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Original geschrieben von harlekyn
Auch das haengt von der Hoehe der Praemie ab. Als junger Angestellter trifft das zu, wenn du mal aelter wirst und der PKV-Beitrag den Hoechstbeitrag GKV uebersteigt, zahlt der AG auch nicht mehr 50% der Beitraege. Und wenn du dann in Rente gehst, faellt der Arbeitgeberanteil ganz weg.
In den einschlaegigen Publikationen ist von einer durchschnittlichen Beitragssteigerung von 6% zu lesen. Wenn man das zugrunde legt, steigt ein beispielhafter Beitrag von 350 EUR (AG+AN) mit 30 Jahren auf fast 2700 EUR mit 65 Jahren. Und selbst wenn man "nur" eine 4%-ige Steigerung pro Jahr zugrunde legt, sind's rund 1400 EUR. Kannst du ja mal deinem Rentenbescheid gegenueberstellen.
die Altersrückstellungen fangen aber einen Teil davon wieder auf, ich mache mal eine Prognose von ca. 800€-900€, so viel zahlen ja die derzeitigen "PKV-Rentner" im Moment auch.
Dann kann man wirklich unwichtige Leistungen wie das Einbettzimmer auch mal streichen und durch das völlig ausreichende Zweibettzimmer ersetzen etc, dann kommt man sicher auf 800€ runter, man braucht ja nicht in den Basistarif, aber eine leicht abgespeckte PKV kann immer noch mehr bieten wie eben die GKV selber.
Mein Rentenbescheid kann dafür "leider" nicht herhalten, ich bin noch nicht ganz im erforderlichen Bereich aber dass einer der als Angestellter 50k verdient mit den Kosten seiner PKV zu knabbern hat glaube ich eigentlich nicht, gehen wir mal davon aus mit 65 hat mein Beispiel-PKV-Rentner sein Haus abbezahlt und ausser eben den laufenden Kosten nichts weiteres mehr dann sehe ich das nicht unbedingt als Problem an, ausserdem noch eine kleine Betriebsrente, dann die Privatrente - ich behaupte mal dass jemand mit dem Einkommen sich auch so abgesichert hat dass er es bezahlen kann. Das triftt ja niemanden armes, ich denke auch das ist der grund warum die Pflichtgrenze nicht weiter gesenkt wird.
Klar, solche Prognosen sind im Moment schwer, aber auch die derzeitige Entwicklung bei der GKV überzeugt mich nicht dass das System sicher ist, keine der letzten Regierungen hat bisher eine Reform hinbekommen die wirklich Zukunftssicher ist, klar, Röser hatte ein paar gute Ideen aber ein paar haben ihn leider so lange blockiert bis er das gemacht hat das auch seine Vorgänger machten - Beiträge rauf und Leistungen runter ! Wenn das so weiter geht sind wir in 30 Jahren bei 30% Beitrag und noch 50% der Leistungen. Es ist eine Träumerei dass wegen der Bevölkerungsentwicklung 15% haltbar sind, entweder muß eine Radikalreform her oder der Beitrag wird weiter steigen.
Eine Radikalreform wäre z.B. für mich den Müll mit der Gesundheitskarte streichen, die kassenärztlichen Vereinigung schließen und auf Kostenerstattung umsteigen, so hat die Kasse und der Patient mehr Kontrolle, der Abrechnungsbetrug würde zurück gehen und die Kosten würden durch weniger Bürokratie sinken. Dann die Beiträge radikal senken, Risikosachen aus dem Katalog streichen ( wer Fallschirmspringen macht aht auch Kohle das selber zu versichern etc... ), Zahnbehandlungen sind eh fast nicht mehr versichert, den Rest auch noch kicken und dort auf private Versichererer verweisen, Zahnzusatzversicherung hat eh jeder schon privat versichert, so Zeug können auch Versicherungen übernehmen. Kurz: Die GKV wirklich auf das nötigste beschränken ist warscheinlich die einzige Möglichkeit dieses System für die Zukunft tragbar zu halten....