Zitat
Original geschrieben von frank_aus_wedau
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Wenn die EU es zu sehr übertreibt, macht die Schweiz die Grenzen auch bezüglich die Rechtshilfe in Steuersachen zu - m.E. ein ohnehin erforderlicher Schritt, seit dort im Auftrag oder zumindest mit Billigung der BR Deutschland gewerbsmäßige Wirtschaftsspionage betrieben wird....
Das sieht aber der Schweizer Verhandler zum Thema ganz anders, auch wenn die SVP noch diese überholten Ansicht ist:
http://www.tagesanzeiger.ch/wi…zer-Banken/story/18881095
" ... Das Bankgeheimnis und dessen schrittweise Aufweichung sieht de Watteville nicht als Druckmittel, mit dem die Schweiz der EU Zugeständnisse abringen könnte. «Das Druckmittel ist nicht dasjenige, wofür es einige halten», sagte er auf eine entsprechende Frage. Dabei geht es vor allem um die Verhandlungen zwischen der Schweiz und der EU zur Erweiterung des Zinsbesteuerungsabkommens, mit welcher die EU Steuerschlupflöcher schliessen will. Aus Sicht von SVP-Stratege Christoph Blocher hat die Schweiz damit einen Trumpf in der Hand.
«Notfalls kann die EU warten»
De Watteville winkt ab: Die Verhandlungen gingen kommende Woche weiter, doch sei deren Bedeutung nicht mehr dieselbe, seit sich der automatische Informationsaustausch als internationaler Standard abzeichne. Die Schweiz werde in naher Zukunft dazu übergehen müssen, und dann werde das Zinsbesteuerungsabkommen obsolet sein. Das wisse die EU. «Notfalls kann die EU warten.»
Auch in anderen Fragen steht die Schweiz nicht bloss unter Druck der EU, sondern unter internationalem Druck, wie de Watteville deutlich machte. So drängt neben der EU die OECD darauf, dass die Schweiz die privilegierte Besteuerung von Holdings und anderen Spezialgesellschaften abschafft. «Wenn wir nichts tun, wird der Druck steigen,» warnte der Staatssekretär. .... "