ZitatOriginal geschrieben von Sencer
...dürfte wohl eher darin gelegen haben, dass die Menschen gehofft haben, dass man mit der CDU sozialere Reformen bekommen könnte.
Nachdem klar geworden ist, was "sozial" ist wie die "neue" Union es versteht, haben die Menschen verstanden, dass Schröders Reformkurs wohl doch nicht so unsozial ist.
Nein, es ist der SPD lediglich bestens gelungen, das CDU-Programm als unsozial hinzustellen, den "Professor aus Heidelberg" als sozialen Sensemann zu profilieren, mit dem Schlagwort "neoliberal" die soziale Kälte zu verbinden. Selbst hier im Forum zeigt sich ja zuweilen, wie sehr manche sich von dieser Taktik haben ergreifen lassen. Dass dies aber keineswegs Schröderferne Postionen sind scheint diesen wohl entgangen zu sein. Allerdings war Schöder auch klug genug, im Wahlkampf sein Programm nicht weiter zu betonen, sondern beinahe ausschließlich Angst vor der sozialen Kälte zu schüren.
Der CDU muss man vor allem zur Last legen, dass sie es nicht geschafft hat, entsprechende Konter gegen die Agitatoren zu platzieren und die Argumente zu entkräften. Die Verantwortung hierfür tragen die leitenden Wahlkämpfer, Merkel und ihr General Kauder. Und wahrscheinlich waren sie auch schlicht zu ehrlich - hätte sie Hartz4 instrumentailisert im Wahlkampf, dann wäre es sicher um einiges leichter gewesen, aber eben verlogen.