben diese Programme tatsächlich auch noch elementare Inhalte. Und da ist die Linkspartei völlig inkompatibel zu anderen Parteien.

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    Original geschrieben von Martyn
    ...oder Schwarz-Gelb das unser Sozialsystem beinahe ganz demontiert hätte.


    Ein Jammerbild und Armutszeugnis für das Land, dass es diverse Kräfte geschafft haben, diesen Schwachsinn in den Köpfen der Menschen zu verankern. :gpaul:

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    Original geschrieben von arne99
    So sehen (siehe Bild auf Website!) die Amerikaner unsere Kandidaten in der Newsweek! Sehr eindeutig :)


    Autosuggestion? Da sehe ich zwei Kandidaten, die beide die Wähler nicht mit ihren Programmen überzeugen konnten.
    Allgemein wird in der ausländischen Presse die Sorge geäußert, dass der einst starke Teil Europas Angst vor Reformen hat und dies schwere Folgen für Europa und seine Partner haben kann - wenn es nicht gelingt, innerhalb kurzer Zeit eine handlungsfähige Regierung auf die Beine zu stellen, welche bereit ist, weitere Reformen in Angriff zu nehmen, damit Deutschland wieder auf die Beine kommt.

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    Original geschrieben von astro73
    Welche Partei die Regierung führen sollte geht NICHT aus dem Wahlergebnis hervor.


    Richtig, aber die Vermutung liegt nahe, dass mehr Wähler die Politik von Union + FDP präfererieren als die der SPD + Grünen. Mit diesen Koalitionsaussagen bzw. unwidersprochenen Vermutungen gingen die Parteien in die Wahl. Dass dies zu keinen klaren Ergebnissen führte ist nunmal leider Realität und man kann nur mutmaßen darüber, was die Wähler bevorzugen. Hierbei ist Union + FDP aber im Vorteil, weshalb die zur Schau getragenen Ambitionen des Noch-Kanzlers etwas deplatziert wirken.