Beiträge von qwasy

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    Original geschrieben von Martyn
    Und das die breite Bevölkerung keine Schwarz-Gelbe Regierung will, hat ja das Wahlergebniss deutlich gemacht, das zeigt, das mehr als die Hälfte eine Regierung links von Schwarz-Gelb will.


    Schon wieder diese Leier? Sagen wir's doch so: Weituas weniger Wähler wollen Rot-Grün als Schwarz-Gelb. Und mit am wenigsten wollten die Linkspartei. Also hat Schwarz-Gelb deutlich die größte Zustimmung in der Bevölkerung. So schwer ist das doch nun wirklich nicht. :rolleyes:


    Irgendwie kommt mir die verinnerlichte Blockade mancher Zeitgenossen gegenüber dem Neoliberalismus wie das Pfeifen im Wald vor - abgesehen davon, dass ich mir ziemlich sicher bin, dass zumindest die ureigenste Bedeutung sowie die volkswirtschaftlichen Denkrichtung, die dahinter steht, den wenigsten bekannt geschweige denn vertraut ist.


    Nun denn, der in meinen Augen vorrangig positiv besetze Begriff kann natürlich nichts für die Uminterpretation bzw. Fehlinterpretation durch geschickte Agitatoren. Aber solange die Regierenden, egal welcher Partei angehördend, spätestens mit Amtsübernahme auch die Regeln der neoliberalen Schule verstehen und geschickt für das Land und die Wähler zu nutzen wissen, kann man über die mitunter etwas kindliche Lautmalerei der Gegner sogar gelegentlich lachen ;) :D

    Re: Übereinstimmung


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Es geht nämlich schlicht und (...) Wer alles "soziale" künftig auf reiner Almosen-Basis umsetzen will, darf sich dann aber auch nicht wundern, wenn es zu sehr großen sozialen Verwerfungen kommt.


    Klingt bis hierher alles erstaunlich vernünftig und rational für ein DrZ-Posting.


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    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Wie die Fratze der reinen Marktwirtschaft und deren Folgen u.U. aussehen kann, zeigt eben auch ganz aktuell die Geschehnisse um New Orleans.
    Ein starker Staat kann nämlich auch "nur" die Last einer Notfall- Infrastruktur schultern. In solchen oder ähnlichen Fällen zeigt es sich nämlich sehr schnell und dann auch ganz unverblümt, wie die Gesellschaft aussieht.
    Dort starben Menschen einzig und alleine deshalb, weil sie arm, krank oder sonstwie hilflos waren. Wer Geld hatte, konnte rechtzeitig fliehen und sich notfalls seine Hilfe "kaufen".


    Aber ich glaube hier bringst Du verschiedene Dinge durcheinander, weils eben gerade so gut passt (bezeichnenderweise wurde NO außer dem Lapsus von Trittin nicht für den Wahlkampf instrumentalisiert): Ob in einem ausgeprägteren Sozialstaat die Evakuierung besser geklappt hätte, wage ich zu bezweifeln - es war vor allem die Organisation, an der vieles gescheitert ist: Warum wurden bspw. die 100e Schulbusse, die im Depot standen, nicht für die Evakuierung eingesetzt? Dort haben alle, vom Bürgermeister bis hin zur Weißen Haus versagt. Aber ein neues Gebiss auf Kosten der Krankenkasse hat vermutlich recht geringe Auswirkungen - und Du willst doch wohl nicht einen solidarischen Anspruch auf Mobilität im Form eines Autos für jedermann herbeireden?


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    Deshalb verurteile ich konsequent das Vorhaben alle Widrigkeiten des Lebens der reinen Marktwirtschaft zu überlassen.


    So what? Nach dem Wahlkampf bringt vermutlich nicht mal mehr die Linkspartei derartig übertriebene Unterstellungen gegenüber einer Sozialpolitik heraus, wie sie bspw. von FDP und Union vorgesehen ist. Das Solidarprinzip ist nunmal eine wichtige Stütze in unserem Land.

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    Original geschrieben von Printus
    sondern da geht's mehr darum daß die Leute es satt sind immer als Schmarotzer und bequeme Taugenichtse hingestellt zu werden - obwohl viele von ihnen genau das nicht sind.


    Andererseits sind aber gerade auch die Drückeberger und Schmarotzer bei der Linkspartei bestens aufgehoben und wählen diese, weil sie die größten Versprechungen macht, den Sozialstaat noch weiter (!) ausbauen will und Kontrollmaßnahmen, ob das Geld tatsächlich bei Bedürftigen landet, reduzieren will.


    Dass aber andererseits die Rasenmähermethode beim "Straffen des Sozialstaats" selbst von einer sozialdemokratischen Regierung als letzte Möglichkeit gesehen wird, liegt eben daran, dass zu viele nicht Bedürftige die per Gesetz verordnete Solidarität schamlos ausnutzen. Und wenn das nicht asozial im ureigensten Sinne ist, was dann? Gelänge es, die Allokation aller Sozialausgeben zu verbessern (die defekte Waschmaschine, die im Wohnblock die Runde macht, um eine neue zu bekommen, ist leider keine Ausnahme), dann bestünde doch kein Problem und wir könnten das in den fetten Jahren von allen Parteien angestrebte Niveau problemlos halten. So kann aber kein Politiker mit Verantwortungsgefühl die sozialen Versprechungen der Vergangenheit aufrechterhalten, schon gar nicht neue Zusagen hinzufügen.


    Es zweifelt doch keiner an, dass die Parteien von links und rechts außen in vielen Fällen als Ventil für Frust dienen. Wie intelligent es ist, seine Stimmen dort zu platzieren, ist ein völlig anderes Thema. Aber die Kritik an der Partei wird doch erklaubt sein, wenn man der Meinung ist, dass sie eher destruktiv als konstruktiv wirken. Logisch muss eine Demokratie damit zurecht kommen, aber im zurückliegenden Wahlkampf haben nunmal leider alle normalen Parteien versagt, da sie es nicht geschafft haben, die Linkspartei und ihr Programm als Träumerei und realitätsferne Spinnerei hinzustellen. So hatte diese ein leichtes Spiel, den sozialen Frieden zu untergraben.

    Ein für Dich ungewöhnlich parteiisches Posting, dennoch liegst Du gewiss nicht gänzlich falsch. Dennoch bleibt im Rückblick auf den Wahlkampf nicht nur die Feststellung, dass seitens der Union vieles schlecht geredet und noch mehr falsch gemacht wurde, sondern auch, dass die Regierung keine eindeutige Position mehr bezogen hatte. Für was ist die SPD denn angetreten? Ein "weiter so" - das ist klar. Aber im Detail? Interessanterweise konnte mir die Frage nichtmal das Standpersonal am SPD-Stand in der Fußgängerzone beantworten.


    Die zukünftige Politik war für manche Wahlkämpfer wohl zu nebensächlich als dass sie eine Bemerkung im Wahlkampf wert gewesen wäre - oder war etwa doch kein Konzept da? Warum wurde kein Haushalt vorgelegt?


    Für Spieltheoretiker war das Rumgeeigere eigentlich nur die logische Konsequenz aus der aussichtslosen Lage, in der sich Schröder & Co. im Frühsommer befanden: Zu verlieren war nicht mehr viel, die einzige Chance lag darin, zu hoffen, dass der Gegner Fehler macht. Und dies hat sich ausgezahlt. Schröder hat es verstanden, einerseits den Grund, der vorrangig zum Absturz führte, vollständig aus dem Wahlkampf herauszuhalten, und gleichzeitig permanent auf den Gegner einzuschlagen.


    Ich denke nicht, dass es in diesem Rahmen hier erforderlich ist, herauszustellen, dass die Argumente oft schlichtweg falsch und auch nicht ehrlich waren. Vor allem das Gezeter über Kirchhof, dessen Konzept nebenbei nichtmal zur Debatte stand, hat vermutlich mehr bleibende Schäden in der politischen Landschaft angerichtet, als es die Angreifer bis jetzt wahrhaben wollen. Entweder haben sie tatsächlich nicht verstanden, was "der Proferssor aus Heidelberg" erzählte, oder sie fürchten einfach, ihre Klientel zu verlieren - weil sie merken, dass manches doch nicht so ist, wie es einige Poliker gerne hätten.


    Aber so ist Wahlkampf nunmal, auch eine siegessichere Union muss sich gegen solche Anschuldigungen zu wehren wissen - schon Sunzi schrieb: "Offiziere und Männer werden ihre äußerste Kraft aufwenden. Soldaten in verzweifelter Lage verlieren jedes Gefühl von Furcht. Wenn es keinen Fluchtweg gibt, bleiben sie standhaft." Und darauf hätte man gefasst sein müssen.

    Für derartige Fragen ist ein Besuch der Online-Hilfe-Seiten von SAP nützlich:
    http://help.sap.com


    Aus betriebswirtschaftlicher Sicht ist zwar nicht alles, was dort zu geschrieben ist, 100%ig richtig bzw. teilweise auch mehrdeutig. Aber durch die weite Verbreitung SAPs liefern die Ergebnisse dennoch recht ordentliche Anhaltspunkte dafür, wie die Begriffe in der Praxis verwendet werden.

    Re: Unterschied BOM zu COGS


    Zitat

    Original geschrieben von SpeedTriple
    Ich dachte bisher, dass BOM die Materialkosten der Herstellung sind. COGS aber wohl auch...


    BOM hat m.W. nach gar nichts mit Bill = rechnung zu tun, sondern bezeichnet lediglich die Stückliste eines Produkts. So zumindest die einzige mit bekannte Verwendung.

    Re: Überraschung, nur für Jüngere


    Zitat

    Original geschrieben von dr zuzelbach
    ... und bei derr FDP und CDU sind sehr viele der ehemaligen "Blockflöten" mit ebensolcher Vergangenheit untergekommen, schon vergessen?!! :p


    In der Tat fällt mir dazu momentan nichts ein - die Namen der Ex-IMs, die jetzt als Abgeordnete in den Reihen der CDU und FDP sitzen, würden mich sehr interessieren.

    Zitat

    Original geschrieben von bengel
    Also ich hatte keine Probleme bei der Beantwortung der Fragen, da ich nicht zum ersten Mal einen wissenschaftlichen Fragebogen beantworte.


    Aha - diese zur Beleidigung tendierende Mitteilung ist natürlich ein triftiger Grund, sich in einem (Handy-)Forum anzumelden ;)


    Übrigens stand nirgendwo, dass nur (aktive) Studenten teilnehmen dürfen - oder habe ich das übersehen? Ich las nur:

    Zitat

    "Es ist wichitg für meine Arbeit, dass so viele Personen wie möglich den Bogen beantworten, wenn ihr also noch jmd kennt, der das für mich machen würde, leitet die mail bitte weiter."


    Des weiteren ist es im Sinne der Disziplin Marketing kein gutes Marketing (sic!), wenn man ihr unterstellt, derartig "verwaschene Fragen" seien wissenschaftlich fundiert und aus der Literatur entnommen. Das verstärkt wohl den Eindruck vieler, dass es sich bei Marketing nur um BlaBla handelt. :rolleyes:


    So sinkt natürlich auch die Bereitschaft enorm, den Fragebogen nochmals auszufüllen, wenn er verbessert und korrigiert zur Verfügung gestellt wird.

    Re: Re: Re: Ehrlichkeit


    Zitat

    Original geschrieben von Martyn
    Nicht nur Arbeitslose wählen Hartz4.


    Oh, das stand auch zur Wahl? :D
    Lt. aktuellen Meldungen gibt's schon den ersten faden Beigeschmack bei der Linkspartei: mehrere Abgeordnete waren früher als IM für das MfS tätig. Angeblich sei dies aber schon länger bekannt - um hier nicht wieder diverse Leute auf den Plan zu rufen, die sich berufen fühlen, die Linkspartei zu verharmlosen, kommentiere ich dies mal nicht weiter ;)

    Zitat

    Original geschrieben von Bob_Harris
    Wenn ich mir gerade den Auftritt von Ludwig Stiegler bei Kerner anschaue...

    Der ist leider immer so drauf - unabhängig von Medikamenten. Ich glaube, man kann ihn als Verzweiflungstat der bayerischen SPD ansehen. Aber wer wollte es ihnen schon verübeln angesichts der aussichtslosen Lage der Partei in Bayern ;)
    Manchmal erinnert mich Rot-Pulli-Stiegler sogar mit seiner entwaffnenden Logik an manche hier Mitschreibende aus dem gleichen Bundesland :D