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Welche Intervalle hättest du dir denn gewünscht? Zwei Wochen oder 1.000 tote Zivilisten pro Schritt? 
Mal wieder ein "Totschlagargument".
Vom Dauer der Intervalle hinge überhaupt nur etwas ab, wenn die Schritte irgendeine Auswirkung auf Putins Handeln hätten. Und hier bin ich mir ganz sicher, dass sie Putins Vorgehen in keiner Weise beeinflussen.
Ich persönlich sehe mal wieder einen Aktionismus, der vorwiegend dazu dient, das Gewissen der Handelnden zu beruhigen. Selbst dann, wenn er sich im Ergebnis als kontraproduktiv herausstellten sollte, kann man (wie üblich) einwenden, man habe es halt gut gemeint und steht immer noch besser da, als sich dem potenziellen Vorwurf der Untätigkeit auszusetzen.
Schon jetzt sehen wir uns einem erheblichen moralischen Druck von Außen ausgesetzt, der zum Verzicht auf eine "Denkphase" verführt. Emotionale Bilder und Berichte aus dem Kriegsgeschehen erhöhen diesen Druck noch weiter. Wirklich hilfreich ist das nicht.
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Die Chinesen sind da sehr schnell raus wen die USA und Europa
gemeinsam drohen einen Handelskrieg mit China anzufangen
So etwas möchte ich nicht erleben.
Denn anders als unsere glorreichen Politiker würde ich mich nicht mal im Ansatz trauen, die Folgen eines solchen Szenarios vorherzusagen.
Schon die Folgen der in blindem Aktionismus erlassenen Sanktionen in bisher nie gekanntem Ausmaß dürften (nicht nur für uns, sondern insbesondere für den ärmeren Teil der Welt) Mechanismen auslösen, deren Folgen aus meiner Sicht in keiner Weise absehbar sind. Wie dieses "Spiel mit dem Feuer" letztlich ausgehen wird, wird keiner der Akteure auch nur annähernd abschätzen können.
Ich hätte mir ein überlegteres Vorgehen gewünscht. Eines, bei dem man die jeweiligen Auswirkungen Schritt für Schritt beobachten kann.
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Die Vermieter von Hunderten Jets in Russland dürften die Flugzeuge nicht wiedersehen, Russland will alle geleasten Maschinen behalten!
Zum Beispiel.
Ein Zitat aus dem nachstehend verlinkten Artikel:
"So oder so zeichnet sich eine vertrackte Lage ab. Experte Newman schaute sich die Wertpapierprospekte der russischen Anleihen genauer an und stieß dabei auf einige „der verrücktesten Dinge, die ich je gesehen habe“. [...] „Es gibt bei all diesen Anleihen überhaupt keinen Schutz für Gläubiger“.
Sich vor diesem Hintergrund eine Pleite Russlands zu erhoffen, könnte ein weiteres teures Kapitel in der aktuellen Sanktionsspirale werden.
https://www.faz.net/aktuell/wi…taatspleite-17863881.html
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Zahlungsausfall Russlands rückt näher
Die Frage ist, ob Russland nicht zahlen kann oder einfach nur nicht will. Letztlich wird niemand erwarten können, dass Russland aktuell Schulden gegenüber westlichen Gläubigern begleicht.
Stattdessen würde ich zusätzlich zur Einstellung des Schuldendienstes erwarten, dass Russland im Gegenzug Waren und Anlagen von Firmen beschlagnahmt, die sich aus Russland zurückgezogen haben. Ein gewisses Maß an Gegensanktionen wird man erwarten dürfen.
Ich glaube nicht, dass Russland bankrott geht. Stattdessen dürfte sich Russland in die Abhängigkeit Chinas begeben, so dass künftige Auseinandersetzungen nicht mehr zwischen USA und Russland ausgetragen werden, sondern zwischen den USA und China. Bekanntermaßen... wenn sich zwei streiten... freut sich der Dritte.
Selbst bei einem begrenzten Rückgang des chinesischen Wachstums dürfte China aus dem Ukraine-Konflikt als großer Gewinner hervorgehen - dann aber mit einer durch die Abhängigkeit Russlands entstehenden gewissen Kontrolle über russische Atomwaffen. Denn in einem Punkt ist China den USA noch deutlich unterlegen: In der Zahl der Atomsprengköpfe. Fällt Russland nun in Chinas Schoß, hat China quasi über Nacht seine atomare Streitkraft vervielfacht.
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Unsere Regierung sollte mal keine F35 kaufen
sondern jedem deutschen ne Stinger/Milan in den Keller legen
Ich frage mich aber wie kommt Russland/Putin wieder aus der
Nummer raus?
Zu den Flugzeugabwehrraketen:
Aus meiner Sicht für die Ukraine das Mittel der Wahl. Eine Flugverbotszone kann und wird es nicht geben. Stattdessen sähe ich die Möglichkeit, die UA mit Flugabwehrraketen (welche auch immer) reichlich auszustatten, damit auch im letzten Winkel des Landes kein russisches Fluggerät sicher sein kann.
Zu Putin:
Hier müssten wir zwischen Innen- und Außenpolitik unterscheiden. Innenpolitisch ist infolge der Sanktionen bereits das eingetreten, was in jedem mir bekannten Fall geschehen ist: Die Akzeptanz der eigenen Staatsführung steigt (zum Teil sprunghaft) an. Im Falle Putins binnen zwei Wochen von 60 auf 72%. Und das aus Quellen, die von westlicher Seite als durchaus glaubhaft angesehen werden. Dafür sprechen eben auch die Erfahrungen früherer Sanktionen gegen andere Länder. Die Hoffnung "das Volk" begehre angesichts der Sanktionen gegen die Staatsführung auf, hat sich bisher in keinem mir bekannten Fall bewahrheitet.
Außenpolitisch sehe ich für ihn momentan nur die Lösung, sich zum Kaiser auf Dauer (ggf. mit sich anschließender Amnestie) krönen zu lassen. Eine andere Wahl lässt der Westen ihm m.E. nicht.
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Die volle Unterstützung ist ja allgemein bekannt und unstrittig, ...
Das mag sein. Aber nicht außerhalb des Hoheitsgebiets der NATO-Staaten. Und selbst hier existieren Ausnahmen - etwa unterhalb der Äquatorlinie.
Ergänzung:
Artikel 6 (des Nordatlantikvertrags)
Im Sinne des Artikels 5 gilt als bewaffneter Angriff auf eine oder mehrere der Parteien jeder bewaffnete Angriff
- auf das Gebiet eines dieser Staaten in Europa oder Nordamerika, auf die algerischen Departements Frankreichs2, auf das Gebiet der Türkei oder auf die der Gebietshoheit einer der Parteien unterliegenden Inseln im nordatlantischen Gebiet nördlich des Wendekreises des Krebses;
- auf die Streitkräfte, Schiffe oder Flugzeuge einer der Parteien, wenn sie sich in oder über diesen Gebieten oder irgendeinem anderen europäischen Gebiet, in dem eine der Parteien bei Inkrafttreten des Vertrags eine Besatzung unterhält oder wenn sie sich im Mittelmeer oder im nordatlantischen Gebiet nördlich des Wendekreises des Krebses befinden.
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Und vor Allem, was passiert, wenn denen etwas passiert?
Wer sich in Gefahr begibt... da würde im Ernstfall nicht einmal Gottes Segen helfen.
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Für VoLTE benötigst du keine mobile Daten. Das würde im Umkehrschluss ja bedeuten das du ohne Rest-Volumen nicht telefonieren könntest.
Das ist aber eine ganz andere Baustelle. VoLTE wird als Telefongespräch bepreist und nicht als Datenfluss. Letzteren mangels restlichen Datenvolumens für Telefonate zu unterbinden, wäre ein ziemlich schlechtes Geschäft für die Netzbetreiber.
Wird dagegen im Endgerät selbst der Datenfluss blockiert, dürfte VoLTE m.E. schon aus technischen Gründen unmöglich sein. Das entspricht auch meinen persönlichen Erfahrungen mit meinem Nokia (allerdings KaiOS) Fon.
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Und was soll da drauf stehen?
Wäre für mich keine Frage. In Deutschland käme da am Ehesten wohl ein Protest gegen die hohen Benzinpreise in Betracht.
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Kues meint, wenn „Mobile Daten“ abgeschaltet ist. irgendwo hatten wir das mal alles getestet. Finde den Thread/Post gerade nicht mehr.
Wenn "Mobile Daten" deaktiviert ist, kann VoLTE mangels LTE-Verbindung doch gar nicht funktionieren. VoLTE ohne LTE kommt schon begrifflich nicht hin.