Beiträge von saintsimon

    http://www.spiegel.de/politik/…-und-rubel-a-1009207.html


    "Putin gibt dem Ausland die Schuld an der Krise"


    http://www.spiegel.de/wirtscha…die-schuld-a-1009188.html


    "Russischer Wirtschaftsminister gibt Russland die Schuld an der Krise"


    Such Euch was aus ...


    http://www.handelsblatt.com/fi…uro-fordern/11137702.html


    " Weißrussland will von Russland Euro fordern
    ...
    Wegen des Rubel-Verfalls bekommt Russland auch wirtschaftlichen Druck von Verbündeten zu spüren. Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko forderte, Handelsgeschäfte mit dem Nachbarstaat nicht mehr in der russischen Landeswährung, sondern in Euro oder Dollar abzurechnen, wie die amtliche Nachrichtenagentur Belta am Donnerstag berichtete. „Wir hätten schon früher verlangen müssen, dass Russland mit harter Währung bezahlt.“ Der Staatschef äußerte sich den Angaben zufolge zudem besorgt über die jüngsten Turbulenzen in Russland. Es sei nicht klar, wie sich der Markt entwickele. „Wir werden Russland nicht hinterherrennen“, betonte Lukaschenko. ..."



    Wenn es eventuell nicht mehr für ein Eurasisches Reich von Lissabon bis Wladiwostok reicht, könnte statt dessen ein viel, viel mächtigeres von Kaliningrad bis Pjönjang entstehen.


    http://www.spiegel.de/politik/…moskau-ein-a-1008970.html


    "Putin lädt Kim nach Moskau ein"

    Zitat

    Original geschrieben von pithein
      saintsimon
    So interessant deine englischen Beiträge sind, brauchst du frank_aus_wedau dennoch nicht verunglimpfen.


    Das keine Verunglimpfung, sondern mein ehrlicher Eindruck speziell über den Wedauer Forenbetreuer. Ich sage das nicht, weil er eine andere Meinung vertritt, sondern, weil ich seit spätestens dem zweiten Quartal den Eindruck nicht mehr los werde, daß er hier bei TT systematisch Kreml-PR betreibt. Nicht als wiederkäuender Konsument, sondern als agitierender Multiplikator (vermutlich nicht nur hier).


    Ich beurteile ihn nach seinem Aktivitätsmuster, seinen Beiträgen, dessen Inhalten und seiner Zeilenschinderei (welche aber nachgelassen hat). Ich habe natürlich nur die Indizien in diesem Forum zur Verfügung, um mir ein Urteil zu bilden, aber zumindest kann ich es mit dem, was ich anderswo lese, vergleichen.


    What quacks like a duck, walks like a duck ...

    Zitat

    Original geschrieben von frank_aus_wedau
    ...es spricht aber alles dafür, dass die UA demnächst vor die Wand rast .... Es könnte wirklich hart kommen ...


    http://discussion.theguardian.com/comment-permalink/45054774


    " Carlossie
    16 December 2014 3:43pm


    Indeed dollar debt is a very serious problem for some other countries, including the Ukraine. In fact Ukraine is on the brink of default. However, this only adds to Russia's problems because MOST of the exposure to the Ukraine is by RUSSIAN banks, and they would be hit hardest. As long as Russian oil income held up, making economic trouble for Ukraine by militarily undermining it was affordable -- but now it is a horrible burden, though too late to reverse it. The damage is done. THat is the big deal about the whole crisis for Russia = by Putin's policies at all levels and in all arenas THE DAMAGE IS DONE.
    Even though some countries have large dollar debt problems, they are large only in proportion to the scale of economic activity (size) of those countries. They are not a large part of the exposure of US or Western European banks."


    -----


    Ansonsten gibt es in der Druckausgabe (online frei zugänglich über ein Testaccount) der Sueddeutschen Zeitung einen ausführlichen Reisebericht aus den Separatistengebieten. Die Lage dort ist verheerend.
    Glückwünsche an "Novorossia", wie der Kollaborateur aus Wedau hier vor einiger Zeit abgelassen hat, zeugen von politischer wie ökonomischer Inkompetenz (von juristischer oder logischer ganz zu Schweigen).


    Hier ein paar Auszüge:


    "Nr. 289, Dienstag, 16. Dezember 2014 DIE SEITE DREI


    Niemandsland


    Was braucht man für einen eigenen Staat?
    Ein Volk, ein Gebiet, ein paar Gesetze, sagen die Separatisten.
    Mehr haben sie im Osten der Ukraine auch nicht zu bieten.
    Eine Winterreise durch die Anarchie


    ...


    ... 60 Prozent aller Bürger, wird sie
    sagen, seien von Hilfslieferungen abhängig.
    Komplett.
    Tatsächlich fehlt es überall an allem.
    Am Straßenrand in diesem Niemandsland,
    irgendwo bei Krasnoarmijsk, stapft eine alte
    Frau durch den Schnee, sie trägt schwer
    an einer großen Tasche. „Wir leben von
    Kartoffeln und Wasser“, sagt die Greisin.
    Arbeit gebe es hier nicht mehr. „Warum die
    hier kämpfen, die einen und die anderen?
    Ich verstehe es nicht. Hier gibt es doch
    nichts. Russische Erde, was soll mir das
    geben? Die kann ich nicht essen.“


    ....


    Nachts aber, wenn Sperrstunde ist und
    sich Totenstille über die Stadt legt, wenn
    die kartenspielenden Anführer der DNR
    ihr heimliches Hauptquartier, die Bar eines
    populären Hotels, verlassen und in ihre Wagen
    steigen, und wenn die Shisha rauchenden
    Söldner aus der Russischen Föderation
    samt ihren vollbusigen Gefährtinnen
    müde sind, dann geht man besser
    nicht auf die Straße. Bewaffnete Trupps
    greifen jeden auf, der sich draußen herumtreibt,
    und wer Alkohol dabei hat, Widerworte
    gibt, findet sich schnell in einem Keller
    wieder, um dann am nächsten Tag
    Zwangsarbeit zu leisten unter der Kontrolle
    von Kalaschnikows; „gesellschaftliche
    Arbeit“ nennen das die Separatisten.


    ....


    .. Die Menschen des Donbass verfolgten,
    schreibt Chef-Propagandist Pawel
    Gubarew, deshalb den Traum der Wiederkehr
    Neurusslands, das „aus der Tiefe der
    Geschichte aufersteht wie Aphrodite aus
    dem Meer“.
    Zum Großprojekt Neurussland gehört,
    theoretisch, auch die Autonome Volksrepublik
    um Luhansk. Aber das Projekt krankt.
    Oleg Popow, nom de guerre „Kommunist“,
    ist zwar Luhansker Abgeordneter des gemeinsamen
    Parlaments von Noworossija,
    das im Sommer gegründet wurde, um die
    Republiken zusammenzuführen. Aber
    man habe sich leider seit drei Monaten
    nicht mehr getroffen. „Wir kämpfen für
    Russland“, sagt Popow, ein hagerer und
    trotz des drohenden Scheiterns seines politischen
    Traums äußerst zuversichtlicher
    Gesprächspartner. „Und wir arbeiten an
    neuen Gesetzen für eine spätere Zusammenarbeit;
    beim Beitritt zur Russischen
    Föderation solle ja Moskau nicht alles einzeln mit
    seinen neuen Mitgliedern verhandeln
    müssen. Synergie, sozusagen.


    Aber derzeit kommen die Parlamentarier
    nicht über Telefonkonferenzen hinaus.
    Die Gründe: zu viele Widrigkeiten. Ideologische
    Differenzen, Eitelkeiten. Und die so
    ungeklärte wie strittige Frage, wie es weitergehen
    soll mit den neuen Staaten und ihrer
    Unabhängigkeit. Denn selbst die steht
    auf der Kippe. Die russische Nowaja Gaseta
    berichtet, im Kreml überlege man wegen
    drohender Erfolglosigkeit der Projekte
    LNR und DNR, diese quasi an die Ukraine
    zurückzugeben – unter der Prämisse, dass
    sie eine extrem weitreichende Autonomie
    zugesichert bekommen. Die Idee von „Neurussland“
    sei nicht mehr populär unter
    Putinisten, heißt es, weil die Massen in anderen
    ukrainischen Städten, in Charkiw,
    Cherson oder Odessa, nicht zum Aufstand
    zu bewegen gewesen seien.


    ...


    ... Vielerorts gibt es seit Monaten
    weder Strom noch Gas, in der Gebietshauptstadt
    immerhin funktionieren an
    den meisten Tagen die Heizungen wieder.
    Wenn nicht die Rohre eingefroren sind.
    Der Ruf der LNR ist selbst in Donezk
    schlecht: Ausnahmezustand herrscht überall,
    aber hier gelten die Zustände als noch
    anarchischer, noch gefährlicher. Die diplomatischen
    Beziehungen der Schwesterrepubliken
    sind nicht die besten. Denn für
    die Donezker Führung sind die Nachbarn
    in Luhansk nur bedingt eine befreundete
    Nation, eher ein Konkurrent um die Zuwendungen
    aus Moskau. Und von denen ist
    man, das wird bereitwillig eingeräumt,
    finanziell abhängig.


    ...


    ... Draußen vor
    der Tür herrscht Kriegsrecht. Anstelle der
    regulären Justiz urteilen Militärtribunale
    jene ab, die von den Milizen aufgegriffen
    werden. Gerichtsverfahren, Verteidiger –
    gibt es nicht. Wer in Untersuchungshaft
    landet, bleibt bis auf Weiteres dort. Im
    Sommer gab es hier und da „Volksgerichte“,
    Todesurteile wurden ausgesprochen.
    Das Gerichtssystem sei „erst in der Entwicklung“,
    bestätigt Minister Potapow.
    Der Einfluss der Luhansker Führung,
    das ist schnell zu sehen, reicht nur bis kurz
    hinter der Stadtgrenze. Zahlreiche Ortschaften
    werden von Kosaken beherrscht,
    die ihre eigene Republik ausgerufen haben


    ...


    Rückreise von Luhansk, ein paar Kilometer
    entfernt von der russischen Grenze,
    quer durch das Niemandsland, zurück
    nach Dnipropetrowsk, Ukraine. Am Flughafen
    wartet der Manager einer Stahlfirma
    von Oligarch Rinat Achmetow. Der
    Mann hat Donezk bis auf Weiteres verlassen
    und möchte aus nachvollziehbaren
    Gründen unerkannt bleiben. „Diese Republiken“,
    sagt er, „gehen den Bach runter.“
    Russland sei schon zufrieden, wenn DNR
    und LNR als failing states, als scheiternde
    Staaten, ein Stachel im Fleisch der Ukraine
    blieben. Investieren, alimentieren, gar integrieren?
    Zu teuer, riskant, zu viel Aufwand
    für eine Gegend, die von Krieg und Hass
    zerrissen sei und sich auf Jahre, vielleicht
    Jahrzehnte nicht erholen werde.
    In zwei, drei Jahren sehe es dort aus wie
    in der Autonomen Volksrepublik Abchasien.
    „Auch Abchasien war nie ein wohlhabendes
    Land. Aber seit der Abspaltung von
    Georgien unter der brutalen Patronage
    Russlands ist es ein Armenhaus.“"

    Die skrupellose Rumballerei der Russen mit der BUK war wohl nicht genug:


    http://www.theguardian.com/wor…passenger-aircraft-sweden


    "... For the second time this year, a Russian military aircraft turned off its transponders to avoid commercial radar and nearly collided with a passenger jet over Sweden, officials have said.


    Swedish authorities said that on Friday, a Russian military aircraft nearly collided above southern Sweden with a commercial passenger jet that had taken off from Copenhagen in Denmark.


    Sweden’s air force chief, Major General Micael Bydén, said the aircraft’s transponders, which make the plane visible to commercial radar, were shut off. Swedish fighter jets were sent up to identify the aircraft, and Hultqvist later identified it as a Russian intelligence plane.


    “This is serious. This is inappropriate. This is outright dangerous when you turn off the transponder,” Swedish defence minister Peter Hultqvist said on Swedish radio. ..."

    Zitat

    Original geschrieben von pithein
    Ich würde gern eine "seriöse" Quelle nennen, aber anscheinend ist die Resolution nicht "ernst" genug, um sie zu erwähnen.


    Bei dieser Resolution handelt es sich um eine Meinungsäusserung der Legislative, ohne Handlungsvorschrift für die Exekutive. Der Präsident kann das zur Kenntnis nehmen und abheften.


    Unter den "Whereas"-Punkten wird der Kontext zusammengefasst, und dann kommen die Positionsbestimmungen und unverbindliche Aufforderungen, mehr nicht:
    "... Now, therefore, be it Resolved, That the House of Representatives--
    (1) strongly supports ...
    (2) affirms ...
    (3) condemns ...
    (4) states ...
    (6) calls ...
    ...
    (13) reaffirms ...
    (14) urges ...
    (15) welcomes ...
    ...
    (18) believes
    ..."
    Und so weiter.


    Schön, daß Du ausgerechnet jene Putinbots als "Beleg" nimmst, welche die Foren heimsuchen, um russische Propaganda zu platzieren. Ich merke schon seit Tagen, daß die diese Resolution von interessierter Seite in den einschlägigen Kreml-Outlets und von "Forenbotschaftern" krampfhaft zu einer "Quasi-Kriegserklärung" stilisiert wird. Wenn es allerdings eine wäre, dann stände es da drin.


    Man sollte nicht vergessen, daß die USA eine der Garantiemächte des Budapester Abkommens sind, welche die staatliche Souveränität und Integrität der Ukraine nach Abgabe ihrer Atomwaffen garantiert. Moskau hatte das wohl nicht ernst genommen, als es eben dieses Abkommen brach.


    Zu Ron Paul als "Referenz" sollte man wissen, daß er genau die rechte VT-Gemeinde bedient, wie der Kopp-Verlag oder Elsässer, allerdings mit einer Pseudo-Libertären Fassade:


    http://www.thedailybeast.com/a…e-afraid-very-afraid.html


    "The Ron Paul Institute: Be Afraid, Very Afraid


    The former presidential contender is back, this time as head of a new ‘institute’ for ‘peace’ comprised of anti-Semites, 9/11 truthers, and dictator lovers. James Kirchick reports.



    In December 2011, when Ron Paul was leading the Republican presidential-primary pack in the Iowa caucuses, the former Texas congressman’s notorious newsletters resurfaced in the national debate.


    The newsletters’ content—a toxic stew of racism, homophobia, anti-Semitism, sympathy for right-wing militia movements, and support for a litany of conspiracy theories—had been revealed by this writer in 2008. But Paul’s latter-day resurgence, particularly with young voters and the Tea Party, provoked a renewed round of interest in his shady associations and fringe beliefs. The title of a front-page article in The New York Times, “Paul Disowns Extremists’ Views but Doesn’t Disavow the Support,” neatly encapsulated Paul’s strategy of appealing to the far right while stopping just short of explicitly endorsing their views. ...."


    Die o.g. Strategie findet sich auch in der AfD wieder, speziell in der von Kreml-Strategen in der Berliner Botschaft beratenen Gauland-Fraktion.

    Zitat

    Original geschrieben von Gallium
    NATO-Geheimdienste warnen vor Fehleinschätzung russischer Ukraine-Politik
    Demnach strebt Putin eine Föderalisierung mit der Ost-Ukraine als eigener Verwaltungszone an. Das sei aus Kreml-Sicht derzeit die aussichtsreichste Möglicheit eines dauerhaften Friedens. Die russischen Spezialeinheiten (nur wenige Hundert Mann) üben vor allem eine Kontrollfunktion aus, um die Separatisten zu koordinieren.


    Offensichtlich hat Putin nicht den Einfluss in der Ost-Ukraine, der ihm immer unterstellt wird.
    ...also nix mit den 'roten Horden' die Europa überrennen wollen, so wie es der US-Kongress gerade einpeitschen will :rolleyes:


    Wo steht hier was von Roten Horden?
    https://www.congress.gov/bill/…house-resolution/758/text


    "...
    (24) calls upon the Russian Federation to seek a mutually beneficial
    relationship with the United States that is based on respect for the
    independence and sovereignty of all countries and their right to freely
    determine their future, including their relationship with other nations
    and international organizations, without interference, intimidation, or
    coercion by other countries; and
    (25) calls for the reestablishment of a close and cooperative
    relationship between the people of the United States and the Russian
    people based on the shared pursuit of democracy, human rights, and peace
    among all nations."



    Und seit wann steht es Putin zu, die staatliche Verfassung der Ukraine zu diktieren? Seine rechtsradikalen Banden haben dort nichts verloren.
    https://news.vice.com/video/russian-roulette-dispatch-86


    Was seinen Einfluß in den "Volksrepubliken" anbelangt: nach deren eigenen Angaben zahlt Moskau 80% ihrer Haushalte.

    Zitat

    Original geschrieben von suka
    ...
    Wer wundert sich bitte noch, wenigstens stützt Putin nicht die NPD bzw. REPs...


    Als Jakunin neulich auf der "Friedenskonferenz" von Elsässer zu Gast war, war die NPD mit dabei:
    http://www.bild.de/politik/inl…reunde-38678278.bild.html


    ".... Unter den Rednern und Gästen an diesem Samstag in Berlin: AfD-Vize Alexander Gauland (73) und SPD-Urgestein Egon Bahr (92). Ebenfalls zu Gast waren die NPD-Spitzenfunktionäre Frank Franz (36) und Sebastian Schmidtke (29). ..."


    Und in Frankreich bekommt die eigentlich Kreditunwürdige Front National Millionenkredite aus Russland.
    Einer der Spitzenkandidaten von Jobbik/Ungarn für das Europaparlamanet wurde kurz vor den Wahlen wegen mutmaßlicher Spionagetätigkeit für Russland verhaftet.


    Auch dieses AfD-Meeting in der russischen Botschaft wurde konspirativ durchgeführt, wie viele andere Geheimtreffen der Anti-EU-Rechten mit Russlands Vertretern in Europa.


    Immer wird die Öffentlichkeit gescheut, aber jedesmal, wenn die Treffen oder Finanzierungsvereinbarungen doch öffentlich werden, lautet deren Tenor "es ist doch nichts dabei; alles ist ganz normal; andere machen es doch auch", inklusive verharmlosender und beschwichtigender Forenpropagana.

    Die Alternative für Russland stellt sich vor:


    http://www.spiegel.de/politik/…-botschaft-a-1006983.html


    "Strategiesitzung in der Botschaft: AfD sucht Rat aus Russland


    "Strategische Beratung" suchen sich nach Informationen des SPIEGEL mehrere Spitzenpolitiker der AfD in der russischen Botschaft in Berlin. Bundessprecher Bernd Lucke gibt sich skeptisch, Vorstand Alexander Gauland spricht sich für den "Austausch" aus.


    Spitzenleute der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD) wollen sich künftig von russischen Diplomaten beraten lassen. Nach Bundesvorstand Alexander Gauland haben nun auch AfD-Bundesgeschäftsführer Georg Pazderski und Pressesprecher Christian Lüth die russische Botschaft in Berlin besucht. Das berichtet der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe.


    Zwei Stunden lang tauschten sie sich am 26. November mit dem Gesandten Oleg Krasnitzky über die Haltung der AfD zu den Russland-Sanktionen und zur Ukraine-Krise aus. Auch Botschafter Wladimir Grinin begrüßte die Gäste. Die Russen boten den Euro-Gegnern strategische Beratung an. Während Bundessprecher Bernd Lucke dieses Angebot skeptisch sieht, will Gauland es annehmen: "Es spricht nichts gegen einen regelmäßigen konstruktiven Austausch mit den Russen."
    Deren Diplomaten seien keine "Hardliner", und es gebe "keine vergleichbaren Angebote anderer befreundeter Staaten an uns". Ähnlich sieht es der Thüringer Landeschef Björn Höcke: "Gegen Ratschläge und offene Gespräche spricht nichts." ..."


    Erwartungsgemäß entpuppt sich die Gauland-Fraktion als "Agent des Auslands", um mal den Kreml-Jargon zu gebrauchen.